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Social Media Marketing Fundstücke der Woche – KW 18


Content Marketing, Social Media Policies und die Verknüpfung von Social und Search – was gab es Neues in dieser Woche?

Hier die neue Ausgabe unserer regelmäßigen Linkliste mit interessanten Beiträgen der Woche oder älteren (aber dennoch spannenden) Fundstücken rund um Social Media Marketing & Social Commerce.

Und los geht’s:


Digital Analyst Brian Solis im Interview – Praktische Tipps wie eine Social Media Strategie angegangen werden kann und das Erfolg nicht nur in Fan-Zahlen gemessen wird:
http://t.co/lL3yFIf


Die richtigen Inhalte sind entscheidet im Kampf um Zielgruppen-Relevanz und -Aufmerksamkeit der eigenen Social Media Auftritte – Marketing Trenches geben Tipps und stellen ein spannendes Webinar-Video bereit:
http://bit.ly/mmm8cy


Diese Woche stand im Zeichen des Content-Marketing – Spannende Insights zum ROI und eine Infografik „Rise of Content Marketing“ gab es von The Customer Collective:
http://bit.ly/lUspxy


Und auch bei DesignDamage bekommt Content Marketing seinen Platz diese Woche – allerdings in Form eines ganzheitlichen Ansatz für die Marketingstrategie „Social, Search & People“:
http://t.co/vqzhpiz


Die Verknüpfung von Social und Search greift auch Never Stop Marketing auf und verdeutlichen ihre Ideen anhand dem passenden Bild „Facebook ist das Einkaufszentrum – Google das Taxi dort hin“:
http://t.co/qvnUfnF


Trendwatching stellt den F-Factor vor – “Friends, Fans & Followers, who influence consumers” – eine gute Zusammenfassung liefert Paul Marsden und ergänzt das Thema „Einfluss durch Freunde im Social Web“ um einige spannende Zahlen:
http://t.co/4GmgtoM


Viele Unternehmen tun sich schwer beim Aufbau eines aktiven Twitter- Accounts und einer treuen Leserschaft – Social Media Examiner hat 5 einfach Tipps für besseres Twittern für Unternehmen zusammengestellt:
http://bit.ly/kFD2Lp


Der wöchentliche Social Media ROI Beitrag geht dieses mal an Sean R. Nicholson, der eine KISS-Formel zum effektiven Tracken des Social Media ROI vorstellt:
http://t.co/Pk2UVnb


Und die Überschrift der Woche geht an Johannes Ahrenfelt mit „5 Ideas for Executing a Rockstar Social Media Plan“ :-)
http://bit.ly/j5zowc


Zum Schluss etwas zum Thema Social Media Policies – Häufig steht im Vordergrund was man NICHT tun darf – was man jedoch auf jeden Fall tun sollte kommt oft zu kurz:
http://t.co/xlsImC0

Wie war die Woche der SocialMedia-Blog.de Leser? Wir freuen uns über weitere Links zu interessante Themen, Videos und PDFs der Woche in den Kommentaren.
Ein schönes Wochenende allerseits!


Social Media Marketing Fundstücke der Woche – KW 14


Social Media ROI und KPIs, Social Web PR und neue Tools von LinkedIn und Twitter – was gab es Neues in dieser Woche?

Hier die neue Ausgabe unserer regelmäßigen Linkliste mit interessanten Beiträgen der Woche oder älteren (aber dennoch spannenden) Fundstücken rund um Social Media Marketing & Social Commerce.

Und los geht’s:

The Bank of Facebook – Vanessa Miemis leitet z.Z. eine Studie über die Zukunft von Facebook und erläutert dessen Einfluss auf wirtschaftliche Aspekte in einem interessanten Blogpost:

http://t.co/yVqNTF3

Social Media bringt Risiken mit sich – drei Wege sie erfolgreich zu meistern zeigt Georg Guildford von der digitalen PR Agentur Punch Communications:

http://bit.ly/dSq005

Blogger wissen es schon lange: Search & Social Media sind ein perfektes Paar – Suchmaschinen bestimmen wie wir uns im Web bewegen, doch wir bestimmen zunehmend was Suchmaschinen bewegt:

http://bit.ly/eyBwGl

Was ist wertvoller – Twitter oder Facebook Sharing? Diese Frage beschäftigt die Publisher nicht erst seit gestern – Mashable hat zum „Click-per-Share“ einige informative Statistiken gepostet:

http://t.co/dEpQC2h

Der Grad ist schmal zwischen Social Media und PR – Zu viel PR in Social Media ist ebenso schlecht wie zu viel Social Media in PR – hier 5 innovative Möglichkeiten wie PR clever Social Media nutzen kann:

http://t.co/BRhyzwD

Den Wöchentlichen Social Media ROI Artikel bringt dieses mal einer der es wissen muss – Adam Brown von Dell präsentiert „Winning in the Social Media Space“:

http://bit.ly/fSOjkK

Doch Unternehmen müssen nicht immer in ROI im Bezug auf Social Media denken – sinnvolle KPIs sind gerade zu Beginn eines Social Media Engagements die bessere Wahl:

http://t.co/Py75PT2

Endlich ist es so weit – Linkedin antwortet auf Facebooks Open Graph und ermöglicht über eine neuen Developer-Plattform Sharing &  Recommend via Linkedin, Sign In with Linkedin uvm.:

http://t.co/i7aagZa

Und auch Twitter bohrt seinen Service für Marketer auf – das neue Twitter Dashboard „The Follower Dashboard“ bringt neue Tools und Möglichkeiten fürs Targeting & Tracking:

http://t.co/i3KOs5I

Märkte verändern sich, Konsumenten entwickeln sich weiter und die Marketing-Kommunikation steht vor neuen Herausforderungen – ein spannender Artikel über die Marketing Evolution:

http://t.co/rRAiX7E

Zum Abschluss neues vom Online-Riesen – Google startet diese Woche seinen eigenen Check-In-Deals Service im Latitude Netzwerk:

http://t.co/yso9z9W

Wie war die Woche der SocialMedia-Blog.de Leser? Wir freuen uns über weitere Links zu interessante Themen, Videos und PDFs der Woche in den Kommentaren.
Ein schönes Wochenende allerseits!


Social Commerce – Die strategische Verbindung von E-Commerce und Social Media

Deutsche Unternehmen haben sich bisher schwer getan das Thema Social Media tiefer gehend zu Erforschen und für sich zu entdecken. Zu groß waren die Ungewissheiten und zu gering das Verständnis für die neue Materie. Trotzdem gab es auch in Deutschland immer wieder Pioniere die mit ersten Ideen und Konzepten voran gingen. Einige scheiterten, andere meldeten große Erfolge. Warum die Einen scheiterten war meist schnell erklärt: Man verstand die Social Web Mechanismen nicht ausreichend, die Community war unberechenbar und Geld konnte man damit auch nicht verdienen. Gründe genug für viele heimische Unternehmen sich zurück zu halten. Leider konnten daran auch die sich häufenden Erfolgstorries nicht viel ändern. Oft waren es kreative Meisterstreiche die sich nicht einfach reproduzieren ließen oder es fehlte die klare strategische und monetäre Komponente. Doch das soll sich nun ändern.

“Das Jahr 2010 wird das Jahr des Social Commerce – der Verbindung von Social Media und E-Commerce”. So eröffnete Andreas Berens (Managing Director der Syzygy Deutschland GmbH) das Informations-Event zur hauseigenen Studie “Social Commerce – Monetizing Social Media” am vergangenen Donnerstag an der Uni Frankfurt am Main. In Zusammenarbeit mit Dr. Paul Marsden (Sozial-Psychologe und langjähriger Online-Marketing-Experte) stellte man sich der Herausforderung ein Whitepaper zu entwickeln, welches die Lücken zwischen (scheinbar) spielerischem Social Media und profitablem E-Commerce schließen sollte. Dabei werden die Kernfragen geklärt wie Social Web Mechanismen funktionieren, wo strategische Ansatzpunkte zu finden sind und wie Marken und Handel schließlich mit dem Einsatz von Social Media Geld verdienen können.
Neben Dr. Paul Marsden, der mit einer Zusammenfassung der Studie die Veranstaltung eröffnete, stellten außerdem Ruppert Bodmeier (Manager für Social Media und Innovationen bei yalook.com) und F. Scott Woods (Commercial Director Facebook Germany) spannende Beispiele und Erkenntnisse aus der Praxis vor.

Hier in der Zusammenfassung die wichtigsten Insights des Events:

Nicht nur die imposante Erscheinung des Sozialpsychologen Dr. Paul Marsden beeindruckte in der knapp 60 minütigen Einführung in das Thema Social Commerce, vor allem die psychologische Sicht auf das Lern- und Kaufverhalten der Menschen und die Verknüpfung zu Social Media Tools beim E-Shopping brachten spannende Erkenntnisse. Dazu stellte Paul Marsden zunächst sechs sozialpsychologische Heuristiken vor und zeigte wie und welche Social Commerce Tools das heuristische Denken beim Kauf stimulieren.

1. Popularität – “Folge den Massen”
Wir folgen im Zweifel dem was besonders beliebt bzw. verbreitet ist. Was viele als gut oder richtig ansehen, stufen wir persönlich ebenfalls positiver ein.
Social Commerce Anwendungen: Ratings & Reviews, Recommendations & Referrals
2. Autorität – “Folge der Autorität”
Wir richten uns meist nach den Erkenntnissen und Meinungen von Fachleuten und Meinungsführern bzw. Menschen die bereits Erfahrungen mit Produkten oder Problemstellungen gemacht haben.
Social Commerce Anwendung: Ratings & Reviews, Empfehlungen & Referrals, Foren & Communities
3. Knappheit – “Was selten ist, muss gut sein”
Wir schreiben seltenen Dingen einen hören Wert zu. Knappe oder exklusive Güter sind generell verlockend.
Social Commerce Anwendung: Social Media Optimierung (exklusive Informationen / Angebote), Social Shopping, Empfehlungen und Referrals
4. Affinität – “Folge denen, die du magst”
Wir haben die Neigung Menschen die uns ähnlich sind nachzuahmen oder gleichen Interessengruppen zu folgen.
Social Commerce Anwendung: Social Shopping, Empfehlungen & Referrals, Foren und Communities, Social Media Optimierung (Produktempfehlungen an die eigenen Community ermöglichen etc.)
5. Konsistenz – “Sei konsistent”
Bei Ungewissem entscheiden wir instinktiv nach vergangenen Erfahrungen und versuchen durch konsistentes Verhalten das Ungewisse zu entschärfen.
Social Commerce Anwendung: Social Shopping (“Frage dein Netzwerk”, Co-Browsing etc.), Empfehlungen & Referrals, Ratings & Reviews, Foren & Communities
6. Gegenseitigkeit – “Erwidern Sie Gefälligkeiten”
Wir haben die angeborene Neigung Gefälligkeiten zu erwidern. Es ist ein Grundbedürfnis bei der Bildung von Beziehungen und Gemeinschaft.
Social Commerce Anwendung: Social Media Optimierung (Angebote und Empfehlungen an Freunde), Social Shopping (Angebote Teile und gemeinsam wahrnehmen), Empfehlungen & Referrals, Foren & Communities

Zum Abschluss der Präsentation stellte Paul Marsden eine kurze und eingängige Strategie für den Einstieg in Social Media und Commerce vor – Die LEAD Strategie. Für unsere Leser im Grunde nichts neues, jedoch kurz und prägnant formuliert:

L – Listen
E – Experiment
A – Apply
D – Develop

Zu den beiden weiteren Referenten möchte ich mich abschließend kurz halten, da es primär um die praktische Anwendung von Social Media ging. Den Großteil der Erkenntnisse und Anwendungsbereiche haben wir bereits im Blog näher vorgestellt und/oder diskutiert.
Ruppert Bodmeier von yalook.com zeigte wie die Mischung aus Style-Portal und Mode-Shop heute erfolgreich Social Media in ihren Onlineauftritt integriert. Es herrscht reger Austausch mit der Community über Blog, Twitter und Facebook. Es wurde schnell deutlich, dass hier die Hausaufgaben gemacht wurden und über eine gute Mischung von Zuhören in der Community und Blogger Relations ein beinahe freundschaftliches Verhältnis zu den Usern und Kunden aufgebaut wurde.
Den Schluss der Vortragsreihe machte schließlich Scott Woods von Facebook Deutschland und führte die noch sichtlich Social-Media-unerfahrenen Zuhörer in die große Welt von Facebook ein. Der Fokus lag natürlich ganz im Sinne von Social Commerce in den Möglichkeiten die Facebook für Unternehmen bietet. Die Vorgestellten Tools und Möglichkeiten finden Sie unter facebook.com/advertising

Fazit

Es bedarf nur wenig Fantasie um sich die künftige Entwicklung von Social Media und E-Commerce vorzustellen. Social Media wird kommerzieller werden und E-Commerce auf der anderen Seite “sozialer”. Social Commerce beschreibt die Schnittmenge in der beide Seite durch die Stärken des Andrren profitieren werden. Es gilt nun diese Schnittmenge zu definieren und in ihr zu experimentieren. Dabei steht das Experimentieren im Vordergrund, denn beide Bereiche bieten eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten deren Nutzen und Kombinationen es individuell zu erforschen gilt. Auf der einen Seite werden viele klassische Social Media Tools Einzug in den E-Commerce finden, auf der anderen Seite aber auch ganz neue Synergien entstehen und neue Möglichkeiten entdeckt werden.
Letztlich wird auch das Thema “ROI on Social Media” neuen Aufwind erleben, da die strategische Verknüpfung hin zum Social Commerce unweigerlich die monetären Aspekte in den Vordergrund rückt. Es wird von entscheidender Bedeutung sein gute Antworten auf diese Fragen zu finden und Argumente zu liefern Social Commerce als ernst zu nehmende Disziplin in Marketing, Personal, Vertrieb und Entwicklung zu etablieren.

Das Whitepaper “Social Commerce – Monetizing Social Media” ist in deutscher und englischer Sprache im Facebook-Shop der Syzygy Group als PDF Download erhältlich.
Viele weiterführende Artikel, Beispiele und Anregungen von Paul Marsden zum Thema finden Sie auf SocialCommerceToday.com in englischer Sprache.

How-To: Social Media ROI ermitteln



Social Media Aktivitäten verursachen Kosten. Auch wenn Facebook, Twitter & Co. vermeintlich kostenlos zur Verfügung stehen, braucht es Zeit, Mitarbeiter und Hilfsmittel um ernsthafte Social Web Aktionen durchzuführen. Dabei müssen Entwicklung und Umsetzung sowie Tracking und Erfolgsmessung berücksichtigt werden. Steht dieser Investition langfristig kein klar erkennbarer Gewinn gegenüber, ist es schwierig diese Maßnahmen zu begründen oder gar strategisch zu implementieren. Auch eine Optimierung des Social Media Mix oder Vergleich einzelner Maßnahmen mit verschiedenen Kommunikations- oder Marketing-Maßnahmen ist ohne “harte” Zahlen schwer umsetzbar.
Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass Social Media Kennzahlen wie die Anzahl der Twitter-Follower, Facebook-Freunde oder Blog-Kommentare keinen Budget-Verwalter vom Stuhl fallen lassen. Dass viele weitere wichtige Ergebnisse wie Aufmerksamkeit, Bekanntheit oder Reichweite meist leider ebenfalls wenig überzeugen, sei hier nur am Rande erwähnt.

Doch die Social Media Erfolgsmessung kann mehr! Neben Consumer-Insights und anderen qualitativen Daten ist auch die Erfassung monetärer Erfolge keine Unmöglichkeit. Allerdings reicht es dazu nicht aus, lediglich die “klassischen” meist kommunikativen Social Web Tracking Kennzahlen isoliert zu betrachten. Eine strategische Kombination qualitativer Social Web Daten und quantitativer Umsatzzahlen ist nötig um eine nähere Aussage über die Rentabilität von Social Media Maßnahmen machen zu können. Noch weiter geht seit einiger Zeit der Bereich Social Commerce bei diesem Thema und versucht E-Commerce und Social Media direkt rentabel aufeinander abzustimmen. Zum Thema ROI und Social Media ist dieses neue Feld eine klare Recherche-Empfehlung.

Die folgenden Schritte sollen einige Ideen zur Ermittlung der Rentabilität von Social Media geben und einen Ansatz für eigene Messgrößen liefern:

Ziele bestimmen

Zunächst müssen die Ziele der Social Media Aktivitäten festgehalten werden. Bleiben Sie dabei möglichst konkret und verbinden Sie Online- und Unternehmenskennzahlen. “Eine beliebte Facebookseite” oder “Viele Kunden-Kommentare” beleuchten nur eine Seite und sind wenig Erfolg versprechend. Besser sind spezifische Verknüpfungen wie “Mehr Online-Shop-Umsatz durch Facebookseiten-Besucher” oder “Gewinnung von Neukunden durch gezielte Twitter-Aktionen”.

Basiswerte festhalten

Um Veränderungen durch die Investition später feststellen und zuordnen zu können, ist es zwingend notwendig, einen Ist-Zustand zu ermitteln und fest zu halten. Auch hier werden die Daten beider Seiten benötigt – Social Media Tracking Daten UND Unternehmenskennzahlen.

Passende Tools finden

Auch die besten Vorüberlegungen führen nicht zum Erfolg, wenn keine geeigneten Tracking-Tools zur Verfügung stehen. Analysieren Sie vor dem Hintergrund der ersten beiden Punkte Ihre Tracking-Instrumente. Liefern sie die benötigten Daten und sind diese ausreichend differenziert? Achten Sie auf eine gute Mischung weitreichender Server-Log-Analysen, Google Analytics und Social Web Monitoring-Tools. Sie sollten später Aussagen zu verweisenden Seiten, Click-Streams und Ausstiegsseiten treffen können. Auch Couponing-Codes oder Microsites helfen dabei spezifische Daten zu erhalten.

Social Media Manager

Das Maß an Professionalität und Effektivität der eigenen Aktivitäten hängt maßgeblich vom Know-How der Verantwortlichen ab. Dies gilt selbstverständlich auch für Social Media Aktivitäten. So ist es nicht verwunderlich, dass in den USA bereits die Wichtigkeit der Position des Social Media Managers erkannt wurde und diese Stelle in immer mehr Unternehmen besetzt wird. Dieser vereint im besten Falle ein persönliches Interesse an Social Media, Fachwissen im Bereich Online-Kommunikation und -Tracking sowie den Blick über den eigenen Fachbereich hinaus. Überspitzt gesagt: Sie lassen sich Ihren Marketing-Mix auch nicht von einem Praktikanten zusammenstellen!

Daten verknüpfen und auswerten

Spätestens an dieser Stelle wird sich der Social Media Manger bezahlt machen, denn hier ist Überblick gefragt. Es gilt Korrelationen unter den Daten zu finden und den Zielvorstellungen entsprechend zu verknüpfen. Außerdem muss beachtet werden, dass sich einige Auswirkungen erst nach einiger Zeit vollständig erfassen lassen. Zu allem Überfluss gibt es letztlich kein Patentrezept. Jedes Unternehmen muss eigene, für sich relevante Fragen entwickeln und Ergebnisse entsprechend verknüpfen.

  • Wurde der Web-Shop Umsatz seit dem Social Web Engagement gesteigert?
  • Wurde die Unternehmenswebseite oder der Online-Shop häufiger über Social Communities besucht?
  • Konnten die Help-Center Kosten nach Einführung eines Twitter-Supports reduziert werden?
  • Wie hoch ist der Online-Umsatz der über Facebook-Fanpage-Besucher generiert wurde?
  • Wie hoch war der Umsatz eines Twitter-Special-Offer?

Vergleichen

Nach dem Erfassen dieser Basisdaten lassen sich nun Vergleiche mit anderen Maßnahmen ziehen. Zum Beispiel:

  • Umsatz über Facebook-Special-Offer zu Umsatz über Print-Special-Offer (z.B. per Landing-Page oder Web-Codes)
  • Websitebesucher über Social Communities zu Besuchern über AdClicks (z.B. Referrer- und AdWords-Analyse
  • Neukunden über Social Web Empfehlungen zu Neukunden über klassische Werbung (z.B. über Social Commerce Tools)

Darüberhinaus können ebenfalls einzelne Maßnahmen im Social Media Mix verglichen werden.

  • Führte die Aktivität in Netzwerk A zu mehr Unternehmenswebsite-Besuchern als in Netzwerk B? (z.B. Referrer)
  • Erreichen spezielle Angebote die Zielgruppe effektiver über Twitter oder YouTube? (z.B. Special-Offer und Landing-Pages oder Couponing)
  • Generieren Besucher über Preisvergleichs-Portale mehr Umsatz als Besucher über die Facebook-Fanpage? (z.B. Referrer- und Klick-Pfad-Analyse)

Optimieren

Am Ende der Betrachtung steht auch hier die Optimierung des Maßnahmen-Kataloges. Die gewonnen Zahlen ermöglichen es, bessere Aussagen zur Effektivität der einzelnen Social Web Aktionen zu treffen. Durch die monetären Daten lassen sich im besten Fall z.B. herkömmliche Cost-per-Action oder Cost-per-Order Berechnungen anstellen, um verschiedene Maßnahmen zu gewichten. Je mehr Daten vorliegen, desto effektiver lässt sich der Social Media Mix analysieren und optimieren. Daher lautet letztlich die Empfehlung: testen, testen, testen! Nutzen Sie verschiedene Kanäle, entwickeln Sie unterschiedliche Aktionen und flankieren Sie verschiedene Bereiche, wie Produktsupport oder -entwicklung, Marketing oder Public Relation mit Social Media Aktionen. Ermitteln Sie anschließend wieder die Auswirkungen und Performance um heraus zu finden welche speziellen Tools und Kombinationen zu Ihrem Unternehmen passen.

[Viele weitere Informationen zu diesem Thema finden sich in englischer Sprache z.B. bei SlideShare, Mashable oder SocialCommerceToday ]

Bildquelle: Penn Olson


Social Web Monitoring – Return on Investment


Social Media Aktivitäten hatten in Deutschland
lange Zeit “Spielwiesen-Charakter”.

Erst langsam wurde das große Potential des Social Web erkannt und diskutiert. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen. Immer mehr deutsche Unternehmen setzten sich mit dem Thema Social Media auseinander. Corporate Blogs und Facebook Fanpages erfreuen sich steigender Beliebtheit eben so wie YouTube Kanäle oder Twitter Accounts.
Allerdings steckt hinter diesen Maßnahmen bisher wenig Strategie und auch eine klare Position im Gesamtbild der Unternehmenskommunikation ist häufig nicht erkennbar. Treibende Kräfte sind überwiegend das reine Kennenlernen der Materie oder kurzfristige, kreative Ideen zur allgemeinen Selbstdarstellung und Steigerung der Bekanntheit.

Einen ersten strategischen Ansatz stellt das “Zuhören” dar – die wichtige, erste Stufe auf dem Weg zum rentablen Social Media Mix. Es werden Kontakte zur Community hergestellt und versucht Insights zu gewinnen. Wie viele Fans hat unsere Marken-Fanpage und was schreiben sie? Wie werden Ankündigungen auf dem Unternehmens-Blog kommentiert? Wird unser Twitter Account als Informationsquelle angenommen oder als Interaktionskanal mit dem Unternehmen – oder vielleicht auch gar nicht?

Diese Informationen sind der Grundbaustein einer soliden Social Media Strategie und müssen zunächst ermittelt werden. Hier liegt bereits das Kernproblem auf dem Weg zur startegischen Weiterentwicklung. Die Mischung aus qualitativen und quantitativen Daten lässt eine Erhebung, Interpretation und Gewichtung zunächst sehr undurchsichtig erscheinen. Die entstehende Zurückhaltung zeigt z.B. eine Studie aus dem vergangenen Jahr nach der monetäre Kennzahl Return on Investment (ROI) bei Social Media Aktivitäten. Diese ergaben, dass lediglich 16% der Befragten den ROI ihrer Social Media Programme überhaupt messen. Eine umfassende Erfolgskontrolle oder strategische Ausrichtung ist so bereits im Vorfeld stark eingeschränkt.



Kein Wunder, dass Marketing- und Kommunikations-Manager zunächst zurückhaltend reagieren oder wenig Ressourcen in das Thema Social Media investieren. Denn ohne konkrete und vor allem monetäre Kennzahlen lässt sich kein langfristiger, strategischer und effizienter Social Media Mix aufstellen.

Doch die Messung des Social Media ROI stellt keine Unmöglichkeit dar, sondern bedarf nur einer intensiven Auseinandersetzung mit den neuen Daten und Zahlen.
Im Social Web Monitoring wurden bisher meist alte Techniken für die Erfassung neue Daten verwendet und diese isoliert betrachtet. Die Anzahl der Twitter Follower oder Facebook Fans, Kommentare und Verlinkungen geben nur begrenzte Einsichten und monetäre Vergleichsmöglichkeiten. Erst durch die Verknüpfung dieser neuen Online-Daten mit klassischen, “harten Zahlen ” wie Umsatz, Neukunden oder Interaktionen lässt sich der Social Media ROI nachhaltig und vergleichbar ermitteln. Dies hilft dabei Social Media im Marketing- und Kommunikations-Mix zielführend zu positionieren und die Relevanz neben anderen Instrumenten zu begründen. Gleichzeitig können die einzelnen Maßnahmen im Social Media Mix auf Effizienz geprüft und und zielgerichtet Optimiert werden.



Ausblick: In den kommenden Tagen werden wir einen praktischen Einstieg in das Thema “Wie kann der Social Media ROI gemessen werden” geben.


[Grafiken] cambodia4kidsorg via Flickr