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Werbefeldzug oder Social Media Marketing?


Thomas Ellerbeck, Mitglied der Geschäftsleitung von Vodafone Deutschland, sprach an der Hochschule Pforzheim über die Vodafone Kampagne „Es ist deine Zeit“.

Zum Kurzinterview mit Thomas Ellerbeck

Die Kampagne „Es ist deine Zeit“ bewegte die Gemüter im Netz, einige begrüßten die Kampagne als Revolution ins neue Social Media Zeitalter, andere schlug auf die Kampagne ein. Mit Thomas Ellerbeck gelang es, einen hochkarätigen Kommunikationsexperten an die Hochschule Pforzheim zu holen, der mit den Jung-Werbern über die neuen Möglichkeiten des Social Webs sprach.

Nachdem Professorin Elke Theobald die imposante Vita des 42 jährigen Ellerbeck vorgestellt hatte, begann er mit einer Einführung über den noch sehr jungen Mobilfunkmarkt, über die ersten Lizenzkäufe 1989 und was sich seitdem getan hat. Anschließend zeigte er den bekannten Spot der Kampagne „Helden für einen Tag“. Was wir an diesem Spot kritisieren, ist vor allem die Darstellung des Community-Mitglieds, das zum Selbstdarsteller „degradiert“ wird. Der Songtext „Ich bin der König!“ unterstützt dieses Bild, mit dem sich kaum einer der Webnutzer gerne identifiziert.

Nach dem Spot befragte er das Publikum, wem die Kampagne gefallen hätte und wem nicht, beide Lager fanden sich unter den Gästen. Er beschrieb anschließend die Vorbereitungen Vodafones auf die Kampagne. So wurden vorab Umfragen zum Thema Social Media von TNS-Emnit durchgeführt, die aber vor allem darauf abzielten Nutzerzahlen und Nutzungsart zu erheben.

Mitarbeiter fit machen für Social Media Marketing

Ellerbeck betonte, dass es für den Einstieg von Unternehmen in Social Media nicht sinnvoll sei, den Mitarbeitern aus der bestehenden Kommunikationsbesetzung Social Media Marketing aufzuzwingen. Deshalb entschied sich das Unternehmen eine neue Stelle zu schaffen. Seit Frühjahr 2009 wurde hierfür eine Community-Managerin eingestellt, die von zwei weiteren Mitarbeitern unterstützt wird. Durch diese Einbindung in die Unternehmenskommunikation konnte auch das restliche Team den Einstieg in die neuen Kanäle und Instrumente erfahren und mitlernen. Denn Lernen sei in diesem noch jungen Feld der Kommunikation ein wesentlicher und dauerhafter Prozess.

Das Unternehmen legte bereits vorher fest, dass die Social Media Aktivitäten langfristig ausgerichtet sein würden und so begann das Unternehmen die Einrichtung der Accounts bei Twitter, Facebook und Youtube. Auch ein Corporate-Blog ging online. Für die anschließend anlaufende Werbekampagne holte man diverse Web-Größen ins Boot, darunter die Blogger Sascha Lobo und Ute Hammelmann.

Als dann im Sommer die Social Media Kampagne begann, also das Unternehmen anfing, die neuen Instrumente zu bespielen, sahen sich auch Vodafone, aber auch Lobo und Hammelmann wachsender Kritik durch die Community ausgesetzt. Ellerbeck beschrieb, wie undifferenziert und feindlich die Äußerung einzelner Webnutzer waren, die schließlich auch zum Ausstieg Ute Hammelmanns führten. Hammelmann beendete in dieser Zeit ihre gesamten Tätigkeiten als Bloggerin, stand laut Ellerbeck aber nach wie vor zu der Kampagne.

Zuhören als wesentliche Aufgabe in Social Media

Zu den Vorwürfen aus der Bloggosphäre meinte Ellerbeck, dass das Unternehmen gerne bereit sei, sich mit den sachlichen Kritiken auseinander zu setzen und dies auch getan hätte. Allerdings würde es wenig Sinn machen mit Leuten zu diskutieren, die unter dem Deckmantel der Anonymität beleidigende Kommentare abgäben. Damit gestand Ellerbeck ein, dass es Probleme in der Kommunikation mit der Community gab, die nur schwer zu beheben waren.

Auf die Frage, ob man zuvor in die Web-Community hinein gehört hätte, also im Vorfeld abgeklärt hätte, wer, wo, was über das Unternehmen in Foren und Blogs gesagt hätte, gab Ellerbeck zu, dass man dies wohl hätte tun sollen.

Spannend ist auch die strategische Ausrichtung Vodafones, die da heißt: „Wir machen Kunden zu Fans!“. Die Vernetzung der Kunden spielt dabei eine wesentliche Rolle. Kunden die Fans werden tragen die Markenbotschaft weiter und gewinnen neue Kunden für das Unternehmen. Und so beurteilt das Vodafone nicht mehr nur die Zufriedenheit der Kunden, sondern deren Weiterempfehlungsbereitschaft.

Fazit

Die Kritiken aus dem Web sind verständlich, wenn die Angebote und Werbebotschaften nicht übereinstimmen. Auf der anderen Seite muss man sagen, das Social Media zwar der Aufhänger der Vodafone Kampagne war,  jedoch bei der Wahl der Kanäle ein starker Fokus auf die klassische Werbung gesetzt wurde. Aber kritisieren ist ohnehin leichter, als selbst etwas zu bewegen.

Social Media Kampagne oder Werbefeldzug?
- Ein

Wie Italiens Bürger Social Media gegen Berlusconi nutzen

Der Sturz des il Magnifico
Vor der Piazza San Giovanni ziehen Tausende von Menschen mit lilafarbenen Transparenten vorbei und versammeln sich zum „No-B-Day“. Nein, Berlusconis Tag ist das heute nicht, denn was die mehr als 200.000 Menschen erreichen wollen ist der Rücktritt ihres skandalträchtigen Präsidenten.

Doch es ist nicht die Opposition, die dem Regierungschef in diesen Tagen zu Leibe rückt, es sind Blogger, die mit einer Facebook-Gruppe zunächst eine Protestwelle lostraten, um nur kurze Zeit später auf einer Website tausende von Menschen zur gemeinsamen Demonstration in Rom aufzurufen.

Facebook-Gruppe gegen BerlusconiIn der „Gruppe zur Verlangung des Rücktritts Berlusconis“ haben sich zur Stunde 230.000 Menschen angeschlossen. Auf der Micropage www.berlusconisidimetta.org nutzen die Verantwortlichen die jungen Waffen der Demokratie, nämlich den transparenten Echtzeit-Dialog. In den Foren wurde die gestrige Veranstaltung organisiert, vorbereitet und koordiniert. Daneben gibt es Umfragen an die Nutzer und im Chat diskutieren die Italiener über die Zukunft ihres Landes. Es ist keine Partei, die hinter der Seite steht, sondern die Initiatoren der Facebook-Gruppe, die die Menschen parteiübergreifend zur Lila-Revolution aufrufen.

Das Beispiel Italien zeigt wie sich die Menschen Social Media zur Nutze machen, um sich einer gemeinsamen Sache anzuschließen. So wie es hier einem Politiker ergeht, könnte auch jedes Chemieunternehmen, jeder Discounter oder jedes beliebige andere Wirtschaftsunternehmen zur Zielscheibe werden – gut wenn Unternehmen darauf vorbereitet sind. Regel 19: Unterschätze niemals die Community.

Website berlusconisidimetta.orgAuf dieser Website (berlusconisidimetta.org) verabredeten sich die Protestler gegen den Staatschef.

berlusconisidimetta.org

Die Social Media Revolution

Der kurze Clip, des Autors Erik Qualman (“Socialnomics”), stellt mit Hilfe beeindruckender Zahlen und Statistiken die enorme Relevanz der neuen Social Media Bewegung vor. Die neuen Formen des medialen Umgangs mit Informationen haben bereits heute gewaltige Dimensionen erreicht, und lenken das Informations- und Kaufverhalten der Menschen in eine neue Richtung. Millionen von Menschen beteiligen sich aktiv an der Gestaltung dieser neuen Formen und Möglichkeiten über Communities, Blogs und Foren. Alleine die internationale Plattform Facebook konnte innerhalb von 9 Monaten gut 100 Millionen neue Nutzer begeistern und setzt ihr Wachstum stetig fort.

So gilt heute mehr denn je die goldene Social Media Regel “Der Nutzer entscheidet darüber was gut ist und was nicht”. Denn der Nutzer wird seine Erfahrungen teilen, die Guten wie auch die Schlechten, mit seinen Freunden, seiner Community.
“Das ist doch nicht neu” werden viele denken, denn schon in den ersten Tagen des Internets haben sich Wissenschaftler, Techniker und Militärs in Foren und sog. Newsgroups ausgetauscht und Erfahrungen und Ideen geteilt.

Die “Revolution” liegt jedoch nicht in der bloßen Tatsache des Informationsaustausch in Online-Gruppen. Sie liegt vielmehr in den nahezu unbegrenzten Möglichkeiten die Social Media Plattformen ihren Nutzern heute bieten können. Sie begründen zum Großteil den enormen Mitgliederzuwachs, den Social Media Plattformen verzeichnen.
Waren es früher Kleinstgruppen von Internet-Nerds die sich unbemerkt über Themen ihres Faches in kurzen Textpassagen unterhielten, so kann heute JEDER nahezu ÜBERALL mit JEDEM und JEDERZEIT in Bild, Text und Ton kommunizieren. Und das nicht nur mit seinen Freunden und seiner Community, sondern mit Nutzern auf der ganzen Welt. Diese Informationen verbreiten sich in Sekunden, wirken aber über Wochen, Monate oder gar Jahre.

“The word of mouth” oder die etwas unschöne Übersetzung die “Mund-zu-Mund-Propaganda” bekommt dadurch eine mächtigere Bedeutung als je zuvor und damit auch stärkere Relevanz für unternehmerische Handlungen und Entscheidungen.

Was ist Social Media?



Social Media auf Deutsch

Social Media auf Deutsch

Was ist Social Media? Diese Frage stand am Anfang – jetzt sind wir mitten drin und recherchieren für das Studium, die Diplomarbeit/Thesis, den Job und eigentlich… ständig.

Das Social Web ist heute omnipräsent, Communities sprießen an allen Ecken und Enden, das Internet wird mobil und immer mehr Menschen teilen ihre Meinungen und Erfahrungen in Bild, Ton und Schrift von jedem Ort aus. Social Media wird auch für die Marketing und PR-Arbeit von Unternehmen immer wichtiger und es bieten sich viele gute Gelegenheiten, bereits mit geringem Aufwand respektable erfolge zu erzielen.

Wir wollen mit diesem Blog unsere Recherche dokumentieren und dem deutschsprachigen Raum Tipps und Trends aus den unzähligen amerikanischen Blogs näher bringen. Ob im Unternehmen oder im Privaten, Social Media hält unzählige Chancen und Möglichkeiten bereit, hiermit möchten wir jeden einladen mit uns in das Thema einzusteigen!

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