Kategorie-Archiv: Social Commerce

8007011214_7d81d19c46

Growth Hacker – Social Media Marketing auf Steroiden

Bodybuilder

Marketingziele gibt es viele, ob Markenbekanntheit oder Image-Verbesserung. Doch was ist, wenn das Budget knapp, der Customer-Lifetime-Value bei unter einem Euro liegt und der einzige KPI „mehr Nutzer“ heißt? Growth Hacker entwerfen neue schnörkellosen Marketing-Strategien –  viral, clever und zahlengetrieben.

Weiterlesen

Pinterest-Logo-Icon1

Eignet sich Pinterest als Social Commerce-Plattform?


F-Commerce sollte die Zukunft sein und ist für viele schon Vergangenheit. Für viele Brands lohnt sich jetzt ein Blick auf die Social Commerce-Möglichkeiten des Newcomers Pinterest.

Aufsteigender Stern
Noch hat Pinterest in Deutschland eine verglichen geringe Reichweite. Die Page liegt im Ranking der meistbesuchten Webseiten des Landes auf Platz 64. Der Abstand zu anderen Sharing Sites wie Facebook (Platz 2), YouTube (Platz 4) und Twitter (Platz 17)  ist also beachtlich.
Trotzdem: Pinterest ist seit Monaten der aufsteigende Stern am Social Media-Himmel. In den USA liegt die Site auf Platz 16 im Alexa-Ranking und ist damit die drittbeliebteste Social Website – vor Google+ oder LinkedIn. Gegründet wurde Pinterest 2010, nach so kurzer Zeit hatten Twitter & Facebook weniger Nutzer. Bezogen auf die Commerce-Möglichkeiten des Netzwerks schreibt AllThingsD diese Woche „No one knows for sure what Social Commerce will be in the future, but it’s starting to look a lot like Pinterest.“
Ein wenig Skepsis ist da natürlich angebracht. Auch andere Sites wurden angepriesen und sind tief gefallen. Wir können uns dazu ja mal in Google+ austauschen. Sobald ich mich einlogge. Irgendwann. Vielleicht.

Was ist an Pinterest also anders und wieso ist die Plattform für bestimmte Brands wirklich interessant?

Pictures of you, Pictures of me
Bei Pinterest dreht sich alles um Fotos. User sammeln sie an ihrer Pinnwand, legen Boards zu Themen an, liken, kommentieren, teilen. Und genau das machen auch Brands. Und einige tun das bereits sehr geschickt, teilweise um Affinität zur Marke herzustellen, teilweise um direkt den Absatz zu steigern.
In Facebook haben viele Brands versucht ihre E-Commerce Stores 1:1 abzubilden und sind damit gescheitert. Zu Recht. Sie bieten keinen Mehrwert und die Usability ist schlecht. Sucharita Mulpuru (Foster Research) beschrieb im Februar ein weiteres Problem des F-Commerce: „There was a lot of anticipation that Facebook would turn into (…) a place where people would shop. But it was like trying to sell stuff to people while they’re hanging out with friends at the bar.”
Ich bin weniger pessimistisch was F-Commerce betrifft und Menschen konsumieren auch in einer Bar. Pinterest bietet aber wirklich ein besseres Umfeld für Commerce – gerade für Brands, die visuelle Anreize bieten.

Virtueller Schaufensterbummel
Norstrom schloss vor einigen Monaten den eigenen Facebook-Store (u.a. taten das auch Gamestop und Gap) und entdeckte Pinterest als Plattform. Das Modelabel bietet Boards mit Fotos aus dem aktuellen Katalog und zu Themen wie „French Charm“ oder „Nordstrom Wedding Suites“. Die Benutzeroberfläche von Pinterest eignet sich für solche Fotosammlungen, alles funktioniert intuitiv. User beschäftigen sich mit dem, was ihnen ins Auge fällt. Sie schlendern an Schaufenstern entlang und betreten (per Klick) interessante Geschäfte.
Sony verfolgt eine ähnliche Strategie auf Pinterest. Boards mit Titeln wie „Brand New Sony Products“ oder “Stuff You Say You Want” laden zum schnell Blick/Klick ein. Ästhetische Produktfotos werden gerne geteilt – weniger als in Facebook wird das als Social Spam wahrgenommen.
Große, einladende Schaufenster bringen Traffic – das ist im Netz nicht anders als im klassichen Einzelhandel. Pinterest hat bereits höherer Traffic-Raten als Twitter, die Bereitschaft der User Links anzuklicken ist in Pinterest überdurchschnittlich hoch. Und im Gegensatz zu Facebook Postings und Tweets generieren Pins über eine längere Zeit Traffic.

Zielgruppe
Wenn man über Schaufenstertouren spricht, lohnt sich ein Blick auf die Pinterest Demographie. 4 von 5 Nutzern sind weiblich, Sony bietet entsprechend ein Board mit dem Titel „For the moms“. Andere Brands fokussieren sich noch stärker auf die weibliche Kundschaft: Nordstrom widmet sich in jedem vierten Board dem Thema Hochzeitsdress, WholeFoods bietet „How Does Your Garden Grow“ und „Super HOT Kitchens“ Boards – na gut, ich gebe auch als Mann zu, dass einige der Küchen verdammt stark aussehen.

Mix der Boards
Die Beispiele zeigen: Brands sollten einen gesunden Mix an Boards bieten. Das gelingt Sony etwas besser als Nordstrom, wo es sich wirklich nur um einen netten Modekatalog handelt. Der Elektronikgigant zeigt aufregende Bilder, die mit ihren Kameras geschossen wurden, oder Sony Art. Natürlich dreht es sich auch hierbei um die Produkte, auch hier findet man immer wieder Links zu E-Commerce-Präsenzen.
Als Beispiel für einen Brand mit einem bunten Mix aus Boards kann wieder WholeFoods nennen. Die Boards unterstreichen die Firmenkultur, das Fabel für gesundes, qualitativ hochwertiges Essen und das soziale Engagement. Das schafft Affinität zur Marke. Darauf beschränkt sich WholeFoods aber auch, E-Commerce ist nicht das Ziel

Emotionen & Affinität
Auch Sony spielt mit Emotionen und schafft Affinität. „Places we would like to live“ zeigte Wohnräume, die Sony Produkte gerne ihre Heimat nennen würden. In Boards wie „Sony Retro“ oder „Classic Ads“ werden alte Produkte und Anzeigen des Unternehmens präsentiert, einige Unternehmen tun das inzwischen ja auch in ihrer Facebook Chronik. Sprechen User über solche Produkte, drücken sie ihre Liebe zu einer Marke stärker als mit einem einfachen Like aus und verraten dabei etwas über sich. User sprechen in sozialen Netzwerken gerne über sich. SocialCommerceToday schreibt dazu richtigerweise: „80% of your social media output will be vanity posts about you. Talking about yourself is verbal masturbation and you’re addicted.“ Und ein Retro-Board bspw. bietet dem Nutzer dafür einen für Brands angemessenen Raum.

Deals
Deals und Vergünstigungen sind das was User sich von Unternehmen im Social Web wünschen, diese bietet auch Sony.
„We’ll offer an exclusive Deal on Pinterest to reward our pin-friends for their dedicated pinning.“
Erreicht das gepinnte Produkt innerhalb von 48 Stunden soundso viele Repins, dann wird der Deal freigeschaltet und alle Teilnehmer erhalten einen Discount-Code, eine Art GroupBuy also.

Ausblick
Es deutet einiges darauf hin, dass Pinterest sich für Commerce-Aktivitäten eignet. Dazu passen die ersten Erfolgsmeldungen von Sony: Seit man dort selbst aktiv ist, hat sich der Traffic verachtfacht und liegt 2 ½ mal höher als Visits von Twitter-Usern. Und da hat Sony nicht 3.000 Follower sondern über 80.000. Pinterest ist laut einer Studie von Shop.org bereits das Netzwerk, in dem User durchschnittlich den meisten Brands folgen, und ich wage eine Prognose: Über Pinterest wird Nordstrom länger, erfolgreicher und kostengünstiger Kleidung an die Zielgruppe bringen.

Social Proof – Vertrauen verkauft

Wenn Menschen sich bei einer Entscheidung unsicher sind, greifen unterbewusste Mechanismen ein, die uns Entscheidungen erleichtern. Eines dieser Phänomene heißt Social Proof. Dabei orientieren wir uns an den Meinungen und Handlungen Anderer.

Der Herdentrieb des Menschen ist nicht nur an den Finanzmärkten zu beobachten, sondern in den verschiedensten Lebenssituationen – auch im Web lassen sich Konzepte wie der Social Proof nutzen.(Bildquelle: Ed Thomas)

Das Marketing nutzt Referenzaussagen und Testimonials seit ewigen Zeiten. Nun ergeben sich durch die Werkzeuge sozialer Netzwerke neue Möglichkeiten den Social Proof zum Erreichen unterschiedlicher Ziele einzusetzen.

Der Social Proof ist auch für die Erfolge sozialer Netzwerke verantwortlich. Gruppenzwang oder freundlicher formuliert der „soziale Druck“ auf den Einzelnen wächst, wenn die Gefahr besteht, von bestimmten Aktivitäten seiner Freunde und Bekannten ausgeschlossen zu sein. Menschen sind Herdentiere und gehören gerne einer Gruppe an …

Welche Ziele lassen sich mit dem Social Proof erreichen?

Auf Webseiten kann das Marketing den Social Proof einsetzen um Handlungen zu beeinflussen.

  • Kaufentscheidung beeinflussen
  • Besucher überzeugen, sich anzumelden, etwas zu abonnieren oder herunter zu laden etc.
  • Informationen mehr Glaubwürdigkeit verleihen
  • Anfragen generieren über Kontaktformulare (Lead-Generierung z.B. im B2B-Umfeld)

So nutzen Unternehmen den Social Proof …

1. Bewertungen im Online-Handel

Amazon Bewertungen

Im Online-Handel zählen Bewertungen von Produkten, wie hier im Beispiel von Amazon, zum Social Commerce.
Sternebewertungen und Reviews zu den Produkten schaffen vertrauen, was sich in den Conversion Rates bemerkbar macht. Als Nebeneffekt wird durch die geschriebenen Kommentare mehr einzigartiger Content auf den Seiten produziert. Hochwertige und einzigartige Inhalte auf den Webseiten erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer besseren Position in den Rankings der Suchmaschinen.

2. Institutionen müssen be- und anerkannt sein


Auch Institutionen können Vertrauen schaffen, hierfür muss die Zielgruppe die Institutionen kennen und als vertrauenswürdig einstufen.

3. Bewegung signalisiert Aktivität

Xing zeigt Aktivität an
Auf der Xing-Startseite, wird den Besuchern der Eindruck vermittelt, dass es sich um ein lebendiges Forum handelt und „echte“ Menschen sich gerade in diesem Moment auf Xing aufhalten.

4. Freunde beeinflussen die Content-Auswahl

Friend Feed Content Website
Auf der CNN-Seite wird mir im Activity Feed angezeigt, welche Artikel meine Freunde geteilt haben. So wird mein Freundeskreis genutzt, um mir relevante Informationen zukommen zu lassen.

5. Likes und Shares zeigen Relevanz

Social Proof Blogs
Die Anzahl der Shares in den verschiedenen Netzwerken, signalisieren dem Nutzer, dass es sich um einen besonders hochwertigen Artikel handelt. So steigt mit der Anzahl der Likes und Kommentare auch die „Teilbereitschaft“ neuer Besucher.

6. Eine bestehende Gruppe zieht neue Mitglieder an

Fanpage auf Website
Und natürlich zeigen auch prominent eingesetzte Fan-Boxen, dass eine Webseite auch von anderen Menschen „geliked“ wird.

Mehr zum Social Proof
Zahlreiche Studien und Veröffentlichungen zum Thema Social Proof gibt es von Robert B. Cialdini, zum Beispiel im diesem Buch Yes! Andere überzeugen – 50 wissenschaftlich gesicherte Geheimrezepte.
„Wie viele Menschen braucht es um eine Bewegung auszulösen“ und viele andere spannende Fragen stellt sich Malcolm Gladwell in Tipping Point: Wie kleine Dinge Großes bewirken können.

f-commerce

5 Gründe warum sich ein Facebook Shop für Ihre Marke lohnt

HMV tut es. Procter&Gamble tut es. Und Coca-Cola tut es auch. Sie alle nutzen Facebook als Verkaufsplattform. In seiner neuen Studie „F-Commerce: Selling on Facebook“ erklärt Paul Marsden welche Chancen F-Commerce Marken bietet und auf was sie dabei achten müssen.

Der Verkauf von Produkten über Facebook befindet sich noch immer in der Experimentierphase. Für Marsden steht eines allerdings fest: Marken sollten nicht versuchen in Facebook umfangreiche E-Commerce-Stores aufzuziehen, sondern exklusive Fan-Stores eröffnen. Damit können sie die Verbundenheit ihrer Fans langfristig stärken. Statt Umsatz sollen Fan-Stores die Zufriedenheit der Kunden in den Vordergrund rücken – Dem stimmen wir absolut zu und haben das aktuelle WhitePaper einmal etwas genauer unter die Lupe genommen.

Wie kann sich das für Unternehmen lohnen? Social-Media-Investments werden häufig mit Geldverbrennung gleichgesetzt; sind Shops, für die Umsatz nur zweitrangig ist, dann nicht eine Art Brandbeschleuniger? Nein. Denn Fan-Stores bieten Unternehmen vielfältige Chancen ihren Erfolg nachhaltig zu steigern – und zu messen.

1. Return on Facebook Investment

Wer auf Facebook einen Fan-Store einrichtet, ist vielen seiner Mitbewerber bereits einen entscheidenden Schritt voraus: Er erhält die Chance einen messbaren, aber dennoch individuellen Return on Investment zu ermitteln. Zwar sind das Anlegen einer FB Page und alle Basisfunktionalitäten kostenfrei, die Pflege der Seite aber mit Aufwand verbunden. Die Frage „Lohnt sich die Zeit, Mühe und das Geld das wir in unseren Facebook-Auftritt stecken eigentlich?“ ist deshalb nicht unberechtigt. Wer Facebook als Verkaufsplattform nutzt, hat hier die Möglichkeit „handfeste Zahlen“ neben Social Media typischen KIPs wie Loyalität, Awareness oder Reputation zu erhalten.

2. Brand Experience

Wer seinen Kunden ein überzeugendes Markenerlebnis bieten möchte, sollte deren Erwartungen kennen und – im Falle von Social Media – wissen, wieso sich Menschen überhaupt mit ihm verbinden. Aktuelle Studien zeigen allerdings, dass Konsumenten und Marken dazu ganz unterschiedliche Ansichten haben (siehe Abbildung).

Was Konsumenten erwarten und Marken denken.Viele Unternehmen haben Angst Fans mit kommerziellen Inhalten abzuschrecken. Dabei ist meist das Gegenteil der Fall: Wer Facebook als Verkaufskanal nutzt, bietet seinen Fans schlichtweg das, was sie erwarten. Mein Lieblingsunternehmen bewirbt seit Jahrzehnten seine Produkte mit TV-Spots, schickt mir per Post Coupons und verteilt Proben in Supermärkten. Wieso? Klar – es will mir seine Produkte schmackhaft machen. In Facebook beschränkt es sich dann aber auf das Hochladen von Sommerfest-Fotos und das Zweitverwerten von Pressemitteilungen. Meine Verbundenheit zur Marke wird dadurch nicht gestärkt. Wie authentisch ist ein großes Unternehmen, das mir vorspielt keine kommerziellen Interessen zu verfolgen?

3. Brand Insights

Mit einem Fan-Store, der exklusive Produkte oder einzelne, spezielle Artikel anbietet, eröffnen Marken nicht nur einen Verkaufskanal, sondern auch eine Art Marktforschungsunternehmen. Welche neuen Produkte kommen bei meinen Fans an, welchen Preis würden sie dafür ausgeben und wie sehr aktiviert eine neue Promotion-Aktion?

Die gewonnen Erkenntnisse helfen nicht nur der Marke, sondern auch Retailern, die deren Produkte anderswo verkaufen. Das zeigt: Ein Facebook-Store muss für Retailer keine Konkurrenz darstellen, auch sie können von ihm profitieren.

4. Brand Loyality

Mit einem Fan-Store lässt sich auch die Loyalität zur Marke erhöhen, aus Kunden werden Stammkunden. Dafür darf ich meinen Fans allerdings nicht das bieten, was sie überall bekommen. Das magische Wort lautet Exklusivität; Marken müssen ihren Fans exklusive Produkte oder exklusive Discounts bieten, dann werden diese auch regelmäßig die Page „ihrer Marke“ besuchen. Alle Postings des Unternehmens werden dementsprechend künftig besser in den News Feeds der Fans platziert, die Reichweite der Unternehmensnachrichten steigt damit. Gerade mit Blick darauf wie wenige Postings es wirklich in die News Feeds der Fans schaffen ein interessanter Gedanke.

5. Markenbotschafter

Facebook schreit danach als Word-of-Mouth-Plattform genutzt zu werden. Bereits die erste Interaktion mit der Marke („I like“) erzeugt eine Story, die in den News Feeds aller Freunde angezeigt wird. Jetzt gilt es die Fans zu aktiven Markenbotschaftern zu machen und auch dazu eignen sich Fan Stores. Wieso? Menschen werden durch drei Faktoren dazu angeregt, sich für eine Marke bei ihren Freunden stark zu machen: Experience, Involvement & Incentives. Diese drei Faktoren zeichnen auch den Erfolg von Fan-Stores aus.

Experience. Über was reden wir mit unseren Freunden? Über Dinge, die uns verblüffen, die uns begeistern, über Dinge, die neu für uns sind. Bieten sie ihren Fans also exklusive Erfahrungen und sie werden darüber reden. Heinz hat 3000 Flaschen einer neuen Ketchup-Sorte zunächst exklusiv über Facebook vertrieben, die Reaktionen der Fans sprechen für sich. Und dabei immer daran denken: Es geht wirklich nur um Ketchup.

Involvement. Wer meint an der Schaffung von etwas mitgewirkt zu haben, hofft immer auch auf dessen Erfolg. Deshalb möchten so viele Eltern, dass ihre Kinder studieren; deshalb möchten DSDS-Zuschauer, dass ihr Gewinnerkandidat die Charts erklimmt. In Fan-Stores können die Kunden in den Entstehungsprozess eines Produkts eingebunden werden. Stellen sie bspw. ein neues Produkt mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen oder Verpackungen in den Store und lassen sie ihre Fans per Kauf entscheiden, welche Variante in den freien Verkauf kommt. Egal wie: Lassen sie Kunden an Entscheidungen teilhaben, seien sie sich aber auch der Risiken bewusst.

Incentives. Menschen lieben Belohnungen und die müssen gar nicht materieller Natur sein. Vertreiben sie über ihren Store freie Samples und fordern sie als Gegenleistung Feedback/Word-of-Mouth ein. Bieten sie ihren Fans einen Rabatt an, der an die Käuferzahl gekoppelt ist (GroupBuy). Oder: Fragen sie ihre Fans einfach, ob sie für ein Produkt im Store Mundpropaganda betreiben. Studien zeigen, dass bereits eine einfache Bitte den Word-of-Mouth-Effekt vervielfachen kann. Wieso? Viele Menschen fühlen sich schon dadurch belohnt, anderen einen Gefallen tun zu können.

F-Commerce: Selling on Facebook

Die komplette Studie von Dr. Marsden ist in englischer Sprache auf der Facebook Page der Agenturgruppe Syzygy kostenfrei erhältlich.

Lesen Sie auch:

Thesis zu „Social Commerce in der praktischen Umsetzung“
Social Commerce in der Praxis: Social Media Stores
Brand Awareness im Social Web

Social Media Marketing Fundstücke der Woche – KW 15

F-Commerce, Online Reputation und Tipps und Tricks fürs Bloggen und Twittern – was gab es Neues in dieser Woche?

Hier die neue Ausgabe unserer regelmäßigen Linkliste mit interessanten Beiträgen der Woche oder älteren (aber dennoch spannenden) Fundstücken rund um Social Media Marketing & Social Commerce.

Und los geht’s: (Die Links stehen immer UNTER der jeweiligen Beschreibung :-) )

Beeinflussung durch Social Media ist auch diese Woche wieder ein großes Thema – Wie man sie steigern und messen kann zeigt Brian Solis über das „EGOsystem“:

http://t.co/97KHEGf

„Soll ich, oder soll ich nicht?“ diese Frage erscheint häufig im Zusammenhang mit Überlegungen zu einem eigenen Facebook Store – Bazaarvoice zeigt ein Best Practice Beispiel das überzeugt:

http://bit.ly/hImXVK

Doch F-Commerce Erfolgstorries gibt es mittlerweile viele – Paul Marsden zeigt noch einige Weitere und erläutert warum 45 „Likes“ einen Verkauf bedeuten:

http://t.co/2nYASsi

Wie auch Ihr Unternehmen das schaffen kann legt Paul Marsden in einem zweiten Artikel nach und stellt eine Sammlung von über 80 praktischen F-Commerce Tipps vor:

http://t.co/rEmORUj

Das Internet kann ein sehr unpersönlicher Ort sein – hier einige Tipps & Tricks eines Online Strategen wie die eigenen (Social) Web Präsenzen persönlicher werden:

http://bit.ly/fElPFC

Online Reputation“ ist ein aktuelles Buzzword – Jeder will sie, aber kaum jemand weiß wie man es wirklich machen soll – wie das Thema strategisch angegangen wird zeigt socialmediatoday.com in 4 Punkten:

http://bit.ly/epUZnQ

Auch Twitter kann dabei unterstützen – Ob Social Influence oder Online Reputation – diese 5 Tools machen Twitter noch effizienter:

http://bit.ly/ekLqGq

Auch für Blogger ist heute etwas dabei – Der Hubspot Blog stellt 7 Tipps für besseres Bloggen vor (auch für den Unternehmensblog nicht uninteressant):

http://t.co/QAWBCTY

Ganz neu und schon mein absoluter Favorit diese Woche – „WordPress for Facebook“ ist ein kostenloses Tool, das es erlaubt mit WordPress iFrame Tabs in Facebook zu erstellen, oder gleich den ganzen Blog zu integrieren – unbedingt testen:

http://www.wp4fb.com/

Und gleich noch ein Startup mit viel Potential – Quixey stellt die erste Suchmaschine für Mobile (und andere) Apps vor – trotz Betaphase ein gelungenes Tool, das längst überfällig war:

http://www.quixey.com/

Und zu guter Letzt melden sich die beiden Business Intelligence Riesen SAP und ORACEL mit je einem spanneden Whitpaper zum Thema Social CRM zu Wort:

http://bit.ly/eLaxT7

http://bit.ly/dWyWPb

 

Wie war die Woche der SocialMedia-Blog.de Leser? Wir freuen uns über weitere Links zu interessante Themen, Videos und PDFs der Woche in den Kommentaren.
Ein schönes Wochenende allerseits!

 

Social Media Marketing Fundstücke der Woche – KW 12

Was gab es spannendes zum Thema Social Media Marketing und Social Commerce in dieser Woche zu berichten?

Hier die neue Ausgabe unserer regelmäßigen Linkliste mit interessanten Beiträgen der Woche oder älteren (aber dennoch spannenden) Fundstücken rund um Social Media Marketing & Social Commerce.

Und los geht’s:

Happy Birthday! – Twitter wird fünf Jahre alt und Brian Solis gratuliert mit ein paar spannende Zahlen auf seinem Blog:

http://t.co/1qlFAIT

Facebook macht ernst – Mit der Gründung von Facebook Payments Inc. rückt das eigene Bezahlsystem auf Facebook immer näher:

http://bit.ly/hZysv0

Bazaarvoice hatte diese Woche Guy Kawasaki zu gast, und stellte 6 spannende Fragen rund um Social Commerce und sein neues Buch „Enchantment“ – hier die Antworten:

http://bit.ly/hgNIVx

Klappt der Support in 140 Zeichen wirklich? – Netzwelt.de machte den Test und kontaktierte die großen Vier der Telekommunikation via Twitter, Facebook & Co. und macht den Social Media Support Test:

http://t.co/DZ5frFN

Pro Minute laden Nutzer rund 24 Stunden Videomaterial bei YouTube hoch – das reicht aber noch nicht! Jetzt integriert YouTube drei Web-Tools, mit denen sich Clips auch ganz ohne Kamera erstellenlassen:

http://t.co/RhqGvWz

Memeburn.com räumt mit 10 sehr treffende Social Media Mythen auf, die vor allem im Deutschland noch vielerorts ihr Unwesen treiben:

http://bit.ly/dQAoPD

Nicht von dieser Woche aber noch aus 2011 und ein absoluter Lesetipp rund um den „Social Customer“ – „From Social Media to Social CRM“ von jemandem der es wissen muss – IBM Institute for Business Value:

http://bit.ly/ghgpi5

Facebook Realtime Ads – Facebook testet z.Z. Echtzeit-Werbung die sich nach Chats und Statusupdates richtet. Dies betrifft zunächst nur 1% der Facebook User… Das sind allerdings gleich schon mal 6 Mio. Tester:

http://t.co/Mj81CXl

Facebook ist mit der neuen Deals-Funktion noch lange nicht fertig – Wie es weiter geht, welche Features Facebook Deals noch erwartet und wo die Verkaufs-Reise hingeht schreibt All Things Digital:

http://t.co/RJlQB7I

Frisch gebloggt –  von Paul Marsden gibt es heute eine 10 Punkte Zusammenfassung und eine interessante Präsentation zum Social Customer von The Futures Agency‘s Gerd Leonhard:

http://t.co/md80iea

Schon etwas älter, aber immer für eine Inspiration gut – The Social Media Guide stellt  „39 Business Apps for your Facebook Page“ vor – Da sollte für jeden was dabei sein:
http://t.co/bsfUv6u


Wie war die Woche der SocialMedia-Blog.de Leser? Wir freuen uns über weitere Links zu interessante Themen, Videos und PDFs der Woche in den Kommentaren.
Ein schönes Wochenende allerseits!


Social Commerce in der Praxis Teil 6: Social Shopping Portale

Dieser Beitrag wird gesponsert von der Social Media Akademie:
Online-Lehrgang „Advanced Social Media“ startet am 18.11.2010. Hier anmelden!

Durch den Siegeszug der Social Media finden immer mehr Social Commerce-taugliche Funktionen ihren Weg in Online-Shopping-Portale. Sie ermöglichen die Weiterentwicklung der herkömmlichen Portale zu Social Shopping-Portalen. Dabei stellen Preisvergleiche, Bewertungen, Social Bookmarking und Kommunikationsmöglichkeiten mit dem Social Graph die Basisfunktionen dar. In der Praxis finden sich zusätzlich viele weitere, portalspezifische Dienste und Funktionen aus dem Social Commerce Toolset wie:

Erstellen eigener Mode-Outfits (z.B. polyvore.com)
Style- und Shopping-Berater (z.B. thisnext.com)
Trend- und Themen-Blogs (z.B. stylr.de)
Wunsch- und Pick-Listen (z.B. amazon.de)
Communities und Foren (z.B. pikaba.com)

Social Shopping-Portale setzten sich also durch verschiedene Einzelkomponenten aus dem Social Commerce-Repertoire zusammen und erzeugen dadurch Mehrwerte und Zusatznutzen, die eine höhere Bindung an das Portal erzeugen als herkömmliche, meist leicht austauschbare Shopping Portale der ersten Generation. Außerdem rückt durch die Verwendung der genannten Funktionen vor allem das Entdecken neuer Produkte und die Erleichterung der Kaufentscheidung durch die Hilfe der Community in den Vordergrund.

Best Practice

Das im Jahre 2006 gegründete Stuttgarter Unternehmen edelight ist ein Paradebeispiel für die neue Generation der Shopping-Portale und vereint nahezu alle zuvor genannten Tools und Eigenschaften. Basierend auf persönlichen Produktempfehlungen der Nutzer hat edelight im Laufe der Jahre das Portal immer weiter ausgebaut und mit Social Media-Elementen wie Themen-Blogs, Bewertungen, benutzergenerierten Kollektionen, Wunschlisten und professionellen Geschenk- und Produkt-Beratern aufgewertet. Damit wurde das eigene Motto „zu 100% von Menschen für Menschen“ konsequent verfolgt und weiterentwickelt. So bietet das Portal heute über 650.000 Userempfehlungen aus mehr als 8.400 internationalen Quellen und bindet eine große Nutzergemeinschaft, die über die Vielzahl an Funktionen und Diensten bei ihren Kaufentscheidungen unterstützt und beraten wird. Dabei wird eine Produkt- und Interessenvielfalt abgedeckt, die zur Zeit nur von wenigen vergleichbaren Diensten im deutschsprachigen Raum erreicht wird.

Von Menschen für Menschen

Das Potential der neuen Social Shopping Portale ist groß. Liegt der Fokus heute noch tendenziell im Mode-, Lifestyle- und Beautybereich, so ist leicht erkennbar, dass in Zukunft viele weitere Produktbereiche ihren Weg in Social Shopping- Portale finden werden. Nahezu alle Produktgruppen mit einer gemeinschaftsfähigen Relevanz lassen sich mit den neuen Portalen verbinden. Ob Heimwerker, Autoliebhaber, passionierte Sportler oder sonstige aktive Interessengruppen – sie alle verbindet eine Leidenschaft oder zumindest ein gemeinsames Interesse an Produkten und Erfahrungen, das in Social Shopping- Portalen aufgegriffen und monetarisiert werden kann.

Dabei entstehen neben den klaren Mehrwerten für die Nutzer wiederum nennenswerte Vorteile für Shopbetreiber und Hersteller. So werden zum einen die eingebundenen Produkte und Dienstleistungen „erlebbarer“, und zum anderen werden, ähnlich der zuvor genannten Shopping-Formen, neue und weitreichende Kunden- und Nutzergruppen erschlossen. Gleichzeitig sorgt diese Masse an aktiven Benutzern für einen stetig wachsenden Informationsfluss an Verbraucher-Insights, Produktfeedbacks, Trends und Meinungen, die Unternehmen dabei helfen, ihre Produkte weiter zu verbessern und in ihrer Bekanntheit zu steigern. Dabei liegt der überwiegende Aufwand zur Ausschöpfung dieser Potentiale wiederum bei den Nutzern und Portalbetreibern, die stetig darum bemüht sind, den Besuchern die bestmöglichen Produkte mit der bestmöglichen Beratung und Unterstützung zu offerieren.

Somit bestätigt sich auch in diesem Fall das von Eric Qualman gezogene Fazit aus der „Social Revolution“:

Die heutigen Gewinner sind großartige Produkte und Dienste – was letztlich bedeutet, dass die Menschen gewinnen“.

Dies war der letzte Teil der Reihe. Hier geht’s zu den vergangenen Beiträgen:

Social Commerce in der Praxis Teil 1: Portable Social Graph
Social Commerce in der Praxis Teil 2: Social Media Stores
Social Commerce in der Praxis Teil 3: Co-Shopping
Social Commerce in der Praxis Teil 4: Groupbuying
Social Commerce in der Praxis Teil 5: Shopping Clubs


Dieser Beitrag wird gesponsert von der Social Media Akademie:
Online-Lehrgang „Advanced Social Media“ startet am 18.11.2010. Hier anmelden!

Social Commerce in der Praxis Teil 5: Shopping Clubs

Dieser Beitrag wird gesponsert von der Social Media Akademie:
Online-Lehrgang „Advanced Social Media“ startet am 18.11.2010. Hier anmelden!

Online-Schnäppchen-Jagd auf die exklusive Art – Shopping-Clubs setzen auf drei wesentliche Eigenschaften: Exklusivität, zeitlich und in ihrer Menge begrenzte Angebote und hohe Preisnachlässe auf original Markenware. Dazu treten sie als geschlossene Communities auf, die nur von Mitgliedern per Log-In genutzt werden können. Um Mitglied zu werden, müssen sich Interessenten häufig bei der Community bewerben oder von einem bereits eingetretenen Freund eingeladen werden. Allerdings lockern derzeit viele Anbieter diese Restriktionen oder setzten von Beginn an auf eine offene Registrierung. Ähnlich den Groupbuying-Portalen offerieren Shopping-Clubs die Angebote ihren Nutzern ebenfalls zeitlich und in ihrer Menge begrenzt. Jedoch handelt es sich hier meist um Markenprodukte in einer Verkaufsaktion mit größerer Auswahl, im Vergleich zu einem einzelnen Angebot im Groupbuying.

Um die Attraktivität und Exklusivität zu steigern, gestalten Shopping-Clubs eine eigene Markenwelt zu den einzelnen Aktionen, die mit ansprechenden E-Mail-Newslettern, Flash-Filmen und thematisch angepassten Shop-Seiten dem Nutzer die Produkte der (Marken) Aktion entdecken lassen. Dabei haben Markenhersteller die Möglichkeit, neben aktueller Ware beispielsweise auch Restposten, Testprodukte oder Auslaufmodelle anzubieten. Auch hier genießen die anbietenden Hersteller Planungssicherheit, da eine Begrenzung der Stückzahlen wiederum in die Exklusivität einzahlt und in Shopping-Clubs üblich ist. Auch der Club-Betreiber selbst ist abgesichert, da die Bestellungen beim Hersteller meist erst nach Ablauf der Aktion und mit den exakten Stückzahlen erfolgt. Und das Konzept geht auf: Wie eine Studie von Anfang 2010 belegt; so kennen knapp 70% der deutschen Onliner bereits Shopping-Clubs und sind zu über 30% bereits Mitglied in einem davon. Auch die Umsätze 2009, beispielsweise des internationalen Markführers Vente Privée aus mit 680-700 Mio. Euro oder dem deutschen Marktführer Brands4Friends mit 80 Mio., unterstreichen den zunehmenden Erfolg.

Best Practice

Der im Jahre 2008 (verhältnismäßig spät) gestartete deutsche Shopping-Club „Bands4Friends“ stellt einen typischen Vertreter dieser Portale dar. Die ansprechend, aber wenig informativ gestaltete Startseite verdeutlicht die exklusive Ausrichtung und die Vorraussetzung eines eigenen Accounts um Zugang zu erhalten. Ist der Nutzer angemeldet, erhält er eine Übersicht über die laufenden Aktionen und kann die Angebote in Augenschein nehmen. Einzelne Aktions-Seiten bieten dann eine direkte Bestellmöglichkeit und zeigen einen Counter, der die verbleibende Zeit bis zum Ende der Aktion anzeigt. Über einen weiteren Button kann der Nutzer auch in diesem Shopmodell Freunde anwerben und einen Bonus für zukünftige Bestellungen erhalten.

Exklusives Online-Shopping – bei dem alle gewinnen

Das System der Shopping-Clubs ist einfach aufgebaut und für Unternehmen leicht einsetzbar, da die Implementierung und Abwicklung von den Clubbetreibern übernommen wird. Hersteller genießen dabei eine Vielzahl an Vorteilen. Zunächst ermöglichen der exklusive Rahmen der Clubs und das Aussperren von (Preis-) Suchmaschinen, das Image von Premium-Marken, trotz hohen Preisnachlässen, zu schützen und die Positionierung in hochpreisigen Segmenten beizubehalten. Des weiteren können durch die meist großen Reichweiten der Clubs hohe Absatzzahlen generiert, aber zugleich auch Respostenbestände oder Überproduktionen planbar und „markenschonend“ über Mengenbegrenzungen abgebaut werden. Ein weiterer Vorteil liegt in der Vermarktung der Aktionen und Angebote, denn diese wird von den Clubs, in Form von markengerechte Aktionswelten, selbst übernommen.

Neben den vielen klaren Vorteilen existiert jedoch eine grundlegende Gefahr im System der Marken-Clubs: Der Verlust der Exklusivität durch eine zu große Anzahl verschiedener Clubs mit ähnlichem Angebot und gleicher Zielgruppe. Dies würde zum einen dazu führen, dass der Schutz der Marke nicht mehr gewährleistet werden kann, da sich die verbilligten Preise überall finden lassen, und zum anderen werden Probleme bei der Erreichung der nötigen Reichweiten auftreten. Doch dieser Problematik kann entgegengewirkt werden. Einen Ansatz zur Lösung hat beispielsweise der Versandriese Otto bereits umgesetzt und fokussiert mit seinem übernommenen Shopping-Club limango Frauen und Familien und damit eine wesentlich spitzere Zielgruppe als breit aufgestellte Clubs wie Brands4Friends oder Vente Privée.

Hier geht’s zu den weiteren Teilen der Reihe:
Social Commerce in der Praxis Teil 1: Portable Social Graph
Social Commerce in der Praxis Teil 2: Social Media Stores
Social Commerce in der Praxis Teil 3: Co-Shopping
Social Commerce in der Praxis Teil 4: Groupbuying


Dieser Beitrag wird gesponsert von der Social Media Akademie:
Online-Lehrgang „Advanced Social Media“ startet am 18.11.2010. Hier anmelden!