Kategorie-Archiv: Marketing

Mitarbeiter zum Bloggen motivieren

Bloggen passiert von allein. Ein Experte, Bastler oder Denker hat Lust sich zu einem bestimmten Thema zu äußern, möchte seine Gedanken mit anderen teilen und beginnt einen Blog. In Unternehmen ist dieses intrinsische Motiv zum Bloggen meist nicht vorhanden. Die Motivation einer Organisation sich einen Blog anzuschaffen, verfolgt andere, strategische Ziele. Die Probleme sind vorprogrammiert, wenn das Marketing nicht alle Informationen hat, um Inhalte zu gestalten oder es an Autoren mangelt. Es gilt andere Zielgruppen im Unternehmen um Input zu bitten und zum Schreiben anzuregen.

Mitarbeiter sollten auch gemeinsam Artikel erarbeiten.
Gemeinsames Schreiben an Artikeln ist abwechslungsreich und motivierend. (Bildquelle: Okinawa Soba)

Was hält Mitarbeiter vom Bloggen ab?

Wichtigkeit – Die Bedeutung von Social Media wird unterschätzt.
Ziele – Ziele wurden nicht definiert oder kommuniziert.
Organisation – Es gibt keinen Redaktionsplan.
Beteiligung – Die Mitarbeiter fühlen sich nicht als Teil des Projekts.
Hemmnisse – Ängste vor Rechtschreibung und schriftstellerischen Fähigkeiten hemmen.
Wissensstand – Zu wenig Expertise um sich zu einem Thema zu äußern.
Zeit – Perfektionisten machen aus einem Blogbeitrag eine Wissenschaft.
Zurückhaltung – Mitarbeiter möchte nicht großspurig mit Wissen protzen (passiert vor allem bei Menschen aus technischen Berufen).
Geheimhaltung – Mitarbeiter möchte sein Wissen nicht in der Community preisgeben.

Motivierende Elemente beim Bloggen

Wichtigkeit – Erfolge auch von anderen Unternehmen früh aufzeigen. Dazu gehören später auch Zahlen aus Analytics sowie Tweets zu den Beiträgen und eine Zusammenfassung der Kommentare.
Ziele – Die Kommunikationsziele in einem Kick-off Meeting erläutern und dem Ganzen durch eine wichtige Führungsperson im Unternehmen Gewicht verleihen. Wenn Sie schon bei der Zielsetzung die Autoren im Auge haben und Sie partizipieren lassen, können Sie viele Schwierigkeiten in der Zukunft vermeiden.
Organisation – Inhaltliche Besprechung mit den „Ziel“-Mitarbeitern ansetzen und gemeinsam Inhaltsideen generieren, festhalten, zukünftig frisch halten und UMSETZEN.
Beteiligung – Frühzeitig wichtige Stakeholder und zukünftige Autoren im Unternehmen abholen und ihre Meinung achten.
Hemmnisse – Klar machen, dass sich das Marketing/ PR um den Feinschliff kümmert und die Artikel gerne überarbeitet: „Es ist nicht schlimm wenn Du einen Fehler machst. Wir helfen!“.
Wissensstand – Hilfestellung anbieten und die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern fördern. Übernehmen Sie die Rolle des Moderators, wenn das Zusammenbringen von Mitarbeitern keine Erfolge zeigt. Seien Sie präsent und voller mitreißender Begeisterung.
Zeit – Empfehlen Sie dem Mitarbeiter, sich auf ein einziges Thema zu beschränken und nur die wesentlichen Kernaussagen für Sie zusammen zu fassen. Anschließend schreiben Sie den anderen Teil der Story selbst.
Zurückhaltung – Erlauben Sie es, dass der Mitarbeiter unter einem Pseudonym veröffentlicht oder ein anderer Mitarbeiter den Beitrag in seinem Namen veröffentlicht.
Geheimhaltung – Zeigen Sie dem Mitarbeiter auf, dass seine Aussagen keinen Schaden verursachen, sondern seinem Expertenstatus erhöhen.
Machen Sie klar, wie Leute aus den Suchmaschinen auf die Inhalte gelangen können, und dass das geteilte Wissen wertvoll für die Kaufentscheidung sein kann.

Die Motivierten

Das Leichteste ist es, Mitarbeiter, die ohnehin Lust haben, etwas zum Blog beizusteuern darin mit aller Macht zu unterstützen. Oft helfen Korrekturlesen und die Aufbereitung von Grafiken und Bildern. Diese Menschen sind Ihre erste Anlaufstelle und die Quelle für Inhalte. Fragen, Ideen und Anmerkungen sollten Sie Ihnen möglichst schnell beantworten und alles daran setzen, diese Mitarbeiter bei der Stange zu halten. Motivierend sind vor allem die Auswertung von Analytics-Zahlen, das Feedback in den Kommentaren und Twitter.

Die Experten

Die Experten in einem Unternehmen sind knappe Ressourcen. Ihre Zeit ist heilig und sollten sie mit Menschen aus Vertrieb und Entwicklung zusammenarbeiten, wissen Sie, dass sie oft wenig Lust haben, die Aufgaben des Marketing zu übernehmen. Umso wichtiger ist es, sich nicht über die fehlende Unterstützung aufzuregen (keine Opferhaltung einnehmen), sondern Lösungen zu finden. Bieten Sie an, dass die Inhalte nur in Bullet-Points und Stichwörtern an Sie übergeben werden müssen. Setzen Sie Zieltermine mit einer entsprechend langen Reaktionszeit vorab. Wenn Sie merken, dass das nicht hilft, führen Sie Interviews mit dem Experten durch. Ein Diktiergerät (neudeutsch: Smartphone) und ein kurzer Fragenkatalog helfen dabei, wesentliche Informationen in einem 15 Minuten Meeting aufzuzeichnen. Das Interview ist auch delegierbar. Anschließend schreiben Sie selbst die Inhalte, veröffentlichen Sie aber unter dem Namen des Experten und geben Sie Feedback zu den Reaktionen.
Richtige Blogger werden das alles mit Kopfschütteln lesen und sagen, dass sei nicht authentisch. Ich gebe Ihnen recht – ist es nicht. Wir leben in einer unvollkommenen Welt und manchmal brauchen wir ein paar Hilfsmittel um Dinge zu beschleunigen. Mit dem Erfolg kommt die Motivation  – MACHEN Sie erstmal.

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8 Tipps für erfolgreiche B2B-Marken

Unverständlich, emotionslos, altbacken – B2B-Unternehmen sind nicht sexy. Die Investitionsgüter-Industrie der deutschen Wirtschaft versteckt sich hinter unverständlichen Websites und kryptischen Infomaterialien. Ich habe eine ganze Sammlung an Broschüren von B2B-Unternehmen, die ich als traurige Beweise misslungener Kommunikation aufbewahre. Und obwohl B2B-Unternehmen großartige Leistungen vollbringen und clevere Lösungen für die verschiedensten Probleme ihrer Kunden erarbeiten, schaffen es viele dieser Unternehmen nicht, ihre Leistungen angemessen zu präsentieren. Social Media Kommunikation ist vom deutschen B2B-Marketing noch weit entfernt. (Ich freue mich auf Ihre Gegenbeispiele in den Kommentaren.)

B2B-Marketing braucht Kreativität und einen Schuss Emotion.(Bildquelle: Id-iom)

B2B-Marketer müssen die Interessen der Kunden stärker im Auge behalten.

Laut der im Brand-Management geltenden Entsprechungshypothese, sind Marken besonders dann attraktiv für Kunden, wenn die Markenwerte mit den Wünschen, Vorstellungen und Bedürfnissen der Zielgruppe übereinstimmen. Für das Online-Marketing von B2B-Unternehmen ergibt sich aus der Zielsetzung der B2B-Zielgruppe und den eigenen Interessen eine Schnittmenge. Diese Wertegemeinsamkeiten sollten die Grundlage für die Inhalte der Kommunikation sein. (Die Inhalte zielen zum Beispiel darauf ab, in den Suchmaschinen Themen und Keywords zu besetzten.)

Sprechen Sie die Menschen im Buying-Center an.

Neben den demografischen Faktoren über die Entscheider und Vorbereiter in Unternehmen, sollten B2B-Marketer und Presseabteilungen die wichtigsten Informationsquellen ihrer Branche anvisieren. Spezialthemen werden häufig von einer Handvoll Blogger behandelt. Suchen Entscheidungsvorbereiter nach Informationen zu einem neuen Produkt oder einer Dienstleistung im Netz, kommen sie meist nicht an diesen Meinungsführern vorbei. Gut, wenn das B2B-Unternehmen dann auf der Seite mit Werbung oder besser noch Gastbeiträgen von sich reden macht.

Identifizieren Sie die wichtigsten Entscheidungsfaktoren für Ihr Produkt.

White Paper sollten eine Zusammenfassung mit den wichtigsten Faktoren für die Kundenentscheidung hervorheben. Dafür bietet es sich an, das Buying-Center der Kunden zu analysieren und die Werte einzelner Kaufentscheider zu ermitteln und zu bewerten.

Das Produkt ist keine Black-Box.

Besonders komplexe Dienstleistungen und IT-Lösungen erfordern einen tiefen Einblick der Marketer in den Funktions- und Nutzenumfang. Die oft krasse Trennung zwischen Vertrieb, Entwicklung und Marketing verhindert, dass sich die wesentlichen Faktoren (Reason Why, Benefit) in der Kommunikation und im Produkt widerspiegeln. Sind die Kernwerte Ihrer Marke in Ihrem Produkt verankert?

Verwandeln Sie Ihre Texte vom „Wir“ zum „Sie“.

In den Texten der Websites versuchen B2B-Unternehmen ihre Expertise oft dadurch herauszustellen, dass sie über sich selbst und ihre Errungenschaften philosophieren. Dabei sollten Texte den Kunden direkt ansprechen und abholen. Die Struktur solcher Texte ist simpel aber effektiv: Probleme des Kunden aufzeigen (Bewusstsein schaffen), anschließend das Problem lösen und die Lösung begründen.

Interne Kommunikation durch Social Media verbessern.

Neue Produkte und Service-Leistungen dringen nur dann schnell an das Ohr des Kunden, wenn die Mitarbeiter informiert sind. Bei der Zusammenarbeit internationaler Teams kann das Social Web die interne Kommunikation beschleunigen. Die Verknüpfung der Mitarbeiter im Web sorgt dafür, dass sie über neue Entwicklungen zentral informiert werden z.B. über Blogs, Twitter oder Facebook-Likepages.

Beziehungen verkaufen B2B-Produkte.

Erfolgreiche B2B Unternehmen brauchen sichtbare Helden, Vordenker und Lenker. Die Präsenz und Expertise, das Vertrauen und die Bekanntheit innerhalb einer Branche kann nur durch Beziehungen aufgebaut werden. Auf dem C-Level heißt das, repräsentative Aufgaben wahr zu nehmen und mit Vorträgen und Fachbeiträgen aktiver Teil der Branchen-Community zu sein.

Image und Geschwindigkeit des Echtzeitweb nutzen.

Öffnen Sie neue Kanäle für Kundenanfragen und Service. Das kann über Business-Netzwerke oder klassische Tools wie Twitter geschehen. Die Öffnung des Marketings hin zu „hippen“ Kanälen, wirkt sich auch auf das Image des gesamten Unternehmens und seiner Marken aus.


Welche B2B-Marken stechen hervor?
Schreiben Sie uns Ihre Meinung in den Kommentaren.

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Blog-Empfehlung
Mehr zum Thema B2B und Web finden Sie im B2B-Online-Marketing Blog von Creative360 – wirklich sehr spannend.
100% Social geht’s weiter auf SocialMediaB2B (englisch) – viel Spaß beim Lesen.

Social Commerce in der Praxis Teil 6: Social Shopping Portale

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Durch den Siegeszug der Social Media finden immer mehr Social Commerce-taugliche Funktionen ihren Weg in Online-Shopping-Portale. Sie ermöglichen die Weiterentwicklung der herkömmlichen Portale zu Social Shopping-Portalen. Dabei stellen Preisvergleiche, Bewertungen, Social Bookmarking und Kommunikationsmöglichkeiten mit dem Social Graph die Basisfunktionen dar. In der Praxis finden sich zusätzlich viele weitere, portalspezifische Dienste und Funktionen aus dem Social Commerce Toolset wie:

Erstellen eigener Mode-Outfits (z.B. polyvore.com)
Style- und Shopping-Berater (z.B. thisnext.com)
Trend- und Themen-Blogs (z.B. stylr.de)
Wunsch- und Pick-Listen (z.B. amazon.de)
Communities und Foren (z.B. pikaba.com)

Social Shopping-Portale setzten sich also durch verschiedene Einzelkomponenten aus dem Social Commerce-Repertoire zusammen und erzeugen dadurch Mehrwerte und Zusatznutzen, die eine höhere Bindung an das Portal erzeugen als herkömmliche, meist leicht austauschbare Shopping Portale der ersten Generation. Außerdem rückt durch die Verwendung der genannten Funktionen vor allem das Entdecken neuer Produkte und die Erleichterung der Kaufentscheidung durch die Hilfe der Community in den Vordergrund.

Best Practice

Das im Jahre 2006 gegründete Stuttgarter Unternehmen edelight ist ein Paradebeispiel für die neue Generation der Shopping-Portale und vereint nahezu alle zuvor genannten Tools und Eigenschaften. Basierend auf persönlichen Produktempfehlungen der Nutzer hat edelight im Laufe der Jahre das Portal immer weiter ausgebaut und mit Social Media-Elementen wie Themen-Blogs, Bewertungen, benutzergenerierten Kollektionen, Wunschlisten und professionellen Geschenk- und Produkt-Beratern aufgewertet. Damit wurde das eigene Motto „zu 100% von Menschen für Menschen“ konsequent verfolgt und weiterentwickelt. So bietet das Portal heute über 650.000 Userempfehlungen aus mehr als 8.400 internationalen Quellen und bindet eine große Nutzergemeinschaft, die über die Vielzahl an Funktionen und Diensten bei ihren Kaufentscheidungen unterstützt und beraten wird. Dabei wird eine Produkt- und Interessenvielfalt abgedeckt, die zur Zeit nur von wenigen vergleichbaren Diensten im deutschsprachigen Raum erreicht wird.

Von Menschen für Menschen

Das Potential der neuen Social Shopping Portale ist groß. Liegt der Fokus heute noch tendenziell im Mode-, Lifestyle- und Beautybereich, so ist leicht erkennbar, dass in Zukunft viele weitere Produktbereiche ihren Weg in Social Shopping- Portale finden werden. Nahezu alle Produktgruppen mit einer gemeinschaftsfähigen Relevanz lassen sich mit den neuen Portalen verbinden. Ob Heimwerker, Autoliebhaber, passionierte Sportler oder sonstige aktive Interessengruppen – sie alle verbindet eine Leidenschaft oder zumindest ein gemeinsames Interesse an Produkten und Erfahrungen, das in Social Shopping- Portalen aufgegriffen und monetarisiert werden kann.

Dabei entstehen neben den klaren Mehrwerten für die Nutzer wiederum nennenswerte Vorteile für Shopbetreiber und Hersteller. So werden zum einen die eingebundenen Produkte und Dienstleistungen „erlebbarer“, und zum anderen werden, ähnlich der zuvor genannten Shopping-Formen, neue und weitreichende Kunden- und Nutzergruppen erschlossen. Gleichzeitig sorgt diese Masse an aktiven Benutzern für einen stetig wachsenden Informationsfluss an Verbraucher-Insights, Produktfeedbacks, Trends und Meinungen, die Unternehmen dabei helfen, ihre Produkte weiter zu verbessern und in ihrer Bekanntheit zu steigern. Dabei liegt der überwiegende Aufwand zur Ausschöpfung dieser Potentiale wiederum bei den Nutzern und Portalbetreibern, die stetig darum bemüht sind, den Besuchern die bestmöglichen Produkte mit der bestmöglichen Beratung und Unterstützung zu offerieren.

Somit bestätigt sich auch in diesem Fall das von Eric Qualman gezogene Fazit aus der „Social Revolution“:

Die heutigen Gewinner sind großartige Produkte und Dienste – was letztlich bedeutet, dass die Menschen gewinnen“.

Dies war der letzte Teil der Reihe. Hier geht’s zu den vergangenen Beiträgen:

Social Commerce in der Praxis Teil 1: Portable Social Graph
Social Commerce in der Praxis Teil 2: Social Media Stores
Social Commerce in der Praxis Teil 3: Co-Shopping
Social Commerce in der Praxis Teil 4: Groupbuying
Social Commerce in der Praxis Teil 5: Shopping Clubs


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Social Commerce in der Praxis Teil 5: Shopping Clubs

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Online-Schnäppchen-Jagd auf die exklusive Art – Shopping-Clubs setzen auf drei wesentliche Eigenschaften: Exklusivität, zeitlich und in ihrer Menge begrenzte Angebote und hohe Preisnachlässe auf original Markenware. Dazu treten sie als geschlossene Communities auf, die nur von Mitgliedern per Log-In genutzt werden können. Um Mitglied zu werden, müssen sich Interessenten häufig bei der Community bewerben oder von einem bereits eingetretenen Freund eingeladen werden. Allerdings lockern derzeit viele Anbieter diese Restriktionen oder setzten von Beginn an auf eine offene Registrierung. Ähnlich den Groupbuying-Portalen offerieren Shopping-Clubs die Angebote ihren Nutzern ebenfalls zeitlich und in ihrer Menge begrenzt. Jedoch handelt es sich hier meist um Markenprodukte in einer Verkaufsaktion mit größerer Auswahl, im Vergleich zu einem einzelnen Angebot im Groupbuying.

Um die Attraktivität und Exklusivität zu steigern, gestalten Shopping-Clubs eine eigene Markenwelt zu den einzelnen Aktionen, die mit ansprechenden E-Mail-Newslettern, Flash-Filmen und thematisch angepassten Shop-Seiten dem Nutzer die Produkte der (Marken) Aktion entdecken lassen. Dabei haben Markenhersteller die Möglichkeit, neben aktueller Ware beispielsweise auch Restposten, Testprodukte oder Auslaufmodelle anzubieten. Auch hier genießen die anbietenden Hersteller Planungssicherheit, da eine Begrenzung der Stückzahlen wiederum in die Exklusivität einzahlt und in Shopping-Clubs üblich ist. Auch der Club-Betreiber selbst ist abgesichert, da die Bestellungen beim Hersteller meist erst nach Ablauf der Aktion und mit den exakten Stückzahlen erfolgt. Und das Konzept geht auf: Wie eine Studie von Anfang 2010 belegt; so kennen knapp 70% der deutschen Onliner bereits Shopping-Clubs und sind zu über 30% bereits Mitglied in einem davon. Auch die Umsätze 2009, beispielsweise des internationalen Markführers Vente Privée aus mit 680-700 Mio. Euro oder dem deutschen Marktführer Brands4Friends mit 80 Mio., unterstreichen den zunehmenden Erfolg.

Best Practice

Der im Jahre 2008 (verhältnismäßig spät) gestartete deutsche Shopping-Club „Bands4Friends“ stellt einen typischen Vertreter dieser Portale dar. Die ansprechend, aber wenig informativ gestaltete Startseite verdeutlicht die exklusive Ausrichtung und die Vorraussetzung eines eigenen Accounts um Zugang zu erhalten. Ist der Nutzer angemeldet, erhält er eine Übersicht über die laufenden Aktionen und kann die Angebote in Augenschein nehmen. Einzelne Aktions-Seiten bieten dann eine direkte Bestellmöglichkeit und zeigen einen Counter, der die verbleibende Zeit bis zum Ende der Aktion anzeigt. Über einen weiteren Button kann der Nutzer auch in diesem Shopmodell Freunde anwerben und einen Bonus für zukünftige Bestellungen erhalten.

Exklusives Online-Shopping – bei dem alle gewinnen

Das System der Shopping-Clubs ist einfach aufgebaut und für Unternehmen leicht einsetzbar, da die Implementierung und Abwicklung von den Clubbetreibern übernommen wird. Hersteller genießen dabei eine Vielzahl an Vorteilen. Zunächst ermöglichen der exklusive Rahmen der Clubs und das Aussperren von (Preis-) Suchmaschinen, das Image von Premium-Marken, trotz hohen Preisnachlässen, zu schützen und die Positionierung in hochpreisigen Segmenten beizubehalten. Des weiteren können durch die meist großen Reichweiten der Clubs hohe Absatzzahlen generiert, aber zugleich auch Respostenbestände oder Überproduktionen planbar und „markenschonend“ über Mengenbegrenzungen abgebaut werden. Ein weiterer Vorteil liegt in der Vermarktung der Aktionen und Angebote, denn diese wird von den Clubs, in Form von markengerechte Aktionswelten, selbst übernommen.

Neben den vielen klaren Vorteilen existiert jedoch eine grundlegende Gefahr im System der Marken-Clubs: Der Verlust der Exklusivität durch eine zu große Anzahl verschiedener Clubs mit ähnlichem Angebot und gleicher Zielgruppe. Dies würde zum einen dazu führen, dass der Schutz der Marke nicht mehr gewährleistet werden kann, da sich die verbilligten Preise überall finden lassen, und zum anderen werden Probleme bei der Erreichung der nötigen Reichweiten auftreten. Doch dieser Problematik kann entgegengewirkt werden. Einen Ansatz zur Lösung hat beispielsweise der Versandriese Otto bereits umgesetzt und fokussiert mit seinem übernommenen Shopping-Club limango Frauen und Familien und damit eine wesentlich spitzere Zielgruppe als breit aufgestellte Clubs wie Brands4Friends oder Vente Privée.

Hier geht’s zu den weiteren Teilen der Reihe:
Social Commerce in der Praxis Teil 1: Portable Social Graph
Social Commerce in der Praxis Teil 2: Social Media Stores
Social Commerce in der Praxis Teil 3: Co-Shopping
Social Commerce in der Praxis Teil 4: Groupbuying


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Bachelor Thesis – Social Commerce in der praktischen Umsetzung

Welche Social Media Tools ermöglichen den neuen E-Commerce?

Endlich hat meine Bachelor Thesis ihren weg ins Web gefunden!
Vielen Dank an Syzygy und Paul Marsden für die Unterstützung und Inspiration!

Hier eine kurze Beschreibung und das gesamte Dokument via Slideshare:
Ich freue mich über Feedback und Sharing!

Die Fülle an Möglichkeiten und Informationen, die heute durch das Social Web entstehen, beflügelt seit einiger Zeit die Debatte um die Monetarisierung und nutzenbringende Verwendung der Social Media in unternehmerischen Prozessen. In diesem Zusammenhang stehen heute Forschungsthemen wie Social Web Monitoring, Social Customer Relationship Management und Social Commerce im Fokus der Diskussion.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit konkreten Social Media Anwendungen und Diensten, die dazu geeignet sind, Kaufentscheidungen im E-Commerce positiv zu beeinflussen und Konsumenten durch Mehrwerte im Bereich Social Commerce zu loyalisieren. Dazu wird das Forschungsthema Social Commerce marketingpolitisch betrachtet und durch erfolgreiche Umsetzungen aus der Praxis veranschaulicht. Auch die Nutzung von Social Software, im Zuge der Umsetzung von Social Commerce in tiefgreifenden Unternehmensprozessen, wird in einem Theorieteil der Arbeit vorgestellt.

Die Arbeit ist in fünf Kapitel aufgeteilt, wobei Kapitel eins die Einführung und Kapitel fünf Fazit und Ausblick darstellt. Das zweite Kapitel soll dem Leser zunächst den Themenbereich der Social Media näherbringen und die heutigen Basisanwendungen und –dienste vorstellen sowie ihre Funktionsweise kurz erläutern. Kapitel drei beschäftigt sich mit der Definition des Themenbereiches Social Commerce. Dabei wird die theoretische und praktische Auslegung des Themas untersucht, um eine möglichst umfassende Definition des Begriffes Social Commerce zu finden. In Kapitel vier werden schließlich, aufbauend auf die Erkenntnisse der vorherigen Kapitel, konkrete Social Media Anwendungen und Dienste vorgestellt, die dazu geeignet sind, Kaufentscheidungen im E-Commerce positiv zu beeinflussen und Konsumenten durch Mehrwerte im Bereich Kommunikation und Kooperation zu loyalisieren. Dabei werden erfolgreiche Umsetzungen aus der Praxis zur Veranschaulichung geliefert und jeweils ein Fazit im Hinblick auf den Aufwand und Nutzen für Unternehmen, Stärken und Schwächen der Anwendung oder des Dienstes, sowie die entstehenden Mehrwerte des Social Commerce für Konsumenten gezogen.



Hier einige aufbereitete Auszüge:

Social Commerce in der Praxis Teil 1: Portable Social Graph
Social Commerce in der Praxis Teil 2: Social Media Stores
Social Commerce in der Praxis Teil 3: Co-Shopping
Social Commerce in der Praxis Teil 4: Groupbuying

Social Commerce in der Praxis Teil 4: Groupbuying

Zusammen geht es einfacher – diese Devise ist nicht neu, und hat sich stets bewährt. Eine Art dieses Konzept via Internet auf die breite Online-Shopping-Gemeinde anzuwenden entwickelte sich in den letzten drei Jahren unter dem Begriff „Groupbuying“. Anstelle der breiten Produktpalette üblicher Online-Shops werden den Interessenten einzelne Angebote offeriert, die nur eine begrenzte Gültigkeit besitzen (meist 24 Stunden), und erst ab einer bestimmten Anzahl an Käufern in Anspruch genommen werden können. So ergeben sich mehrere Vorteile: zum einen wird der Gemeinschaftsgedanke der Social Media genutzt, und zum anderen entsteht eine gewisse Exklusivität. Eine nahtlose Integration von Empfehlungen an Freunde über Social Media, nutzt zudem den Word-of-Mouth-Effekt voll aus, und belohnt den empfehlenden Kunden. Group-Buying Plattformen sind häufig auf das Anbieten von rabattierten Dienstleistungen spezialisiert, und bieten sie, lokal differenziert, über städtespezifische Versionen ihrer Portale an. Somit entsteht einerseits ein Markt für Angebote wie Wellness oder Freizeitaktivitäten, die vorher meist nicht online Verfügbar waren, und andererseits können lokal zugeschnittene Angebote neue Präferenzen bei den Nutzern schaffen. Die „Live-Shopping“- Komponente beeinflusst schließlich durch die zeitliche Limitierung der Angebote ebenfalls die Kaufentscheidung der Interessenten.

Best Practice

Einer der bekanntesten Group-Buying Dienste ist Groupon. Das Projekt entstand Ende 2008 in den USA aus der Kooperations- und Kollaborations-Plattform ThePoint und beschäftigt heute bereits über 300 Mitarbeiter in der Firmenzentrale in Chicago und über 600 weitere in Europa. Im Laufe des ersten Halbjahres 2010 übernahm Groupon schließlich auch die deutsche Group-Buying Variante „City Deal“, und ist nun nach eigenen Angaben der größte Group-Buying-Dienst weltweit. Der Name „Groupon“ setzt sich aus den englischen Wörtern Group und Coupon zusammen und beschreibt sehr treffend das Angebot des Portals: Als Gruppe vergünstigte Angebote (Coupons) erhalten. Dabei hält sich Groupon wie viele ähnliche Dienste zum einen an Dienstleistungen statt an einzelne Produkte und zum anderen auf eine lokale Ausrichtung über Subseiten für einzelne Städte.

Versöhnung von Online-Shopping und lokalen Dienstleistern

Group-Buying Dienste bieten durch ihre Ausrichtung auf Dienstleitung und regionale Differenzierung eine Art „Versöhnung von Online-Shopping und Lokalen-Dienstleistern“. Regionale klein- und mittelständische Unternehmen finden in Group-Buying-Portalen ebenso wie große, national agierende Unternehmen einen optimalen Partner für gezielte Verkaufsförderung und einen neuen Zugang zu tausenden potentiellen Käufern. Dabei profitieren die Unternehmen in vielerlei Hinsicht vom Group-Buying-System. Beispielsweise können spezielle Angebote erstellt werden, um ungenutzte Kapazitäten zielgenau auszuschöpfen, oder neue Dienstleistungen bzw. neue Unternehmen können einer breiten Masse vorgestellt werden und durch Kennenlernangebote ins Gespräch kommen.

Dabei wirken diese Angebote gleich in zweifacher Weise; zum einen erzeugen sie Werbekontakte, denn die Nutzer werden per Mail und die Portal-Homepage über den Dienstleister und sein Portfolio informiert, und andererseits werden direkt Verkäufe generiert, die Interessenten direkt zu (zahlenden) Kunden machen. Gleichzeitig besteht eine gewisse Sicherheit durch Planbarkeit für die anbietenden Unternehmen, da Mindest- und Höchstmengen angegeben werden können, vor deren Erreichung das Angebot nicht gültig wird bzw. nach deren Überschreitung das Angebot deaktiviert wird. Zudem wirkt auch die Live-Shopping-Komponente auf die Kaufentscheidung der Konsumenten. Die zeitlich limitierten Angebote fördern die, im Online-Shopping eher seltenen, klassischen Impulskäufe, da tagelange Produktrecherche, ausgiebige Preis-, Shop- und Produkt-Vergleiche in diesem System entfallen. Neben dem System der Portale selbst, kann letztlich auch der Betreiber den interessierten Unternehmen wertvolle Informationen liefern. Es können beispielsweise lokale und regionale Präferenzen identifiziert werden, generelle Tendenzen erkannt und der Mix der geschalteten Angebote ohne größere Aufwende optimiert werden.

Nächste Woche: (Private) Shopping Clubs

Hier geht’s zu den weiteren Teilen der Reihe:
Social Commerce in der Praxis Teil 1: Portable Social Graph
Social Commerce in der Praxis Teil 2: Social Media Stores
Social Commerce in der Praxis Teil 3: Co-Shopping

Social Commerce in der Praxis Teil 3:
Co-Shopping

Endlich auch online gemeinsam mit Freunde shoppen gehen! Co-Shopping überträgt die Erfahrung des gemeinsamen Einkaufens im realen Leben auf den E-Commerce. Dabei wird im Gegensatz zu Social Media Stores von einem bestehenden Onlineshop als Basisplattform ausgegangen. Der Shop wird dann um Social Media Technologien wie Chatfenster, Empfehlungen oder Co-Browsing (das Freigeben des eigenen Bildschirminhaltes) ergänzt, um neue Kooperations- und Kommunikationselemente bereit zu stellen. Über bekannte Social Web Dienste wie Facebook, Twitter oder Instant-Messaging kann der Shopbesucher nun Freunde und Bekannte einladen, mit ihm gemeinsam das Angebot zu erkunden. Das ermöglicht den Usern, sich live während des Online-Einkaufes über Produkte auszutauschen und Empfehlungen abzugeben oder zu erhalten. Ob auf der Suche nach einem gemeinsamen Geschenk oder zur Erleichterung der persönlichen Kaufentscheidung – Co-Shopping Elemente ermöglichen es, das Einkaufserlebnis (wie im klassischen Ladengeschäft) mit Freunden zu gestalten und aufzuwerten.

Best Practice

hautbalace co-shopping

Der deutsche Naturkosmetik-Shop Hautbalance erweiterte bereits vor Monaten als einer der ersten deutschen Shopbetreiber sein Online-Angebot um Co-Shopping Elemente. Dazu wurde die durch Mattel und DecisionStep bekannt gewordene ShopTogether Toolbar um weitere Elemente ergänzt und dem Corporate Design des Online-Shops angepasst. Neben der Möglichkeit, Freunde und Bekannte zum gemeinsamen Einkaufen einzuladen, können Besucher Produkte an ihren Social Graph empfehlen und Kosmetik-Tipps aus den Social Web-Präsenzen von Hautbalance abrufen. Zusätzlich kann der Interessent sich die fünf beliebtesten Produkte der aktuellen Einkäufe anzeigen, und sich so zusätzliche Anregungen und Empfehlungen geben lassen.

Schluss mit der Einsamkeit beim Online-Shopping

Co-Shoppingelemente bieten unabhängig von der Art der Produkte die Möglichkeit, die gewohnte und geschätzte Erfahrung des gemeinsamen Einkaufs auf Onlineshops zu übertragen. Darüber hinaus zeigt sich gerade bei Produkten, die Frauen fokussieren, dass das gemeinsame Einkaufen eher einem „Happening“ gleichkommt und die Dauer des Einkaufes sowie die Intensität des Erlebnisses um ein Vielfaches erhöht. Auch Onlineshops mit Produkten, die ein höheres Maß an Beratung und Information fordern, können von den Möglichkeiten des Co-Shoppings besonders profitieren. Zum einen kann diese Beratungsleistung von Freunden übernommen werden, und zum anderen können Servicemitarbeiter ebenfalls zielgerichtet und in Echtzeit zusätzliche Informationen liefern, ohne zunächst über eine Kundenhotline kontaktiert werden zu müssen.

Diesen Vorteil sieht auch die Inhaberin und Geschäftsführerin Elke Hockauf von Hautbalance als zentrales Argument für die Nutzung von Co-Shoppingelementen und erklärt in einem Pressebericht: „Für Kosmetikkunden ist es sehr wichtig, sich ausführlich mit Freunden, Verwandten und Fachkräften zu beraten. ShopTogether Friends ist dafür perfekt geeignet.“ Schließlich ist laut Pressebericht auch ein klarer Return on Investment in diesem Social Commerce Model zu erkennen, denn seit dem Zeitpunkt der Implementierung verzeichnet der Onlineshop einen Zuwachs an Bestellungen von 15% und eine Erhöhung des durchschnittlichen Bestellwerts um 50%. So zeigt auch dieses Social Commerce Instrument, dass durch die Schaffung neuer Kooperations- und Kommunikationselemente in bestehenden Onlineshops ein klarer, Mehrwert auf Konsumenten- und Unternehmensseite geschaffen werden kann.


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Social Commerce in der Praxis Teil 3:Co-Shopping

Endlich auch online gemeinsam mit Freunde shoppen gehen! Co-Shopping überträgt die Erfahrung des gemeinsamen Einkaufens im realen Leben auf den E-Commerce. Dabei wird im Gegensatz zu Social Media Stores von einem bestehenden Onlineshop als Basisplattform ausgegangen. Der Shop wird dann um Social Media Technologien wie Chatfenster, Empfehlungen oder Co-Browsing (das Freigeben des eigenen Bildschirminhaltes) ergänzt, um neue Kooperations- und Kommunikationselemente bereit zu stellen. Über bekannte Social Web Dienste wie Facebook, Twitter oder Instant-Messaging kann der Shopbesucher nun Freunde und Bekannte einladen, mit ihm gemeinsam das Angebot zu erkunden. Das ermöglicht den Usern, sich live während des Online-Einkaufes über Produkte auszutauschen und Empfehlungen abzugeben oder zu erhalten. Ob auf der Suche nach einem gemeinsamen Geschenk oder zur Erleichterung der persönlichen Kaufentscheidung – Co-Shopping Elemente ermöglichen es, das Einkaufserlebnis (wie im klassischen Ladengeschäft) mit Freunden zu gestalten und aufzuwerten.

Best Practice

hautbalace co-shopping

Der deutsche Naturkosmetik-Shop Hautbalance erweiterte bereits vor Monaten als einer der ersten deutschen Shopbetreiber sein Online-Angebot um Co-Shopping Elemente. Dazu wurde die durch Mattel und DecisionStep bekannt gewordene ShopTogether Toolbar um weitere Elemente ergänzt und dem Corporate Design des Online-Shops angepasst. Neben der Möglichkeit, Freunde und Bekannte zum gemeinsamen Einkaufen einzuladen, können Besucher Produkte an ihren Social Graph empfehlen und Kosmetik-Tipps aus den Social Web-Präsenzen von Hautbalance abrufen. Zusätzlich kann der Interessent sich die fünf beliebtesten Produkte der aktuellen Einkäufe anzeigen, und sich so zusätzliche Anregungen und Empfehlungen geben lassen.

Schluss mit der Einsamkeit beim Online-Shopping

Co-Shoppingelemente bieten unabhängig von der Art der Produkte die Möglichkeit, die gewohnte und geschätzte Erfahrung des gemeinsamen Einkaufs auf Onlineshops zu übertragen. Darüber hinaus zeigt sich gerade bei Produkten, die Frauen fokussieren, dass das gemeinsame Einkaufen eher einem „Happening“ gleichkommt und die Dauer des Einkaufes sowie die Intensität des Erlebnisses um ein Vielfaches erhöht. Auch Onlineshops mit Produkten, die ein höheres Maß an Beratung und Information fordern, können von den Möglichkeiten des Co-Shoppings besonders profitieren. Zum einen kann diese Beratungsleistung von Freunden übernommen werden, und zum anderen können Servicemitarbeiter ebenfalls zielgerichtet und in Echtzeit zusätzliche Informationen liefern, ohne zunächst über eine Kundenhotline kontaktiert werden zu müssen.

Diesen Vorteil sieht auch die Inhaberin und Geschäftsführerin Elke Hockauf von Hautbalance als zentrales Argument für die Nutzung von Co-Shoppingelementen und erklärt in einem Pressebericht: „Für Kosmetikkunden ist es sehr wichtig, sich ausführlich mit Freunden, Verwandten und Fachkräften zu beraten. ShopTogether Friends ist dafür perfekt geeignet.“ Schließlich ist laut Pressebericht auch ein klarer Return on Investment in diesem Social Commerce Model zu erkennen, denn seit dem Zeitpunkt der Implementierung verzeichnet der Onlineshop einen Zuwachs an Bestellungen von 15% und eine Erhöhung des durchschnittlichen Bestellwerts um 50%. So zeigt auch dieses Social Commerce Instrument, dass durch die Schaffung neuer Kooperations- und Kommunikationselemente in bestehenden Onlineshops ein klarer, Mehrwert auf Konsumenten- und Unternehmensseite geschaffen werden kann.


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