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Datenschutz vs. Social Communities

dsDas Thema Datenschutz ist ein wichtiger Aspekt, der nicht außer Acht gelassen werden sollte. Die jünsgste Datenpanne bei SchülerVZ (ist ein Tochterprojekt von StudiVZ) hat gezeigt, dass die Daten bei den Communities nicht sicher aufgehoben sind. Gerade weil solche Portale Unmengen von Daten horten, sind sie ein großes Ziel von Hackern, die die Daten sammeln und weiterverkaufen oder in sonstiger Weise Missbrauch betreiben. Die User-Daten sind sehr viel Wert! Es sei also zu überlegen, welche Daten Preis gegeben werden.

Es sollte auch nicht in Vergessenheit geraten, dass durch solche Portale unter Umständen Daten veröffentlicht werden, die online nicht auftauchen sollen, wenn man sich zum Beispiel in einer Bewerbungsphase für eine neue Arbeitsstelle befindet. Personaler nutzen heutzutage solche Communities, um über den Bewerber mehr herauszufinden, als die Bewerbung hergibt. Alleine eine einfache Suche über Google kann einem Personaler schon viel Preis geben und Profile bei Communities offen legen. Ich kann deshalb an jeden Community-User nur appellieren, sich die Zeit zu nehmen, die Privatsphäreeinstellung gründlich durchzusehen.

Es gibt es bei den meisten Portalen heutzutage die Einstellungsmöglichkeit, dass die Profile nicht in Suchmaschinen auftauchen sollen. Des Weiteren kann eingestellt werden, dass das vollständige Profil auch für nicht befreundete, aber angemeldete User in der jeweiligen Community nur eingeschränkt sichtbar ist und nur die Freunde es vollständig einsehen können. Ebenso kann man die Freunde in Kategorien einteilen, zum Beispiel in privater Freundeskreis, Firma, usw. All dieses sollte unbedingt beachtet werden. Es kam in der Vergangenheit in den USA schon zu einer Kündigung eines Arbeitsverhältnisses, weil eine Arbeitnehmerin nicht daran gedacht hat, dass sie ihren Arbeitgeber bei sich unter die allgemeinen Freunde aufgenommen hat und sie über ihn schlecht geredet hat.

Ein weiter Grund, weshalb nicht zuviel Daten veröffentlicht werden sollten, ist der, dass Unternehmen anfangen, die Social Communities nach Daten zu durchforsten, um diese zu Marktforschungszwecken zu verwenden. Wo diese Daten schlussendlich landen, ist oft ein Geheimnis, sodass für mich die Veröffentlichung der eigenen Daten einen faden Beigeschmack mit sich zieht.

Mein Résumé: Online Communities werden die Welt positiv verändern, aber jeder sollte seinen Beitrag daran leisten, nicht zu viel von sich Preis zu geben.

Wie stehen unsere Leser zum Thema Datenschutz in Social Communities?

[Grafik: Hanns Kronenberg]