Amazon und Facebook bauen ihren Social Commerce Vorsprung weiter aus
19. Aug
Amazon und Facebook haben in den vergangenen Tagen gleich mehrmals die Diskussion um Social Commerce beflügelt. Amazons “Facebook Page” und der Amazon powered Facebook Store für die P&G Make-Up Marke MaxFactor verknüpfen die beiden Internet-Größen sehr eng miteinander. Dies stellt nicht nur einen großen Schritt für beide Unternehmen und deren Nutzer dar, sondern zeigt in Anbetracht der hohen Kunden- bzw. Mitgliederzahlen beider Plattformen, dass Social Commerce (und in diesem Fall ebenso der sog. F-Commerce) eine ernst zu nehmende Entwicklungsstufe erreicht hat.
Amazon verwendet bereits seit Jahren eigene Social Commerce Funktionen, um den Kunden bei seinen Kaufentscheidungen zu Unterstützen und Customer Insights zur Angebotsoptimierung zu gewinnen. Doch die jüngsten Entwicklung zeigen, dass man sich bei Amazon nicht auf Erfolgen ausruht. Das Thema Social Commerce wird kontinuierlich vorangetrieben und erreicht mit der Verknüpfung mit Facebook einen weiteren Meilenstein. Dies gilt ebenso für Facebook, denn auch im kalifornischen Palo Alto arbeitet man mit Hochdruck an Commerce-Funktionen und -Schnittstellen, die das Netzwerk weiter in Richtung Social Commerce öffnen sollen.
Aber was haben die beiden Online-Riesen da genau umgesetzt?
Amazon USA bietet Kunden, die ihr Amazon- und Facebook-Konto verknüpfen, die Möglichkeit Geschenktipps aus den Wunschlisten ihrer Freunde und Social Recommendations, anhand der in Facebook hinterlegten Interessen zu Filmen, Musik und Büchern, zu erhalten. Gleichzeitig erfassen beide Dienste weitere, wertvolle Informationen über das Kaufverhalten und die Einflüsse ihrer Nutzer.
Doch Amazon U.K. geht noch einen Schritt weiter, und implementiert zusammen mit Facebook für Procter & Gamble einen Facebook-Store für die Marke Makeup Max Factor. Dem User wird so ermöglicht über das Shopping- und Payment-System von Amazon innerhalb von Facebook einzukaufen. Lagerung, Bezahlung und Lieferung werden dabei von Amazon übernommen, wodurch diese Kombination sehr interessant für weiter (Marken-) Hersteller werden wird, denn im Gegensatz zu bisherigen Facebook-Shop-Lösungen ist es nun nicht mehr notwendig ein eigenes Shop- und Logistik-System zu unterhalten. So lassen sich Commerce-Funktionen ohne erhöhten Aufwand in bestehende Marken- und Unternehmens-Facebookseiten integrieren.

Auch Facebook wird durch die Verbindung mit diesem prominenten E-Commerce-Pionier gestärkt da, ohne längere Etablierungsphase eines eigenen Paymentsystems (über den Spiele- und Geschenkbereich hinaus), eine seriöse und unkomplizierte Social Commerce Ebene im Facebook-System entsteht. Letztlich unterstreichen beide Plattformen damit ihren Führungsanspruch im Social Commerce. Auf der einen Seite stellt Amazon seinen Privat- und Geschäftskunden nun eines der umfassendsten Social Commerce Toolkits bereit und auf der anderen Seite zeigt Facebook, dass die Plattform nun endgültig bereit ist, eine zuverlässige Basis für ernst zu nehmenden E-Commerce (im Fall Facebook auch oft als F-Commerce bezeichnet) zu liefern.
(Quelle der Grafik oben links und weiter Neuigkeiten zum Thema: socialcommercetoday.com )
Kampagneneinblicke I: Social Media beim Red Bull Air Race
02. Aug
Am Samstag und Sonntag werde ich als Red Bull Air Race Reporter über das letzte Rennen der Saison berichten. Ich werde in der Boxengasse umherspringen und versuchen den Piloten auf die Pelle zu rücken. Gleichzeitig ist es die Gelegenheit, hinter die Kulissen einer der spannendsten Marken der Welt und ihren Umgang mit Social Media zu blicken …
Welche Plattformen nutzt Red Bull? Wie kommunizieren sie?
Kaum ein Unternehmen hat eine derart starke Markenausrichtung, wie das von Dietrich Mateschitz gegründete Energy-Drink-Imperium. Mit seinen Extrem-Sport-Sponsorings, Events und PR-Aktionen erreicht Red Bull die Medien über nahezu alle Kanäle und läd seine Marke kontinuierlich auf.
Ihr merkt schon, ich bin nicht ganz unvoreingenommen – widersprecht mir gerne, aber für mich ist Red Bull der Inbegriff strategischer Markenführung.
Ich freue mich riesig auf die Action vor Ort. Außerdem wird es eine spannende Case-Study zum Thema Blogger-Relations und ich würde mich freuen, wenn ihr eure Gedanken, Ideen und Anregungen hier mit mir teilt.
Das Rennen am Eurospeedway Lausitz wird (für die Klassiker) von Sky übertragen und auf der Red Bull Air Race Seite finden sich zahlreiche Videos zu den Rennen. An dieser Stelle schon einmal meinen herzlichen Dank an das Red Bull Team in München, das mich zum Rennen eingeladen hat.
[Featured] Crowdsourcing-Plattform mit Semantic-Web-Ambitionen
14. Jul
Ob Facebook, Wikipedia oder Twitter: Die erfolgreichsten Unternehmen unserer Zeit setzen auf Crowdsourcing. Durch die Web 2.0-Plattformen entstehen oftmals gigantische Datenmengen, die vom Nutzer getagt und gefiltert werden müssen, um sinnvoll eingesetzt werden zu können. Zu dieser Herausforderung des Semantic Web will die Erklärmaschine Twick.it einen Beitrag leisten.
Die Erklärmaschine verbindet die enzyklopädische Struktur von Wikipedia mit der Usability von Twitter: In bester Web 2.0-Manier kann jeder mitmachen, Themen erklären und die Erklärungen von anderen Nutzern bewerten. Einzige Herausforderung: Die Erklärung, welche auch Twick genannt wird, darf nicht länger als 140 Zeichen sein. Alles Unwichtige muss weggelassen werden. Die Kurzerklärungen bieten also konzentrierte Information auf einen Blick, was besonders für Onliner interessant ist, die mit Handys surfen. Für weiterführende Informationen kann ein Follow-Link zu einer beliebigen URL gesetzt werden. Die beste Erklärung wird durch die Bewertungen der Community ermittelt und bei folgenden Suchanfragen an oberster Stelle gelistet. Die Erklärmaschine dient gewissermaßen als Sprungbrett für Informationssuche. Außerdem erkennt sie anhand semantischer Algorithmen automatisch die wichtigsten Schlagworte und verwandte Themen. Twick für Twick entsteht damit eine Folksonomie, mit der sich die Crowdsourcing-Plattform in Richtung Semantic Web bewegt.
10.000 Erklärungen von 730 Nutzern
Twick.it wächst rasch: Ein halbes Jahr nach dem Start der Beta-Phase haben sich 730 Nutzer angemeldet und fast 10.000 Twicks geschrieben. Diese stehen unter der Creative Commons Lizenz und können von externen Diensten weiterverwendet werden. Dazu steht eine offene API-Schnittstelle zur Verfügung. Mit einem Tool Tip zum Beispiel können die Erklärungen auf anderen Websites und Blogs angezeigt werden. So bekommt der Leser die gesuchte Information, ohne das momentan geöffnete Browser-Fenster verlassen zu müssen. Darüber hinaus sind weitere Anwendungsmöglichkeiten für die Mini-Erklärungen denkbar – für Smartphones zum Beispiel wurden schon eine Mobile Website und ein Augmented Reality Layer entwickelt. Doch auch Offline können die Mini-Erklärungen sinnvoll eingesetzt werden: Aktuell sorgt ein Erklärwettbewerb zum NRW-Tag in der Stadt Siegen für Aufmerksamkeit. Damit zeigt Twick.it eindrucksvoll, dass der Siegeszug der Crowdsourcing-Plattformen noch nicht am Ende ist.
10 Tipps für die Online-PR (Whitepaper)
21. Jun
Social Media und SEO verändert die klassischen Bereiche der Werbung und Public Relations. Welche Bedeutung haben Suchmaschinen auf die Gestaltung von Headlines und Bildern in Pressemitteilungen? Oder wie kann ich über unterschiedliche Kanäle Journalisten und Blogger erreichen?
Auf meiner persönlichen Website habe ich diese und andere Fragen in 10 Tipps für die Pressearbeit im Netz in einem PDF zusammengefasst. Klickt einfach auf den Button „PDF Download“.
Der Inhalt besteht aus drei Teilen:
1. 10 PR-Tipps für den Online-Erfolg
2. Wichtige Inhalte und Tipps zur Pressemitteilung
3. Kostenpflichtige und kostenlose Presseportale (Was mache ich, wenn meine Pressemitteilung abgelehnt wurde?)
Hier sind die 10 Tipps kurz zusammengefasst. Um mehr zu erfahren, solltet Ihr das gesamte Whitepaper lesen …
1. „Müssen wir in der Zeitung stehen?“ – Print ist tot
Keinen Aufwand für Printmedien betreiben, wenn sie nicht absolut auf meine Zielgruppe zugeschnitten sind.
2. Auf Anfragen immer vorbereitet sein.
Alle wichtigen Statements müssen klar und jederzeit abrufbar sein.
3. Spannung erhalten bei Gewinnspielen und Aktionen.
Bei langen Aktionen teilt man das Ganze in drei Phasen auf, um die Presse bei der Stange zu halten. Zum Beispiel Ankündigung, Zwischenstand, Gewinner.
4. Journalisten nachzutelefonieren bringt oft nichts.
Journalisten reagieren genervt auf Anrufer und oft ist eine Meldung über www.presseportal.de nützlicher und zeitsparender.
5. Cross-Selling – Darf’s ein bisschen mehr sein?!
Lokal-Redakteure suchen immer nach Aufhängern für Ihre News, schön wenn Ihr sie liefert. Am Ende eines Telefonats kann man immer noch etwas ‚mit verkaufen‘.
6. Blogs und Newssites – Beobachten, sichtbar werden und pitchen.
Welche Blogs und Medien sind für das Vorhaben interessant? Es ist wichtig die Seiten zu kennen und zu lesen. Kommentare sorgen für Berührungspunkte vor dem Pitch.
7. SEO schon bei der Planung berücksichtigen.
Wenn eine neue Aktion ansteht, sollte gleichzeitig die Pressearbeit geplant werden. Für die Namensfindung von Events spielt SEO eine wesentliche Rolle.
8. PR-Berater haben die nötigen Kontakte.
Um Pressetexte zu schreiben und seine Ideen auf das Papier zu bringen helfen PR-Texter. In der zweiten Phase braucht man vor allem die Kontakte der PR-Berater.
9. Headlines werden von Suchmaschinen höher bewertet.
Natürlich sind gute Headlines wichtig um Journalisten und später die Leser in den Text zu ziehen, gleichzeitig werden Überschriften (<h1>, <h2>, etc.) von Suchmaschinen höher bewertet.
10. Bilder auf einer extra Seite bereitstellen.
Ein eigener Pressebereich (Landingpage) kann die angebotenen Materialien demonstrieren und macht es den Journalisten einfach, sich zu entscheiden. Zum Bildmaterial gehören auch Videos.
Alle Tipps zur Pressearbeit im Netz in voller länge findet Ihr auf meiner Website …
Die 6 wichtigsten Social Media Guidelines für Mitarbeiter
20. Mai
Das Social Media Marketing wird von vielen Mitarbeitern durchgeführt, um dafür zu sorgen, dass die Kommunikation im Web funktioniert und zielgerichtet ist, sollten Sie folgende sechs Punkte in den Social Media Guidelines erfassen.
1. Ziele und das Ergebnis klarstellen
Machen Sie klar, warum Sie im Social Web aktiv sind und welche Ziele Sie verfolgen. Wenn Sie es nicht wissen, woher dann Ihre Mitarbeiter. Definieren Sie das Ergebnis und schaffen Sie die Rahmenbedingungen.
2. Geheime Informationen beschützen
Vertrauliche Informationen müssen geheim bleiben und über zukünftige Entwicklungen, Finanzen oder schwebende Kundenverträge darf nichts ins Web gelangen. Stellen Sie sicher, dass auch zufällige Veröffentlichungen vermieden werden, z.B. weil sich ein Mitarbeiter über Foursqare bei einem Neukunden eincheckt („Max M. checked in @ Google Headquarter“) – clevere Konkurrenten sehen so etwas.
3. Keine persönlichen Angriffe und die Netiquette beachten
Wenn Mitarbeiter für das Unternehmen bloggen, kommentieren und zwitschern, dann sollten Sie auf keinen Fall schlecht über andere Kollegen, Vorgesetzte, Kunden oder Partner sprechen. Im Verlauf von Online-Diskussionen mit einzelnen Kontakten passieren solche Fehler schnell und können sehr schädlich sein.
Geben Sie Ihren Mitarbeitern Hilfestellung bei der „Netiquette“ mit auf dem Weg, damit Sie geteilte Informationen mit dem Urheber verlinken und sich dem Regelwerk des Netzes anpassen.
4. Trennen Sie Geschäftliches von Privatem
Nicht jeder private Blog muss als solcher gekennzeichnet sein, aber wenn eine Verwechslungsgefahr besteht, dann muss klar zwischen Mitarbeiteräußerung und Privatperson getrennt werden. Ein Verweis auf der jeweiligen Plattform, dem Profil oder im About-Teil ist sinnvoll. Außerdem sollten Mitarbeiter Social Media nur in den Pausen privat nutzen. Gerade wenn Social Media neu in Ihrem Unternehmen ist, müssen Sie den Mitarbeitern allerdings Zeit zugestehen, in denen Sie mit den neuen Tools probieren und „spielen“ können, vielleicht finden Sie dabei Wege, Ihre Arbeit noch besser zu machen.
5. Fördern Sie das Teamwork
Spielen Sie im Team. Ein Mitarbeiter, der eine Idee zu einem Beitrag für den Blog hat, sollte nicht zwangsläufig dazu verdonnert werden, diese Inhalte auch selbst zu erstellen. Bieten Sie Hilfestellungen und fördern Sie die Teamarbeit, denkbar wäre, dass der Mitarbeiter einzelne Punkte zusammenfasst und das Marketing-Team daraus einen fertigen Artikel erstellt. Schaffen Sie eine Umgebung, in der die Mitarbeiter Lust haben sich einzubringen und keine Angst, dass man Sie mit den neuen Aufgaben alleine lässt. Damit bauen Sie Reaktanzen ab und fördern das abteilungsübergreifende Zusammenspiel – kommunizieren Sie diese Denke.
6. Sprechen Sie menschlich und persönlich
Im Gegensatz zu vielen anderen Marketing-Aktivitäten hat Social Media einen gewissen Spaßfaktor, diesen darf man in der Kommunikation spüren. Erklären Sie Ihren Mitarbeitern, dass Sie in einer normalen Sprache kommentieren und schreiben sollen. Es geht nicht darum sterile Botschaften heraus zu posaunen, sondern darum, sich mit Menschen auszutauschen.
Ihre Guidelines sollten auf zwei A4 Seiten passen und gemeinsam mit den Unternehmensrichtlinien an neue Mitarbeiter ausgehändigt werden. Passen Sie die Richtlinien im Laufe der Zeit an und überlegen Sie schon vorab, ob Sie spezielle Einschränkung aufgrund Ihres Geschäftsmodells brauchen. Wenn die Mitarbeiter die Richtlinien in einem Workshop gemeinsam erstellen, fördern Sie deren Akzeptanz (Social Media Engagement funktioniert am besten Buttom-up).
Weitere lesenswerte Beiträge und Unternehmensrichtlinien:
[pdf] BVDW – Social Media Richtlinien
40 Social Media Guidelines (Beispiele)

