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Marken und Social Media: Wie tritt das Eine im Anderen auf?

Marken sind etwas, was wir aus dem wahren Leben kennen: Wir fahren VW oder Audi oder BMW, aber nicht Caddy, A1 oder 520er. Somit geben wir nicht dem Produkt einen Namen, sondern der Hersteller ist im Sprachgebrauch Synonym für das Produkt. Ungeachtet dessen welchen Aufstrich – Nusskati, Belmandel oder andere Aufstriche – man sich auf sein Brot schmiert, so spricht man doch stets von Nutella.

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Social Media Marketing in der Markenkommunikation (kostenloses Whitepaper)

Spätestens seit dem letzten Jahr gilt auch in Deutschland, dass Marken online mit dem richtigen Social Media Marketing-Mix geführt werden müssen. Markenführung in 2012 bedeutet, neue Markenwelten in der digitalen Welt zu schaffen und von den Nutzern zu lernen.

Zu Beginn des Social Media Jahres 2012 stellen wir Ihnen heute kostenlos den ungekürzten Buchbeitrag von Albert Pusch und Daniel Hoffmann aus „Brand Evolution“ bereit.

social media marketing kommunikation

In unserem Leitfaden zu Social Media Marketing in der Markenkommunikation finden Einsteiger und fortgeschrittene Social Media Marketer Anregungen zur Markeninszenierung im Social Web.

Das Whitepaper zum Social Media Marketing gibt Antwort auf folgende Fragen:

  • Welche Instrumente und Strategien bieten die Social Media um meine Marketing-Kommunikation zu gestalten?
  • Unter welchen neuen Bedingungen findet die Kommunikation im Social Web statt?
  • Was erwartet die Zielgruppe im Social Web?
  • Wie führe ich Social Media erfolgreich in meine Kommunikation ein?
  • Welche Meilensteine sind bei der Social Media Einführung zu beachten?
  • Social Media Marketing Whitepaper


    brand evolutionDie Inhalte des Whitepapers erschien erstmals im Buch „Brand Evolution: Moderne Markenführung im digitalen Zeitalter“ herausgegeben von Elke Theobald & Philipp T. Haisch. Das Buch ist für 79,95 Euro bei Amazon erhältlich. Im hier erhältlichen Whitepaper handelt es sich um die ungekürzte Orginalfassung des Beitrags von Albert Pusch und Daniel Hoffmann. Im Buch finden sich zahlreichen Fallstudien aus der Social Media Marketing Praxis. Zu den Autoren von „Brand Evolution“ gehören neben dem SMB-Team, Online-Gurus wie Dr. Paul Marsden (Social Commerce Today) und Tom Alby (Google). In den Kapiteln vermitteln die Autoren die praktischen und wissenschaftlichen Aspekte der strategischen Markenführung im Internet.




    Herzlichen Dank an DLRdesign für Layout und Grafik!




    f-commerce

    5 Gründe warum sich ein Facebook Shop für Ihre Marke lohnt

    HMV tut es. Procter&Gamble tut es. Und Coca-Cola tut es auch. Sie alle nutzen Facebook als Verkaufsplattform. In seiner neuen Studie „F-Commerce: Selling on Facebook“ erklärt Paul Marsden welche Chancen F-Commerce Marken bietet und auf was sie dabei achten müssen.

    Der Verkauf von Produkten über Facebook befindet sich noch immer in der Experimentierphase. Für Marsden steht eines allerdings fest: Marken sollten nicht versuchen in Facebook umfangreiche E-Commerce-Stores aufzuziehen, sondern exklusive Fan-Stores eröffnen. Damit können sie die Verbundenheit ihrer Fans langfristig stärken. Statt Umsatz sollen Fan-Stores die Zufriedenheit der Kunden in den Vordergrund rücken – Dem stimmen wir absolut zu und haben das aktuelle WhitePaper einmal etwas genauer unter die Lupe genommen.

    Wie kann sich das für Unternehmen lohnen? Social-Media-Investments werden häufig mit Geldverbrennung gleichgesetzt; sind Shops, für die Umsatz nur zweitrangig ist, dann nicht eine Art Brandbeschleuniger? Nein. Denn Fan-Stores bieten Unternehmen vielfältige Chancen ihren Erfolg nachhaltig zu steigern – und zu messen.

    1. Return on Facebook Investment

    Wer auf Facebook einen Fan-Store einrichtet, ist vielen seiner Mitbewerber bereits einen entscheidenden Schritt voraus: Er erhält die Chance einen messbaren, aber dennoch individuellen Return on Investment zu ermitteln. Zwar sind das Anlegen einer FB Page und alle Basisfunktionalitäten kostenfrei, die Pflege der Seite aber mit Aufwand verbunden. Die Frage „Lohnt sich die Zeit, Mühe und das Geld das wir in unseren Facebook-Auftritt stecken eigentlich?“ ist deshalb nicht unberechtigt. Wer Facebook als Verkaufsplattform nutzt, hat hier die Möglichkeit „handfeste Zahlen“ neben Social Media typischen KIPs wie Loyalität, Awareness oder Reputation zu erhalten.

    2. Brand Experience

    Wer seinen Kunden ein überzeugendes Markenerlebnis bieten möchte, sollte deren Erwartungen kennen und – im Falle von Social Media – wissen, wieso sich Menschen überhaupt mit ihm verbinden. Aktuelle Studien zeigen allerdings, dass Konsumenten und Marken dazu ganz unterschiedliche Ansichten haben (siehe Abbildung).

    Was Konsumenten erwarten und Marken denken.Viele Unternehmen haben Angst Fans mit kommerziellen Inhalten abzuschrecken. Dabei ist meist das Gegenteil der Fall: Wer Facebook als Verkaufskanal nutzt, bietet seinen Fans schlichtweg das, was sie erwarten. Mein Lieblingsunternehmen bewirbt seit Jahrzehnten seine Produkte mit TV-Spots, schickt mir per Post Coupons und verteilt Proben in Supermärkten. Wieso? Klar – es will mir seine Produkte schmackhaft machen. In Facebook beschränkt es sich dann aber auf das Hochladen von Sommerfest-Fotos und das Zweitverwerten von Pressemitteilungen. Meine Verbundenheit zur Marke wird dadurch nicht gestärkt. Wie authentisch ist ein großes Unternehmen, das mir vorspielt keine kommerziellen Interessen zu verfolgen?

    3. Brand Insights

    Mit einem Fan-Store, der exklusive Produkte oder einzelne, spezielle Artikel anbietet, eröffnen Marken nicht nur einen Verkaufskanal, sondern auch eine Art Marktforschungsunternehmen. Welche neuen Produkte kommen bei meinen Fans an, welchen Preis würden sie dafür ausgeben und wie sehr aktiviert eine neue Promotion-Aktion?

    Die gewonnen Erkenntnisse helfen nicht nur der Marke, sondern auch Retailern, die deren Produkte anderswo verkaufen. Das zeigt: Ein Facebook-Store muss für Retailer keine Konkurrenz darstellen, auch sie können von ihm profitieren.

    4. Brand Loyality

    Mit einem Fan-Store lässt sich auch die Loyalität zur Marke erhöhen, aus Kunden werden Stammkunden. Dafür darf ich meinen Fans allerdings nicht das bieten, was sie überall bekommen. Das magische Wort lautet Exklusivität; Marken müssen ihren Fans exklusive Produkte oder exklusive Discounts bieten, dann werden diese auch regelmäßig die Page „ihrer Marke“ besuchen. Alle Postings des Unternehmens werden dementsprechend künftig besser in den News Feeds der Fans platziert, die Reichweite der Unternehmensnachrichten steigt damit. Gerade mit Blick darauf wie wenige Postings es wirklich in die News Feeds der Fans schaffen ein interessanter Gedanke.

    5. Markenbotschafter

    Facebook schreit danach als Word-of-Mouth-Plattform genutzt zu werden. Bereits die erste Interaktion mit der Marke („I like“) erzeugt eine Story, die in den News Feeds aller Freunde angezeigt wird. Jetzt gilt es die Fans zu aktiven Markenbotschaftern zu machen und auch dazu eignen sich Fan Stores. Wieso? Menschen werden durch drei Faktoren dazu angeregt, sich für eine Marke bei ihren Freunden stark zu machen: Experience, Involvement & Incentives. Diese drei Faktoren zeichnen auch den Erfolg von Fan-Stores aus.

    Experience. Über was reden wir mit unseren Freunden? Über Dinge, die uns verblüffen, die uns begeistern, über Dinge, die neu für uns sind. Bieten sie ihren Fans also exklusive Erfahrungen und sie werden darüber reden. Heinz hat 3000 Flaschen einer neuen Ketchup-Sorte zunächst exklusiv über Facebook vertrieben, die Reaktionen der Fans sprechen für sich. Und dabei immer daran denken: Es geht wirklich nur um Ketchup.

    Involvement. Wer meint an der Schaffung von etwas mitgewirkt zu haben, hofft immer auch auf dessen Erfolg. Deshalb möchten so viele Eltern, dass ihre Kinder studieren; deshalb möchten DSDS-Zuschauer, dass ihr Gewinnerkandidat die Charts erklimmt. In Fan-Stores können die Kunden in den Entstehungsprozess eines Produkts eingebunden werden. Stellen sie bspw. ein neues Produkt mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen oder Verpackungen in den Store und lassen sie ihre Fans per Kauf entscheiden, welche Variante in den freien Verkauf kommt. Egal wie: Lassen sie Kunden an Entscheidungen teilhaben, seien sie sich aber auch der Risiken bewusst.

    Incentives. Menschen lieben Belohnungen und die müssen gar nicht materieller Natur sein. Vertreiben sie über ihren Store freie Samples und fordern sie als Gegenleistung Feedback/Word-of-Mouth ein. Bieten sie ihren Fans einen Rabatt an, der an die Käuferzahl gekoppelt ist (GroupBuy). Oder: Fragen sie ihre Fans einfach, ob sie für ein Produkt im Store Mundpropaganda betreiben. Studien zeigen, dass bereits eine einfache Bitte den Word-of-Mouth-Effekt vervielfachen kann. Wieso? Viele Menschen fühlen sich schon dadurch belohnt, anderen einen Gefallen tun zu können.

    F-Commerce: Selling on Facebook

    Die komplette Studie von Dr. Marsden ist in englischer Sprache auf der Facebook Page der Agenturgruppe Syzygy kostenfrei erhältlich.

    Lesen Sie auch:

    Thesis zu „Social Commerce in der praktischen Umsetzung“
    Social Commerce in der Praxis: Social Media Stores
    Brand Awareness im Social Web

    Social Commerce in der Praxis Teil 5: Shopping Clubs

    Dieser Beitrag wird gesponsert von der Social Media Akademie:
    Online-Lehrgang „Advanced Social Media“ startet am 18.11.2010. Hier anmelden!

    Online-Schnäppchen-Jagd auf die exklusive Art – Shopping-Clubs setzen auf drei wesentliche Eigenschaften: Exklusivität, zeitlich und in ihrer Menge begrenzte Angebote und hohe Preisnachlässe auf original Markenware. Dazu treten sie als geschlossene Communities auf, die nur von Mitgliedern per Log-In genutzt werden können. Um Mitglied zu werden, müssen sich Interessenten häufig bei der Community bewerben oder von einem bereits eingetretenen Freund eingeladen werden. Allerdings lockern derzeit viele Anbieter diese Restriktionen oder setzten von Beginn an auf eine offene Registrierung. Ähnlich den Groupbuying-Portalen offerieren Shopping-Clubs die Angebote ihren Nutzern ebenfalls zeitlich und in ihrer Menge begrenzt. Jedoch handelt es sich hier meist um Markenprodukte in einer Verkaufsaktion mit größerer Auswahl, im Vergleich zu einem einzelnen Angebot im Groupbuying.

    Um die Attraktivität und Exklusivität zu steigern, gestalten Shopping-Clubs eine eigene Markenwelt zu den einzelnen Aktionen, die mit ansprechenden E-Mail-Newslettern, Flash-Filmen und thematisch angepassten Shop-Seiten dem Nutzer die Produkte der (Marken) Aktion entdecken lassen. Dabei haben Markenhersteller die Möglichkeit, neben aktueller Ware beispielsweise auch Restposten, Testprodukte oder Auslaufmodelle anzubieten. Auch hier genießen die anbietenden Hersteller Planungssicherheit, da eine Begrenzung der Stückzahlen wiederum in die Exklusivität einzahlt und in Shopping-Clubs üblich ist. Auch der Club-Betreiber selbst ist abgesichert, da die Bestellungen beim Hersteller meist erst nach Ablauf der Aktion und mit den exakten Stückzahlen erfolgt. Und das Konzept geht auf: Wie eine Studie von Anfang 2010 belegt; so kennen knapp 70% der deutschen Onliner bereits Shopping-Clubs und sind zu über 30% bereits Mitglied in einem davon. Auch die Umsätze 2009, beispielsweise des internationalen Markführers Vente Privée aus mit 680-700 Mio. Euro oder dem deutschen Marktführer Brands4Friends mit 80 Mio., unterstreichen den zunehmenden Erfolg.

    Best Practice

    Der im Jahre 2008 (verhältnismäßig spät) gestartete deutsche Shopping-Club „Bands4Friends“ stellt einen typischen Vertreter dieser Portale dar. Die ansprechend, aber wenig informativ gestaltete Startseite verdeutlicht die exklusive Ausrichtung und die Vorraussetzung eines eigenen Accounts um Zugang zu erhalten. Ist der Nutzer angemeldet, erhält er eine Übersicht über die laufenden Aktionen und kann die Angebote in Augenschein nehmen. Einzelne Aktions-Seiten bieten dann eine direkte Bestellmöglichkeit und zeigen einen Counter, der die verbleibende Zeit bis zum Ende der Aktion anzeigt. Über einen weiteren Button kann der Nutzer auch in diesem Shopmodell Freunde anwerben und einen Bonus für zukünftige Bestellungen erhalten.

    Exklusives Online-Shopping – bei dem alle gewinnen

    Das System der Shopping-Clubs ist einfach aufgebaut und für Unternehmen leicht einsetzbar, da die Implementierung und Abwicklung von den Clubbetreibern übernommen wird. Hersteller genießen dabei eine Vielzahl an Vorteilen. Zunächst ermöglichen der exklusive Rahmen der Clubs und das Aussperren von (Preis-) Suchmaschinen, das Image von Premium-Marken, trotz hohen Preisnachlässen, zu schützen und die Positionierung in hochpreisigen Segmenten beizubehalten. Des weiteren können durch die meist großen Reichweiten der Clubs hohe Absatzzahlen generiert, aber zugleich auch Respostenbestände oder Überproduktionen planbar und „markenschonend“ über Mengenbegrenzungen abgebaut werden. Ein weiterer Vorteil liegt in der Vermarktung der Aktionen und Angebote, denn diese wird von den Clubs, in Form von markengerechte Aktionswelten, selbst übernommen.

    Neben den vielen klaren Vorteilen existiert jedoch eine grundlegende Gefahr im System der Marken-Clubs: Der Verlust der Exklusivität durch eine zu große Anzahl verschiedener Clubs mit ähnlichem Angebot und gleicher Zielgruppe. Dies würde zum einen dazu führen, dass der Schutz der Marke nicht mehr gewährleistet werden kann, da sich die verbilligten Preise überall finden lassen, und zum anderen werden Probleme bei der Erreichung der nötigen Reichweiten auftreten. Doch dieser Problematik kann entgegengewirkt werden. Einen Ansatz zur Lösung hat beispielsweise der Versandriese Otto bereits umgesetzt und fokussiert mit seinem übernommenen Shopping-Club limango Frauen und Familien und damit eine wesentlich spitzere Zielgruppe als breit aufgestellte Clubs wie Brands4Friends oder Vente Privée.

    Hier geht’s zu den weiteren Teilen der Reihe:
    Social Commerce in der Praxis Teil 1: Portable Social Graph
    Social Commerce in der Praxis Teil 2: Social Media Stores
    Social Commerce in der Praxis Teil 3: Co-Shopping
    Social Commerce in der Praxis Teil 4: Groupbuying


    Dieser Beitrag wird gesponsert von der Social Media Akademie:
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    10 Regeln für Marken im Social Web

    Während wir unsere Marke früher fest in den Händen hielten, müssen wir jetzt dafür sorgen, dass die Teilnehmer des Webs unsere Produkte und Marken weiterempfehlen. Doch wer soll uns empfehlen? Fakt ist: Nie brauchten wir die Meinungsführer mehr als heute.

    Bildquelle: Marloes*

    Dieser Beitrag ist eine freie Übersetzung des Blog-Posts von Taddy Hall. Seine Daten sind einer Studie entnommen, die laut eigenen Angaben aus der Auswertung der Daten von hunderten unterschiedlicher Markenunternehmen verschiedener Branchen gewonnen wurden. Wir möchten seine zehn goldenen Regeln hier kurz wiedergeben. Für alle die das Original lesen möchten (und das empfehle ich dringend): 10 Essential Rules for Brands in Social Media

    1. 1 % Ihrer Nutzer sind für die Verbreitung Ihrer Inhalte verantwortlich.

    Bei der Auswertung der Daten fiel auf, dass nur ein kleiner Anteil der Seitenbesucher für einen großen Teil des absoluten Traffics verantwortlich war. Im Durchschnitt lag der Anteil der Influential-User (definiert als Besucher, die durch das „Teilen“ mindestens einen weiteren Besucher auf die Seite brachten) zwischen 0,6 % und selten über 4 % lag. Diese Besucher generierten zwischen 20%-50% des gesamten Traffics und einen weit höheren Teil an Conversions. Um Social Media Marketing effektiv zu gestalten müssen Marketer diese Nutzer identifizieren, beachten und „belohnen“.

    2. Beeinflusser fördern heißt, den Umsatz zu steigern.

    Die Conversionrate der Besucher, die über einflussreiche User auf die Seite gekommen waren, lag doppelt bis viermal so hoch, wie bei den Nutzern, die über andere Quellen auf die Seiten kamen. Das bedeutet, dass Ihre Landing-Page für Besucher, die über geteilte Links und soziale Netzwerke auf Ihre Seite kommen, wirklich interessante Angebote enthalten sollten und nicht nur zum Kauf verführe, sondern auch dazu animieren, diese Inhalte mit anderen zu teilen.

    3. Es ist nicht wichtig, was Sie mit Ihren Inhalten tun.

    Im Social Web geht es viel häufiger um die Frage, was User mit Ihren Inhalten tun, als was Sie damit anstellen. Dabei kommt es darauf an, was die Community über Ihre Marke sagt, als das, was Sie darüber sagen. Die Daten zeigten, dass Inhalte, die sich über Word-of-Mouth verbreiteten, sehr viel einflussreicher waren, wenn es um Markenpräferenz und Kaufentscheidungen geht. Wenn beispielsweise ein Unternehmen Inhalte auf seine Facebook-Fanpage stellt, ist es viel unwahrscheinlicher, dass diese Inhalte sich viral verbreiten, als wenn ein einflussreicher Konsument die gleichen Inhalte auf seine Webseite stellt oder die Inhalte in eine relevante Community einbringt.

    4. Schmeißen Sie Ihre eigene Party.

    Wenn Sie Social Media Kampagnen bei Drittanbietern durchführen (Facebook, Twitter), über die Sie keine Kontrolle haben, dann haben Sie vielleicht viele Teilnehmer, aber es ist schwer, diese „Partygänger“ in zahlende Kunden zu verwandeln. Wenn Ihre Ziele höher liegen, als „nur“ Markenbekanntheit aufzubauen, dann sollten Sie überlegen, eine eigene Plattform zu besitzen. Es ist besser ein eigenes Haus zu haben, wo Sie Ihre Freunde finden können. Beispiele hierfür sind eigene Contest-Sites, Kunden-Foren oder ein Social Media Hub / Corporate-Blog.

    5. Nutzen Sie schwache Verbindungen.


    Beeinflusser haben viele direkte Freunde und Follower, was diese aber wirklich wertvoll macht sind die entfernten oder indirekten Verbindungen.
    Wie Albert-Laszlo Barabasi in „Linked“ beschreibt, ist es sehr viel wahrscheinlicher, dass Sie ihren nächsten Job über den Freund eines Freundes finden, als durch einen engen Kontakt. Die schwachen Verbindungen zählen Online umso mehr. Bildquelle: Steve took it

    6. Folgen Sie den Freunden Ihrer Kontakte.

    Die Konsumenten teilen gerne relevante, anregende, nützliche und unterhaltsame Inhalte mit ihren Freunden. Machen Sie es ihnen leicht Ihre Inhalte zu finden und sie zu teilen. Auf 90 % aller Webseiten verweisen weniger als 10 Links – das macht sie schlichtweg unauffindbar. Um diese Lücke zu schließen, bedarf es mehr Ideenreichtum und Aufwand als Sharing-Tools in die Webseite zu integrieren. Es bedeutet, dass Ihre Inhalte aktiv zusammengestellt werden müssen und nicht nur mit ihren direkten Kontakten verbreitet werden sollten, sondern auch mit den Kontakten Ihrer einflussreichsten Kontakte, Follower und Fans. Der einfachste Weg dies zu tun, ist das Folgen von Freunden Ihrer einflussreichsten Kontakte und das Verbreiten deren Inhalte durch Beiträge und Retweets.

    7. Bewahren Sie bewährte klassische Maßnahmen.

    Die Studien ergaben, dass E-Mail und Instant-Messaging für das Verbreiten von Inhalten immer noch populär sind. Also verwerfen Sie nicht Ihre E-Mail-Marketing- und Instand-Messaging-Maßnahmen, nur weil Facebook und Twitter (heute) die angesagtesten Kommunikationsplattformen sind. Die erfolgreich gelernten Methoden wie man Kunden dazu bekommt, seine Inhalte über Mails und IM zu verbreiten sind immer noch ein wertvoller Traffic-Treiber. Außerdem kann das Einbringen von “sozialen Elementen” in diese klassischen Aktionen, deren Wirkung noch verstärken, denkbar wären beispielsweise Incetive-Aktionen für geteilte Inhalte.

    8. Reichern Sie Ihre Inhalte mit den Social Dimensions an.

    Der Social Media Erfolg gelingt wenn Marken anfangen ihre Inhalte mit Social Dimensions zu füllen, das heißt nicht einfach nur Werbung und Inhalte auf Foren-Pinnwände zu kleben. Mit anderen Worten, wenn Sie wirklich Erfolg haben wollen, dann müssen Ihre Marke und Ihre Inhalt die richtigen Eigenschaften aufweisen – Inhalte, die es wert sind geteilt zu werden; Marken, die es wert sind, dass man über sie spricht; Webseiten, die zum Mitmachen und zum Dialog einladen. Wenn Ihre Social Media Strategie darin besteht, Werbung zu machen, dann sparen Sie lieber das Geld.

    9. Umschiffen Sie PR-Fallen.

    Das Anschreiben von Bloggern und “Seeding” sind sehr beliebt um Botschaften ins Social Web zu bringen, allerdings haben 90 % des Seedings keinerlei Einfluss. 5 % erzeugen einen Response, aber weniger als 2 % haben einen wirklichen Einfluss auf den Traffic. Wenn Sie keinen Erfolg solcher Bemühungen sehen, dann stören Sie sich nicht daran.

    10. Sehen Sie Ihre Inhalte als Dienstleistung.

    Social Marketing Programme sind erfolgreich, wenn sie einen echten Service für die Konsumenten darstellen. Traditionelle Mediaplannungsprozesse, mit Reichweiten- und Frequenz-Analysen sind in der Welt der Social Media größtenteils nicht hilfreich.
    Reichweite und Frequenz sind ebenso, wie Einstellungen, Präferenzen und Conversion eine positve Konsequenz daraus, Konsumenten Inhalte zu liefern, die derart relevant und hilfreich sind, dass sie sie mit ihren Kontakten teilen. Konzentrieren Sie sich darauf, Ihrer Zielgruppe hilfreiche Inhalte und Angebote zu liefern und sie werden Ihre Botschaft für Sie weitertragen.

    Social Media ist keine Wissenschaft, aber auf Fakten basierende Regeln liefern einen strukturierten Rahmen für Ihre Maßnahmen, der Ihnen dabei helfen soll, ihre Effektivität und Ihren ROI über die Zeit zu steigern. Wir leben in dynamischen Zeiten – finden Sie heraus was für Sie funktioniert und teilen Sie ihr Wissen…

    Bildquelle: jeffmcneill

    Social Media Kommunikation – One Way war gestern

    Social Web Kommunikation gestaltet sich meist nicht so einfach wie anfangs Vermutet. Ist der erste Schritt getan, und Social Media als wichtiger Bestandteil der Markenkommunikation erkannt worden, ist die Versuchung groß, altbewährte Vorgehensweisen aus der klassischen Kommunikation zu adaptieren. Die Reichweite des Social Web ist groß, die Zielgruppe oft gut einzugrenzen und der TKP überschaubar. Was liegt näher, als den aktuellen Mediaplan zu erweitern und die neuste Werbebotschaft auch in die „Social Medien“ zu pushen.

    Doch diese Herrangehensweise lässt nicht nur viel Potential des Social Web ungenutzt, sie verhindert Verständnis, Anpassung und Mitentwicklung von Social Media und aktueller Markenkommunikation. Meinungen, Empfehlungen, Ideen, Kritik, Botschaften, Wünsche – alles fließt in alle Richtungen. Marken können auf eine neue Art und Weise erlebbar werden, und gleichzeitig von ihren Kunden lernen. Fans & Freunde bekennen sich zu ihren Marken oder Produkten, empfehlen sie weiter und treten zu Tausenden als „Markenbotschafter“ in Aktion. Sie wollen dabei helfen ihre lieblings Marke oder lieblings Produkt besser zu machen und liefern wertvolle Hinweise und Ideen wenn man sie nur fragt und ihnen vor allem zuhört.

    Die User zu aktivieren und mit ihnen interagieren, sie in ihrem Umfeld zu begeistern und die Kommunikation -mit- und -über- Fans & Freunde – dies sind die Stärken des Social Web die es jetzt strategisch und kreativ zu nutzen gilt.

    Social Web Kommunikation

    (einfache Veranschaulichung der Kommunikationsströme im Social Web)





    Warum Unternehmen eine Facebook-Fanpage haben sollten



    (Update 18.04.2011) Coca-Cola und Starbucks nutzen Facebook-Fanpages mit über 20 Millionen Migliedern; die Marken stehen im Mittelpunkt der Kommunikation und die Fanpage unterstützt die anderen Maßnahmen der Unternehmen. Auch für kleine und mittelständische Unternehmen bieten Fanpages Vorteil, wir haben einige davon hier beschrieben.

    • Es gibt nur geringe Einstiegsbarrieren. Die Basisanwendung erfordert nur die Eingabe der Profildaten und das Hochladen eines Profilbilds.

    Vorteile_Facebook_Fanpage

    Die Zwecke der Fanpage lassen sich vorher definieren.

    • Fans werden freiwillig Fans – dadurch erreicht man ziemlich genau seine Zielgruppen und bestehende Kunden. Über die Netzwerke der Facebooknutzer untereinander sehen andere Mitglieder, wer sich einer Fanpage anschließt und haben damit selbst die Möglichkeit Fan zu werden.
    • Botschaft und Marke lassen sich viral verbreiten. Im News-Feed werden Updates auf der Fanpage der Fans sichtbar, von dort aus können sie von den Fans weitergetragen werden.
    • Im direkten Dialog mit den Zielgruppen lässt sich Vertrauen aufbauen. Die Kommunikation im Social Web gibt dem Unternehmen ein Gesicht und Fans identifizieren sich mit der Marke des Unternehmens.
    • Die Reichweite von Facebook ist mit 350 Millionen Nutzern weltweit und 20 Millionen Nutzern in Deutschland sehr groß.
    • Produkte lassen sich mit der Community gestalten und Serviceangebote durch Crowdsourcing optimieren. Mitgliederbefragungen geben detailierte Einblicke in die Wünsche der Konsumenten.
    • Facebook erlaubt das Einbinden von multimedialen Inhalten (Bilder, Texte, Links, Präsentationen, Videos) und sorgt damit für ein dreidimensionales Markenerlebnis.
    • Facebook erhöht den Traffic auf die Unternehmenswebsite, Microsites und andere Webinhalte außerhalb von Facebook.
    • Aus hoch involvierten Fans werden Marken-Botschafter, die die eigenen Inhalte weiterverbreiten.
    • Facebook bietet reichhaltige Tracking und Analyse-Tools, so dass sich Erfolge messen lassen.
    • Unterschiedliche Situationen im Unternehmen, Aktionen und auch Krisen lassen sich in Echtzeit bearbeiten und Botschaften schnell verbreiten. Dadurch wird die Reaktionszeit verkürzt.
    • Eine einzelne Idee kann die eigene Bekanntheit von 0 auf 100 bringen.
    • Durch spezielle Anwendungen können Markenerlebnisse geschaffen werden, die mit einigem Programmieraufwand den Kunden spannende Erfahrungen mit der Marke erleben lassen.
    • Facebook-Fanpages lassen sich individualisieren und mit Entwicklertools und HTML-Zusätze erweitern.

    Samsung_Nonja_Facebook_Fanpage_Branding

    Der Markenauftritt der Samsung Kampagne Nonja auf Facebook.

    • Online und Offline-Maßnahmen lassen sich auf Facebook schnell und einfach verknüpfen.
    • Durch bestehende Kommunikationsinstrumente kann die Fanpage einfach bekannt gemacht werden.

     

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