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5 kostenlose Social Web Monitoring Tools



Nachdem die Relevanz des Social Web und seiner Community auch hierzulande immer mehr erkannt wird, möchten wir nochmals einige kostenfreie Social Web Monitoring Tools für den Einstieg vorstellen. Die folgenden Dienste bieten die Möglichkeit, Keywords und Domains zu Marken und/oder Unternehmen zu überwachen um relevante Meinungen, Meinungsführer und Stimmungen zu entdecken und zu analysieren. Auch beispielsweise der Stand der Konkurrenz lässt sich so schnell und effizient erfassen. Nachtrag: Beachten Sie, dass diese Dienste englischsprachig sind und standardmäßig die Ergebnisse aus dem englischsprachigen Raum beziehen. Nutzen Sie zur Eingrenzung die erweiterten Suchoptionen (sofern vorhanden) um deutschsprachige Ergebnisse zu generieren. (Danke @Hillevi für den Hinweis)

(Tipp: Hier finden Sie deutsche Social Media Marketing Bücher.)

Backend von Postrank

postrank.com

PostRank ist ein Service, der Ihre Seiten über manuelle Eingabe oder RSS-Feed untersucht. Hier ist ein Screenshot von socialmedia-blog.de Inhalte auf PostRank. Engagementpunkte geben Auskunft über die Verbreitung eigener Inhalten. Auch die Autoren können gegenseitig ihren Erfolg messen messen. Postrank lässt sich für Echtzeitdaten mit GoogleAnalytics verbinden. (Update 18.04.2011)

 

addictomatic

addictomatic.com

Addictomatic durchsucht eine Fülle von Social Websites auf gewünschte Begriffe. Das Angebot an Seiten und Communities ist sehr breit aufgestellt und einzelne Seiten lassen sich nach eigenen Präferenzen auswählen. Allerdings leidet bei manchen Seiten die Tiefe der Ergebnisse. Für einen ersten Start aber dennoch eine gute und übersichtliche Social Web Suchmaschine.

socialmention.com

Socialmention stellt ein sehr ambitioniertes Social Web Monitoring Projekt da. Hier gibt es kein “entweder / oder”. Das Tool durchsucht über 80 verschiedene Dienste des Social Web auf gewünschte Begriffe. “Searching content from across the universe…” heißt es während die Suchanfrage bearbeitet wird, und dies scheint keines Falls eine Übertreibung zu sein. Socialmention durchsucht neben klassischen Blogs, Newsseiten und Twitter ebenfalls zahlreiche Communities wie Facebook oder YouTube. Entsprechend mächtig fällt auch die Präsentation der Suchergebnisse aus. Neben der klassischen Auflistung der Inhalte nach Aktualität, wird auch hier die generelle Stimmung (positiv/negativ) ermittelt und relevante Hashtags, User und Keywords angezeigt. Zusätzlich werden vier eigene Messgrößen (strength, sentiment, passion, reach) angegeben. Dabei wird der Anteil des Begriffes im Tagesgespräch, das Verhältnis von positiven Stimmen zu negativen Stimmen und der Grad des Einflusses im Social Web errechnet.

hootsuite.com

Die Twitter Suite, oder viel mehr “Wunderwaffe” Hootsuite verbindet alle Stärken des Microblogger Twitter. Das Dashboard lässt sich einfach erweitern und den persönlichen Bedürfnissen anpassen. Eingene Twitter Accounts können hinzugefügt, die neusten Tweets zu Suchbegriffen, #Hashtags und @Usern angezeigt werden. Auch Facebook Fanpages können in einem eigenen Tab als Feed abonniert werden. Rund-um ein sehr empfehlenswertes Tool für einen erfolgreichen Einstieg in Twitter und Facebook Monitoring.

boardtracker.com

Boardtracker ist ein Monitoring-Tool speziell für die Forenlandschaft. Als eine der älteren “Social Media Disziplinen” werden Foren häufig gar nicht oder nur sehr schwach von den neuen Social Web Monitoring-Tools berücksichtigt. Gerade im Technik-, Gaming- oder Automobilbereich sind und bleiben Foren jedoch wichtige Anlaufstellen für Interessenten, User, Experten und Meinungsführer. Außerdem beherbergen Foren tonnenweise Meinungen, Kritiken, Probleme und Wunsche der User, da der Austausch in Foren wesentlich ausführlicher stattfindet als z.B. über Twitter oder Facebook. Boardtracker hilft dabei relevante Foren und Topics ausfindig zu machen und liefert meist gute Ergebnisse für einen tieferen Einstieg in die Foren-Recherche. Auch der Dienst Boardreader.com oder Google Suche mit dem Zusatz “forum” (incl. Anführungszeichen) liefern weitere gute Ergebnisse.

socialwebsiteanalyzer.com

Der SocialWebsiteAnalyzer durchsucht die TOP 20 der Social Websites auf die Nennung einer eingegebenen Website. So lässt sich schnell ein Bild über die “Verbreitung” der eigenen Website oder Blog zu machen. Google, Yahoo, Delicious, Flickr, Youtube und viele weitere Kandidaten finden sich im übersichtlichen Ergebnis-Dashboard. Allerdings sollte man das Ergebnis im Anschluss “per Hand” überprüfen, da falsche Keyword-Verknüpfungen o.ä. auf den ersten Blick nicht erkennbar sind. Dazu genügt ein einfacher Klick auf das jeweilige Ergebnis.

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Social Media Aktivitäten verursachen Kosten. Auch wenn Facebook, Twitter & Co. vermeintlich kostenlos zur Verfügung stehen, braucht es Zeit, Mitarbeiter und Hilfsmittel um ernsthafte Social Web Aktionen durchzuführen. Dabei müssen Entwicklung und Umsetzung sowie Tracking und Erfolgsmessung berücksichtigt werden. Steht dieser Investition langfristig kein klar erkennbarer Gewinn gegenüber, ist es schwierig diese Maßnahmen zu begründen oder gar strategisch zu implementieren. Auch eine Optimierung des Social Media Mix oder Vergleich einzelner Maßnahmen mit verschiedenen Kommunikations- oder Marketing-Maßnahmen ist ohne “harte” Zahlen schwer umsetzbar.
Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass Social Media Kennzahlen wie die Anzahl der Twitter-Follower, Facebook-Freunde oder Blog-Kommentare keinen Budget-Verwalter vom Stuhl fallen lassen. Dass viele weitere wichtige Ergebnisse wie Aufmerksamkeit, Bekanntheit oder Reichweite meist leider ebenfalls wenig überzeugen, sei hier nur am Rande erwähnt.

Doch die Social Media Erfolgsmessung kann mehr! Neben Consumer-Insights und anderen qualitativen Daten ist auch die Erfassung monetärer Erfolge keine Unmöglichkeit. Allerdings reicht es dazu nicht aus, lediglich die “klassischen” meist kommunikativen Social Web Tracking Kennzahlen isoliert zu betrachten. Eine strategische Kombination qualitativer Social Web Daten und quantitativer Umsatzzahlen ist nötig um eine nähere Aussage über die Rentabilität von Social Media Maßnahmen machen zu können. Noch weiter geht seit einiger Zeit der Bereich Social Commerce bei diesem Thema und versucht E-Commerce und Social Media direkt rentabel aufeinander abzustimmen. Zum Thema ROI und Social Media ist dieses neue Feld eine klare Recherche-Empfehlung.

Die folgenden Schritte sollen einige Ideen zur Ermittlung der Rentabilität von Social Media geben und einen Ansatz für eigene Messgrößen liefern:

Ziele bestimmen

Zunächst müssen die Ziele der Social Media Aktivitäten festgehalten werden. Bleiben Sie dabei möglichst konkret und verbinden Sie Online- und Unternehmenskennzahlen. “Eine beliebte Facebookseite” oder “Viele Kunden-Kommentare” beleuchten nur eine Seite und sind wenig Erfolg versprechend. Besser sind spezifische Verknüpfungen wie “Mehr Online-Shop-Umsatz durch Facebookseiten-Besucher” oder “Gewinnung von Neukunden durch gezielte Twitter-Aktionen”.

Basiswerte festhalten

Um Veränderungen durch die Investition später feststellen und zuordnen zu können, ist es zwingend notwendig, einen Ist-Zustand zu ermitteln und fest zu halten. Auch hier werden die Daten beider Seiten benötigt – Social Media Tracking Daten UND Unternehmenskennzahlen.

Passende Tools finden

Auch die besten Vorüberlegungen führen nicht zum Erfolg, wenn keine geeigneten Tracking-Tools zur Verfügung stehen. Analysieren Sie vor dem Hintergrund der ersten beiden Punkte Ihre Tracking-Instrumente. Liefern sie die benötigten Daten und sind diese ausreichend differenziert? Achten Sie auf eine gute Mischung weitreichender Server-Log-Analysen, Google Analytics und Social Web Monitoring-Tools. Sie sollten später Aussagen zu verweisenden Seiten, Click-Streams und Ausstiegsseiten treffen können. Auch Couponing-Codes oder Microsites helfen dabei spezifische Daten zu erhalten.

Social Media Manager

Das Maß an Professionalität und Effektivität der eigenen Aktivitäten hängt maßgeblich vom Know-How der Verantwortlichen ab. Dies gilt selbstverständlich auch für Social Media Aktivitäten. So ist es nicht verwunderlich, dass in den USA bereits die Wichtigkeit der Position des Social Media Managers erkannt wurde und diese Stelle in immer mehr Unternehmen besetzt wird. Dieser vereint im besten Falle ein persönliches Interesse an Social Media, Fachwissen im Bereich Online-Kommunikation und -Tracking sowie den Blick über den eigenen Fachbereich hinaus. Überspitzt gesagt: Sie lassen sich Ihren Marketing-Mix auch nicht von einem Praktikanten zusammenstellen!

Daten verknüpfen und auswerten

Spätestens an dieser Stelle wird sich der Social Media Manger bezahlt machen, denn hier ist Überblick gefragt. Es gilt Korrelationen unter den Daten zu finden und den Zielvorstellungen entsprechend zu verknüpfen. Außerdem muss beachtet werden, dass sich einige Auswirkungen erst nach einiger Zeit vollständig erfassen lassen. Zu allem Überfluss gibt es letztlich kein Patentrezept. Jedes Unternehmen muss eigene, für sich relevante Fragen entwickeln und Ergebnisse entsprechend verknüpfen.

  • Wurde der Web-Shop Umsatz seit dem Social Web Engagement gesteigert?
  • Wurde die Unternehmenswebseite oder der Online-Shop häufiger über Social Communities besucht?
  • Konnten die Help-Center Kosten nach Einführung eines Twitter-Supports reduziert werden?
  • Wie hoch ist der Online-Umsatz der über Facebook-Fanpage-Besucher generiert wurde?
  • Wie hoch war der Umsatz eines Twitter-Special-Offer?

Vergleichen

Nach dem Erfassen dieser Basisdaten lassen sich nun Vergleiche mit anderen Maßnahmen ziehen. Zum Beispiel:

  • Umsatz über Facebook-Special-Offer zu Umsatz über Print-Special-Offer (z.B. per Landing-Page oder Web-Codes)
  • Websitebesucher über Social Communities zu Besuchern über AdClicks (z.B. Referrer- und AdWords-Analyse
  • Neukunden über Social Web Empfehlungen zu Neukunden über klassische Werbung (z.B. über Social Commerce Tools)

Darüberhinaus können ebenfalls einzelne Maßnahmen im Social Media Mix verglichen werden.

  • Führte die Aktivität in Netzwerk A zu mehr Unternehmenswebsite-Besuchern als in Netzwerk B? (z.B. Referrer)
  • Erreichen spezielle Angebote die Zielgruppe effektiver über Twitter oder YouTube? (z.B. Special-Offer und Landing-Pages oder Couponing)
  • Generieren Besucher über Preisvergleichs-Portale mehr Umsatz als Besucher über die Facebook-Fanpage? (z.B. Referrer- und Klick-Pfad-Analyse)

Optimieren

Am Ende der Betrachtung steht auch hier die Optimierung des Maßnahmen-Kataloges. Die gewonnen Zahlen ermöglichen es, bessere Aussagen zur Effektivität der einzelnen Social Web Aktionen zu treffen. Durch die monetären Daten lassen sich im besten Fall z.B. herkömmliche Cost-per-Action oder Cost-per-Order Berechnungen anstellen, um verschiedene Maßnahmen zu gewichten. Je mehr Daten vorliegen, desto effektiver lässt sich der Social Media Mix analysieren und optimieren. Daher lautet letztlich die Empfehlung: testen, testen, testen! Nutzen Sie verschiedene Kanäle, entwickeln Sie unterschiedliche Aktionen und flankieren Sie verschiedene Bereiche, wie Produktsupport oder -entwicklung, Marketing oder Public Relation mit Social Media Aktionen. Ermitteln Sie anschließend wieder die Auswirkungen und Performance um heraus zu finden welche speziellen Tools und Kombinationen zu Ihrem Unternehmen passen.

[Viele weitere Informationen zu diesem Thema finden sich in englischer Sprache z.B. bei SlideShare, Mashable oder SocialCommerceToday ]

Bildquelle: Penn Olson