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Deutsche Marken entdecken Social Media

Social Media Enthusiasten in Deutschland hatten es in der Vergangenheit oft schwer hierzulande zu überzeugen. Da die USA die großen Vorreiter im Social Web sind, basieren die meisten Studien und Analysen, zur Nutzung von Social Media bei Konsumenten und Unternehmen, auf Daten des US-Marktes. Die Aktivitäten von Marken werden analysiert, die beliebtesten Social Communities gekürt und das User-Verhalten im Social Web unter die Lupe genommen – in der USA versteht sich.

Doch wie sieht es in Deutschland aus? Nutzen deutsche Unternehmen Social Media? Haben auch hier die Social Communities Millionen von User? Wir haben Zahlen und Fakten gesammelt, die jeden überzeugen sollten, dass auch in Deutschland der Einstieg ins Social Web eine große Chance darstellt.

Nutzerzahlen für Social Networks in Deutschland.


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Die Marken-Analyse.


Eine erst kürzlich erschienene Studie der Universität Oldenburg und der Agentur construktiv analysierte die 100 größten deutschen Marken auf ihre Social Media Aktivitäten. Dieser erste Blick auf das neu betretene Feld “Social Web” lässt einige Trends und viel freies Potential erkennen. Rund 60% der analysierten Unternehmen sind Social Media Aktiv. Dabei stellt der noch recht junge Dienst Twitter das meist genutzte Tool da.

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Außerdem ist zu erkennen, dass eine umfassende Social Media Strategie nur von sehr wenigen Unternehmen verfolgt wird. Lediglich 5% der Marken verwenden die ganze Breite der Tools und Communities um Synergieeffekte zu nutzen und Verbindungen zu knüpfen. Dabei zeigt die Studie ebenfalls, dass die erzeugte Resonanz im Verhältnis zur eigenen Aktivität verläuft. Ein aktives und weitreichende Engagement wird also von der Community “belohnt”.

social media resonanz

Diese Tatsache machen sich letztlich nur wenige zu Nutze. So werden laut Studie ganze 54% der marken-gesteuerten Inhalte von lediglich 5% der untersuchten Unternehmen generiert. Diese Vorreiter, zu denen u.a. Hornbach und Vodafone zählen, haben begonnen ihre Hausaufgaben im Social Web zu machen. Dadurch profitieren sie nun von mehr Reaktionen der User, einer weiten Vernetzung und am Ende von vielen überzeugten Fans und Followern.

Die gesamte Studie gibt es auf der Homepage der construktiv GmbH.




5 Tools zur User- und Trendanalsye im Social Web

Es ist enorm wichtig seine Interessenten, Kunden und Fans zu kennen, sei es um die richtigen Adressaten zu finden oder zielgerichtete Inhalte und Produkte zu liefern. Diese Tatsache macht auch bei Social Web Aktivitäten keine Ausnahme. Das Verständnis für den Kunden und seine Wünsche sowie das Erkennen von Trends und Sammeln von Consumer-Insights durch Monitoring sind klare Stärken des Social Web. Die Fülle an persönlichen Erfahrungen, Meinungen und Empfehlungen in Blogs, Tweets und Social Communities sind meist frei zugänglich und lassen sich heute immer besser für User- und Trendanalysieren nutzen. Dazu stehen eine Menge Tools und Dienste zur Verfügung, die das Durchforsten des Daten-Dschungels erleichtern sollen. Wir möchten in diesem Beitrag einige kostenfreie Einsteiger-MonitoringTools vorstellen, die trotz unkomplizierter Bedienung wertvolle Informationen liefern.

Newsshift – Der erste Überblick.


Newsshift

Newsshift ist ein Dienst der Finacial Times Group und bietet die Möglichkeit Online-Nachrichten, Nachrichtenportale, Tageszeitungen (online) und Blogs nach Begriffen zu durchsuchen. Im Ergebnis werden jedoch nicht nur die bloßen Artikel angezeigt, sondern ebenfalls eine sehr informative Trendanalyse mitgeliefert. Dabei wertet Newsshift die Stimmungslage nach positiv und negativ Beiträgen aus, zeigt die Verteilung auf die einzelnen Plattformen und identifiziert bei der Suche nach Marken oder Produkten die stärksten Konkurrenten. Außerdem steht eine sehr brauchbare Vorschlags-Funktion zur Verfügung, mit deren Hilfe relevante Begriffe mit dem Suchwort verknüpft und so spezifischere Ergebnisse erzielt werden können.

Technorati/GoogleBlogSearch – WER schreibt WAS über mich auf Blogs?


technorati

Mit Technorati und der Google Blog-Suche stehen zwei mächtige Blog-Suchmaschinen und -Indexer zur Verfügung, die es erleichtern, der riesigen Informationsflut der Blogosphäre Herr zu werden. Verschiedene Ranking-Systeme und Suchoptionen helfen dabei, Blogs und deren Hinhalte auf Meinungsführer, aktuelle Trends und Interessen der Community zu durchsuchen. Außerdem haben Blogger die Möglichkeit ihre Blogs einzutragen, um die eigene Bekanntheit zu steigern und andere, themenverwandte Inhalte zu entdecken.

Mentionmap – WER schreibt über mich und mein Themengebiet bei Twitter?


mentionmap

Das Twitter-Visualisierungstool von asterisq hilft dabei, User-Netzwerke zu analysieren und kann einige fundamentale Fragen für die Kommunikation mit der Community beantworten.

  • Wer sind meine Follower?
  • Mit wem stehen sie in Kontakt?
  • Über was tauschen sie sich aus?
  • Wem lohnt es sich zu folgen?

Dazu zeigt Mentionmap die Vernetzung der User durch Linien nach Häufigkeit der Kontakte, gemeinsamer Hashtags und Direct Messages. Es lassen sich so schnell neue User mit gleichen Interessen, aktuelle Themen und Querverbindungen erkennen – Wichtige Informationen für den erfolgreichen Einsatz von Twitter im Social Media Mix.

Tweet Grid – WER schreibt WAS über mich bei Twitter?


Tweet Grid

Twitter bietet bereits mit der eigenen Timeline und der neuen Listen-Funktion zwei einfache Möglichkeiten die Gedanken und Meinungen der eigenen Follower im Auge zu behalten. Wie steht es aber um unbekannte User, die weder selbst folgen, noch mit den eigenen Followern in Kontakt stehen? Tweet Grid ist hier ein sehr hilfreiches Tool wenn es um die Identifikation von unbekannten Twitter Usern geht, die sich mit bestimmten Themen befassen. Dazu bietet Tweet Grid die Möglichkeit Twitter in Echtzeit auf selbst definierte Begriffe zu durchsuchen. Der große Vorteil gegenüber anderen Tools wie z.B. search.twitter.com liegt neben der Möglichkeit bis zu 9 (!) Begriffe gleichzeitig zu suchen darin, dass die Ausgabe in Echtzeit aktualisiert wird und so die Inhalte über längere Zeit verfolgt und ausgewertet werden können.

Social Mention – Der Alles-Könner.


Social Mention

Socialmention stellt ein sehr ambitioniertes Social Web Monitoring Projekt da. Hier gibt es kein “entweder / oder”. Das Tool durchsucht über 80 verschiedene Dienste des Social Web auf gewünschte Begriffe. “Searching content from across the universe…” heißt es während die Suchanfrage bearbeitet wird, und dies scheint keines Falls eine Übertreibung zu sein. Socialmention durchsucht neben klassischen Blogs, Newsseiten und Twitter ebenfalls zahlreiche Communities wie Facebook oder YouTube. Entsprechend mächtig fällt auch die Präsentation der Suchergebnisse aus. Neben der klassischen Auflistung der Inhalte nach Aktualität, wird auch hier die generelle Stimmung (positiv/negativ) ermittelt und relevante Hashtags, User und Keywords angezeigt. Zusätzlich werden vier eigene Messgrößen (strength, sentiment, passion, reach) angegeben. Dabei wird der Anteil des Begriffes im Tagesgespräch, das Verhältnis von positiven Stimmen zu negativen Stimmen und der Grad des Einflusses im Social Web errechnet.

Diese Aufzählung stellt natürlich nur einen sehr kleinen Teil der verfügbaren Dienste da, und soll einen Einstieg in die User- und Trendanalyse im Social Web geben. Weitere Tools und Links sammeln wir auf unserer Facebook-Fanpage und möchten jeden dazu einladen, seine Erfahrungen und Top- bzw. Flop-Tools mit uns zu teilen.

Der Wandel kommt aus dem Social Web

Angst und Ratlosigkeit macht sich in vielen Kommunikations- und PR-Abteilungen breit. Wie ein Rudel Wölfe stürzt sich die Social Community auf die Outdoormarke Jack Wolfskin, als diese jüngst ihre Markenrechte einforderte.
Vermeintlich maßgeschneiderte Kampagnen für die “Generation Upload” werden im Social Web schonungslos zerrissen, und sogar in den eigenen Reihen der Blogger rollen Köpfe. Was ist nur los im Internet? Das Social Web scheint anderen Regeln zu folgen, die Unternehmen lernen müssen, wenn es sein muss, auf die harte Tour.

Hilfe

Das Social Web macht jeden Einzelnen zu einem (Informations-)Sender und ermöglicht die Entwicklung einer nie dagewesenen Massenintelligenz. Es existieren, neben der Fähigkeit lesen zu können und einen Internetanschluss zu besitzen, keine nennenswerten Einstiegsbarrieren, um auf den gigantischen Echtzeit-Informationspool zuzugreifen. Gleichzeitig wird dieser – ebenfalls in Echtzeit – von Millionen Nutzern weltweit durch Neuigkeiten, Erfahrungen und Meinungen kontinuierlich vergrößert. Zudem wird durch den einsetzenden Siegeszug des mobilen Internets letzten Endes neben der Zeitverzögerung auch die Ortsabhängigkeit der Informationen eliminiert. Jeder kann sich zu jeder Zeit von jedem Ort aus über bestehendes Wissen informieren oder neues hinzufügen.
Der (Informations-) Konsument hat eine Stufe der Emanzipation erreicht, in der er nicht mehr unreflektiert alles aufnimmt, was ihm vorgesetzt wird. Er hat gelernt, dass er heute selbst bestimmt, welche Botschaften und Nachrichten er aufnehmen möchte, und dass es diese kritisch zu hinterfragen gilt.

Klare Inhalte, der Dialog mit dem Kunden und das Zuhören in der Community sind heute die neuen, mächtigen Werkzeuge im Marketing, der Produktentwicklung oder der PR-Abteilung. Das Social Web bietet heute eine Fülle von wertvollen Consumer-Insights, die in dieser Form früher nicht zu Verfügung standen. Positive und negative Erfahrungen, Probleme und Wünsche; überall tauschen sich die Menschen öffentlich im Netz aus. Sie empfehlen was ihnen gefällt und kaufen, was sie empfohlen bekommen. Werbung beeinflusst meist nur noch wenn sie nicht als solche wahrgenommen wird. Die Gewinner sind heute innovative Produkte und Dienstleistungen, die den Wünschen der Konsumenten gerecht werden sowie Unternehmen, die sich den kritischen Fragen stellen, offen agieren und ihren Kunden zuhören. Dabei ist es für Unternehmen zugleich leichter als je zuvor dies zu erreichen, denn der Konsument hilft dabei gerne, wenn er gefragt und ihm zugehört wird. Er möchte als Partner angesehen, offen informiert und ehrlich involviert werden.

Was ist zu tun?
(frei übersetzt nach Amir Kassaei)

01. Relevanz ist wichtiger als die bloße Wahrnehmung.

02. Behandeln Sie Kunden wie Freunde, nicht wie anonyme Konsumenten oder Zielgruppen.

03. Inhalte sind wichtiger als das Medium.

04. Echte Innovation braucht kreative Beratung.

05. Erfüllen Sie bestehende Bedürfnisse statt neue zu kreieren.

06. Marketing muss Produktinnovationen vorantreiben, statt lediglich den Abverkauf zu steigern.

07. Die beste Werbung sieht nicht wie Werbung aus.

08. Der größte Wettbewerbsfaktor ist die mit Daten überladene Welt.

09. Die digitale Welt ist die neue Infrastruktur.

10. Menschen machen Marken nicht Experten.


Die Social Media Revolution

Der kurze Clip, des Autors Erik Qualman (“Socialnomics”), stellt mit Hilfe beeindruckender Zahlen und Statistiken die enorme Relevanz der neuen Social Media Bewegung vor. Die neuen Formen des medialen Umgangs mit Informationen haben bereits heute gewaltige Dimensionen erreicht, und lenken das Informations- und Kaufverhalten der Menschen in eine neue Richtung. Millionen von Menschen beteiligen sich aktiv an der Gestaltung dieser neuen Formen und Möglichkeiten über Communities, Blogs und Foren. Alleine die internationale Plattform Facebook konnte innerhalb von 9 Monaten gut 100 Millionen neue Nutzer begeistern und setzt ihr Wachstum stetig fort.

So gilt heute mehr denn je die goldene Social Media Regel “Der Nutzer entscheidet darüber was gut ist und was nicht”. Denn der Nutzer wird seine Erfahrungen teilen, die Guten wie auch die Schlechten, mit seinen Freunden, seiner Community.
“Das ist doch nicht neu” werden viele denken, denn schon in den ersten Tagen des Internets haben sich Wissenschaftler, Techniker und Militärs in Foren und sog. Newsgroups ausgetauscht und Erfahrungen und Ideen geteilt.

Die “Revolution” liegt jedoch nicht in der bloßen Tatsache des Informationsaustausch in Online-Gruppen. Sie liegt vielmehr in den nahezu unbegrenzten Möglichkeiten die Social Media Plattformen ihren Nutzern heute bieten können. Sie begründen zum Großteil den enormen Mitgliederzuwachs, den Social Media Plattformen verzeichnen.
Waren es früher Kleinstgruppen von Internet-Nerds die sich unbemerkt über Themen ihres Faches in kurzen Textpassagen unterhielten, so kann heute JEDER nahezu ÜBERALL mit JEDEM und JEDERZEIT in Bild, Text und Ton kommunizieren. Und das nicht nur mit seinen Freunden und seiner Community, sondern mit Nutzern auf der ganzen Welt. Diese Informationen verbreiten sich in Sekunden, wirken aber über Wochen, Monate oder gar Jahre.

“The word of mouth” oder die etwas unschöne Übersetzung die “Mund-zu-Mund-Propaganda” bekommt dadurch eine mächtigere Bedeutung als je zuvor und damit auch stärkere Relevanz für unternehmerische Handlungen und Entscheidungen.

Warum ist Twitter für Unternehmen interessant?

Wie Twitter funktioniert, haben wir bereits kurz erläutert, aber wie viele Nutzer stehen dahinter? Über was wird sich unterhalten und wie kann ein Unternehmen von dieser Community profitieren?

Das Twitter-Verzeichnis TwitDir zählt zur Zeit 5.151.150 Twitter-Nutzer und es werden täglich mehr. Da die Verbreitung des mobilen Internet dank Apple’s iPhone und der Google Android Plattform immer schneller voranschreitet, und sich bereits zahlreiche Twitter Lösungen für mobile Geräte auf dem Markt befinden, generieren diese bereits einen beachtlichen Teil des Nachrichtenaufkommens. Das bedeutet, viele der gut 5 Mio. Nutzer teilen ihre Erfahrungen und Meinungen rund um die Uhr und von jedem Ort aus! Damit ist Twitter immer etwas aktueller und vor allem schneller als die klassischen Blogs.

Nicht zuletzt durch diese Tatsache beeinflusst Twitter die Themen und Meinungen weit über den eigenen Dienst hinaus auf anderen Bogs, Foren oder Social Communities. Alleine die Möglichkeit, Twitter mit anderen Social Community Plattformen wie Facebook und StudiVZ zu verknüpfen, öffnet die Tore zu weiteren Millionen Nicht-Twitter-Usern. Damit wird es um so interessanter über was sich die Nutzer unterhalten. Twitter hat hier oft den Ruf weg, sehr banale Themen zu behandeln. Von “Ich habe mir gerade die Zähne geputzt” bis “Ich wünsche der Welt einen guten Morgen” ist wirklich alles dabei. Dies ist aber nur ein gewisser Teil der täglichen ca. 2-3 Mio. (!) Tweets die Twitter durchschnittlich verzeichnet. Denn es finden sich Tweets über nahezu jedes Thema, das von (mehr oder weniger) allgemeinem Interesse sein könnte. So sind auch Marken, Produkte, Konsumentenerfahrungen und -kritiken häufige Gesprächsthemen. Eine Untersuchung der Penn State University ergab, dass in 20% (!) der täglichen Tweets “nach Produkterfahrungen gefragt oder darauf geantwortet” wird.

Twitter ist also in vielerlei Hinsicht sehr interessant für Unternehmen. Zum Einen durch die klassische Reichweite die sich täglich vergrößert, zum Anderen (und das ist der weitaus wichtigere Teil) können ohne größeren Marktforschungsaufwand wertvolle Consumer- und Market-Insights gewonnen werden. Die Konsumenten tauschen sich ununterbrochen aus, berichten ihre positiven wie auch negativen Produkt- oder Supporterfahrungen, äußern Wünsche und Verbesserungen. Selbst den eigenen Konkurrenten lässt sich mühelos und übersichtlich per Twitter folgen, so ist man auch in diesem Punkt über die aktuellen Gedanken informiert.

In einem (letzten) Satz: “The word of mouth” ist greifbarer denn je, denn die Menschen fangen an es in Echtzeit im WorldWideWeb niederzuschreiben.

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