Kategorie-Archiv: Marketing

Blogger Relations

Die Kommunikations mit Bloggern – “most effort and most efficient”

Blogger-Relations sind Maßnahmen der Online-PR, sie sollen Meinungsführer erreichen, Links generieren um das SEO zu verbessern und Journalisten aufmerksam machen.

Aufwändig aber wertvoll – Blogger-Relations gewinnt an Bedeutung

Zitiert: MarketingSherpa via socialmediaToday

“The most effective tactic shown in the chart above – blogger relations – is used by far fewer organizations than less effective tactics primarily because of the effort required. This focus on “fast and easy” versus effectiveness is a problem that is far more prevalent with organizations in the trial phase of social marketing maturity than with more advanced social marketers working from a strategic social marketing plan.”

“Die effektivste Taktik im Diagramm, Blogger Relations, wird von weit weniger Organisationen genutzt, als weniger effektive Taktiken, hauptsächlich, weil sie mehr Aufwand erfordern. Dieses Augenmerk auf “schnell und einfach” gegenüber Effektivität, ist ein Problem, dass vorallem dort vorherrscht, wo Organisationen mit Social Marketing experimentieren, anders als bei fortgeschrittenen Social Marketers, die einem strategischen Marketingplan folgen.” (frei übersetzt)

Facebook-Fanpage für Online-Shop gestalten

Wie baue ich eine Facebook-Fanpage auf? Mit SEO und FBML zum gelungenen Markenauftritt bei Facebook. Ein Whitepaper zum Download.

Der Champagner-Shop Champire benötigte einen Relaunch seiner Fanpage auf Facebook. Mit einer kompletten Überarbeitung haben wir den Markenauftritt auf Facebook gestaltet und dabei auch auf das SEO geachtet.

Die durchgeführten Maßnahmen haben wir in einer 14-seitigen Anleitung beschrieben und bieten sie hier kostenlos zum Download an. Mit unserer Anleitung ist es für Online-Shop-Betreiber, Produktmanager und jeden mit einer Fanpage einfach, den Markenauftritt auch auf Facebook einheitlich zu gestalten.

Die Tipps und Tricks zu einer ansprechenden Static-FBML Seite finden sich ebenso im Whitepaper.

Inhalte des White Papers “Facebook Fanpage”:

  • Ziele einer Facebook-Fanpage
  • Aufdecken der Schwächen einer Fanpage
  • Markenauftritt im Look&Feel gestalten – Profilbildgröße optimieren
  • Keywordanalyse für “Info-Tab”, “Über-Box” und “Static FBML”
  • Gestalten des Newsfeeds und Texte für die Community verbessern
  • Einfache Static FBML-Seite als Landingpage

[PDF] Hier kostenlos herunterladen Facebook Fanpage gestalten, verbessern und SEO optimieren

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Facebook-Fanpage für Markenauftritt und SEO optimieren


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Wie richte ich eine Vanity-URL auf Facebook ein?
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Werbefeldzug oder Social Media Marketing?

Thomas Ellerbeck, Mitglied der Geschäftsleitung von Vodafone Deutschland, sprach an der Hochschule Pforzheim über die Vodafone Kampagne „Es ist deine Zeit“.

Zum Kurzinterview mit Thomas Ellerbeck

Die Kampagne „Es ist deine Zeit“ bewegte die Gemüter im Netz, einige begrüßten die Kampagne als Revolution ins neue Social Media Zeitalter, andere schlug auf die Kampagne ein. Mit Thomas Ellerbeck gelang es, einen hochkarätigen Kommunikationsexperten an die Hochschule Pforzheim zu holen, der mit den Jung-Werbern über die neuen Möglichkeiten des Social Webs sprach.

Nachdem Professorin Elke Theobald die imposante Vita des 42 jährigen Ellerbeck vorgestellt hatte, begann er mit einer Einführung über den noch sehr jungen Mobilfunkmarkt, über die ersten Lizenzkäufe 1989 und was sich seitdem getan hat. Anschließend zeigte er den bekannten Spot der Kampagne „Helden für einen Tag“. Was wir an diesem Spot kritisieren, ist vor allem die Darstellung des Community-Mitglieds, das zum Selbstdarsteller „degradiert“ wird. Der Songtext „Ich bin der König!“ unterstützt dieses Bild, mit dem sich kaum einer der Webnutzer gerne identifiziert.

Nach dem Spot befragte er das Publikum, wem die Kampagne gefallen hätte und wem nicht, beide Lager fanden sich unter den Gästen. Er beschrieb anschließend die Vorbereitungen Vodafones auf die Kampagne. So wurden vorab Umfragen zum Thema Social Media von TNS-Emnit durchgeführt, die aber vor allem darauf abzielten Nutzerzahlen und Nutzungsart zu erheben.

Mitarbeiter fit machen für Social Media Marketing

Ellerbeck betonte, dass es für den Einstieg von Unternehmen in Social Media nicht sinnvoll sei, den Mitarbeitern aus der bestehenden Kommunikationsbesetzung Social Media Marketing aufzuzwingen. Deshalb entschied sich das Unternehmen eine neue Stelle zu schaffen. Seit Frühjahr 2009 wurde hierfür eine Community-Managerin eingestellt, die von zwei weiteren Mitarbeitern unterstützt wird. Durch diese Einbindung in die Unternehmenskommunikation konnte auch das restliche Team den Einstieg in die neuen Kanäle und Instrumente erfahren und mitlernen. Denn Lernen sei in diesem noch jungen Feld der Kommunikation ein wesentlicher und dauerhafter Prozess.

Das Unternehmen legte bereits vorher fest, dass die Social Media Aktivitäten langfristig ausgerichtet sein würden und so begann das Unternehmen die Einrichtung der Accounts bei Twitter, Facebook und Youtube. Auch ein Corporate-Blog ging online. Für die anschließend anlaufende Werbekampagne holte man diverse Web-Größen ins Boot, darunter die Blogger Sascha Lobo und Ute Hammelmann.

Als dann im Sommer die Social Media Kampagne begann, also das Unternehmen anfing, die neuen Instrumente zu bespielen, sahen sich auch Vodafone, aber auch Lobo und Hammelmann wachsender Kritik durch die Community ausgesetzt. Ellerbeck beschrieb, wie undifferenziert und feindlich die Äußerung einzelner Webnutzer waren, die schließlich auch zum Ausstieg Ute Hammelmanns führten. Hammelmann beendete in dieser Zeit ihre gesamten Tätigkeiten als Bloggerin, stand laut Ellerbeck aber nach wie vor zu der Kampagne.

Zuhören als wesentliche Aufgabe in Social Media

Zu den Vorwürfen aus der Bloggosphäre meinte Ellerbeck, dass das Unternehmen gerne bereit sei, sich mit den sachlichen Kritiken auseinander zu setzen und dies auch getan hätte. Allerdings würde es wenig Sinn machen mit Leuten zu diskutieren, die unter dem Deckmantel der Anonymität beleidigende Kommentare abgäben. Damit gestand Ellerbeck ein, dass es Probleme in der Kommunikation mit der Community gab, die nur schwer zu beheben waren.

Auf die Frage, ob man zuvor in die Web-Community hinein gehört hätte, also im Vorfeld abgeklärt hätte, wer, wo, was über das Unternehmen in Foren und Blogs gesagt hätte, gab Ellerbeck zu, dass man dies wohl hätte tun sollen.

Spannend ist auch die strategische Ausrichtung Vodafones, die da heißt: „Wir machen Kunden zu Fans!“. Die Vernetzung der Kunden spielt dabei eine wesentliche Rolle. Kunden die Fans werden tragen die Markenbotschaft weiter und gewinnen neue Kunden für das Unternehmen. Und so beurteilt das Vodafone nicht mehr nur die Zufriedenheit der Kunden, sondern deren Weiterempfehlungsbereitschaft.

Fazit

Die Kritiken aus dem Web sind verständlich, wenn die Angebote und Werbebotschaften nicht übereinstimmen. Auf der anderen Seite muss man sagen, das Social Media zwar der Aufhänger der Vodafone Kampagne war,  jedoch bei der Wahl der Kanäle ein starker Fokus auf die klassische Werbung gesetzt wurde. Aber kritisieren ist ohnehin leichter, als selbst etwas zu bewegen.

Social Media Kampagne oder Werbefeldzug?
– Ein

Deutsche Marken entdecken Social Media

Social Media Enthusiasten in Deutschland hatten es in der Vergangenheit oft schwer hierzulande zu überzeugen. Da die USA die großen Vorreiter im Social Web sind, basieren die meisten Studien und Analysen, zur Nutzung von Social Media bei Konsumenten und Unternehmen, auf Daten des US-Marktes. Die Aktivitäten von Marken werden analysiert, die beliebtesten Social Communities gekürt und das User-Verhalten im Social Web unter die Lupe genommen – in der USA versteht sich.

Doch wie sieht es in Deutschland aus? Nutzen deutsche Unternehmen Social Media? Haben auch hier die Social Communities Millionen von User? Wir haben Zahlen und Fakten gesammelt, die jeden überzeugen sollten, dass auch in Deutschland der Einstieg ins Social Web eine große Chance darstellt.

Nutzerzahlen für Social Networks in Deutschland.


View more documents from Daniel Hoffmann.




Die Marken-Analyse.


Eine erst kürzlich erschienene Studie der Universität Oldenburg und der Agentur construktiv analysierte die 100 größten deutschen Marken auf ihre Social Media Aktivitäten. Dieser erste Blick auf das neu betretene Feld “Social Web” lässt einige Trends und viel freies Potential erkennen. Rund 60% der analysierten Unternehmen sind Social Media Aktiv. Dabei stellt der noch recht junge Dienst Twitter das meist genutzte Tool da.

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Außerdem ist zu erkennen, dass eine umfassende Social Media Strategie nur von sehr wenigen Unternehmen verfolgt wird. Lediglich 5% der Marken verwenden die ganze Breite der Tools und Communities um Synergieeffekte zu nutzen und Verbindungen zu knüpfen. Dabei zeigt die Studie ebenfalls, dass die erzeugte Resonanz im Verhältnis zur eigenen Aktivität verläuft. Ein aktives und weitreichende Engagement wird also von der Community “belohnt”.

social media resonanz

Diese Tatsache machen sich letztlich nur wenige zu Nutze. So werden laut Studie ganze 54% der marken-gesteuerten Inhalte von lediglich 5% der untersuchten Unternehmen generiert. Diese Vorreiter, zu denen u.a. Hornbach und Vodafone zählen, haben begonnen ihre Hausaufgaben im Social Web zu machen. Dadurch profitieren sie nun von mehr Reaktionen der User, einer weiten Vernetzung und am Ende von vielen überzeugten Fans und Followern.

Die gesamte Studie gibt es auf der Homepage der construktiv GmbH.




Warum Unternehmen eine Facebook-Fanpage haben sollten



(Update 18.04.2011) Coca-Cola und Starbucks nutzen Facebook-Fanpages mit über 20 Millionen Migliedern; die Marken stehen im Mittelpunkt der Kommunikation und die Fanpage unterstützt die anderen Maßnahmen der Unternehmen. Auch für kleine und mittelständische Unternehmen bieten Fanpages Vorteil, wir haben einige davon hier beschrieben.

  • Es gibt nur geringe Einstiegsbarrieren. Die Basisanwendung erfordert nur die Eingabe der Profildaten und das Hochladen eines Profilbilds.

Vorteile_Facebook_Fanpage

Die Zwecke der Fanpage lassen sich vorher definieren.

  • Fans werden freiwillig Fans – dadurch erreicht man ziemlich genau seine Zielgruppen und bestehende Kunden. Über die Netzwerke der Facebooknutzer untereinander sehen andere Mitglieder, wer sich einer Fanpage anschließt und haben damit selbst die Möglichkeit Fan zu werden.
  • Botschaft und Marke lassen sich viral verbreiten. Im News-Feed werden Updates auf der Fanpage der Fans sichtbar, von dort aus können sie von den Fans weitergetragen werden.
  • Im direkten Dialog mit den Zielgruppen lässt sich Vertrauen aufbauen. Die Kommunikation im Social Web gibt dem Unternehmen ein Gesicht und Fans identifizieren sich mit der Marke des Unternehmens.
  • Die Reichweite von Facebook ist mit 350 Millionen Nutzern weltweit und 20 Millionen Nutzern in Deutschland sehr groß.
  • Produkte lassen sich mit der Community gestalten und Serviceangebote durch Crowdsourcing optimieren. Mitgliederbefragungen geben detailierte Einblicke in die Wünsche der Konsumenten.
  • Facebook erlaubt das Einbinden von multimedialen Inhalten (Bilder, Texte, Links, Präsentationen, Videos) und sorgt damit für ein dreidimensionales Markenerlebnis.
  • Facebook erhöht den Traffic auf die Unternehmenswebsite, Microsites und andere Webinhalte außerhalb von Facebook.
  • Aus hoch involvierten Fans werden Marken-Botschafter, die die eigenen Inhalte weiterverbreiten.
  • Facebook bietet reichhaltige Tracking und Analyse-Tools, so dass sich Erfolge messen lassen.
  • Unterschiedliche Situationen im Unternehmen, Aktionen und auch Krisen lassen sich in Echtzeit bearbeiten und Botschaften schnell verbreiten. Dadurch wird die Reaktionszeit verkürzt.
  • Eine einzelne Idee kann die eigene Bekanntheit von 0 auf 100 bringen.
  • Durch spezielle Anwendungen können Markenerlebnisse geschaffen werden, die mit einigem Programmieraufwand den Kunden spannende Erfahrungen mit der Marke erleben lassen.
  • Facebook-Fanpages lassen sich individualisieren und mit Entwicklertools und HTML-Zusätze erweitern.

Samsung_Nonja_Facebook_Fanpage_Branding

Der Markenauftritt der Samsung Kampagne Nonja auf Facebook.

  • Online und Offline-Maßnahmen lassen sich auf Facebook schnell und einfach verknüpfen.
  • Durch bestehende Kommunikationsinstrumente kann die Fanpage einfach bekannt gemacht werden.

 

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6 Tipps für den erfolgreichen Start einer Facebook Page für Unternehmen

Grundlagen einer Social Media Strategie

strategyEs gilt stets der Grundsatz: „Wer begeistert ist, empfiehlt weiter“. Diese Aussage ist mit Sicherheit keine Neuigkeit. Jedoch bekommt sie durch Social Media eine andere Dimension. Vor allem die Geschwindigkeit und Transparenz der Informationsverbreitung werden deutlich gesteigert. Am Beispiel „Twitter“ lässt sich dieser Prozess eindrucksvoll darstellen:

Ein Produkt wird via Twitter empfohlen und erreicht 100 andere User, vielleicht auch 1000. Einige dieser User geben die Empfehlung weiter und erreichen erneut hunderte oder tausende – und das innerhalb weniger Minuten.

Der virale Effekt geht noch weiter… Produktinteressierte besuchen die Website und berichten wiederum selbst in ihren Social Networks über ihre eigenen Eindrücke. Dadurch lässt sich sehr schnell eine hohe Reichweite in der relevanten Zielgruppe aufbauen.

Im Folgenden werden die wichtigsten Grundlagen einer Social Media Strategie für Unternehmen aufgezeigt.

1. Die Eintauchphase

Jeder, egal ob geschäftlich oder privat, muss erst einmal eingetaucht sein in die Welt des Social Media, um dessen Relevanz, Chancen und Risiken spüren zu können.

2. Die relevante Zielgruppe

Zu Beginn der Strategie muss unbedingt die Zielgruppe(n) mit der größten Relevanz zum Erreichen der festgelegten Geschäftsziele bestimmt werden. Folgende Punkte sollten dabei nicht außer Acht gelassen werden:

a)    Zielgruppenbeteiligung an sozialen Netzwerken?

b)    Wie groß ist der Anteil der Blogger

c)     Wie groß ist der Anteil der Beobachter und Kommentatoren

Befinden sich in der Zielgruppe überwiegend Kommentatoren braucht man in seiner Strategie beispielsweise nicht zum aktiven Einstellen von Beiträgen im Rahmen eines Gewinnspiels oder Wettbewerbs aufrufen.

3. Definition der Ziele

Entscheidend für den Erfolg der Ziele, die ein Unternehmen erreichen will, ist deren genaue Festlegung und Definition. Beispiele für angestrebte Social Media Ziele und Taktiken sind:

a)    Zuhören, was über die Marke gesprochen wird

b)    Am Dialog teilnehmen und eigene kreative Impulse geben, um Einfluss zu nehmen

c)     „Empfehler“ als glaubwürdige Markenbotschafter einzusetzen

d)    Einbindung der „Mitmacher“ im Web in die Entwicklung neuer Services

4. Hindernisse, die dabei überwunden werden müssen:

a)    Die Planung des Engagements der „Mitmacher“ besitzt eine langfristige Facette

b)    Investitionen belasten das laufende Geschäftsjahr

c)     Es könnte erst der Nachfolger der derzeitigen Social Media Verantwortlichen profitieren und die

Früchte ernten

d)     Interne und externe Kapazitäten müssen geschaffen werden

5. Fazit und Prognose

Unternehmen sollten das Thema Social Media am besten jetzt angehen und zwar analytisch, strategisch und überlegt. Es wird sich in Zukunft nicht die Frage stellen „ob oder ob nicht Social Media“ sondern „wie geht man die eigene Social Media Strategie an“.

GoogleWave – Die Revolution?

Google Inc. stellte im Rahmen der Google I/O Konferenz 2009 GoogleWave vor. Den Teilnehmern der Konferenz wurde ein neues, revolutionäres Communication- und Collaboration-Tool versprochen, welches Open Source ist. Bei solch einer Ansage sind natürlich die Erwartungen der Presse und der Google Fangemeinde sehr groß.

GoogleWave soll es dem User ermöglichen, über den Internet Browser ein Interface zu öffnen, mit dem der Benutzer sich in Form von Waves unterhalten kann. Eine Wave ist eine Timeline eines Gespräches, was zwischen einer nicht begrenzten Nutzeranzahl geführt werden kann. Dies ist soweit nichts Neues bis auf den neuen Namen.

Google Wave

Neu ist jedoch z. B. das Realtimeschreiben. Bei den bisherigen Chatprotokollen wie ICQ wurde der geschriebene Text des Gegenübers erst sichtbar, wenn dieser durch bestätigen mit der Entertaste freigegeben wurde. Bei GoogleWave wird in Echtzeit das Geschriebene des Gegenübers bei einem am Bildschirm dargestellt. Ferner ist es in der Wave möglich, sämtliche Texte zu bearbeiten und zu ergänzen. Eine weitere Neuerung, ist die Möglichkeit, in Waves Videos, Bilder, Dateien, Maps von GoogleMaps usw. einzubetten. Wie beim Geschriebenen sieht auch hier der Gegenüber jegliche Einfügung und Veränderung in Echtzeit. Ferner besteht die Möglichkeit, eine Wave für seinen Twitteraccount oder Blog anzulegen. Jeglicher Text, der in dieser Wave geschrieben wird, taucht auch auf dem Blog oder in der Twitter-Timeline auf. Da es sich bei GoolgeWave um ein Open Source Web App handelt, werden in Zukunft wohl noch viele solcher Widgets von Dritten zu erwarten sein.

GoogleWave hat also viel zu bieten. Fraglich ist nur, ob die Usability gewährleistet ist, wofür Goolge bislang immer einstand. Hier lässt GoolgeWave in der Testphase noch einige Wünsche offen. Mal abgesehen davon, dass das Tool bei wachsenden Waves sehr langsam wird und auch die Widgets, wie der Twitter-Bot, bei weitem noch nicht so funktionieren, wie sie sollten, entsteht doch der störende Eindruck, dass GoogleWave bei weitem nicht so leicht zu bedienen ist, wie es die User von anderen Google-Projekten gewohnt sind.

In der Befehlszeile, die sich über der Auflistung der Waves befindet, können zig verschiedene Befehle eingegeben werden, wie z.B. das Anzeigen von öffentlichen deutschen Waves. Dass Google den Usern „zumutet“, verschiedene Befehle auswendig zu lernen, finde ich schon sehr google-untypisch. Es bleibt nur zu hoffen, dass in der Endversion diese Idee aufgegeben wird und dass dafür diese Befehle in einem Drop-Down-Menu ausgewählt werden können. Dies würde die Bedienung erheblich erleichtern.

Ein weiteres Manko war bisher – da GoolgeWave momentan in der Testphase läuft -, dass einem die Pforten hierzu nur durch Invites geöffnet werden. Als ich ein Invite nach wochenlangen warten endlich bekam, war ich zuerst hell auf begeistert. Die Ernüchterung setzte aber schnell ein, da GoolgeWave nur halb soviel Spaß macht, wenn die Freunde nicht dabei sind. Erst jetzt treffen die ersten Bekannten ein, sodass der Spaßfaktor langsam ins rollen kommt. Goolge hat wohl auf seine Umfrage (Link) gehört und verschickt nun haufenweise Invites. Darauf hätte Google aber bereits früher kommen können, dass ein Communication- und CollaborationTool ohne eine große Anzahl an Usern nicht viel bringt.

Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie sich GoogleWave bis zur Endphase weiterentwickeln wird.

Wer nun Lust bekommen hat, auch einmal in GoogleWave hinein zu schnuppern, kann sich gerne bei uns melden. SocialMedia-Blog hat noch einige Invites zu vergeben.

In diesem Sinne, happy waving!

20 Regeln für die Krisenkommunikation im Social Web

Jako, Jack Wolfskin und Vodafone verbrannten sich im Social Web schon die Finger. Schuld daran sind meist ungeschickte Formulierungen und veraltete Schemata, mit denen Unternehmen vorgehen, um ihre Rechte geltend zu machen. Das Verhalten der Unternehmen ruft dabei den Beschützerinstinkt der Community hervor und sorgt damit für eine Eskalation, die im Web beginnt und im TV endet. Gerade Blogger sind dabei oft die treibende Kraft; über Tweeds, Blogposts und Kommentare werden Journalisten aufmerksam, die die Themen aus dem Netz ins Interesse der allgemeinen Öffentlichkeit befördern.

So reagieren Sie auf Vorwürfe des Social Webs:

  1. Die Community hat immer ein spezielles Interesse, warum sie etwas verbreitet. Finden Sie heraus, was es ist und antworten Sie darauf.
  2. Blogger suchen gerne die Fehler von Unternehmen, Organisationen und Institutionen. Damit nehmen Sie eine wichtige Aufgabe für die Gesellschaft wahr – respektieren Sie das.
  3. Vorwürfe sind oft undifferenziert und werden von einer großen Masse blind „geechot“.
  4. Nehmen Sie das Thema vom ersten Beitrag an ernst und gehen Sie es an.
  5. Skandale verbreiten sich unendlich schnell, müssen aber erst einen Tipping Point erreichen – seien Sie nicht der Tipping Point.
  6. Die Regeln der bestehenden Krisenkommunikation sind veraltet.
  7. Wie Sie auf einen Vorwurf reagieren sollten, erfahren Sie eher von Ihren Kinder als von Ihren PR-Beratern und Juristen.
  8. Suchen Sie zunächst den direkten Dialog.
  9. Argumentieren Sie menschlich, ohne juristisches Geplänkel, keine Behördensprache und ohne anonyme Bekundungen.
  10. Persönliches Ansprechen der Person, die im Web etwas über Sie geschrieben hat.
  11. Die Sprache sollte persönlich und authentisch sein.
  12. Emotionale Argumente, anstelle von rationalen.
  13. Das gefühlte Recht ist bedeutender als das juristische.
  14. Eine aufrichtige Entschuldigung wirkt Wunder.
  15. Gehen Sie auf alle Vorwürfe ein und benennen Sie diese. Offene Punkte bringen Sie später nur näher an die Eskalation.
  16. Oft lässt sich nicht abschätzen, wie verseucht ein Thema ist, also mit wie viel viralem Potenzial es sich durch das Web bahnt. Deshalb sollten Sie einen Plan B parat haben, um zu zeigen, dass Sie das Thema nicht vertuschen.
  17. Sprechen Sie Pauschalisierungen in den Vorwürfen ruhig an. Stellen Sie diese vergleichend heraus.
  18. Wenn Sie selbst Zweifel am richtigen Umgang mit einem Sachverhalt haben, dann sagen Sie das der Community und bitten Sie sie um Ratschläge. Binden Sie sie in den Problemlösungsprozess mit ein.
  19. Unterschätzen Sie niemals die Community.
  20. Seien Sie Mensch.