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10 Regeln für Marken im Social Web


Während wir unsere Marke früher fest in den Händen hielten, müssen wir jetzt dafür sorgen, dass die Teilnehmer des Webs unsere Produkte und Marken weiterempfehlen. Doch wer soll uns empfehlen? Fakt ist: Nie brauchten wir die Meinungsführer mehr als heute.

Bildquelle: Marloes*

Dieser Beitrag ist eine freie Übersetzung des Blog-Posts von Taddy Hall. Seine Daten sind einer Studie entnommen, die laut eigenen Angaben aus der Auswertung der Daten von hunderten unterschiedlicher Markenunternehmen verschiedener Branchen gewonnen wurden. Wir möchten seine zehn goldenen Regeln hier kurz wiedergeben. Für alle die das Original lesen möchten (und das empfehle ich dringend): 10 Essential Rules for Brands in Social Media

1. 1 % Ihrer Nutzer sind für die Verbreitung Ihrer Inhalte verantwortlich.

Bei der Auswertung der Daten fiel auf, dass nur ein kleiner Anteil der Seitenbesucher für einen großen Teil des absoluten Traffics verantwortlich war. Im Durchschnitt lag der Anteil der Influential-User (definiert als Besucher, die durch das „Teilen“ mindestens einen weiteren Besucher auf die Seite brachten) zwischen 0,6 % und selten über 4 % lag. Diese Besucher generierten zwischen 20%-50% des gesamten Traffics und einen weit höheren Teil an Conversions. Um Social Media Marketing effektiv zu gestalten müssen Marketer diese Nutzer identifizieren, beachten und „belohnen“.

2. Beeinflusser fördern heißt, den Umsatz zu steigern.

Die Conversionrate der Besucher, die über einflussreiche User auf die Seite gekommen waren, lag doppelt bis viermal so hoch, wie bei den Nutzern, die über andere Quellen auf die Seiten kamen. Das bedeutet, dass Ihre Landing-Page für Besucher, die über geteilte Links und soziale Netzwerke auf Ihre Seite kommen, wirklich interessante Angebote enthalten sollten und nicht nur zum Kauf verführe, sondern auch dazu animieren, diese Inhalte mit anderen zu teilen.

3. Es ist nicht wichtig, was Sie mit Ihren Inhalten tun.

Im Social Web geht es viel häufiger um die Frage, was User mit Ihren Inhalten tun, als was Sie damit anstellen. Dabei kommt es darauf an, was die Community über Ihre Marke sagt, als das, was Sie darüber sagen. Die Daten zeigten, dass Inhalte, die sich über Word-of-Mouth verbreiteten, sehr viel einflussreicher waren, wenn es um Markenpräferenz und Kaufentscheidungen geht. Wenn beispielsweise ein Unternehmen Inhalte auf seine Facebook-Fanpage stellt, ist es viel unwahrscheinlicher, dass diese Inhalte sich viral verbreiten, als wenn ein einflussreicher Konsument die gleichen Inhalte auf seine Webseite stellt oder die Inhalte in eine relevante Community einbringt.

4. Schmeißen Sie Ihre eigene Party.

Wenn Sie Social Media Kampagnen bei Drittanbietern durchführen (Facebook, Twitter), über die Sie keine Kontrolle haben, dann haben Sie vielleicht viele Teilnehmer, aber es ist schwer, diese „Partygänger“ in zahlende Kunden zu verwandeln. Wenn Ihre Ziele höher liegen, als „nur“ Markenbekanntheit aufzubauen, dann sollten Sie überlegen, eine eigene Plattform zu besitzen. Es ist besser ein eigenes Haus zu haben, wo Sie Ihre Freunde finden können. Beispiele hierfür sind eigene Contest-Sites, Kunden-Foren oder ein Social Media Hub / Corporate-Blog.

5. Nutzen Sie schwache Verbindungen.


Beeinflusser haben viele direkte Freunde und Follower, was diese aber wirklich wertvoll macht sind die entfernten oder indirekten Verbindungen.
Wie Albert-Laszlo Barabasi in “Linked” beschreibt, ist es sehr viel wahrscheinlicher, dass Sie ihren nächsten Job über den Freund eines Freundes finden, als durch einen engen Kontakt. Die schwachen Verbindungen zählen Online umso mehr. Bildquelle: Steve took it

6. Folgen Sie den Freunden Ihrer Kontakte.

Die Konsumenten teilen gerne relevante, anregende, nützliche und unterhaltsame Inhalte mit ihren Freunden. Machen Sie es ihnen leicht Ihre Inhalte zu finden und sie zu teilen. Auf 90 % aller Webseiten verweisen weniger als 10 Links – das macht sie schlichtweg unauffindbar. Um diese Lücke zu schließen, bedarf es mehr Ideenreichtum und Aufwand als Sharing-Tools in die Webseite zu integrieren. Es bedeutet, dass Ihre Inhalte aktiv zusammengestellt werden müssen und nicht nur mit ihren direkten Kontakten verbreitet werden sollten, sondern auch mit den Kontakten Ihrer einflussreichsten Kontakte, Follower und Fans. Der einfachste Weg dies zu tun, ist das Folgen von Freunden Ihrer einflussreichsten Kontakte und das Verbreiten deren Inhalte durch Beiträge und Retweets.

7. Bewahren Sie bewährte klassische Maßnahmen.

Die Studien ergaben, dass E-Mail und Instant-Messaging für das Verbreiten von Inhalten immer noch populär sind. Also verwerfen Sie nicht Ihre E-Mail-Marketing- und Instand-Messaging-Maßnahmen, nur weil Facebook und Twitter (heute) die angesagtesten Kommunikationsplattformen sind. Die erfolgreich gelernten Methoden wie man Kunden dazu bekommt, seine Inhalte über Mails und IM zu verbreiten sind immer noch ein wertvoller Traffic-Treiber. Außerdem kann das Einbringen von “sozialen Elementen” in diese klassischen Aktionen, deren Wirkung noch verstärken, denkbar wären beispielsweise Incetive-Aktionen für geteilte Inhalte.

8. Reichern Sie Ihre Inhalte mit den Social Dimensions an.

Der Social Media Erfolg gelingt wenn Marken anfangen ihre Inhalte mit Social Dimensions zu füllen, das heißt nicht einfach nur Werbung und Inhalte auf Foren-Pinnwände zu kleben. Mit anderen Worten, wenn Sie wirklich Erfolg haben wollen, dann müssen Ihre Marke und Ihre Inhalt die richtigen Eigenschaften aufweisen – Inhalte, die es wert sind geteilt zu werden; Marken, die es wert sind, dass man über sie spricht; Webseiten, die zum Mitmachen und zum Dialog einladen. Wenn Ihre Social Media Strategie darin besteht, Werbung zu machen, dann sparen Sie lieber das Geld.

9. Umschiffen Sie PR-Fallen.

Das Anschreiben von Bloggern und “Seeding” sind sehr beliebt um Botschaften ins Social Web zu bringen, allerdings haben 90 % des Seedings keinerlei Einfluss. 5 % erzeugen einen Response, aber weniger als 2 % haben einen wirklichen Einfluss auf den Traffic. Wenn Sie keinen Erfolg solcher Bemühungen sehen, dann stören Sie sich nicht daran.

10. Sehen Sie Ihre Inhalte als Dienstleistung.

Social Marketing Programme sind erfolgreich, wenn sie einen echten Service für die Konsumenten darstellen. Traditionelle Mediaplannungsprozesse, mit Reichweiten- und Frequenz-Analysen sind in der Welt der Social Media größtenteils nicht hilfreich.
Reichweite und Frequenz sind ebenso, wie Einstellungen, Präferenzen und Conversion eine positve Konsequenz daraus, Konsumenten Inhalte zu liefern, die derart relevant und hilfreich sind, dass sie sie mit ihren Kontakten teilen. Konzentrieren Sie sich darauf, Ihrer Zielgruppe hilfreiche Inhalte und Angebote zu liefern und sie werden Ihre Botschaft für Sie weitertragen.

Social Media ist keine Wissenschaft, aber auf Fakten basierende Regeln liefern einen strukturierten Rahmen für Ihre Maßnahmen, der Ihnen dabei helfen soll, ihre Effektivität und Ihren ROI über die Zeit zu steigern. Wir leben in dynamischen Zeiten – finden Sie heraus was für Sie funktioniert und teilen Sie ihr Wissen…

Bildquelle: jeffmcneill

Wie erreichen Sie mit Social Media Journalisten, Blogger, Meinungsführer?


Social Media Einsatz in der Öffentlichkeitsarbeit. Vom Kontakt zum erfolgreichen Pitch.

Kommunikation im Web wird mit Social Media leichter. Die einfachste Form mit Journalisten, Bloggern und Meinungsführern in Kontakt zu kommen, besteht über das, was diese schreiben. PR-Manager sollten ihren Einstieg in die „Community“ finden und ein Teil davon werden…

Finden Sie die Community

Beginnen Sie möglichst frühzeitig mit einer aktiven Suche nach relevanten Artikeln aus Ihrem Bereich. Dafür lassen sich Google Alerts, Google Blog Search und der Google Reader  nutzen. (Das ist keine Werbung für Google, sondern lediglich eine Liste der Tools, die mir am Besten für ein schnelles und effizientes Arbeiten helfen.) (Lesen Sie hierzu Social Public Relations )
Schalten Sie sich die wichtigsten Keywords zu Ihrem Unternehmen, Ihren Produkten und den Schlüsselfiguren Ihres Unternehmens.
Ein wesentlicher Teil der PR-Arbeit ist das Lesen, aber auch das Verfolgen von Links und das Treibenlassen helfen Ihnen dabei, sich ein Bild von den „Verstrickungen“ innerhalb einer Community zu machen. In jeder Branche gibt es eine informelle Community, die vom aktiven Austausch ihrer Mitglieder lebt. Finden Sie die Linien zwischen den Meinungsführern und werden Sie ein Teil dieser Community.

Vom Zuhören zum Mitmachen

Wenn Sie bei Ihrer Recherche auf Journalisten und Blogger aufmerksam werden, dann verfolgen Sie deren Spuren, kommentieren Sie ihre Beiträge und twittern Sie relevante Artikel. Bekommen Sie ein Gespür für die Interessen Ihres Gegenübers – hören Sie zu!
Die Profile in den verschiedenen Netzwerken geben zudem wichtige Informationen zu den Interessensfeldern der Kontaktperson.Während dieser Phase sollte Ihr Augenmerk darauf liegen, einen Dialog anzustoßen. Versuchen Sie nicht schon an dieser Stelle etwas zu „verkaufen“. Wenn Sie im direkten Austausch mit einem Journalisten/ Blogger stehen, dann fragen Sie nach Themen die Ihn interessieren oder erfragen Sie, ob es Überschneidungspunkte zwischen ihren Interessen gibt. Wenn Ihre Verbindungen dann bestehen, können Sie die Kontakte einfach ansprechen und Ihre Inhalte anbringen.

Bei Bloggern sollten Sie auf eine Pressemitteilung verzichten. Besser ist es, ein kurzes persönliches Anschreiben zu formulieren, das die „groben“ Infos enthält. Stellen Sie für weitere Informationen einen Link zur Verfügung und/ oder bitten Sie den Blogger darum, sich bei Fragen, an Sie zu wenden. Auch wenn Sie keine Pressemitteilung verwenden, senden Sie Bilder mit. Diese werden meist angesehen und für Beiträge verwendet.

Das Nachbarschafts-Blog-Phänomen

Meine Erfahrung ist es, dass es sich bei Bloggern lohnt, zuerst die Kontakte anzusprechen, die Sie für am Aussichtsreichsten halten (meist eben diejenigen, zu denen die Beziehungen am besten sind.). Mit steigender Anzahl Ihrer Beiträge in unterschiedlichen Blogs ihres Themenbereichs (ihrer Community), steigen Ihre Glaubwürdigkeit und die Berichterstattung über Ihre Inhalte. Durch die Beziehungen der Blogger untereinander, gewinnen Ihre Inhalte mit jedem neuen Beitrag in einem benachbarten Blog an Relevanz und Bedeutung innerhalb dieser Community.

Als Quelle fungieren

Journalisten suchen ständig nach relevanten Quellen und deshalb ist es wichtig, dass Sie als PR-Verantwortlicher auffindbar sind. Sei es, dass Sie aktiv in Gruppen auf Xing vertreten sind, oder relevante Beiträge auf Kongressen, Barcamps oder anderen Veranstaltungen einbringen. Kommunizieren Sie Ihre Bereitschaft als Quelle zur Verfügung zu stehen, indem Sie das beispielsweise ausdrücklich in Ihrer E-Mail-Korrespondenz ansprechen. Bleiben Sie auch nach dem Pitchen ein Teil der Community und im Dialog – Sie werden die Community wieder brauchen.

Quellen: Zwei spannende Artikel zu dem Thema finden Sie auf Mashable unter:
http://mashable.com/2008/08/12/role-of-public-relations/
http://mashable.com/2009/10/12/social-media-pr-pitch/



Bildquelle: Aussiegall


Blogger Relations


Die Kommunikations mit Bloggern – “most effort and most efficient”

Blogger-Relations sind Maßnahmen der Online-PR, sie sollen Meinungsführer erreichen, Links generieren um das SEO zu verbessern und Journalisten aufmerksam machen.

Aufwändig aber wertvoll – Blogger-Relations gewinnt an Bedeutung

Zitiert: MarketingSherpa via socialmediaToday

“The most effective tactic shown in the chart above – blogger relations – is used by far fewer organizations than less effective tactics primarily because of the effort required. This focus on “fast and easy” versus effectiveness is a problem that is far more prevalent with organizations in the trial phase of social marketing maturity than with more advanced social marketers working from a strategic social marketing plan.”

“Die effektivste Taktik im Diagramm, Blogger Relations, wird von weit weniger Organisationen genutzt, als weniger effektive Taktiken, hauptsächlich, weil sie mehr Aufwand erfordern. Dieses Augenmerk auf “schnell und einfach” gegenüber Effektivität, ist ein Problem, dass vorallem dort vorherrscht, wo Organisationen mit Social Marketing experimentieren, anders als bei fortgeschrittenen Social Marketers, die einem strategischen Marketingplan folgen.” (frei übersetzt)

Avatar – Sichtbar werden durch Kommentare

Kommentare sind eine wichtig Funktion im Social Web. Ein guter Artikel sollte kommentiert werden und auch bei streitbaren Inhalten ist die Diskussion wichtig. Kommentare sind für jeden Blogger auch ein Gradmesser und Belohnung der eigenen Arbeit.

Meist ist die Kommentar-Funktion gleich aufgebaut und nach dem Namen, der E-Mail-Adresse und der URL gibt der Leser seine Meinung ab. Vergessen sollte man nicht, dass Kommentare, die einmal abgegeben wurden, für „immer“ im Web stehen. Eine gewisse Wahrung der Form ist sicherlich sinnvoll.

Meist wird auch ein Bild desjenigen angezeigt, der kommentiert. Dieses Bild wird Avatar genannt. Voraussetzung dafür ist es, dass man auf der Seite mit einem Avatar angemeldet ist – z.B. bei der Nutzung der gleichen Blog-Anbieter (Blogger, Posterous). Um aber auch in andern Newssites und Blogs ein Gesicht zu bekommen, bietet sich der kostenlose Service von Gravatar – Globally recognized Avatars an. Sie können dort angeben, welche E-Mail Adresse automatisch mit einem Bild ausgestattet sein soll, wenn sie beim Kommentieren verwendet wird. Der Service ist praktisch und die Bilder leicht austauschbar.

Der Nutzer sollte darauf achten, dass das Bild zu den Inhalten passt, also nicht zu leger daherkommt und auch nicht zu förmlich, wenn auch privat Kommentare vergeben werden. Von der Abbildung des bloßen Markenzeichens sollten Marketing-Mitarbeiter absehen, weil es im Social Web um persönliche Beziehungen geht. Eine Einbindung des Logogs, wie wir sie vom Socialmedia-Blog nutzen ist aber möglich. Dadurch entsteht auch ein Wiedererkennungseffekt. Verwenden Sie nicht zu viele untereschiedliche Avatar für Ihre Social Media Plattformen, dadurch erkennen Besucher Sie schneller. Die Form des Bildes sollte quadratisch sein, 200x200px hat sich bewährt.