Schlagwort-Archiv: Social Shopping

f-commerce

5 Gründe warum sich ein Facebook Shop für Ihre Marke lohnt

HMV tut es. Procter&Gamble tut es. Und Coca-Cola tut es auch. Sie alle nutzen Facebook als Verkaufsplattform. In seiner neuen Studie „F-Commerce: Selling on Facebook“ erklärt Paul Marsden welche Chancen F-Commerce Marken bietet und auf was sie dabei achten müssen.

Der Verkauf von Produkten über Facebook befindet sich noch immer in der Experimentierphase. Für Marsden steht eines allerdings fest: Marken sollten nicht versuchen in Facebook umfangreiche E-Commerce-Stores aufzuziehen, sondern exklusive Fan-Stores eröffnen. Damit können sie die Verbundenheit ihrer Fans langfristig stärken. Statt Umsatz sollen Fan-Stores die Zufriedenheit der Kunden in den Vordergrund rücken – Dem stimmen wir absolut zu und haben das aktuelle WhitePaper einmal etwas genauer unter die Lupe genommen.

Wie kann sich das für Unternehmen lohnen? Social-Media-Investments werden häufig mit Geldverbrennung gleichgesetzt; sind Shops, für die Umsatz nur zweitrangig ist, dann nicht eine Art Brandbeschleuniger? Nein. Denn Fan-Stores bieten Unternehmen vielfältige Chancen ihren Erfolg nachhaltig zu steigern – und zu messen.

1. Return on Facebook Investment

Wer auf Facebook einen Fan-Store einrichtet, ist vielen seiner Mitbewerber bereits einen entscheidenden Schritt voraus: Er erhält die Chance einen messbaren, aber dennoch individuellen Return on Investment zu ermitteln. Zwar sind das Anlegen einer FB Page und alle Basisfunktionalitäten kostenfrei, die Pflege der Seite aber mit Aufwand verbunden. Die Frage „Lohnt sich die Zeit, Mühe und das Geld das wir in unseren Facebook-Auftritt stecken eigentlich?“ ist deshalb nicht unberechtigt. Wer Facebook als Verkaufsplattform nutzt, hat hier die Möglichkeit „handfeste Zahlen“ neben Social Media typischen KIPs wie Loyalität, Awareness oder Reputation zu erhalten.

2. Brand Experience

Wer seinen Kunden ein überzeugendes Markenerlebnis bieten möchte, sollte deren Erwartungen kennen und – im Falle von Social Media – wissen, wieso sich Menschen überhaupt mit ihm verbinden. Aktuelle Studien zeigen allerdings, dass Konsumenten und Marken dazu ganz unterschiedliche Ansichten haben (siehe Abbildung).

Was Konsumenten erwarten und Marken denken.Viele Unternehmen haben Angst Fans mit kommerziellen Inhalten abzuschrecken. Dabei ist meist das Gegenteil der Fall: Wer Facebook als Verkaufskanal nutzt, bietet seinen Fans schlichtweg das, was sie erwarten. Mein Lieblingsunternehmen bewirbt seit Jahrzehnten seine Produkte mit TV-Spots, schickt mir per Post Coupons und verteilt Proben in Supermärkten. Wieso? Klar – es will mir seine Produkte schmackhaft machen. In Facebook beschränkt es sich dann aber auf das Hochladen von Sommerfest-Fotos und das Zweitverwerten von Pressemitteilungen. Meine Verbundenheit zur Marke wird dadurch nicht gestärkt. Wie authentisch ist ein großes Unternehmen, das mir vorspielt keine kommerziellen Interessen zu verfolgen?

3. Brand Insights

Mit einem Fan-Store, der exklusive Produkte oder einzelne, spezielle Artikel anbietet, eröffnen Marken nicht nur einen Verkaufskanal, sondern auch eine Art Marktforschungsunternehmen. Welche neuen Produkte kommen bei meinen Fans an, welchen Preis würden sie dafür ausgeben und wie sehr aktiviert eine neue Promotion-Aktion?

Die gewonnen Erkenntnisse helfen nicht nur der Marke, sondern auch Retailern, die deren Produkte anderswo verkaufen. Das zeigt: Ein Facebook-Store muss für Retailer keine Konkurrenz darstellen, auch sie können von ihm profitieren.

4. Brand Loyality

Mit einem Fan-Store lässt sich auch die Loyalität zur Marke erhöhen, aus Kunden werden Stammkunden. Dafür darf ich meinen Fans allerdings nicht das bieten, was sie überall bekommen. Das magische Wort lautet Exklusivität; Marken müssen ihren Fans exklusive Produkte oder exklusive Discounts bieten, dann werden diese auch regelmäßig die Page „ihrer Marke“ besuchen. Alle Postings des Unternehmens werden dementsprechend künftig besser in den News Feeds der Fans platziert, die Reichweite der Unternehmensnachrichten steigt damit. Gerade mit Blick darauf wie wenige Postings es wirklich in die News Feeds der Fans schaffen ein interessanter Gedanke.

5. Markenbotschafter

Facebook schreit danach als Word-of-Mouth-Plattform genutzt zu werden. Bereits die erste Interaktion mit der Marke („I like“) erzeugt eine Story, die in den News Feeds aller Freunde angezeigt wird. Jetzt gilt es die Fans zu aktiven Markenbotschaftern zu machen und auch dazu eignen sich Fan Stores. Wieso? Menschen werden durch drei Faktoren dazu angeregt, sich für eine Marke bei ihren Freunden stark zu machen: Experience, Involvement & Incentives. Diese drei Faktoren zeichnen auch den Erfolg von Fan-Stores aus.

Experience. Über was reden wir mit unseren Freunden? Über Dinge, die uns verblüffen, die uns begeistern, über Dinge, die neu für uns sind. Bieten sie ihren Fans also exklusive Erfahrungen und sie werden darüber reden. Heinz hat 3000 Flaschen einer neuen Ketchup-Sorte zunächst exklusiv über Facebook vertrieben, die Reaktionen der Fans sprechen für sich. Und dabei immer daran denken: Es geht wirklich nur um Ketchup.

Involvement. Wer meint an der Schaffung von etwas mitgewirkt zu haben, hofft immer auch auf dessen Erfolg. Deshalb möchten so viele Eltern, dass ihre Kinder studieren; deshalb möchten DSDS-Zuschauer, dass ihr Gewinnerkandidat die Charts erklimmt. In Fan-Stores können die Kunden in den Entstehungsprozess eines Produkts eingebunden werden. Stellen sie bspw. ein neues Produkt mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen oder Verpackungen in den Store und lassen sie ihre Fans per Kauf entscheiden, welche Variante in den freien Verkauf kommt. Egal wie: Lassen sie Kunden an Entscheidungen teilhaben, seien sie sich aber auch der Risiken bewusst.

Incentives. Menschen lieben Belohnungen und die müssen gar nicht materieller Natur sein. Vertreiben sie über ihren Store freie Samples und fordern sie als Gegenleistung Feedback/Word-of-Mouth ein. Bieten sie ihren Fans einen Rabatt an, der an die Käuferzahl gekoppelt ist (GroupBuy). Oder: Fragen sie ihre Fans einfach, ob sie für ein Produkt im Store Mundpropaganda betreiben. Studien zeigen, dass bereits eine einfache Bitte den Word-of-Mouth-Effekt vervielfachen kann. Wieso? Viele Menschen fühlen sich schon dadurch belohnt, anderen einen Gefallen tun zu können.

F-Commerce: Selling on Facebook

Die komplette Studie von Dr. Marsden ist in englischer Sprache auf der Facebook Page der Agenturgruppe Syzygy kostenfrei erhältlich.

Lesen Sie auch:

Thesis zu „Social Commerce in der praktischen Umsetzung“
Social Commerce in der Praxis: Social Media Stores
Brand Awareness im Social Web

Social Commerce in der Praxis Teil 4: Groupbuying

Zusammen geht es einfacher – diese Devise ist nicht neu, und hat sich stets bewährt. Eine Art dieses Konzept via Internet auf die breite Online-Shopping-Gemeinde anzuwenden entwickelte sich in den letzten drei Jahren unter dem Begriff „Groupbuying“. Anstelle der breiten Produktpalette üblicher Online-Shops werden den Interessenten einzelne Angebote offeriert, die nur eine begrenzte Gültigkeit besitzen (meist 24 Stunden), und erst ab einer bestimmten Anzahl an Käufern in Anspruch genommen werden können. So ergeben sich mehrere Vorteile: zum einen wird der Gemeinschaftsgedanke der Social Media genutzt, und zum anderen entsteht eine gewisse Exklusivität. Eine nahtlose Integration von Empfehlungen an Freunde über Social Media, nutzt zudem den Word-of-Mouth-Effekt voll aus, und belohnt den empfehlenden Kunden. Group-Buying Plattformen sind häufig auf das Anbieten von rabattierten Dienstleistungen spezialisiert, und bieten sie, lokal differenziert, über städtespezifische Versionen ihrer Portale an. Somit entsteht einerseits ein Markt für Angebote wie Wellness oder Freizeitaktivitäten, die vorher meist nicht online Verfügbar waren, und andererseits können lokal zugeschnittene Angebote neue Präferenzen bei den Nutzern schaffen. Die „Live-Shopping“- Komponente beeinflusst schließlich durch die zeitliche Limitierung der Angebote ebenfalls die Kaufentscheidung der Interessenten.

Best Practice

Einer der bekanntesten Group-Buying Dienste ist Groupon. Das Projekt entstand Ende 2008 in den USA aus der Kooperations- und Kollaborations-Plattform ThePoint und beschäftigt heute bereits über 300 Mitarbeiter in der Firmenzentrale in Chicago und über 600 weitere in Europa. Im Laufe des ersten Halbjahres 2010 übernahm Groupon schließlich auch die deutsche Group-Buying Variante „City Deal“, und ist nun nach eigenen Angaben der größte Group-Buying-Dienst weltweit. Der Name „Groupon“ setzt sich aus den englischen Wörtern Group und Coupon zusammen und beschreibt sehr treffend das Angebot des Portals: Als Gruppe vergünstigte Angebote (Coupons) erhalten. Dabei hält sich Groupon wie viele ähnliche Dienste zum einen an Dienstleistungen statt an einzelne Produkte und zum anderen auf eine lokale Ausrichtung über Subseiten für einzelne Städte.

Versöhnung von Online-Shopping und lokalen Dienstleistern

Group-Buying Dienste bieten durch ihre Ausrichtung auf Dienstleitung und regionale Differenzierung eine Art „Versöhnung von Online-Shopping und Lokalen-Dienstleistern“. Regionale klein- und mittelständische Unternehmen finden in Group-Buying-Portalen ebenso wie große, national agierende Unternehmen einen optimalen Partner für gezielte Verkaufsförderung und einen neuen Zugang zu tausenden potentiellen Käufern. Dabei profitieren die Unternehmen in vielerlei Hinsicht vom Group-Buying-System. Beispielsweise können spezielle Angebote erstellt werden, um ungenutzte Kapazitäten zielgenau auszuschöpfen, oder neue Dienstleistungen bzw. neue Unternehmen können einer breiten Masse vorgestellt werden und durch Kennenlernangebote ins Gespräch kommen.

Dabei wirken diese Angebote gleich in zweifacher Weise; zum einen erzeugen sie Werbekontakte, denn die Nutzer werden per Mail und die Portal-Homepage über den Dienstleister und sein Portfolio informiert, und andererseits werden direkt Verkäufe generiert, die Interessenten direkt zu (zahlenden) Kunden machen. Gleichzeitig besteht eine gewisse Sicherheit durch Planbarkeit für die anbietenden Unternehmen, da Mindest- und Höchstmengen angegeben werden können, vor deren Erreichung das Angebot nicht gültig wird bzw. nach deren Überschreitung das Angebot deaktiviert wird. Zudem wirkt auch die Live-Shopping-Komponente auf die Kaufentscheidung der Konsumenten. Die zeitlich limitierten Angebote fördern die, im Online-Shopping eher seltenen, klassischen Impulskäufe, da tagelange Produktrecherche, ausgiebige Preis-, Shop- und Produkt-Vergleiche in diesem System entfallen. Neben dem System der Portale selbst, kann letztlich auch der Betreiber den interessierten Unternehmen wertvolle Informationen liefern. Es können beispielsweise lokale und regionale Präferenzen identifiziert werden, generelle Tendenzen erkannt und der Mix der geschalteten Angebote ohne größere Aufwende optimiert werden.

Nächste Woche: (Private) Shopping Clubs

Hier geht’s zu den weiteren Teilen der Reihe:
Social Commerce in der Praxis Teil 1: Portable Social Graph
Social Commerce in der Praxis Teil 2: Social Media Stores
Social Commerce in der Praxis Teil 3: Co-Shopping

Social Commerce in der Praxis Teil 1: Portable Social Graph

social graphDie praktische Umsetzung von Social Commerce, durch die Verknüpfung von Social Media-Anwendungen und -Diensten mit E-Commerce-Plattformen, erhält seit den letzten 12 Monaten einen spürbaren Zuwachs an Aufmerksamkeit. Grade in den USA bemühte man sich bereits seit einiger Zeit um die Implementierung „Sozialer-Komponenten“ in bestehende Online-Shopping Plattformen und die Entwicklung ganz neuer „Social Shopping“ Modelle zur Monetarisierung der Social Media.

Auch in Deutschland ist dieser Trend zu spüren. Portale wie CityDeal (jetzt Groupon), edelight oder stylr.de zeigen, dass Social Shopping keine bloße Idee des amerikanischen Marktes ist, sondern auch hierzulande dem großen Begriff Social Commerce ein Gesicht geben kann. Da wir immer häufiger nach praktischen Beispielen und Lösungen zu diesem Thema gefragt werden, möchten wir mit dieser Reihe „Social Commerce in der Praxis“ allen Interessierten eine Übersicht über die praktischen Umsetzungsmöglichkeiten geben.

Dazu heute der erste Teil:

Portable Social Graph



Was ist der Portable Social Graph?

Der Portable Social Graph beschreibt im Allgemeinen online verfügbare Information über einen Nutzer und seine sozialen Verknüpfungen von Freunden, Familie und Kollegen. Er zeigt die Aktivitäten des Nutzers, wer ihn beeinflusst und wo seine Interessen liegen. Social Networks machen es möglich, diese Informationen gezielt zu sammeln und gebündelt zur Verfügung zu stellen. Durch die soziale und persönliche Ebene der Informationen geht der Social Graph also weit über die rein technologische Ebene hinaus und eröffnet Unternehmen und Konsumenten neue, persönliche und vernetzte Interaktions- und Informationsmöglichkeiten.

Grundsätzlich ermöglicht der Portable Social Graph dem Nutzer zwei Kernfunktionen im Social Web. Zum einen fungiert er als eine Art „Web-Visitenkarte“, die es erlaubt, sich ohne zusätzliche Registrierung auf Websites wie Shops, Blogs oder Foren anzumelden. Dazu können die benötigten Angaben zur Person, Fotos und andere Informationen aus dem entsprechenden Social Network abgerufen und dem Websitebetreiber zur Verfügung gestellt werden. Die zweite Funktion stellt die eigentliche Interaktion mit dem Social Graph dar. Dabei kann der Nutzer externe Inhalte mit seinem Netzwerk teilen, Freunde um Rat fragen oder sehen, welche Seiten, Produkte oder Aktivitäten anderen gefallen und von ihnen gekauft oder empfohlen werden. Beide Funktionen lassen sich ebenso für die Mobile Web- und App-Integration verwenden. So ermöglichen sie eine vereinfachte und gleichzeitig personalisierte Mobile-Web-Erfahrung auf über Smartphones oder neuen Tablett-Geräten wie dem iPad.

Best Practice

levis friend store

Der Jeanshersteller Levi’s bietet einen sogenannten „Friends Store“ und nutzt dazu die Facebook Social Plugins „Connect“ und „Like Button“ bzw. die „Open Graph API“. In diesem Teil des Onlineshops kann der Nutzer seinem Social Graph zeigen, welche Jeans ihm gefallen, und sich gleichzeitig Empfehlungen seiner Freunde anzeigen lassen, die ebenfalls den Levi’s Friends Store besucht haben. Somit entsteht ein personalisierter Shop, der Lieblingsprodukte des Users und seiner Freunde abbildet.

amazon facebook connect

Der Online-Shopping-Riese Amazon bietet Kunden, die ihr Amazon- und Facebook-Konto verknüpfen (z.Z. nur Amazon.com), die Möglichkeit, Geschenktipps aus den Wunschlisten ihrer Freunde und Social Recommendations anhand der in Facebook hinterlegten Interessen zu Filmen, Musik und Büchern, zu erhalten. Gleichzeitig erfassen beide Dienste weitere, wertvolle Informationen über das Kaufverhalten und die Einflüsse ihrer Nutzer.

Fazit

Der Portabel Social Graph ist ein ideales Instrument für die Verbindung von Social Media und bestehendem E-Commerce zu Social Commerce in eigenen Onlineshops oder Marken- und Unternehmenswebsites. Den Usern wird über vertraute Elemente ihres Social Networks ermöglicht, mit ihrem Social Graph in Verbindung zu treten, um ihre Einkaufserlebnisse zu teilen und sich Rat und Empfehlungen zu Produkten und Dienstleistungen einzuholen, die ihre Kaufentscheidung beeinflussen. Darüber hinaus entfallen die Hürden eines weiteren Registrierungsprozesses. Somit wird ein neues, kooperatives und kommunikatives Shopping-Erlebnis generiert, das klare Mehrwerte auf beiden Seiten schafft.

Denn auch auf Seiten der Unternehmen und Shopbetreiber entstehen Vorteile, die den Einsatz des Portable Social Graph attraktiv machen. So erlangt der Betreiber auf einfache Art und Weise tiefere Einblicke in die Bedürfnisse, Präferenzen und sozialen Verbindungen seiner Besucher und kann personalisierte Angebote bereitstellen oder die bestehende Angebotspalette an die Zielgruppe anpassen. Außerdem bleibt, im Gegensatz zu einem Auftritt innerhalb eines Social Networks, der eigene Shop oder die Marken- und Unternehmenswebsite der Ort der Interaktion. Dabei ist die Nutzung der Social Plugins und Connect-Elemente komplett kostenfrei und leicht in bestehende Websites implementierbar. Letztlich ist allerdings zu beachten, dass es sich bei den genannten Informationen um sehr persönliche und stellenweise weitreichende Details handelt, die mit Respekt vor der Privatsphäre des Nutzers behandelt werden müssen. Facebook trägt diesem Umstand in soweit Rechnung, dass der User im Laufe des Verknüpfungsprozesses die einzelnen Informationsfreigaben aktiv bestätigen muss. Daher ist es ratsam den Besuchern offen zu legen, welche Informationen zu welchen Zwecken genutzt werden, um Irritationen oder Anmeldeabbrüchen vorzubeugen.

Weiter Informationen zum Thema und den bekanntesten Social Graph Technologien gibt es unter:

Facebook Open Graph Best Practice

www.opensocial.org

code.google.com/apis/socialgraph

www.google.com/friendconnect

developers.facebook.com

(Bildquelle oben links: Google Code)


Hier geht’s zu den weiteren Teilen der Reihe:
Social Commerce in der Praxis Teil 2: Social Media Stores
Social Commerce in der Praxis Teil 3: Co-Shopping

Kostenlose Tools für den Social Commerce Einstieg

„Marketing und Verkauf mit der Unterstützung von Social Media Tools und Diensten“ wird überall heiß diskutiert und immer mehr Tools und Systeme erscheinen auf dem Markt. Facebook stellte jüngst auf der f8-Konferenz viele neue Tools zur Web-weiten-Vernetzung mit ihrem Social Network vor, Private Shopping Clubs wie Brands4Friends oder CityDeal wachsen erstaunlich schnell und die ersten Location Based Services wie Foursquare oder Gowalla beginnen das Interesse von Konsumenten und Unternehmen zu wecken.

Doch gerade in der anfänglichen Orientierung im Social Web fällt es schwer in der Fülle von Netzwerken, Tools und Möglichkeiten den Überblick zu behalten. Welche Maßnahmen lohnen für Unternehmen? Muss man einen Online-Shop betreiben um die Social Community zu erreichen? Wie kann Social Commerce in der Praxis aussehen? Was kostet das? Und wie kann man sich in diesem Gebiet vorantasten?
Diese Fragen stellen sich heute immer mehr Unternehmen und haben damit bereits den ersten großen Schritt getan – die Erkenntnis, dass Social Media eine Fülle an neuen Möglichkeiten bereithält und die eigene Bereitschaft besteht sich in diesem Bereich zu engagieren.
Wir möchten im Folgenden einige Tools und Dienste vorstellen, die es einfach und kostenfrei ermöglichen „Soziale Elemente“ (Social Plugins) in Ihren Marketing- und Verkaufs-Prozess zu integrieren und so einen ersten Eindruck des Bereichs Social Commerce zu bekommen.

Sharing Elemente und Facebook „Gefällt mir“ (SMO)


Social Media Optimierung ist eins DER Buzz-Wörter der letzten Monate. Der Hintergrund ist simpel: Immer mehr Menschen verbringen einen großen Teil ihrer Zeit im Social Web statt am TV oder mit Printmedien. In Deutschland waren es im Februar bereits knapp vier Stunden im Durchschnitt – Tendens stark steigend. Grund genug, um seine Seiten und Produkte für diese neuen Medien zu optimieren. Wie das aussieht zeigten zunächst vor allem Blogs und Video/Foto Dienste (wie YouTube und Flickr), die ihre Verbreitung und Reputation im Web maßgeblich durch Social Media Optimization vorantreiben. Sie ermöglichen es ihren Lesern und Nutzern Artikel, Videos, Fotos und andere Inhalte schnell und einfach mit ihren Freunden und Bekannten zu teilen. So verbreiten sie sich zum einen rasant im gesamten Social Web und zum anderen steigt ihre Reputation und Sichtbarkeit in Social Search- bzw. News-Seiten wie Digg.com oder Yigg.de und direkt in den Communities wie Facebook und Twitter.
Lange Rede kurzer Sinn: Warum sollten Unternehmen nicht genau so mit ihrem Online-Shop und ihren Produkten verfahren? Tools wie Facebook „Like“ Button, TweetMeme oder ShareThis lassen sich heute auf jeder beliebigen Website oder -Shop einbinden und schicken Produkte, Dienstleistungen und Aktionen auf direktem Wege ins Social Web.
(Ein Paradebeispiel liefert Levis aktuell in den USA.)

Meebo Toolbar (Social Shopping)


Die Meebo Bar ist ein Allround-Talent der Social Tools. Auch sie ermöglicht es dem Nutzer Inhalte einer Webseite zu teilen. Dabei ist es egal, ob es sich um Bilder, Videos, Links oder Produkte handelt. Alles kann in ansprechend umgesetzter Drag&Drop-Funktionsweise mit Freunden geteilt werden. Gleichzeitig kann die gesamte Seite über Twitter an den Social Graph empfohlen oder der Unternehmens-Facebook Page beigetreten werden.
Doch der eigentliche Vorteil des Instant Messaging Dienstes liegt in seiner ursprünglichen Kompetenz – dem Bereitstellen einer programm-unabhängigen Chat-Funktionalität über bekannte Dienste wie Facebook, Twitter, AIM oder ICQ. Nach der einfachen Implementierung ermöglicht es die Meebo Bar dem Besucher der Seite (z.B. ein Online Shop) sich über den Messaging Dienst seines Vertrauens zu verbinden und gemeinsam mit seinen Freunden zu shoppen und sich während der Recherche oder des Einkaufs beraten und unterstützen zu lassen. Natürlich können so auch Service-Mitarbeiter schnell und einfach während des Besuchs mit den Kunden in Kontakt treten. (Eine einfach Implementierung sehen Sie bei Hautbalance.de.)

Facebook Comments und Activity Feed (Bewerten / Empfehlen / Teilen)



Mit der Veröffentlichung der neuen Social Plugins von Facebook bieten sich gleich mehrere Möglichkeiten einfach und kostenlos Social Commerce Features in Webseiten oder Online Shops zu integrieren. Besonders hervorheben möchten wir die beiden Plugins Comments und Activity Feed. Facebook Comments ermöglicht den Besuchern der Seite jedes Produkt, jeden Beitrag oder jede Aktion zu kommentieren und das ohne abschreckenden Registrierungs- und Anmeldeprozess. Die Verbindung übernimmt Facebook Connect und liefert so einerseits Informationen über aktiven Besucher und sorgt gleichzeitig für Sichtbarkeit der Seite und des Produktes im Social Graph der Besucher, da jeder Kommentar natürlich auch in Facebook sichtbar wird.
Ganz in diesem Sinne funktioniert auch der Facebook Activity Feed. Einmal auf dem Onlineauftritt platziert, zeigt er in Echtzeit und gut sichtbar für neue Besucher die jüngsten Aktivitäten der Seite . So können Neuankömmlinge sich direkt ein Bild über die interessantesten Produkte, neusten Empfehlungen und besten Angeboten machen.

Foursquare und Gowalla (Location Based Services)


Zum Abschluss noch etwas für die Pioniere. Location Based Services (LBS) wie Foursquare oder Gowalla erobern in den USA zur Zeit im Sturm das Social Web und das zu Recht. Diese Dienste bedienen nicht nur das Verlangen nach Vernetzung untereinander, sondern ermöglichen es auch Unternehmen ohne Online-Fokus mit dem Social Web in Kontakt zu treten. Die Dienste erfassen per mobilem GPS den exakten Standpunkt des Benutzers und „checken“ ihn im gegenwertigen Umfeld ein. Dies können Geschäfte, Bars, Clubs oder Ähnliches sein. Der Aufenthaltsort wird dann automatisch an den Social Graph des Benutzers gesendet, z.B. „Daniel has checked in @Starbucks Frankfurt Börsenplatz“. Doch dies ist nur die Basisinformation. Die LBS aktivieren ihre User durch eine Art „Schnitzel-Jagd-Prinzip„, so wird man zum lokalen Experten wenn man in einen bestimmten Stadtteil in vielen verschiedenen Plätzen „eingecheckt“ hat oder erhält einen Bonus wenn man bestimmte Orte besucht oder Freunde mitgebracht hat. Diese Funktion eröffnet Unternehmen neue Möglichkeiten Konsumenten anzusprechen und zu einem Besuch anzuregen. So kann zum Beispiel einen Rabatt für Erst-Besucher bereitgestellt oder häufige Besuche durch Sonderaktionen belohnt werden. Es ist möglich Coupons zu generieren, die der User an bestimmten Orten per „Check-in“ sammeln kann, so können beispielsweise ganze „Entdeckungstouren“ abgesteckt werden. Perfekt abgerundet werden diese Dienste durch eine Monitoring- und Reporting-Funktion, die es erlaubt die Performance der eingestellten Specials zu überwachen und zu optimieren.