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Social Commerce in der Praxis Teil 3:
Co-Shopping

Endlich auch online gemeinsam mit Freunde shoppen gehen! Co-Shopping überträgt die Erfahrung des gemeinsamen Einkaufens im realen Leben auf den E-Commerce. Dabei wird im Gegensatz zu Social Media Stores von einem bestehenden Onlineshop als Basisplattform ausgegangen. Der Shop wird dann um Social Media Technologien wie Chatfenster, Empfehlungen oder Co-Browsing (das Freigeben des eigenen Bildschirminhaltes) ergänzt, um neue Kooperations- und Kommunikationselemente bereit zu stellen. Über bekannte Social Web Dienste wie Facebook, Twitter oder Instant-Messaging kann der Shopbesucher nun Freunde und Bekannte einladen, mit ihm gemeinsam das Angebot zu erkunden. Das ermöglicht den Usern, sich live während des Online-Einkaufes über Produkte auszutauschen und Empfehlungen abzugeben oder zu erhalten. Ob auf der Suche nach einem gemeinsamen Geschenk oder zur Erleichterung der persönlichen Kaufentscheidung – Co-Shopping Elemente ermöglichen es, das Einkaufserlebnis (wie im klassischen Ladengeschäft) mit Freunden zu gestalten und aufzuwerten.

Best Practice

hautbalace co-shopping

Der deutsche Naturkosmetik-Shop Hautbalance erweiterte bereits vor Monaten als einer der ersten deutschen Shopbetreiber sein Online-Angebot um Co-Shopping Elemente. Dazu wurde die durch Mattel und DecisionStep bekannt gewordene ShopTogether Toolbar um weitere Elemente ergänzt und dem Corporate Design des Online-Shops angepasst. Neben der Möglichkeit, Freunde und Bekannte zum gemeinsamen Einkaufen einzuladen, können Besucher Produkte an ihren Social Graph empfehlen und Kosmetik-Tipps aus den Social Web-Präsenzen von Hautbalance abrufen. Zusätzlich kann der Interessent sich die fünf beliebtesten Produkte der aktuellen Einkäufe anzeigen, und sich so zusätzliche Anregungen und Empfehlungen geben lassen.

Schluss mit der Einsamkeit beim Online-Shopping

Co-Shoppingelemente bieten unabhängig von der Art der Produkte die Möglichkeit, die gewohnte und geschätzte Erfahrung des gemeinsamen Einkaufs auf Onlineshops zu übertragen. Darüber hinaus zeigt sich gerade bei Produkten, die Frauen fokussieren, dass das gemeinsame Einkaufen eher einem „Happening“ gleichkommt und die Dauer des Einkaufes sowie die Intensität des Erlebnisses um ein Vielfaches erhöht. Auch Onlineshops mit Produkten, die ein höheres Maß an Beratung und Information fordern, können von den Möglichkeiten des Co-Shoppings besonders profitieren. Zum einen kann diese Beratungsleistung von Freunden übernommen werden, und zum anderen können Servicemitarbeiter ebenfalls zielgerichtet und in Echtzeit zusätzliche Informationen liefern, ohne zunächst über eine Kundenhotline kontaktiert werden zu müssen.

Diesen Vorteil sieht auch die Inhaberin und Geschäftsführerin Elke Hockauf von Hautbalance als zentrales Argument für die Nutzung von Co-Shoppingelementen und erklärt in einem Pressebericht: „Für Kosmetikkunden ist es sehr wichtig, sich ausführlich mit Freunden, Verwandten und Fachkräften zu beraten. ShopTogether Friends ist dafür perfekt geeignet.“ Schließlich ist laut Pressebericht auch ein klarer Return on Investment in diesem Social Commerce Model zu erkennen, denn seit dem Zeitpunkt der Implementierung verzeichnet der Onlineshop einen Zuwachs an Bestellungen von 15% und eine Erhöhung des durchschnittlichen Bestellwerts um 50%. So zeigt auch dieses Social Commerce Instrument, dass durch die Schaffung neuer Kooperations- und Kommunikationselemente in bestehenden Onlineshops ein klarer, Mehrwert auf Konsumenten- und Unternehmensseite geschaffen werden kann.


Hier geht’s zu den weiteren Teilen der Reihe:
Social Commerce in der Praxis Teil 1: Portable Social Graph
Social Commerce in der Praxis Teil 2: Social Media Stores

Monitoring – Social Media Ziele messen

Messen Sie die Erfolge Ihrer Social Media Maßnahmen? Aufbauend auf meinem letzten Artikel zur Strategie im Social Web gibt es heute die aus dem Modell abgeleiteten Kennzahlen.

Zwei Tipps vorab:

  1. Kommunikationsziele und Marketing-Ziele sollten nicht durcheinander geworfen werden. Brechen Sie Ihre Ziele herunter. Unternehmensziele, Marketingziele, Kommunikationsziele, Social Media Ziele. (Social Media ist mächtig, aber nicht die Lösung für all Ihre Sorgen.)
  2.  

  3. Die richtige Kennzahl ist vor allem von der zuvor definierten Zielsetzung abhängig. Versuchen Sie nicht alles gleichzeitig, sondern verfolgen Sie eine überschaubare Anzahl an SMART’en Zielen. Wenn Sie den Dialog mit der Zielgruppe ansteuern ist dies eine andere Kennzahl, als wenn sie möglichst weite Kreise mit ihren Inhalten erreichen möchten.
  4.  

 

Hier finden Sie einige wesentliche Kennzahlen

Unique Visitors pro Monat des Blog
Ziel: Erhöhen des Web-Traffic.
Google Analytics gibt einem naben all seinen wilden Werten die Anzahl der einzigartigen Besucher pro Zeiteinheit. Auch Facebook versendet einmal pro Woche einen Statusbericht über die Besucher der Facebook-Page, zudem lassen sich über Facebook Insights Analysen generieren.

Wachstum der Facebook-Likepage pro Zeiteinheit
Ziel: Aufbau einer Brand-Community.
Im Backend der Facebook-Likepage befindet sich Facebook Insights, ein Analysewerkzeug, dass Auskunft über das Wachstum der Fan-Page gibt.

Wachstum der Follower pro Zeiteinheit
Ziel: Wachstum der Brand-Community.
Auf Twitter ist die Anzahl der Follower ständig sichtbar, so dass auch hier die neu hinzugekommenen Kontakte ermittelt werden können.

Anzahl der Abonnenten (RSS, Newsletter)
Ziel: Reichweite.
Durch die Verwendung von Feedburner lassen sich die Anzahl der Abonnenten des Blogs ermitteln.

Anzahl der Kommentare pro 100 Besucher auf den unterschiedlichen Kanälen
Ziel: Dialog mit der Community.
Um den Grad der Interaktion zu ermitteln, können Sie die Anzahl der Kommentare ins Verhältnis setzen.

Lesen Sie auch:

5 kostenlose Social Web Monitoring Tools

Social Media Strategie – Vom Inhalt zur Brand Community

Social Media ROI ermitteln

Social Commerce in der Praxis Teil 2: Social Media Stores

Mit dem Social Media Store kommt der Berg zum Propheten. Er stellt die logische Konsequenz des aktuellen Social Media Booms für die Entwicklung des E-Commerce dar. Große Social Networks (primär Facebook) bieten seit einiger Zeit die Möglichkeit, Onlineshops innerhalb dieser Netzwerke zu integrieren. Damit wird den Nutzern ermöglicht, dort einzukaufen, wo sie sich primär aufhalten, austauschen und beteiligen. Gleichzeitig stehen ihnen die gewohnten Funktionen wie Bewertungen und Empfehlungen sowie das Teilen und Chatten mit Freunden zur Verfügung. Darüber hinaus ist, dank der Entwicklung neuer Technologien und Schnittstellen, auch die Integration von bestehenden Online-Shops in private Blogs oder Websites möglich. Dadurch können Nutzer von der Expertise eines Blogs oder einer Community profitieren und gleichzeitig relevante Produkte oder Dienstleistungen über Dritte beziehen.

Es lassen sich drei Arten von Social Media Stores beobachten:

1. Statische Shop-Elemente auf Social Media-Auftritten von Unternehmen, die lediglich auf den eigentlichen, externen Onlineshop verlinken.

2. Ein funktionsfähiger (Teil-)Shop auf Social Media-Auftritten von Unternehmen, der eine Auswahl oder die Gesamtheit eines externen Onlineshops bereitstellt, dabei jedoch meist keine Bezahlmöglichkeit im Store bietet. Onlineshops mit Schnittstellen zur Integration in Blogs oder Communities basieren meist auf diesem Verfahren, und leiten den Käufer im letzten Schritt (Bezahlung) auf den eigentlichen, externen Shop weiter.

3. Ein autarker Shop auf Social Media-Auftritten von Unternehmen, der den Einkaufsprozess komplett im Social Network ermöglicht und dabei ohne externen Shop oder externe Zahlungsabwicklung auskommt. Natürlich kann weiterhin ein primärer, externer Shop des Händlers parallel bestehen.


Best Practice


Mit YouTique startet das englische Modelabel French Connection eine der ersten Umsetzungen einer „YouTube Boutique“. Personal Shopping und Kaufberatung stehen im Mittelpunkt der mehrminütigen Clips, welche das YouTube Annotation Tool nutzen um einen „Buy-Button“ innerhalb der Clips zu generieren. Damit zählt YouTique zunächst zur ersten Kategorie der Social Media Shops. Es lässt sich jedoch leicht erahnen welches Social Commerce Potential auch in diesem Social Web Dienst steckt. Unternehmen können alle Vorteile einer Video-Produktpräsentation und -Beratung ausschöpfen, Sharing- und Kommentarfunktionen von YouTube nutzen und die virale Performance dieses beliebten Kanals voll ausschöpfen.

In Kooperation mit Amazon und Procter & Gamble ging vor Kurzem bereits der Facebook-Amazon-Store für die Marke Makeup Max Factor online – nur Wochen später folgt jetzt der Pampers Facebook Store, der, neben den bekannten Windeln, Produkte von 29 Procter & Gamble Marken über Amazons Webstore Schnittstelle auf Facebook anbietet. Dem User wird so ermöglicht über das Shopping- und Payment-System von Amazon innerhalb von Facebook einzukaufen. Lagerung, Bezahlung und Lieferung werden dabei von Amazon übernommen, wodurch diese Kombination sehr interessant für weiter (Marken-) Hersteller werden wird, denn im Gegensatz zu bisherigen Facebook-Shop-Lösungen ist es nun nicht mehr notwendig ein eigenes Shop- und Logistik-System zu unterhalten. So lassen sich Commerce-Funktionen ohne erhöhten Aufwand in bestehende Marken- und Unternehmens-Facebookseiten integrieren.

Wenn der Berg zum Propheten kommt

Social Media Stores, verlagern den Ort der Interaktion von der eigenen Shopping-Website auf Social Websites wie Social Networks, Blogs oder Communities. Trotz dieses vermeintlichen Nachteils für den eigentlichen Onlineshop, entstehen zahlreiche Vorteile für Unternehmen und Konsumenten.
Shopbetreiber können ihre Produkte nun zusätzlich Millionen von Nutzern offerieren und profitieren dabei ohne Mehraufwand von den Kooperations- und Kommunikationseigenschaften der Social Networks oder der Expertise von Blogs und Communities, die Kaufentscheidungen positiv beeinflussen können. Technologiedienstleister wie ShopShare, alvenda oder Payvment stellen dazu bereits vollfunktionsfähige und leicht anpassbare Systeme zur Verfügung, die eine Social Media-Store-Integation ohne größeren Aufwand zulassen.

Auf der anderen Seite ermöglichen die Social Media-Stores den Konsumenten dort einzukaufen, wo sie sich bevorzugt aufhalten, sich mit Freunden austauschen und über Produkte und Erfahrungen berichten. Sie können sich im gewohnten Umfeld und über gewohnte Funktionen von ihrem Social Graph beraten lassen, Produkte teilen oder gemeinsam einkaufen.


Hier geht’s zu den weiteren Teilen der Reihe:
Social Commerce in der Praxis Teil 1: Portable Social Graph
Social Commerce in der Praxis Teil 3: Co-Shopping
Social Commerce in der Praxis Teil 4: Groupbuying
Social Commerce in der Praxis Teil 5: Shopping Clubs

Social Media Strategie – Vom Inhalt zur Brand Community

Für die strategische Markenführung im Social Web, müssen Unternehmen ihre Social Media Maßnahmen auf einer Plattform zusammenführen. Beste Möglichkeit ist der Blog. Hier laufen alle Fäden zusammen. Neben den Artikeln können Videos (Youtube, Vimeo), Präsentationen (Scribt, Slideshare) und Bilder (Flickr, Picasa) eingebunden werden.

Binden Sie Ihre Besucher. Die Besucher sollen langfristig an die Marke gebunden werden, so dass sie auch in der Zukunft für die Botschaften des Unternehmens erreichbar sind. Daher sollten sie Anknüpfungspunkte finden, um der Facebook-Page beizutreten, dem Markenprofil auf Twitter zu folgen, den RSS-Feed zu abonnieren oder zum Newsletter anmelden. Die mit der Marke verbundenen Menschen werden zur Brand-Community. Durch die Verknüpfung auf den Profilen sind diese Menschen immer wieder zu erreichen, weil neue Statusmeldungen und Updates automatisch in ihren News Streams der jeweiligen Plattform erscheinen.

Das unten stehende Schaubild verdeutlicht die Strategie der Social Media Aktivitäten, die darauf abzielt neue Menschen zu erreichen und die Besucher der Plattformen zu Mitgliedern der Brand Community zu machen. Demnach sind Besucher der Inhalte auf den Plattformen entweder neue Besucher oder bereits Teil der Brand-Community.

Woher kommen die Besucher? Diese beiden Arten von Besuchern können über verweisende Seiten (Links), Suchmaschinenergebnisse oder durch Eingabe der URL in den Browser direkt auf die Inhaltsseiten gelangen. Die Inhaltsseiten umfassen alle Kanäle, auf denen die Marke aktiv ist und die allesamt auf die zentrale Plattform, in diesem Fall den Blog verweisen.

Optionen auf den Content-Seiten

Connect.Sie schließen sich der Brand-Community an, wenn sie der Marke auf Twitter oder Facebook folgen, den Newsletter oder RSS Feed abonnieren. Dadurch wächst die Community um die Marke und die Menschen bleiben weiterhin erreichbar.

Wachstum. Im Laufe der Zeit wächst die Anzahl der Menschen in der Brand-Community an, was zur Folge hat, dass immer mehr Inhalte geteilt werden und sich im Netz verbreiten. Dieses System ist darauf ausgerichtet, mehr und mehr Menschen der Zielgruppe auf den Plattformen zu „sammeln“. Optimal ist es, wenn ein Teil der Mitglieder zu Markenbotschaftern wird.

Share. Sie teilen die Inhalte mit ihren Kontakten, was neue Besucher auf die Seiten führt.

Response. Sie reagieren auf die Inhalte, indem sie sich in Kommentaren äußern. Die Interaktion kann aber auch via E-Mail Antworten oder durch einen Anruf im Unternehmen erfolgen.

Response-Share-Connect

Social Media Strategie Brand Community

Social Commerce in der Praxis Teil 1: Portable Social Graph

social graphDie praktische Umsetzung von Social Commerce, durch die Verknüpfung von Social Media-Anwendungen und -Diensten mit E-Commerce-Plattformen, erhält seit den letzten 12 Monaten einen spürbaren Zuwachs an Aufmerksamkeit. Grade in den USA bemühte man sich bereits seit einiger Zeit um die Implementierung „Sozialer-Komponenten“ in bestehende Online-Shopping Plattformen und die Entwicklung ganz neuer „Social Shopping“ Modelle zur Monetarisierung der Social Media.

Auch in Deutschland ist dieser Trend zu spüren. Portale wie CityDeal (jetzt Groupon), edelight oder stylr.de zeigen, dass Social Shopping keine bloße Idee des amerikanischen Marktes ist, sondern auch hierzulande dem großen Begriff Social Commerce ein Gesicht geben kann. Da wir immer häufiger nach praktischen Beispielen und Lösungen zu diesem Thema gefragt werden, möchten wir mit dieser Reihe „Social Commerce in der Praxis“ allen Interessierten eine Übersicht über die praktischen Umsetzungsmöglichkeiten geben.

Dazu heute der erste Teil:

Portable Social Graph



Was ist der Portable Social Graph?

Der Portable Social Graph beschreibt im Allgemeinen online verfügbare Information über einen Nutzer und seine sozialen Verknüpfungen von Freunden, Familie und Kollegen. Er zeigt die Aktivitäten des Nutzers, wer ihn beeinflusst und wo seine Interessen liegen. Social Networks machen es möglich, diese Informationen gezielt zu sammeln und gebündelt zur Verfügung zu stellen. Durch die soziale und persönliche Ebene der Informationen geht der Social Graph also weit über die rein technologische Ebene hinaus und eröffnet Unternehmen und Konsumenten neue, persönliche und vernetzte Interaktions- und Informationsmöglichkeiten.

Grundsätzlich ermöglicht der Portable Social Graph dem Nutzer zwei Kernfunktionen im Social Web. Zum einen fungiert er als eine Art „Web-Visitenkarte“, die es erlaubt, sich ohne zusätzliche Registrierung auf Websites wie Shops, Blogs oder Foren anzumelden. Dazu können die benötigten Angaben zur Person, Fotos und andere Informationen aus dem entsprechenden Social Network abgerufen und dem Websitebetreiber zur Verfügung gestellt werden. Die zweite Funktion stellt die eigentliche Interaktion mit dem Social Graph dar. Dabei kann der Nutzer externe Inhalte mit seinem Netzwerk teilen, Freunde um Rat fragen oder sehen, welche Seiten, Produkte oder Aktivitäten anderen gefallen und von ihnen gekauft oder empfohlen werden. Beide Funktionen lassen sich ebenso für die Mobile Web- und App-Integration verwenden. So ermöglichen sie eine vereinfachte und gleichzeitig personalisierte Mobile-Web-Erfahrung auf über Smartphones oder neuen Tablett-Geräten wie dem iPad.

Best Practice

levis friend store

Der Jeanshersteller Levi’s bietet einen sogenannten „Friends Store“ und nutzt dazu die Facebook Social Plugins „Connect“ und „Like Button“ bzw. die „Open Graph API“. In diesem Teil des Onlineshops kann der Nutzer seinem Social Graph zeigen, welche Jeans ihm gefallen, und sich gleichzeitig Empfehlungen seiner Freunde anzeigen lassen, die ebenfalls den Levi’s Friends Store besucht haben. Somit entsteht ein personalisierter Shop, der Lieblingsprodukte des Users und seiner Freunde abbildet.

amazon facebook connect

Der Online-Shopping-Riese Amazon bietet Kunden, die ihr Amazon- und Facebook-Konto verknüpfen (z.Z. nur Amazon.com), die Möglichkeit, Geschenktipps aus den Wunschlisten ihrer Freunde und Social Recommendations anhand der in Facebook hinterlegten Interessen zu Filmen, Musik und Büchern, zu erhalten. Gleichzeitig erfassen beide Dienste weitere, wertvolle Informationen über das Kaufverhalten und die Einflüsse ihrer Nutzer.

Fazit

Der Portabel Social Graph ist ein ideales Instrument für die Verbindung von Social Media und bestehendem E-Commerce zu Social Commerce in eigenen Onlineshops oder Marken- und Unternehmenswebsites. Den Usern wird über vertraute Elemente ihres Social Networks ermöglicht, mit ihrem Social Graph in Verbindung zu treten, um ihre Einkaufserlebnisse zu teilen und sich Rat und Empfehlungen zu Produkten und Dienstleistungen einzuholen, die ihre Kaufentscheidung beeinflussen. Darüber hinaus entfallen die Hürden eines weiteren Registrierungsprozesses. Somit wird ein neues, kooperatives und kommunikatives Shopping-Erlebnis generiert, das klare Mehrwerte auf beiden Seiten schafft.

Denn auch auf Seiten der Unternehmen und Shopbetreiber entstehen Vorteile, die den Einsatz des Portable Social Graph attraktiv machen. So erlangt der Betreiber auf einfache Art und Weise tiefere Einblicke in die Bedürfnisse, Präferenzen und sozialen Verbindungen seiner Besucher und kann personalisierte Angebote bereitstellen oder die bestehende Angebotspalette an die Zielgruppe anpassen. Außerdem bleibt, im Gegensatz zu einem Auftritt innerhalb eines Social Networks, der eigene Shop oder die Marken- und Unternehmenswebsite der Ort der Interaktion. Dabei ist die Nutzung der Social Plugins und Connect-Elemente komplett kostenfrei und leicht in bestehende Websites implementierbar. Letztlich ist allerdings zu beachten, dass es sich bei den genannten Informationen um sehr persönliche und stellenweise weitreichende Details handelt, die mit Respekt vor der Privatsphäre des Nutzers behandelt werden müssen. Facebook trägt diesem Umstand in soweit Rechnung, dass der User im Laufe des Verknüpfungsprozesses die einzelnen Informationsfreigaben aktiv bestätigen muss. Daher ist es ratsam den Besuchern offen zu legen, welche Informationen zu welchen Zwecken genutzt werden, um Irritationen oder Anmeldeabbrüchen vorzubeugen.

Weiter Informationen zum Thema und den bekanntesten Social Graph Technologien gibt es unter:

Facebook Open Graph Best Practice

www.opensocial.org

code.google.com/apis/socialgraph

www.google.com/friendconnect

developers.facebook.com

(Bildquelle oben links: Google Code)


Hier geht’s zu den weiteren Teilen der Reihe:
Social Commerce in der Praxis Teil 2: Social Media Stores
Social Commerce in der Praxis Teil 3: Co-Shopping

[Featured] viscom tec conference 2010

Konferenzen und Kongresse im Bereich Online-Marketing haben zur Zeit international wie auch in Deutschland Hochsaison. Nach Social Media Summit, dmexco & Co. steht für den November eine empfehlenswerte Abwechslung in Frankfurt am Main auf dem Plan – die viscom tec.10. Laut der eigenen Website viscomtec.eu „die einzige 360° Konferenz zu zukünftigen Technologien in der visuellen Kommunikation“. Das lassen wir uns nicht entgehen, und sind Medienpartner der viscom tec 10. Im Zuge dessen haben wir für alle Leser einen Zugang zu den letzten Early Bird Tickets bereitgestellt.



Nach viel Online-Input, bevorzugt zu Themen die mit „Social“ beginnen, steht nun ein Kongress ins Haus der sich mit der Frage beschäftigt, wie neue Technologien Kommunikation verändern. Die Konferenz zeigt die Blickwinkel und Visionen der verschiedenen Branchen von klassischer Werbung, über den Out of Home-Bereich, zur web- und mobile basierten Kommunikation und dem Digital Signage. Nach einem erfolgreichen Event 2009 im „Royal“ in Düsseldorf findet die viscom tec.10 am 3. November 2010 in der Farbenfabrik (Gelände der ehem. Druckfarbenfabrik Dr. Carl Milchsack) am Vortag der Internationalen Fachmesse für visuelle Kommunikation 2010 in Frankfurt statt.



Die Liste der Redner ist lang. Ob Marcell d’Avis (Leiter Kundenzufriedenheit 1&1 Internet AG), Professor Wolfgang Henseler (Sensory-Minds) oder Dr. Michael Klein (NM-Institut für Neue Medien in Frankfurt) – dank den 15 Rednern aus allen Fachbereichen rund um visuelle Kommunikation und Marketing wird für jeden Macher und Umsetzer in diesem Gebiet etwas dabei sein. Im Vordergrund stehen dabei Fragen wie:

– Wie unterstütze ich die Suche der Konsumenten nach dem für sie idealen Produkt?
– Wie stelle ich sicher das von der Entscheidung für mein Produkt bis zum Kauf nichts schief geht?
– Welche Technologien versetzen Konsumenten in die Lage die „beste“ Entscheidung zu treffen?
– Welche Technologien verändern die visuelle Kommunikation in der Zukunft?


Wer sich diese Fragen bereits stellt, sich in diesem Fachbereich bewegt oder an spannenden Vorträgen und Diskussionen zu diesem Themen interessiert ist, kann sich bis zum 15. Oktober unter folgendem Link eines der letzten, vergünstigten Early Bird Tickets sichern (390,- statt 590,-):

viscomtec.eu
Loginname: Multivtec
Passwort: multivtec2010


Für alle die nicht dabei sein können werden wir natürlich live via Twitter und hier auf dem Blog berichten.

Studie: Mobile-Commerce bietet großes (Optimierungs-) Potenzial

Mobile-Commerce ist ein junger und noch weitgehend unerforschter Markt. So gibt es auch erst wenige Studien, die die Nutzung von Smartphones im Hinblick auf mobiles Shopping beleuchten. In der aktuellen Studie Mobile Commerce Insights 2010 von denkwerk, phaydon und Interrogare wird der Frage auf den Grund gegangen, wie hoch die Akzeptanz von Shopping via Mobiltelefon ist, was die Hürden auf dem Weg von der Informationssuche zum Kauf unterwegs darstellen und was sich die Nutzer im Allgemeinen wünschen.

Die Befragten stellen zweifelsohne eine sehr Mobile-affine Nutzerschaft dar, allerdings lassen sich trotz der fehlenden Allgemeingültigkeit klare Tendenzen erkennen. Am häufigsten wird das Smartphone zur Produktsuche genutzt, wenn Wartezeiten entstehen. Jedoch auch zu Hause erkämpft sich das intelligente Handy einen Platz und ersetzt in einigen Bereichen den umständlichen PC, wenn es z.B. um entspanntes Surfen nach Neuanschaffungen auf der Couch oder im Bett geht. Doch auch der Soziale Aspekt ist zu erwähnen: 39% der Befragten lassen sich von Freunden mit ihrem Mobiltelefon Tipps und Unterstützung geben. Den in Deutschland noch kaum genutzten Möglichkeiten der Location Based Services sollte ein besonderes Augenmerk gelten: 39% der Befragten würden gerne unterwegs auf Vergünstigungen und Sonderaktionen hingewiesen werden und 41% hätten gerne aktuelle Infos über Shops in ihrer Nähe. Ein weiterer zentraler Untersuchungspunkt ist der Vergleich zwischen dem Nutzungsverhalten bei Apps und Browsern beim mobilen Einkauf. Generell wurde festgestellt, dass Apps mittlerweile fast genauso häufig den Zugang zum Internet bereitstellen wir die klassischen Browser.

Der Unterschied liegt jedoch in der Art der Nutzung: Über den Browser werden vorrangig Informationen gesucht und ohne genaues Ziel im Internet gesurft, während Apps deutlich ziel-führender genutzt werden. Diese Erkenntnis kommt jedoch für wenig überraschend, da Apps per Definition einen bestimmten Zweck erfüllen und meist ausschließlich zu diesem genutzt werden können. In genau dieser Ausrichtung der Apps liegenStatistik der Nutzung des Mobilen Webs auch die klaren Vorteile: Kaufprozesse sind schlank und optimiert. Im Gegensatz dazu lässt eine Website-Optimierung im Hinblick auf gute Usability für Smartphones laut der Studie oft zu wünschen übrig.

Dass diese Investitionen in die Nutzerfreundlichkeit Sinn machen, belegt die Häufigkeit der Nutzung. Für zwei Drittel der befragten Smartphone Besitzer ist das Surfen unterwegs alltäglich geworden. Ob über den Browser oder Apps spielt keine Rolle denn sie werden beinahe gleich häufig dafür genutzt.

dmexco 2010 – Wo sind die großen Digital Agenturen?

Google Familie auf der dmexco 2010 in Köln.

Der Besuch. Gestern war ich mit dem Marketing-Team von FACT-Finder in Köln auf der dmexco. Ich habe mir noch kein endgültiges Urteil über die Messe gebildet, fand es nur etwas klein. Aber verglichen mit der Frankfurter Buchmesse ist wohl alles klein …

Online-Agenturen. Mir haben die Digital Agenturen gefehlt – wo waren Pixelpark, Neue Digitale und Syzygy? Dafür waren die „klassischen“ Online-Vermarkter alle am Start.

Bei den großen Online-Marken (Google(Youtube), Yahoo!, Facebook) dominierten „protzige“ Auftritte, die Stärke demonstrierten. Nur leider boten die Aussteller wenige Veröffentlichungen zu ihren Unternehmen und Leistungen an. Vielleicht ist das schon die Zukunft der Branchenmessen – weniger Papier mehr Display und Keynote. Ich hätte nichts dagegen.

Integrierte Kommunikation & Markenführung. Wenn ich das auf der Messe richtig interpretiert habe, dann brauche ich beim Outsourcen meines Online-Marketing eine ganze Palette an Agenturen. Spezialisierte Agenturen gibt es für Newsletter, SEO, SEM, Social Media und Video. Online-Marketing erinnert mich damit immer noch an Granaten-Marketing, einen Splitter hier, einen da und am Ende muss es schon passen. Doch müssen die Agenturen nicht nur die Technik beherrschen, sondern auch die Marke adequat ins Netz befördern können. Strategische und integrierte Markenführung im Netz ist eines der noch stiefmütterlich behandelten  Themen. Wer bietet eine Lösung an?

Social B2B eCommerce. Gefreut hat mich der zugegeben sehr kurze Besuch am Stand von Meyle + Müller, wo ich auch die Social Media Verantwortliche traf, mit der ich mich schon in den vergangenen Tagen via Twitter ausgetauscht hatte. Das Unternehmen mit Sitz in Pforzheim hat eine ganze Reihe spannender Produkte (im Bereich Online-Shops, Kataloge, Bild-Tools) – ein Blick auf die Webseite lohnt sich!

Die Messe im Netz. Auf der Internetseite der dmexco gibt es ein schönes Zeitraffer-Video zum Aufbau der Messe, das den Echtzeit-Zeitgeist der Branche rüber bringt. Leider überraschte mich an der Seite sonst nur die „unordentliche“ Navigation. Scheint als wäre die Seite erst entstanden und dann hatten noch viele Leute eine Idee, was darauf abgebildet sein soll. Konzeption ist alles.

Digital aber Offline. Ich brachte es nicht fertig, mich in eines der Wlan-Netze zu hängen, auch O2 streikte vor Ort. Dadurch konnte ich nicht „live“ twittern, was es einem Social Media Menschen schwer macht. Es ist nicht der Erste digitale Event, bei dem die Verbindung mit dem Netz ein Problem ist – ich frage mich warum?!

Gossip. Liebe Herren der Schöpfung, ihr solltet auf den Messen der Digitalen immer einen dunkelblauen Anzug, ein hellblaues Hemd und die Haare etwas länger tragen. Eine Hornbrille rundet das Outfit ab. Entschuldigt, das konnte ich mir nicht verkneifen. Abgesehen davon, dass dieser Style auch mir sehr gut gefällt, ist es die Uniform der digitalen Avantgarde.

Zu guter Letzt noch diese nette Idee am Stand von Haufe – die stylischen Zwerge bekamen ihre Aufmerksamkeit!

Haufe Zwerge.