Kategorie-Archiv: Marketing

Watson IBM

Skalierbare Kundeninteraktion in Konzernen

Kennen Sie diese Geschichten, in denen ein Unternehmen gegenüber einem Kunden ganz aufmerksam war und eine wunderschöne Geschichte erzählt, die sich dann verbreitet. Ich liebe solche Geschichten. Sie sind persönlich, süß und voller Emotionen.

Aber seien wir ehrlich, diese Form von Social Media “Best Practice” ist Schwachsinn.

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Cocomore Augmented Content Tool

Second Screen wird erweitert zu Augmented Content

Schon länger beobachten wir, dass mobile Geräte während des TV Konsums ergänzend genutzt werden – das Phänomen des „Second Screen“. Doch die Möglichkeiten klassische Medien mit weiterführenden Inhalten zu ergänzen und so “Augmented Content” zu schaffen sind viel weitreichender.

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Social Media Ausbildung und Weiterbildung: Vom Anfänger bis zum Profi ist alles möglich

Wer sich mit Social Media beruflich beschäftigen möchte, steht häufig vor einem unüberschaubaren Angebot an Weiterbildungen, Vertiefungen und Studiengänge, die zunächst einmal nicht miteinander vergleichbar scheinen. Das liegt zum Einen an der Namensgebung (Ist New Media Manager dasselbe wie ein Social Media Manager oder wie grenzt sich dies nun wieder voneinander ab?) und zum Anderen an der fehlenden Normierung solcher Ausbildungsangebote. Dieser Beitrag soll Orientierung geben.

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Pinterest Deutschland

5 Irrtümer und Fakten zu Pinterest für Unternehmen in Deutschland

Pinterest war dieses Jahr zweifelsohne einer der heißen Kandidaten im Social Media Marketing zahlreicher Unternehmen. Sogar in Deutschland sind erste Pioniere in die Welt der Bilder eingestiegen.

Pinterest hat sich das vorgenommen, was andere bereits in verschiedenen Ausprägungen versuchen – das visuelle Web noch einfacher, noch greifbarer zu machen. Die Idee: Nicht wie Instagram, Flicker oder Picasa NEUE bildliche Eindrücke dem Web hinzufügen, sondern das VORHANDENE visuelle Web in Form von Bookmarks neu und individuell aufgreifen.
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Growth Hacker – Social Media Marketing auf Steroiden

Bodybuilder

Marketingziele gibt es viele, ob Markenbekanntheit oder Image-Verbesserung. Doch was ist, wenn das Budget knapp, der Customer-Lifetime-Value bei unter einem Euro liegt und der einzige KPI “mehr Nutzer” heißt? Growth Hacker entwerfen neue schnörkellosen Marketing-Strategien –  viral, clever und zahlengetrieben.

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Social meets Visual Web: Wie Brands auf Facebook visueller werden

Soziale Netzwerke werden visueller. Coca-Cola, Starbucks & Co. zeigen auf ihren Facebook-Seiten bereits, wie man die Vorteile von Fotos & Videos optimal im Social Media Marketing nutzen kann. Wir schauen uns Beispiele an.

“Image is everything”?

Neuere Dienste wie Instagram, Tumblr, Pinterest oder Socialcam (diese Woche für 60 Millionen Dollar aufgekauft) fokussieren sich auf das Bild, bzw. Bewegtbild. Der Flickr Summer 12 Trend Report beziffert die Zahl der auf der Plattform hochgeladenen Fotos auf 7.2 Milliarden, 2.500 Fotos folgen minütlich. Dabei steigt der Druck auf Flickr durch Dienste wie 500px, wo Fotos/Design noch mehr Raum gegeben wird. Twitter wirkt gegen solche Plattformen zwar optisch antiquirt, auch hier hat sich die Zahl der geteilten Fotos 2011 allerdings vervierfacht. Dass Facebook in der Chronik Fotos jetzt prominent platzieren lässt und sowohl Face.com als auch Instagram (Schnäppchen!!) aufgekauft hat, rundet das Gesamtbild ab.

Wieso ist das so?

Es gibt einige technische Gründe, wieso Fotos im Netz an Wichtigkeit gewinnen. Entscheidend ist aber die Entwicklung der Smartphone-Absätze. Ein paar Statistiken zu dieser Entwicklung:

  • 2011 wurden weltweit mehr als 491 Millionen Smartphones verkauft, das sind mehr als 30% aller Mobiltelefone.
  • In Deutschland wurden davon 11,8 Millionen Einheiten verkauft, das sind 43% aller Mobiltelefone.
  • Inzwischen haben mehr als 50% der Mobilfunknutzer in USA/Kanada ein Smartphone.
  • Analysten vermuten 2012 einen weltweiten Absatz von 686 Millionen, spätestens 2016 soll die Grenze von einer Milliarde verkaufter Einheiten durchbrochen werden.

User können leichter Fotos machen, sie leichter hochladen, austauschen und unterwegs betrachten. Dazu passt eine andere Zahl aus dem Flickr Trend Report: Auf der Plattform war das iPhone 4 lange Zeit die meistbenutzte Kamera! Bis es kürzlich abgelöst wurde … vom iPhone 4S. Die Entwicklung des Mobile Web wird den Aufstieg fotolastiger Websites weiter befeuern.

Wie Unternehmen reagieren

Viele Marken haben den Trend längst erkannt und binden auf ihren Social Media-Präsenzen verstärkt eigene und Nutzer-Fotos ein. Folgend zehn Facebook-Beispiele:

1. Coca-Cola animiert Nutzer dazu Bilder von persönlichen Coca-Cola-Momenten hochzuladen. Das Cover-Foto ist eine wechselnde Collage solcher Fotos.

2. Dunkin’ Donuts kürt sogar den “Facebook Fan of the Week” – dessen Foto wird in das Cover-Foto eingebunden und auf einer Werbetafel am Times Square präsentiert.

3. Ben & Jerry’s kürt das “This week’s Fan Foto“. 6 der letzten 7 Postings des Unternehmens waren solche Fan-Fotos.

4. Starbucks präsentiert die eigenen Pinterest-Foto-Boards als App. Smirnoff US erwähnt den eigenen Pinterest-Auftritt in der Chronik an.

5. Pedigree spendete bei der Aktion “Dog Show” für das Hochladen von Fotos Futterdosen an Tierheime.

6. Nike Football bietet die Barbershop-App. Nutzer laden eigene Fotos hoch und können sich den Style eines Fußballstars verpassen. (Ja, Mario Balotelli ist mit von der Partie.)

7. Jägermeister Deutschland bietet Fans Vorlagen für deren eigene Cover-Fotos. Außerdem besucht die Jägermeister Fotobox Clubs im ganzen Land. Die Ergebnisse lassen sich per Code in einer Facebook-App betrachten.

8. London 2012. Die offizielle Facebook-Seite der Olympischen Spiele in London animiert User Videos von eigenen sportlichen Höchstleistungen hochzuladen (“Show your Best to the World“). Dazu gibt es in der Chronik Fotos aus dem Olympischen Dorf und einen Foto-Contest.

9. Instagram bindet jede Woche ein Nutzer-Foto zu einem Thema ein, das im Company Blog behandelt wird. Diese Woche ist es der 57te Geburtstag von Disneyland. Außerdem wird in Videos gezeigt, wie Nutzer mit ihren Kameras bessere Fotos schießen können.

10. Fanta nutzt klassiche Motive um die Unternehmenshistorie visuell aufzubereiten. Das machen auch Ben & Jerry’s, Coca-Cola und viele weitere Unternehmen.

Abschließend noch ein Bild, das zeigt: Trotz aller Apps & Aktionen können Unternehmen manchmal gerade mit einfachen Fotos die Fans begeistern und dabei auch Sprachbarrieren umschiffen.

Egal welche Ideen man jetzt für gelungen oder weniger gelungen hält, der Erfolg dieser Beispiele zeigt: Für Unternehmen ist es an der Zeit in Social Media noch stärker visuelle Kommunikation einzusetzen – sich eine Art “Visual Social Media” Strategie zurechtzulegen.

Personalmarketing mit Social Media in 5 Schritten – die junge Generation im Social Web richtig ansprechen

Aufgrund der demographischen Entwicklung und des damit verbundenen “War for Talents” gewinnt das Personalmarketing auch im Social Web immer mehr an Bedeutung. Da sich gerade junge Erwachsene intensiv mit Social Media-Anwendungen auseinandersetzen, rücken die einschlägigen Plattformen und Netzwerke im Internet immer mehr in den Fokus des Personalmarketings.

Schlagworte wie “Generation Y” und die “Digital Natives” hört und liest man immer wieder. Daher werden die sozialen Medien immer mehr zu DEM Abholpunkt für die junge Generation. Die jungen Leute stehen früher oder später vor der sehr wichtigen Entscheidung, welche berufliche bzw. akademische Richtung sie einschlagen sollen. Diese Richtungsentscheidung wird durch zahlreiche Faktoren beeinflusst. Dem dadurch entstehenden Informationsdefizit der jungen Erwachsenen und dem damit verbundenen Bedarf an Entscheidungshilfen müssen Personalmarketingmaßnahmen Rechnung tragen.

In diesem Gastbeitrag haben die Master-Absolventen Philipp Fröhling und Toni Krämervon der FOM Köln (Fachrichtung Human Resources) die wichtigsten Aspekte in einem kurzen How-to für Personalmarketing in Social Media mit interessanten Buchempfehlungen zusammengestellt:

1. Auf den richtigen Plattformen präsent sein!

Aktuell ist Facebook natürlich das Non-plus-Ultra bei der Verbreitung und Nutzung, dicht gefolgt von YouTube. Trotzdem sind Ergänzungen sinnvoll. Young Professionals erreicht man sehr gut mit Xing. Eine hohe Relevanz hat vor allem Wikipedia. Die Angaben dort müssen in jedem Fall richtig und aktuell gehalten werden. Doch Vorsicht: Hier geht es um Information – Werbung wird hier nicht gern gesehen!
Weiterhin wächst die Bedeutung von Frage-Antwort-Seiten à la gutefrage.net. Hier ist Monitoring gefragt: Wenn jemand eine Frage zu meinem Unternehmen oder relevanten Berufen hat, muss eine kompetente Antwort her – egal auf welcher Plattform!

social media monitoring
Lesen Sie dazu: 5 kostenlose Social Media Monitoring Tools (Quelle: kenburbary.com)

2. Die Karrierehomepage unterstützen!

Trotz allem Social Media Hype muss man sich bewusst machen, dass die entsprechenden Plattformen nur in den seltensten Fällen konkrete Bewerbungen generieren. Eine der wichtigsten Funktionen von Personalmarketingmaßnahmen in Social Media ist daher, die Lust auf “mehr” zu wecken (das AIDA-Modell lässt grüßen). Dieses “Mehr” findet sich dann idealerweise auf der eigenen Karriere-Webseite. Bieten Sie hier echte Informationen und hilfreiche Mehrwerte durch gute Inhalte. Sharing-Funktionalitäten und direkte Verweise zu Verantwortlichen des Unternehmens bei Xing und/oder Linkedin fördern die Kontaktaufnahme und die Reichweite der Inhalte.
Buchtipp: Social Media Studie 2011 – Eine empirische Untersuchung: Die DAX-, MDAX-,TecDAX-, sowie 120 mittelständische Unternehmen (FH Koblenz / embrace)

3. Die richtigen Inhalte kommunizieren!

In erster Linie sind die richtigen Inhalte natürlich diejenigen nach denen die Zielgruppe direkt fragt. Daher müssen Fragen in Social Media immer umfassend und vor allem zeitnah beantwortet werden (auch wenn sie unangenehm sind). Sonst fühlt sich die Zielgruppe nicht ernst genommen und verliert das Interesse.
Leider ist jedoch der Großteil der Social Media Nutzer eher passiv, d.h. sie Lesen oft nur ohne selbst für user generated content zu sorgen. Diesen muss dann eigeninitiativ Information mit echtem Mehrwert geboten werden: Was bietet mein Unternehmen? Wie sind die Rahmenbedingungen? Sehr wichtige Aspekte für junge Menschen sind nach wie vor: Arbeitsplatzsicherheit und konkrete Entwicklungsmöglichkeiten. Aber auch Themen wie Work-Life-Balance und Nachhaltigkeit werden wichtiger.
Hier gilt jedoch nicht, alle Themen abzudecken, sondern auch bewusste Akzente zu setzen, die zum eigenen Unternehmen passen.

Karriere Werte
(Quelle: visionintoaction.de)

4. Am Ball bleiben: Kontinuität führt zum Ziel!

Man muss sich bewusst machen, dass berufliche Orientierung ein Prozess mit verschiedenen Phasen ist, bei der sich die Berufswahlentscheidung nach und nach konkretisiert. Um dem zu entsprechen, sollten auch die Personalmarketingmaßnahmen langfristig ausgerichtet sein, d.h. in eine Social Media Strategie eingebettet sein. Als Best-Practice-Beispiel kann die Bundeswehr genannt werden (Kapitel „Einsatz von Social Media für das Personalmarketing der Bundeswehr“ im Buchtipp unten).

Bundeswehr Karriere

5. Auch Peers und Familie mit ansprechen!

Wie auch im realen Leben ist es für junge Erwachsene auch im Internet sehr wichtig, von wem eine Information kommt. Am meisten Einfluss haben sicherlich die eigene Familie und das weitere soziale Umfeld, sprich die Peer Groups. Eine solche Relevanz kann ein Posting auf der Facebookfanseite bei der Berufswahlentscheidung nie erreichen. Daher sollte man bemüht sein, auch das soziale Umfeld bei Personalmarketingmaßnahmen einzubinden, d.h. anzusprechen. Das beginnt mit kleinen Umfragen wie: “Was denken deine Freunde/Eltern über folgendes Thema….” und geht weiter bei Messeauftritten und
Tagen der offenen Tür, wo das Umfeld explizit mit eingeladen wird.
Buchtipp: Abitur und was dann?: Berufsorientierung und Lebensplanung junger Frauen und Männer und der Einfluss von Schule und Eltern

Wer mehr zu dem Thema erfahren möchte, dem sei das Buch “Social Media im Personalmarketing – eine Untersuchung im Rahmen der Berufsorientierung junger Erwachsener” von Philipp und Toni empfohlen. Die beiden haben sich dem Thema mit aktueller Literatur, entsprechenden Studien und einer eigenen empirischen Untersuchung auf Grundlage eines Fragebogens genähert. Als Fallbeispiel dient die Bundeswehr, die im Bereich Personalmarketing in Social Media bereits sehr aktiv ist.
Ebook: www.grin.com/de/e-book/194597/social-media-im-personalmarketing

Oder lesen Sie auch: Social Media im Personalmarketing – (K)eine Frage des Alters? von Albert Pusch