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10 Tipps für erfolgreiche Blogger Relations


Sie möchten Inhalte auf einem bestimmten Blog platzieren? Ob Sie auf PR-Effekte oder die Links spekulieren, in diesem Post erfahren Sie in 10 praktischen Tipps, was zu tun ist, damit aus Public Relations durchschlagende Blogger Relations wird.

Mittlerweile erhalten wir jeden Tag Pressemitteilungen (PM) von Agenturen und Unternehmen, die uns ihre neuesten Kunden, Socia Media Plattform oder Produkte „unterjubeln“ möchten. Ich arbeite selbst in Marketing und PR und beurteile alle Pressemitteilungen mit einer gewissen Neugier.

“Wenige der PMs sind gut und haben es in den Blog geschafft, die meisten sind unterirdisch.”

Nach welchen Kriterien beurteile ich (Blogger) eine Pressemitteilung?

Die Checkliste nimmt an Bedeutung nach unten ab.

  • Wurde eine Massenmail versendet oder handelt es sich um ein persönliches Anschreiben?
  • Kenne ich den Absender?
  • Sind die Inhalte für unsere Leser (Sie) wertvoll?
  • Gibt es Anhänge?
  • Stehen gute Bilder oder andere Inhalte (Video, Slides) bereit?
  • Wie exklusiv ist die Mitteilung?
  • Wie aufwendig ist die Veröffentlichung für mich?
  • Wie „social“ ist der Absender?

10 Tipps für den erfolgreichen Blogger-Pitch

1. Nähern Sie sich von unterschiedlichen Seiten.

Keine plumpen Annäherungsversuche! Bemühen Sie sich eine Zeit lang, auf dem Ziel-Blog sichtbar zu werden. Schreiben Sie Kommentare, die über „Das ist ein toller Beitrag“ hinaus gehen. Twittern Sie den Artikel und schreiben Sie die Autoren mit einer Frage zum Beitrag an. Hierfür können Sie auch gerne auf die klassische E-Mail verzichten und einen anderen Kanal verwenden (Xing, LinkedIn, Facebook, Twitter, Facebook Like-Page). Das zeigt, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, den Autor zu finden und „echtes“ Interesse haben.

2. Achten Sie auf die Themen des Blogs.

Lesen Sie Titel, Tag-Cloud und Description (im Quelltext), dann werden Sie schon abschätzen können, ob der Blog in Ihre Richtung geht. Gibt es bei den Blog einen Schwerpunkt oder einige Artikel, die sich mit Ihren Themenfeldern überschneiden? Die Inhaltsbarriere ist aber nur eine von vielen Voraussetzungen.

3. Schreiben Sie nette und sympathische Anreden.

Ein sehr persönlicher Punkt, den ich nicht belegen kann ist meine Meinung zu Anreden in E-Mails. Das „Sehr geehrter Herr Blubb,“ in E-Mails muss noch aus den 90’igern stammen. Ich möchte es in E-Mails einfach nicht mehr lesen. Ein nettes „Guten Tag Herr Blubb“, „Hallo Herr Blubb“, zeigt mir, dass wir im gleichen Jahrhundert leben und schafft eine gefühlte Vertrautheit. (Da das eine persönliche Marotte von mir ist, hätte ich hierzu gerne die Meinung von Ihnen – welche Anreden gefallen Ihnen?)

4. Lesen Sie die Inhalte.

Im Anschreiben sollten Sie einen einzelnen Artikel des Blogs ansprechen, den Sie erreichen möchten. Denn dadurch zeigen Sie, dass sie sich mit dem Blog beschäftigt haben und etwas Wertvolles dazu beitragen möchten.

5. Denken Sie langfristig.

Die Inhalte auf einem Blog verschwinden nicht. Es gibt eine große Anzahl von Lesern am ersten Tag der Veröffentlichung. Im Zeitverlauf wird der Artikel aber immer wieder aufgerufen, weil Leute von den Suchmaschinen oder durch Links von anderen Webseiten auf die Inhalte gelenkt werden. Einzelne Artikel erreichen so über die Zeit von Monaten und Jahren etliche tausend Leser.

6. Liefern Sie uns einzigartigen Content.

Werden Sie Gastautor. Wir haben schon einige Beiträge von Gastautoren veröffentlicht und sind dankbar um jeden, der unseren Lesern etwas von einem realen Social Media Case erzählen kann. Sie können auch einen Text mit Tipps schreiben. Natürlich muss die Qualität der Inhalte stimmen. Kaum ein Blogger wird ein Problem damit haben, das Unternehmen oder die Website des Gastautors in einer Kurzvita zu nennen.

7. Schaffen Sie Inhalte, die knallen.

Eine gewöhnliche Pressemitteilung kommt nicht durch. Wenn Sie Inhalte für einen Blog schreiben, müssen Sie den Nutzen für den Blog-Leser im Auge haben – vergessen Sie Ihren eigenen Nutzen beim Schreiben. Bei Blogs gibt es Listen, How-tos und andere strukturierte Formen des „Schreiben für’s Web“, die Sie beherzigen sollten. Lesen Sie sich doch einmal die Schreibtipps für Blogger durch, dann werden Sie schnell erkennen worauf Neu-Blogger achten sollten.

8. Keine Werbebotschaften in Ihren Texten.

Schreiben Sie keine werblichen Inhalte! Wenn Sie nicht damit leben können, weil Ihr PR-Nutzen zu gering wäre, sparen Sie bitte den gesamten Aufwand. Ein Freund von mir hatte einmal eine Vorgesetzt, die die grausige Angewohnheit hatte, seine Pressemitteilung mit einem werblichen Teasertext zu „kastrieren“. Dadurch kam er nicht einmal in die Nähe einer Veröffentlichung. Erst als er begann seine Artikel heimlich und ohne Abstimmung zu versenden, wurde die Beiträge plötzlich veröffentlicht.

9. Bieten Sie uns Zugang zu bedeutenden Personen.

Bieten Sie sich als Quelle an, dass kann ganz einfach erfolgen: „Wir sind Agentur ‚Dung von Blatt‘ und wir haben gesehen, dass Sie über unsere Aktion „Buch-Klebe-Käfer“ gebloggt haben. Wir würden Ihnen daher gerne ein Interview mit Frau Blubb (CEO) anbieten.“
Bei Xing können Sie sich auch als Quelle zu gewissen Themen anbieten. Unter „Ich biete…“ tragen Sie einfach ein, wozu Sie angesprochen werden dürfen.

10. Promoten Sie unsere Seite: Wir sehen das!

Sollten Sie die Möglichkeit haben, Beiträge eines Bloggers mit Retweets oder Links zu verbreiten. Dann hilft das in der Zukunft. Google Analytics, Alerts und Twitter-Suche zeigen Bloggern, wo über Sie gesprochen wird.

Schnell-Tipps für den Aufbau der Blogger-Relations Nachricht

  • Inhaltstext immer in der E-Mail und nicht nur im Anschreiben. Viele E-Mails landen heute auf mobilen Endgeräten. Und wer hat schon Zeit für’s herunterladen?
  • Richten Sie einen offen zugänglichen Download-Bereich für Blogger ein, wo Sie Bilder anbieten. Schicken Sie im Anschreiben nur den Link zu dieser Plattform! Nutzen Sie doch einmal Flickr für Ihre Bilder.
  • Bieten Sie Präsentationen und Videos an. Text war gestern. Und dieser Text wird eindeutig zu lang.

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10 Regeln für Marken im Social Web


Während wir unsere Marke früher fest in den Händen hielten, müssen wir jetzt dafür sorgen, dass die Teilnehmer des Webs unsere Produkte und Marken weiterempfehlen. Doch wer soll uns empfehlen? Fakt ist: Nie brauchten wir die Meinungsführer mehr als heute.

Bildquelle: Marloes*

Dieser Beitrag ist eine freie Übersetzung des Blog-Posts von Taddy Hall. Seine Daten sind einer Studie entnommen, die laut eigenen Angaben aus der Auswertung der Daten von hunderten unterschiedlicher Markenunternehmen verschiedener Branchen gewonnen wurden. Wir möchten seine zehn goldenen Regeln hier kurz wiedergeben. Für alle die das Original lesen möchten (und das empfehle ich dringend): 10 Essential Rules for Brands in Social Media

1. 1 % Ihrer Nutzer sind für die Verbreitung Ihrer Inhalte verantwortlich.

Bei der Auswertung der Daten fiel auf, dass nur ein kleiner Anteil der Seitenbesucher für einen großen Teil des absoluten Traffics verantwortlich war. Im Durchschnitt lag der Anteil der Influential-User (definiert als Besucher, die durch das „Teilen“ mindestens einen weiteren Besucher auf die Seite brachten) zwischen 0,6 % und selten über 4 % lag. Diese Besucher generierten zwischen 20%-50% des gesamten Traffics und einen weit höheren Teil an Conversions. Um Social Media Marketing effektiv zu gestalten müssen Marketer diese Nutzer identifizieren, beachten und „belohnen“.

2. Beeinflusser fördern heißt, den Umsatz zu steigern.

Die Conversionrate der Besucher, die über einflussreiche User auf die Seite gekommen waren, lag doppelt bis viermal so hoch, wie bei den Nutzern, die über andere Quellen auf die Seiten kamen. Das bedeutet, dass Ihre Landing-Page für Besucher, die über geteilte Links und soziale Netzwerke auf Ihre Seite kommen, wirklich interessante Angebote enthalten sollten und nicht nur zum Kauf verführe, sondern auch dazu animieren, diese Inhalte mit anderen zu teilen.

3. Es ist nicht wichtig, was Sie mit Ihren Inhalten tun.

Im Social Web geht es viel häufiger um die Frage, was User mit Ihren Inhalten tun, als was Sie damit anstellen. Dabei kommt es darauf an, was die Community über Ihre Marke sagt, als das, was Sie darüber sagen. Die Daten zeigten, dass Inhalte, die sich über Word-of-Mouth verbreiteten, sehr viel einflussreicher waren, wenn es um Markenpräferenz und Kaufentscheidungen geht. Wenn beispielsweise ein Unternehmen Inhalte auf seine Facebook-Fanpage stellt, ist es viel unwahrscheinlicher, dass diese Inhalte sich viral verbreiten, als wenn ein einflussreicher Konsument die gleichen Inhalte auf seine Webseite stellt oder die Inhalte in eine relevante Community einbringt.

4. Schmeißen Sie Ihre eigene Party.

Wenn Sie Social Media Kampagnen bei Drittanbietern durchführen (Facebook, Twitter), über die Sie keine Kontrolle haben, dann haben Sie vielleicht viele Teilnehmer, aber es ist schwer, diese „Partygänger“ in zahlende Kunden zu verwandeln. Wenn Ihre Ziele höher liegen, als „nur“ Markenbekanntheit aufzubauen, dann sollten Sie überlegen, eine eigene Plattform zu besitzen. Es ist besser ein eigenes Haus zu haben, wo Sie Ihre Freunde finden können. Beispiele hierfür sind eigene Contest-Sites, Kunden-Foren oder ein Social Media Hub / Corporate-Blog.

5. Nutzen Sie schwache Verbindungen.


Beeinflusser haben viele direkte Freunde und Follower, was diese aber wirklich wertvoll macht sind die entfernten oder indirekten Verbindungen.
Wie Albert-Laszlo Barabasi in “Linked” beschreibt, ist es sehr viel wahrscheinlicher, dass Sie ihren nächsten Job über den Freund eines Freundes finden, als durch einen engen Kontakt. Die schwachen Verbindungen zählen Online umso mehr. Bildquelle: Steve took it

6. Folgen Sie den Freunden Ihrer Kontakte.

Die Konsumenten teilen gerne relevante, anregende, nützliche und unterhaltsame Inhalte mit ihren Freunden. Machen Sie es ihnen leicht Ihre Inhalte zu finden und sie zu teilen. Auf 90 % aller Webseiten verweisen weniger als 10 Links – das macht sie schlichtweg unauffindbar. Um diese Lücke zu schließen, bedarf es mehr Ideenreichtum und Aufwand als Sharing-Tools in die Webseite zu integrieren. Es bedeutet, dass Ihre Inhalte aktiv zusammengestellt werden müssen und nicht nur mit ihren direkten Kontakten verbreitet werden sollten, sondern auch mit den Kontakten Ihrer einflussreichsten Kontakte, Follower und Fans. Der einfachste Weg dies zu tun, ist das Folgen von Freunden Ihrer einflussreichsten Kontakte und das Verbreiten deren Inhalte durch Beiträge und Retweets.

7. Bewahren Sie bewährte klassische Maßnahmen.

Die Studien ergaben, dass E-Mail und Instant-Messaging für das Verbreiten von Inhalten immer noch populär sind. Also verwerfen Sie nicht Ihre E-Mail-Marketing- und Instand-Messaging-Maßnahmen, nur weil Facebook und Twitter (heute) die angesagtesten Kommunikationsplattformen sind. Die erfolgreich gelernten Methoden wie man Kunden dazu bekommt, seine Inhalte über Mails und IM zu verbreiten sind immer noch ein wertvoller Traffic-Treiber. Außerdem kann das Einbringen von “sozialen Elementen” in diese klassischen Aktionen, deren Wirkung noch verstärken, denkbar wären beispielsweise Incetive-Aktionen für geteilte Inhalte.

8. Reichern Sie Ihre Inhalte mit den Social Dimensions an.

Der Social Media Erfolg gelingt wenn Marken anfangen ihre Inhalte mit Social Dimensions zu füllen, das heißt nicht einfach nur Werbung und Inhalte auf Foren-Pinnwände zu kleben. Mit anderen Worten, wenn Sie wirklich Erfolg haben wollen, dann müssen Ihre Marke und Ihre Inhalt die richtigen Eigenschaften aufweisen – Inhalte, die es wert sind geteilt zu werden; Marken, die es wert sind, dass man über sie spricht; Webseiten, die zum Mitmachen und zum Dialog einladen. Wenn Ihre Social Media Strategie darin besteht, Werbung zu machen, dann sparen Sie lieber das Geld.

9. Umschiffen Sie PR-Fallen.

Das Anschreiben von Bloggern und “Seeding” sind sehr beliebt um Botschaften ins Social Web zu bringen, allerdings haben 90 % des Seedings keinerlei Einfluss. 5 % erzeugen einen Response, aber weniger als 2 % haben einen wirklichen Einfluss auf den Traffic. Wenn Sie keinen Erfolg solcher Bemühungen sehen, dann stören Sie sich nicht daran.

10. Sehen Sie Ihre Inhalte als Dienstleistung.

Social Marketing Programme sind erfolgreich, wenn sie einen echten Service für die Konsumenten darstellen. Traditionelle Mediaplannungsprozesse, mit Reichweiten- und Frequenz-Analysen sind in der Welt der Social Media größtenteils nicht hilfreich.
Reichweite und Frequenz sind ebenso, wie Einstellungen, Präferenzen und Conversion eine positve Konsequenz daraus, Konsumenten Inhalte zu liefern, die derart relevant und hilfreich sind, dass sie sie mit ihren Kontakten teilen. Konzentrieren Sie sich darauf, Ihrer Zielgruppe hilfreiche Inhalte und Angebote zu liefern und sie werden Ihre Botschaft für Sie weitertragen.

Social Media ist keine Wissenschaft, aber auf Fakten basierende Regeln liefern einen strukturierten Rahmen für Ihre Maßnahmen, der Ihnen dabei helfen soll, ihre Effektivität und Ihren ROI über die Zeit zu steigern. Wir leben in dynamischen Zeiten – finden Sie heraus was für Sie funktioniert und teilen Sie ihr Wissen…

Bildquelle: jeffmcneill

Wie erreichen Sie mit Social Media Journalisten, Blogger, Meinungsführer?


Social Media Einsatz in der Öffentlichkeitsarbeit. Vom Kontakt zum erfolgreichen Pitch.

Kommunikation im Web wird mit Social Media leichter. Die einfachste Form mit Journalisten, Bloggern und Meinungsführern in Kontakt zu kommen, besteht über das, was diese schreiben. PR-Manager sollten ihren Einstieg in die „Community“ finden und ein Teil davon werden…

Finden Sie die Community

Beginnen Sie möglichst frühzeitig mit einer aktiven Suche nach relevanten Artikeln aus Ihrem Bereich. Dafür lassen sich Google Alerts, Google Blog Search und der Google Reader  nutzen. (Das ist keine Werbung für Google, sondern lediglich eine Liste der Tools, die mir am Besten für ein schnelles und effizientes Arbeiten helfen.) (Lesen Sie hierzu Social Public Relations )
Schalten Sie sich die wichtigsten Keywords zu Ihrem Unternehmen, Ihren Produkten und den Schlüsselfiguren Ihres Unternehmens.
Ein wesentlicher Teil der PR-Arbeit ist das Lesen, aber auch das Verfolgen von Links und das Treibenlassen helfen Ihnen dabei, sich ein Bild von den „Verstrickungen“ innerhalb einer Community zu machen. In jeder Branche gibt es eine informelle Community, die vom aktiven Austausch ihrer Mitglieder lebt. Finden Sie die Linien zwischen den Meinungsführern und werden Sie ein Teil dieser Community.

Vom Zuhören zum Mitmachen

Wenn Sie bei Ihrer Recherche auf Journalisten und Blogger aufmerksam werden, dann verfolgen Sie deren Spuren, kommentieren Sie ihre Beiträge und twittern Sie relevante Artikel. Bekommen Sie ein Gespür für die Interessen Ihres Gegenübers – hören Sie zu!
Die Profile in den verschiedenen Netzwerken geben zudem wichtige Informationen zu den Interessensfeldern der Kontaktperson.Während dieser Phase sollte Ihr Augenmerk darauf liegen, einen Dialog anzustoßen. Versuchen Sie nicht schon an dieser Stelle etwas zu „verkaufen“. Wenn Sie im direkten Austausch mit einem Journalisten/ Blogger stehen, dann fragen Sie nach Themen die Ihn interessieren oder erfragen Sie, ob es Überschneidungspunkte zwischen ihren Interessen gibt. Wenn Ihre Verbindungen dann bestehen, können Sie die Kontakte einfach ansprechen und Ihre Inhalte anbringen.

Bei Bloggern sollten Sie auf eine Pressemitteilung verzichten. Besser ist es, ein kurzes persönliches Anschreiben zu formulieren, das die „groben“ Infos enthält. Stellen Sie für weitere Informationen einen Link zur Verfügung und/ oder bitten Sie den Blogger darum, sich bei Fragen, an Sie zu wenden. Auch wenn Sie keine Pressemitteilung verwenden, senden Sie Bilder mit. Diese werden meist angesehen und für Beiträge verwendet.

Das Nachbarschafts-Blog-Phänomen

Meine Erfahrung ist es, dass es sich bei Bloggern lohnt, zuerst die Kontakte anzusprechen, die Sie für am Aussichtsreichsten halten (meist eben diejenigen, zu denen die Beziehungen am besten sind.). Mit steigender Anzahl Ihrer Beiträge in unterschiedlichen Blogs ihres Themenbereichs (ihrer Community), steigen Ihre Glaubwürdigkeit und die Berichterstattung über Ihre Inhalte. Durch die Beziehungen der Blogger untereinander, gewinnen Ihre Inhalte mit jedem neuen Beitrag in einem benachbarten Blog an Relevanz und Bedeutung innerhalb dieser Community.

Als Quelle fungieren

Journalisten suchen ständig nach relevanten Quellen und deshalb ist es wichtig, dass Sie als PR-Verantwortlicher auffindbar sind. Sei es, dass Sie aktiv in Gruppen auf Xing vertreten sind, oder relevante Beiträge auf Kongressen, Barcamps oder anderen Veranstaltungen einbringen. Kommunizieren Sie Ihre Bereitschaft als Quelle zur Verfügung zu stehen, indem Sie das beispielsweise ausdrücklich in Ihrer E-Mail-Korrespondenz ansprechen. Bleiben Sie auch nach dem Pitchen ein Teil der Community und im Dialog – Sie werden die Community wieder brauchen.

Quellen: Zwei spannende Artikel zu dem Thema finden Sie auf Mashable unter:
http://mashable.com/2008/08/12/role-of-public-relations/
http://mashable.com/2009/10/12/social-media-pr-pitch/



Bildquelle: Aussiegall


Blogger Relations


Die Kommunikations mit Bloggern – “most effort and most efficient”

Blogger-Relations sind Maßnahmen der Online-PR, sie sollen Meinungsführer erreichen, Links generieren um das SEO zu verbessern und Journalisten aufmerksam machen.

Aufwändig aber wertvoll – Blogger-Relations gewinnt an Bedeutung

Zitiert: MarketingSherpa via socialmediaToday

“The most effective tactic shown in the chart above – blogger relations – is used by far fewer organizations than less effective tactics primarily because of the effort required. This focus on “fast and easy” versus effectiveness is a problem that is far more prevalent with organizations in the trial phase of social marketing maturity than with more advanced social marketers working from a strategic social marketing plan.”

“Die effektivste Taktik im Diagramm, Blogger Relations, wird von weit weniger Organisationen genutzt, als weniger effektive Taktiken, hauptsächlich, weil sie mehr Aufwand erfordern. Dieses Augenmerk auf “schnell und einfach” gegenüber Effektivität, ist ein Problem, dass vorallem dort vorherrscht, wo Organisationen mit Social Marketing experimentieren, anders als bei fortgeschrittenen Social Marketers, die einem strategischen Marketingplan folgen.” (frei übersetzt)

Werbefeldzug oder Social Media Marketing?


Thomas Ellerbeck, Mitglied der Geschäftsleitung von Vodafone Deutschland, sprach an der Hochschule Pforzheim über die Vodafone Kampagne „Es ist deine Zeit“.

Zum Kurzinterview mit Thomas Ellerbeck

Die Kampagne „Es ist deine Zeit“ bewegte die Gemüter im Netz, einige begrüßten die Kampagne als Revolution ins neue Social Media Zeitalter, andere schlug auf die Kampagne ein. Mit Thomas Ellerbeck gelang es, einen hochkarätigen Kommunikationsexperten an die Hochschule Pforzheim zu holen, der mit den Jung-Werbern über die neuen Möglichkeiten des Social Webs sprach.

Nachdem Professorin Elke Theobald die imposante Vita des 42 jährigen Ellerbeck vorgestellt hatte, begann er mit einer Einführung über den noch sehr jungen Mobilfunkmarkt, über die ersten Lizenzkäufe 1989 und was sich seitdem getan hat. Anschließend zeigte er den bekannten Spot der Kampagne „Helden für einen Tag“. Was wir an diesem Spot kritisieren, ist vor allem die Darstellung des Community-Mitglieds, das zum Selbstdarsteller „degradiert“ wird. Der Songtext „Ich bin der König!“ unterstützt dieses Bild, mit dem sich kaum einer der Webnutzer gerne identifiziert.

Nach dem Spot befragte er das Publikum, wem die Kampagne gefallen hätte und wem nicht, beide Lager fanden sich unter den Gästen. Er beschrieb anschließend die Vorbereitungen Vodafones auf die Kampagne. So wurden vorab Umfragen zum Thema Social Media von TNS-Emnit durchgeführt, die aber vor allem darauf abzielten Nutzerzahlen und Nutzungsart zu erheben.

Mitarbeiter fit machen für Social Media Marketing

Ellerbeck betonte, dass es für den Einstieg von Unternehmen in Social Media nicht sinnvoll sei, den Mitarbeitern aus der bestehenden Kommunikationsbesetzung Social Media Marketing aufzuzwingen. Deshalb entschied sich das Unternehmen eine neue Stelle zu schaffen. Seit Frühjahr 2009 wurde hierfür eine Community-Managerin eingestellt, die von zwei weiteren Mitarbeitern unterstützt wird. Durch diese Einbindung in die Unternehmenskommunikation konnte auch das restliche Team den Einstieg in die neuen Kanäle und Instrumente erfahren und mitlernen. Denn Lernen sei in diesem noch jungen Feld der Kommunikation ein wesentlicher und dauerhafter Prozess.

Das Unternehmen legte bereits vorher fest, dass die Social Media Aktivitäten langfristig ausgerichtet sein würden und so begann das Unternehmen die Einrichtung der Accounts bei Twitter, Facebook und Youtube. Auch ein Corporate-Blog ging online. Für die anschließend anlaufende Werbekampagne holte man diverse Web-Größen ins Boot, darunter die Blogger Sascha Lobo und Ute Hammelmann.

Als dann im Sommer die Social Media Kampagne begann, also das Unternehmen anfing, die neuen Instrumente zu bespielen, sahen sich auch Vodafone, aber auch Lobo und Hammelmann wachsender Kritik durch die Community ausgesetzt. Ellerbeck beschrieb, wie undifferenziert und feindlich die Äußerung einzelner Webnutzer waren, die schließlich auch zum Ausstieg Ute Hammelmanns führten. Hammelmann beendete in dieser Zeit ihre gesamten Tätigkeiten als Bloggerin, stand laut Ellerbeck aber nach wie vor zu der Kampagne.

Zuhören als wesentliche Aufgabe in Social Media

Zu den Vorwürfen aus der Bloggosphäre meinte Ellerbeck, dass das Unternehmen gerne bereit sei, sich mit den sachlichen Kritiken auseinander zu setzen und dies auch getan hätte. Allerdings würde es wenig Sinn machen mit Leuten zu diskutieren, die unter dem Deckmantel der Anonymität beleidigende Kommentare abgäben. Damit gestand Ellerbeck ein, dass es Probleme in der Kommunikation mit der Community gab, die nur schwer zu beheben waren.

Auf die Frage, ob man zuvor in die Web-Community hinein gehört hätte, also im Vorfeld abgeklärt hätte, wer, wo, was über das Unternehmen in Foren und Blogs gesagt hätte, gab Ellerbeck zu, dass man dies wohl hätte tun sollen.

Spannend ist auch die strategische Ausrichtung Vodafones, die da heißt: „Wir machen Kunden zu Fans!“. Die Vernetzung der Kunden spielt dabei eine wesentliche Rolle. Kunden die Fans werden tragen die Markenbotschaft weiter und gewinnen neue Kunden für das Unternehmen. Und so beurteilt das Vodafone nicht mehr nur die Zufriedenheit der Kunden, sondern deren Weiterempfehlungsbereitschaft.

Fazit

Die Kritiken aus dem Web sind verständlich, wenn die Angebote und Werbebotschaften nicht übereinstimmen. Auf der anderen Seite muss man sagen, das Social Media zwar der Aufhänger der Vodafone Kampagne war,  jedoch bei der Wahl der Kanäle ein starker Fokus auf die klassische Werbung gesetzt wurde. Aber kritisieren ist ohnehin leichter, als selbst etwas zu bewegen.

Social Media Kampagne oder Werbefeldzug?
- Ein