Mit der Facebook-Fanpage allein ist es heut nicht getan, denn (1.) “Woher kommt das Wachstum?” und (2.) “Wie unterhalte Sie die Facebook-Fans?”. Ideen fĂŒr Tools, die Interaktion und Wachstum fördern selbst umzusetzen, bedeuten einen hohen Aufwand fĂŒr die Seitenbetreiber. Mit fertigen Marketing-Anwendungen fĂŒr Facebook können Fanpages die Interaktion zwischen Marken und Usern steigern.
Johann von Wallenberg sieht in der Entwicklung von unterhaltsamen Marketing-Apps eine Vorstufe des Facebook-Commerce und grĂŒndete gemeinsam mit Björn Zimmer das Unternehmen yourfans.de. Yourfans hat sich auf Marketing-Anwendungen spezialisiert und setzt auf die Verbindung von Unterhaltung und Absatz auf Facebook. Im Interview erklĂ€rt Wallenberg, wie Youfans entstanden ist und welche Produkte schon heute bereit stehen.

Gewinnspiele auf Facebook sind eine Möglichkeit, die Nutzer zu unterhalten.
Wie ist Yourfans entstanden und wer steht hinter dem Start-up?
Björn und ich haben uns bei einem Berliner Start-up kennen gelernt. Wir tauschten uns vor allem ĂŒber die vielen Möglichkeiten aus, die Facebook fĂŒr Unternehmen eröffnet und uns war relativ schnell klar, dass wir etwas in die Richtung von Social-Commerce machen wollten.
Björn als Mediengestalter und Wirtschaftswissenschaftler ist zustĂ€ndig fĂŒr die Produktentwicklung und Design. Ich bin von Hause aus Politologe und kĂŒmmere mich vor allem um Sales und Marketing. Was uns vor allem verbindet ist unsere Liebe fĂŒr Design, Nutzerfreundlichkeit sowie bodenstĂ€ndiges Unternehmertum. Ferner haben wir noch eine Hand voll klasse Entwickler, ohne die wir nicht da wĂ€ren, wo wir jetzt sind.
Wie sind Sie auf die Idee gekommen Marketing-Apps fĂŒr Fanpages zu erstellen?
Eigentlich wollten wir zunĂ€chst mit einer eigenen Facebook-Shop-Lösung in Deutschland durchstarten. Björn Zimmer hat hierzu eine wissenschaftliche Studie zu Facebook-Commerce an der Zeppelin UniversitĂ€t durchgefĂŒhrt, in der er feststellte, dass das Thema noch nicht so reif ist.
Deshalb haben wir uns zunÀchst auf Marketing-Applikationen konzentriert. Mit diesen Applikationen können Unternehmen ihre Seite attraktiver gestallten (z.B. durch ein attraktives Fotoalbum zum darstellen von Produkten), den Fancount erhöhen (z.B. durch die Gewinnspiel Applikation) und mit den Fans in Interaktion treten (Hot or Not).
Wir denken, dass die Facebook-Marketing-Applikationen eine Vorstufe zum Facebook Commerce sind und Facebook Commerce, wie es bisher gemacht wird, also die Integration von Produktkatalogen, auch nicht funktionieren wird. Interaktion, Entertainment und Verkauf gehören auf Facebook zusammen.
Welche Möglichkeiten haben die Kunden von Yourfans durch die unterschiedlichen Anwendungen?
Wir haben die gröĂte Facebook-App Auswahl in Deutschland. Wir wollen unseren Kunden genau die Facebook-Applikation an die Hand geben, die sie fĂŒr einen bestimmten Zweck brauchen und sie zahlen nur fĂŒr den Nutzen den eine App ihnen gibt: z.B. wird das Gewinnspiel pro Adresse abgerechnet oder die App fĂŒr Dokumente pro Ansicht des Dokuments.
Im Moment wird das Gewinnspiel stark nachgefragt. Mit dem Gewinnspiel können Unternehmen neue Fans hinzu gewinnen und durch das Formular auch DatensÀtze potentieller Kunden gewinnen. So hat z.B. die österreichische Kronenzeitung 60% mehr Fans innerhalb einer 10-tÀgigen Gewinnspielaktion hinzugewonnen und Fyve.de innerhalb von einer Woche Adressen im vierstelligen Bereich generiert, die dann sofort in Excel oder anderen Programmen weiterverarbeitet werden können.
Mit der Fanvorteil-Applikation können neue Fans belohnt werden z.B. durch einen Gutschein. Die App Exklusiv funktioniert nach dem Motto: Inhalt gegen Aufmerksamkeit. Besucher schalten durch das Teilen einer Nachricht auf Ihrer Pinnwand einen Download frei, der exklusiv fĂŒr Fans zur VerfĂŒgung steht. Zudem entwickeln wir individuelle Lösungen nach Kundenwunsch â so haben wir gerade ein umfangreiches Bundesliga-Tippspiel mit Ranking-Funktionen, Vergleichsfunktionen usw. fĂŒr Bundesligavereine programmiert.

Landingpages helfen dabei, die Anzahl der Menschen,
die auf der Fanpage “laden” auch zu Fans zu machen.
Welche Social Media Tools bieten Sie fĂŒr Online-Shops an?
FĂŒr Online-Shops sind unter anderem zwei unserer Tools spannend: das Schaufenster und der Gruppendeal. Mit der Gruppendeal Applikation von yourfans können Sie eigene Verkaufsaktionen fĂŒr Fans starten. Wenn sich eine bestimmte Anzahl von Leuten fĂŒr einen Deal innerhalb einer bestimmten Zeit – das ist natĂŒrlich festlegbar – begeistern, gibt es einen Rabatt. Mit der Schaufenster-Applikation können 10 Produkte mit Bild, Beschreibung, Kommentar- und Empfehlungsfunktion prĂ€sentiert werden und mit einem Online-Shop verbunden werden. Das geht zunĂ€chst ĂŒber Deeplinks, aber auf Wunsch sind auch Schnittstellen zum vorhandenen Online-Shop möglich.Beide Anwendungen werden in absehbarer Zeit auch mit Bezahlfunktionen ausgestattet.
Unser Wissen geben wir auch in Form von Beratung in den Bereichen Facebook-Commerce und Facebook-Marketing gerne weiter. Wir denken, dass Social-Commerce gerade erst begonnen hat und, dass die spannendsten Konzepte erst noch entwickelt werden wollen. Die Potentiale sind jedenfalls immens, und Beispiele wie die Proben-Versandaktion von Burberry zeigen, was möglich ist, aber auch wie entscheidend Strategie und eine hochwertige Umsetzung sind. Unsere aktuellen AnsÀtze und Softwarekonzepte verbinden Einkauf und Unterhaltung miteinander, schaffen so ViralitÀt, relevanten Traffic und können einen signifikanten Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten.
Deutschland ist das Land der DatenschĂŒtzer, in wieweit denken Sie, hat dies auf die Entwicklung von Social Media und vor allem auf Facebook Einfluss genommen?
In der Tat wird in Deutschland viel ĂŒber Datenschutz diskutiert, aber ich denke, dass diese Debatte nur einen geringen Einfluss auf die Entwicklung von Facebook hat. In Deutschland sind mehr als 20 Millionen Menschen aktiv auf Facebook. Damit hinkt Deutschland zwar Frankreich hinterher, aber das ist ein NachzĂŒglereffekt der nicht mit dem Datenschutz zu erklĂ€ren ist, sondern mit den anderen sozialen Netzwerken wie StudiVZ, die den Markteintritt von Facebook erschwert haben. In der Tat ist die Lage in Schleswig Holstein eine besondere, dort sind durch das unabhĂ€ngige Landeszentrum fĂŒr Datenschutz (ULD) der Like-Button und sogar Fanpages verboten worden. Wie man das ĂŒberprĂŒfen und das Verbot durchsetzen möchte in einem globalen Medium, bleibt offen. Notfalls muss ein Kieler seine Website oder Fanpage dann in Zukunft von Hamburg aus betreiben.
Hier erfahren Sie mehr ĂŒber die Facebook-Marketing-Applikationen von Yourfans.
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