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Facebook Promotions

Gewinnspielen auf der Facebook-Chronik haben nicht nur Vorteile

Vor drei Jahren schrieben wir hier im Blog: Gründe Fan einer Facebook Page eines Unternehmens zu werden gibt es viele, Grund Nummer 1 sind aber Gewinnspiel-Aktionen, Coupons & Co. – Und daran hat sich bis heute nichts geändert.

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Facebook

Tools für Facebook Community Manager – Browser Plugin bietet schnelle Hilfe

Obwohl Facebook mit Funktionen wie Facebook Insights schon einige Tools für Page-Admins bereithält, ist die Plattform und seine Funktionen doch vor allem für den Otto-Normal-Nutzer ausgelegt. Community Manager haben andere Anforderungen an Facebook und brauchen mehr Informationen, um ihre Community bestmöglich betreuen zu können.

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1_Icon Graph Search

Facebook Graph Search – Wie sie funktioniert und wie Unternehmen von ihr profitieren können

Galt es beim Facebook Marketing bisher den Blickwinkel auf die Sichtbarkeit innerhalb des Newsfeeds zu konzentrieren, muss dieser seit kurzem auch auf einen weiteren Bereich ausgeweitet werden. „Graph Search“ heißt das neue Feature des Social Media Giganten, welches neben Newsfeed und Timeline als dritte Säule innerhalb der Plattform fungieren soll und seit einigen Tagen in der Beta-Phase getestet wird.

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Social meets Visual Web: Wie Brands auf Facebook visueller werden

Soziale Netzwerke werden visueller. Coca-Cola, Starbucks & Co. zeigen auf ihren Facebook-Seiten bereits, wie man die Vorteile von Fotos & Videos optimal im Social Media Marketing nutzen kann. Wir schauen uns Beispiele an.

„Image is everything“?

Neuere Dienste wie Instagram, Tumblr, Pinterest oder Socialcam (diese Woche für 60 Millionen Dollar aufgekauft) fokussieren sich auf das Bild, bzw. Bewegtbild. Der Flickr Summer 12 Trend Report beziffert die Zahl der auf der Plattform hochgeladenen Fotos auf 7.2 Milliarden, 2.500 Fotos folgen minütlich. Dabei steigt der Druck auf Flickr durch Dienste wie 500px, wo Fotos/Design noch mehr Raum gegeben wird. Twitter wirkt gegen solche Plattformen zwar optisch antiquirt, auch hier hat sich die Zahl der geteilten Fotos 2011 allerdings vervierfacht. Dass Facebook in der Chronik Fotos jetzt prominent platzieren lässt und sowohl Face.com als auch Instagram (Schnäppchen!!) aufgekauft hat, rundet das Gesamtbild ab.

Wieso ist das so?

Es gibt einige technische Gründe, wieso Fotos im Netz an Wichtigkeit gewinnen. Entscheidend ist aber die Entwicklung der Smartphone-Absätze. Ein paar Statistiken zu dieser Entwicklung:

  • 2011 wurden weltweit mehr als 491 Millionen Smartphones verkauft, das sind mehr als 30% aller Mobiltelefone.
  • In Deutschland wurden davon 11,8 Millionen Einheiten verkauft, das sind 43% aller Mobiltelefone.
  • Inzwischen haben mehr als 50% der Mobilfunknutzer in USA/Kanada ein Smartphone.
  • Analysten vermuten 2012 einen weltweiten Absatz von 686 Millionen, spätestens 2016 soll die Grenze von einer Milliarde verkaufter Einheiten durchbrochen werden.

User können leichter Fotos machen, sie leichter hochladen, austauschen und unterwegs betrachten. Dazu passt eine andere Zahl aus dem Flickr Trend Report: Auf der Plattform war das iPhone 4 lange Zeit die meistbenutzte Kamera! Bis es kürzlich abgelöst wurde … vom iPhone 4S. Die Entwicklung des Mobile Web wird den Aufstieg fotolastiger Websites weiter befeuern.

Wie Unternehmen reagieren

Viele Marken haben den Trend längst erkannt und binden auf ihren Social Media-Präsenzen verstärkt eigene und Nutzer-Fotos ein. Folgend zehn Facebook-Beispiele:

1. Coca-Cola animiert Nutzer dazu Bilder von persönlichen Coca-Cola-Momenten hochzuladen. Das Cover-Foto ist eine wechselnde Collage solcher Fotos.

2. Dunkin‘ Donuts kürt sogar den „Facebook Fan of the Week“ – dessen Foto wird in das Cover-Foto eingebunden und auf einer Werbetafel am Times Square präsentiert.

3. Ben & Jerry’s kürt das „This week’s Fan Foto„. 6 der letzten 7 Postings des Unternehmens waren solche Fan-Fotos.

4. Starbucks präsentiert die eigenen Pinterest-Foto-Boards als App. Smirnoff US erwähnt den eigenen Pinterest-Auftritt in der Chronik an.

5. Pedigree spendete bei der Aktion „Dog Show“ für das Hochladen von Fotos Futterdosen an Tierheime.

6. Nike Football bietet die Barbershop-App. Nutzer laden eigene Fotos hoch und können sich den Style eines Fußballstars verpassen. (Ja, Mario Balotelli ist mit von der Partie.)

7. Jägermeister Deutschland bietet Fans Vorlagen für deren eigene Cover-Fotos. Außerdem besucht die Jägermeister Fotobox Clubs im ganzen Land. Die Ergebnisse lassen sich per Code in einer Facebook-App betrachten.

8. London 2012. Die offizielle Facebook-Seite der Olympischen Spiele in London animiert User Videos von eigenen sportlichen Höchstleistungen hochzuladen („Show your Best to the World„). Dazu gibt es in der Chronik Fotos aus dem Olympischen Dorf und einen Foto-Contest.

9. Instagram bindet jede Woche ein Nutzer-Foto zu einem Thema ein, das im Company Blog behandelt wird. Diese Woche ist es der 57te Geburtstag von Disneyland. Außerdem wird in Videos gezeigt, wie Nutzer mit ihren Kameras bessere Fotos schießen können.

10. Fanta nutzt klassiche Motive um die Unternehmenshistorie visuell aufzubereiten. Das machen auch Ben & Jerry’s, Coca-Cola und viele weitere Unternehmen.

Abschließend noch ein Bild, das zeigt: Trotz aller Apps & Aktionen können Unternehmen manchmal gerade mit einfachen Fotos die Fans begeistern und dabei auch Sprachbarrieren umschiffen.

Egal welche Ideen man jetzt für gelungen oder weniger gelungen hält, der Erfolg dieser Beispiele zeigt: Für Unternehmen ist es an der Zeit in Social Media noch stärker visuelle Kommunikation einzusetzen – sich eine Art „Visual Social Media“ Strategie zurechtzulegen.

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Gewinnspiele auf Facebook und die Promotion Guidelines – 5 einfache Regeln schützen vor Fehlern

Immer wieder werden Facebook Gewinnspiele (und Seiten!) gesperrt weil sie gegen die Promotion Guidelines verstoßen. Hier der ultimative Guide – exakt nach den Facebook Promotion Guidelines – was erlaubt ist und was nicht – in aller Kürze.

UPDATE: Facebook hat die Promotion Guidelines drastisch gelockert. Dennoch lohnt es sich, an die hier genannten Punkte zu denken, denn die neuen Guidelines sind stellenweise in sich inkonsistent oder verstoßen bei Anwendung gegen deutsches Recht!

Fragt man Community-Manager oder Facebook-Seitenbetreiber, welche Fans sie sich wünschen, wären folgende Antworten mit Sicherheit unter den Top 5:

– Ich möchte Fans, die meine Seite und deren Inhalte liken, kommentieren & teilen.
– Ich möchte Fans, die ihre Freunde zu meiner Seite einladen.
– Ich möchte Fans, die meine Seite möglichst häufig besuchen.

Nicht umsonst zählen diese Punkte zu den wichtigsten KPIs mit denen der Erfolg einer Facebook-Seite gemessen wird. Da Gewinnspiele schon seit eh und je wirkungsvoll Kunden anziehen, gibt es folglich viele Unternehmen, die auch das Engagement ihrer Facebook-Fans durch Gewinnspielaktionen und „Verschenkereien“ positiv beeinflussen möchten. Leider wird dabei immer wieder vergessen, dass es bestimmte Hausregeln gibt, an die sich Facebook-Seitenbetreiber bei Facebook-Aktionen zu halten haben.

1. Gewinnspiele/Promotions sind auf Facebook im Rahmen der Anwendungen auf Facebook.com zu organisieren, entweder auf einer Canvasseite oder Seiten-Anwendung.

Dabei handelt es sich um Elemente, die zwar auf der Facebook-Seite eingebettet werden, jedoch nicht auf den Servern von Facebook liegen. Auf diese Weise distanziert sich Facebook von jeglicher Haftung für rechtwidrige Gewinnspiele von Dritten. Außerdem möchte Facebook damit seine Nutzer vor Belästigungen durch Spam schützen.

Dies bedeutet also auch, dass Gewinnspiele auf der Pinnwand bzw. Chronik eines Unternehmens nichts verloren haben. Wird der Fan dazu aufgefordert einen Beitrag auf der Chronik zu liken, zu teilen oder zu kommentieren um an einem Gewinnspiel teilzunehmen, handelt es sich um einen Verstoß gegen die Promotion Guidelines von Facebook. Dies ist natürlich auch dann der Fall, wenn ein Fan einen eigenen Beitrag auf der Timeline des Unternehmens veröffentlichen soll, einen Link oder ein Bild posten muss oder aufgefordert wird Beiträge, Links oder Fotos auf die Chronik von anderen Facebook-Nutzern zu posten.

Was erlaubt ist (Update):

Aktionen, bei denen immaterielle Vorteile wie die Krönung zum „Fan des Monats“ oder der „Fotowettbewerbs-König“ verlost werden, dürfen zwar auf der Chronik veröffentlicht werden, aber auch hier ist es verboten, die Facebook-Funktionen zur Abstimmung zu nutzen. Wählt hingegen der Community Manager einen Sieger, darf er diesen auf der Pinnwand bekannt machen. Um über keine rechtlichen Stolpersteine zu fallen, bietet es sich an den Beitrag des Fans zu öffnen und die URL dieses Beitrags auf der Chronik zu teilen. Natürlich darf dieser Beitrag dann auch oben angeheftet und gut sichtbar platziert werden.

Die Facebook Nutzungsbedingungen spielen auch dann keine Rolle, sofern nur ein Gewinnspiel auf der Chronik angeteasert wird, welches außerhalb von Facebook stattfindet. Hier ist es jedoch zwingend notwendig die gesetzlichen Regelungen im Hinterkopf zu behalten.

Vor allem bei der Aktion „Geburtstagskind des Tages“ von Oreo spielen die gesetzlichen Regelungen eine wichtige Rolle: Der Nutzer kann innerhalb einer Applikation ein Foto von sich hochladen und sein Geburtsdatum angeben. Mit viel Glück wird dieser dann das Geburtstagskind des Tages und erscheint auf dem Titelbild der Oreo Facebook-Seite. Solche Aktionen sind aber ohne Applikation nicht umsetzbar, da gewährleistet werden muss, dass jeder Nutzer den Teilnahmebedingungen zugestimmt hat und damit einverstanden ist, dass Oreo das Foto des Nutzers zu Werbezwecken verwenden darf, bevor der Upload erfolgt.

Oreo Facebook Page

2. Die Registrierung für bzw. die Teilnahme an einem Gewinnspiel/ einer Promotion darf nicht davon abhängig gemacht werden, dass Nutzer gezwungen sind durch Facebook-Funktionen eine Handlung durchzuführen.

Dies gilt also nicht nur für Facebook-Funktionen auf der Chronik sondern auch für alle möglichen Facebook-Plugins, die auf externen Inhalten eingebaut werden können. So dürfen Nutzer auch nicht innerhalb einer Applikation dazu gezwungen werden mit Facebook-Funktionen Handlungen durchzuführen. Ob ein Nutzer die Social-Plugins von Facebook (Like-Button, Kommentarfunktion, Teilen-Funktion, Markierungsfunktion, etc.) innerhalb einer Applikation nutzt, soll ihm selbst überlassen bleiben und nicht als Bedingung für die Teilnahme an einer Aktion gelten.

Was erlaubt ist:
Incentiviertes „Freunde einladen“ im Sinne von „Member-gets-Member“. Im Rahmen der Fantestic Flavor Explotion von Pringles Deutschland sollten Nutzer ein eigenes Schlaaaand Team gründen und hatten außerdem die Möglichkeit mittels der Facebook Einladungsfunktion bis zu drei Freunde in das eigene Team einzuladen. Mit jeder tatsächlich angenommenen Einladung, konnte der Team-Chef die Gewinnchancen seines Teams erhöhen. Das Entscheidene hier ist, dass die eingeladenen tatsächlich annehmen und die App besuchen müssen. Das reine Versenden von Einladungen gilt hier nicht (denn es kann schnell zu SPAM führen).

Pringles Facebook

Die zweite Funktion welche genutzt werden darf ist der „Check-in“. Mit Blick auf Local-Deals (wie z.B. Foursquare) ist es erlaubt es zur Bedingung zu machen, dass ein Nutzer sich z.B. bei Starbucks einchecken muss um ein Incentive zu erhalten.

3. Facebook-Funktionen dürfen nicht als Registrierungs- bzw. Einstiegsmechanismen für ein Gewinnspiel/ eine Promotion verwendet werden.

Ebenfalls ist es nicht erlaubt, Facebook-Nutzer automatisch an einem Gewinnspiel teilnehmen zu lassen, wenn diese nach Klick auf „Gefällt mir“ Fan der Facebook-Seite geworden sind oder wenn Gewinne pauschal unter allen bestehenden Fans ausgelost werden. Gewinnspielaktionen die lauten „Werde Fan der Seite und du kommst in den Lostopf“, „Wir verlosen unter allen Fans ein iPad“ oder „Alle Fans, die bei uns eingecheckt haben, nehmen automatisch am Gewinnspiel teil“ verstoßen gegen die Guidelines.

Was erlaubt ist:

Die große Ausnahme bilden die sogenannten Fangates, bei denen nur Fans einer Seite Zugang zum Gewinnspiel erhalten. Möchte sich ein Nicht Fan für das Gewinnspiel registrieren, muss dieser zuerst Fan der Seite werden, bevor er zum Registrierungsformular weitergeleitet wird. In diesem Fall führt das „Fan werden“ nicht zu einer automatischen Teilnahme am Gewinnspiel, sondern die anschließende Registrierung in einem gesonderten Formular.

fairy ultra facebook

4. (Update) Facebook-Funktionen, wie z.B. die „Gefällt mir“-Schaltfläche, dürfen nicht zur Abstimmung über ein Gewinnspiel / eine Promotion verwendet werden.

Hier spielt es keine Rolle ob diese Gewinnspielaktion innerhalb einer Applikation, innerhalb eines Facebook Fotoalbums oder auf der Website des Unternehmens erfolgt. Sobald die „Gefällt mir“ Schaltfläche für die Gewinnerermittlung verwendet wird, liegt ein Verstoß gegen die Promotion Guidelines vor.

Was erlaubt ist:

Wenn es für den Nutzer nichts zu gewinnen gibt (kein Geld-, kein Nicht-Geld-Gewinn, keine Auszeichnung), darf die „Gefällt mir“ Schaltfläche genutzt werden. Das bedeutet auch keine Abstimmung zum „Fans des Monats“ oder „Bild des Monats“ – dies wäre im weitesten Sinne eine Auszeichnung. Soll abgestimmt werden, geht man auf Nummer Sicher wenn ein eigens programmierter Voting-Mechanismus in einer separaten App verwendet wird. Im Zuge der „I Love Labello“ App konnten Nutzer schlicht und einfach für ihren Lieblings-Labello voten. Dies stellt also nur eine Erweiterung der einfachen Funktion „Dieses Produkt gefällt mir“ dar. Die Abstimmung hat keinerlei Auswirkungen auf einen Gewinn oder Status.

Labello Facebook

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, setzt Produkt-Likes einfach so um wie bei Fairy. Hier bekommen die Nutzer schlicht die Möglichkeit sich zu ihrer Lieblingssorte zu bekennen. So können erst gar keine Unklarheiten entstehen ob die Verwendung des Buttons nun eine erlaubte oder verbotene Form der Abstimmung darstellt.

5. Gewinner dürfen nicht über Facebook benachrichtigt werden, wie z.B. über Facebook-Nachrichten,- Chat oder -Beiträge in Profilen (Chroniken) bzw. auf Facebook-Seiten.

Teilnehmerdaten dürfen ausschließlich über die Applikation erhoben werden und auch die Gewinner dürfen nur innerhalb der Applikation öffentlich benachrichtigt werden. Das Facebook-Nachrichtensystem (Nachrichten, Pinnwandbeiträge, Tags, Chat, etc.) darf somit nicht zur Gewinnerbenachrichtigung verwendet werden – auch nicht dann, wenn dies über private Profile von Mitarbeitern erfolgt.
Trotzdem gibt es schöne Möglichkeiten, um Gewinnspielsieger in einer Applikation bekannt zu geben. Ein sehr liebevoll gestaltetes Beispiel ist bei der Pirulo Jungly Expedition von Nestlé Schöller zu finden, bei welcher die Schöller-Fans eigene Expeditionsteams gründen müssen, um den entführten Schöller Eiswagen zu retten. Dabei wurde das Gewinner-Team wöchentlich in die Rettungsgeschichte integriert.

Schöller Facebook

Zu guter Letzt müssen Gewinnspiele auf Facebook folgende Elemente enthalten, welche am besten in die Teilnahmebedingungen aufgenommen werden sollten:

– Eine vollständige Freistellung von Facebook von jedem Teilnehmer
– Die Anerkennung, dass das Gewinnspiel in keiner Verbindung zu Facebook steht und in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert wird.
– Eine Offenlegung, dass der Teilnehmer die Informationen dem Empfänger der Informationen und nicht Facebook bereitstellt.

Wenn Sie Fragen oder Ergänzungen zu Facebook Promotions, den Guidelines oder Mechaniken haben können Sie mir gerne schreiben – ich freue mich auf Ihr Feedback!

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Eignet sich Pinterest als Social Commerce-Plattform?


F-Commerce sollte die Zukunft sein und ist für viele schon Vergangenheit. Für viele Brands lohnt sich jetzt ein Blick auf die Social Commerce-Möglichkeiten des Newcomers Pinterest.

Aufsteigender Stern
Noch hat Pinterest in Deutschland eine verglichen geringe Reichweite. Die Page liegt im Ranking der meistbesuchten Webseiten des Landes auf Platz 64. Der Abstand zu anderen Sharing Sites wie Facebook (Platz 2), YouTube (Platz 4) und Twitter (Platz 17)  ist also beachtlich.
Trotzdem: Pinterest ist seit Monaten der aufsteigende Stern am Social Media-Himmel. In den USA liegt die Site auf Platz 16 im Alexa-Ranking und ist damit die drittbeliebteste Social Website – vor Google+ oder LinkedIn. Gegründet wurde Pinterest 2010, nach so kurzer Zeit hatten Twitter & Facebook weniger Nutzer. Bezogen auf die Commerce-Möglichkeiten des Netzwerks schreibt AllThingsD diese Woche „No one knows for sure what Social Commerce will be in the future, but it’s starting to look a lot like Pinterest.“
Ein wenig Skepsis ist da natürlich angebracht. Auch andere Sites wurden angepriesen und sind tief gefallen. Wir können uns dazu ja mal in Google+ austauschen. Sobald ich mich einlogge. Irgendwann. Vielleicht.

Was ist an Pinterest also anders und wieso ist die Plattform für bestimmte Brands wirklich interessant?

Pictures of you, Pictures of me
Bei Pinterest dreht sich alles um Fotos. User sammeln sie an ihrer Pinnwand, legen Boards zu Themen an, liken, kommentieren, teilen. Und genau das machen auch Brands. Und einige tun das bereits sehr geschickt, teilweise um Affinität zur Marke herzustellen, teilweise um direkt den Absatz zu steigern.
In Facebook haben viele Brands versucht ihre E-Commerce Stores 1:1 abzubilden und sind damit gescheitert. Zu Recht. Sie bieten keinen Mehrwert und die Usability ist schlecht. Sucharita Mulpuru (Foster Research) beschrieb im Februar ein weiteres Problem des F-Commerce: „There was a lot of anticipation that Facebook would turn into (…) a place where people would shop. But it was like trying to sell stuff to people while they’re hanging out with friends at the bar.”
Ich bin weniger pessimistisch was F-Commerce betrifft und Menschen konsumieren auch in einer Bar. Pinterest bietet aber wirklich ein besseres Umfeld für Commerce – gerade für Brands, die visuelle Anreize bieten.

Virtueller Schaufensterbummel
Norstrom schloss vor einigen Monaten den eigenen Facebook-Store (u.a. taten das auch Gamestop und Gap) und entdeckte Pinterest als Plattform. Das Modelabel bietet Boards mit Fotos aus dem aktuellen Katalog und zu Themen wie „French Charm“ oder „Nordstrom Wedding Suites“. Die Benutzeroberfläche von Pinterest eignet sich für solche Fotosammlungen, alles funktioniert intuitiv. User beschäftigen sich mit dem, was ihnen ins Auge fällt. Sie schlendern an Schaufenstern entlang und betreten (per Klick) interessante Geschäfte.
Sony verfolgt eine ähnliche Strategie auf Pinterest. Boards mit Titeln wie „Brand New Sony Products“ oder “Stuff You Say You Want” laden zum schnell Blick/Klick ein. Ästhetische Produktfotos werden gerne geteilt – weniger als in Facebook wird das als Social Spam wahrgenommen.
Große, einladende Schaufenster bringen Traffic – das ist im Netz nicht anders als im klassichen Einzelhandel. Pinterest hat bereits höherer Traffic-Raten als Twitter, die Bereitschaft der User Links anzuklicken ist in Pinterest überdurchschnittlich hoch. Und im Gegensatz zu Facebook Postings und Tweets generieren Pins über eine längere Zeit Traffic.

Zielgruppe
Wenn man über Schaufenstertouren spricht, lohnt sich ein Blick auf die Pinterest Demographie. 4 von 5 Nutzern sind weiblich, Sony bietet entsprechend ein Board mit dem Titel „For the moms“. Andere Brands fokussieren sich noch stärker auf die weibliche Kundschaft: Nordstrom widmet sich in jedem vierten Board dem Thema Hochzeitsdress, WholeFoods bietet „How Does Your Garden Grow“ und „Super HOT Kitchens“ Boards – na gut, ich gebe auch als Mann zu, dass einige der Küchen verdammt stark aussehen.

Mix der Boards
Die Beispiele zeigen: Brands sollten einen gesunden Mix an Boards bieten. Das gelingt Sony etwas besser als Nordstrom, wo es sich wirklich nur um einen netten Modekatalog handelt. Der Elektronikgigant zeigt aufregende Bilder, die mit ihren Kameras geschossen wurden, oder Sony Art. Natürlich dreht es sich auch hierbei um die Produkte, auch hier findet man immer wieder Links zu E-Commerce-Präsenzen.
Als Beispiel für einen Brand mit einem bunten Mix aus Boards kann wieder WholeFoods nennen. Die Boards unterstreichen die Firmenkultur, das Fabel für gesundes, qualitativ hochwertiges Essen und das soziale Engagement. Das schafft Affinität zur Marke. Darauf beschränkt sich WholeFoods aber auch, E-Commerce ist nicht das Ziel

Emotionen & Affinität
Auch Sony spielt mit Emotionen und schafft Affinität. „Places we would like to live“ zeigte Wohnräume, die Sony Produkte gerne ihre Heimat nennen würden. In Boards wie „Sony Retro“ oder „Classic Ads“ werden alte Produkte und Anzeigen des Unternehmens präsentiert, einige Unternehmen tun das inzwischen ja auch in ihrer Facebook Chronik. Sprechen User über solche Produkte, drücken sie ihre Liebe zu einer Marke stärker als mit einem einfachen Like aus und verraten dabei etwas über sich. User sprechen in sozialen Netzwerken gerne über sich. SocialCommerceToday schreibt dazu richtigerweise: „80% of your social media output will be vanity posts about you. Talking about yourself is verbal masturbation and you’re addicted.“ Und ein Retro-Board bspw. bietet dem Nutzer dafür einen für Brands angemessenen Raum.

Deals
Deals und Vergünstigungen sind das was User sich von Unternehmen im Social Web wünschen, diese bietet auch Sony.
„We’ll offer an exclusive Deal on Pinterest to reward our pin-friends for their dedicated pinning.“
Erreicht das gepinnte Produkt innerhalb von 48 Stunden soundso viele Repins, dann wird der Deal freigeschaltet und alle Teilnehmer erhalten einen Discount-Code, eine Art GroupBuy also.

Ausblick
Es deutet einiges darauf hin, dass Pinterest sich für Commerce-Aktivitäten eignet. Dazu passen die ersten Erfolgsmeldungen von Sony: Seit man dort selbst aktiv ist, hat sich der Traffic verachtfacht und liegt 2 ½ mal höher als Visits von Twitter-Usern. Und da hat Sony nicht 3.000 Follower sondern über 80.000. Pinterest ist laut einer Studie von Shop.org bereits das Netzwerk, in dem User durchschnittlich den meisten Brands folgen, und ich wage eine Prognose: Über Pinterest wird Nordstrom länger, erfolgreicher und kostengünstiger Kleidung an die Zielgruppe bringen.

1. Facebook Business User Conference 2012 in Wiesbaden – Ticket zu gewinnen!



Am 18.04. findet im Dorint Pallas Hotel in Wiesbaden die 1. Facebook Business User Conference 2012 statt. Der Themenschwerpunkt liegt – wieder Name schon sagt – auf der Nutzung von Facebook für Unternehmen. Dabei kann allerdings wesentlich mehr erwartet werden als das typische Verkaufsgespräch von Facebook zu Ads und neusten technischen Veränderungen. Die Vorträge der Referenten beleuchten zahlreiche Aspekte des Marketing und E-Commerce und zeigen wie und wo Facebook erfolgreich genutzt werden kann.

Auch ich reihe mich dieses Mal in die Liste der Redner ein und werden mit dem zweiten Vortrag am Morgen zunächst den „Ausreißer“ geben. Denn trotz des klaren Fokus auf Facebook, wurde ich um einen kurzen Abstecher in die benachbarte Welt von Google+ gebeten. Dabei stelle ich u.a. alle Tools und Möglichkeiten vor die Google+ heute bietet (Kreise, Sparks, Hangout usw.), zeige einige praktische Beispiele von erfolgreichen Unternehmen auf Google+ und erläutere die sehr enge Verzahnung von Google+ und der neune Google Suche. In einem anschließenden Dialog mit Dr. Andreas Bersch von futurebiz diskutieren wir die aktuelle Entwicklung und Business Potentiale der beiden Riesen im Vergleich.

Aber auch der Rest des Tages wird einiges zu bieten haben, denn die weiteren Schwerpunkte sind unter anderem:

  • Social Media your Life? Facebook-Timeline – Kunden- und Datensammelfalle oder neue Kundenbindungs- und Absatzchancen?
  • Social Media Marketing auf Facebook – Strategien, Instrumente, Erfolgsfaktoren
  • Best Practice – Integrierte Facebook-Strategien aus der Praxis
  • Social CRM und Kundendialog 2.0 auf Facebook – Neue Chancen für Serviceverbesserung und Umsatzwachstum
  • Im Auge des Shitstorms – Das Social Media Fiasko und Lessons Learned


  • Neben mir wird auch Albert Pusch mit von der Partie sein und wir freuen uns auf einen intensiven Austausch sowie viele spannende Gespräche mit unseren Lesern und Social Media Einsteigern und Profis.

    Einer/Einem unserer Leserinnen oder Leser machen wir es zum Abschluss noch besonders leicht – denn die Conferenze Group verlost eine Freikarte für die Konferenz hier auf dem Blog! Wer Interesse hat beantwortet uns einfach folgende Frage in den Kommentaren: Wo sehen Sie persönlich Chancen/Stärken von Google+? Wir werden dann am Mi. Abend das Los entscheiden lassen! (Teilnahmeschluss: 21.03.2012 um 19 Uhr – bitte Emailadresse im Kommentar-Formular nicht vergessen und wie immer ist der Rechtsweg ausgeschlossen!)

    Wir sind gespannt auf auf die Meinungen unserer Leser und sehen uns dann vielleicht am 18.03. 18.04. in Wiesbaden!

    facebook logo

    Alle neuen Facebook Features und wie Unternehmen sie optimal einsetzen können

    Facebook erfährt in diesen Tagen das größte Update in seiner Geschichte: Im Netzwerk stattfindende Interaktionen sollen einfacher, unmittelbarer und selbst ohne „direkte Absicht“ des Users veröffentlicht werden. Die Menschen sollen noch tiefer mit dem Netzwerk verknüpft werden – egal, ob sie eine bestimmte Musik hören, ihrer Lieblingsmarke einen Verbesserungsvorschlag machen oder mit Freunden über den gemeinsam geschauten Film diskutieren: Dinge werden automatisch geteilt, archiviert und in Echtzeit veröffentlicht und nachvollziehbar. Facebook wird zum Speicherort „der Lebensgeschichte der Nutzer“.

    Wie sehen diese weitgreifenden neuen Facebook Funktionen im Einzelnen aus und was ist für Unternehmen relevant? In diesem Whitepaper erläutert das Social Media Consulting Team der Cocomore AG zusammen mit SocialMedia-Blog.de die neuen Funktionen, ihre Zusammenhänge sowie relevante Auswirkungen für Unternehmen.




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