Archiv für den Autor: Andreas Cirikovic

Über Andreas Cirikovic

Andreas ist für verschiedene Social Media-Aktivitäten der SYZYGY Deutschland GmbH verantwortlich und beschäftigte sich während des Studiums intensiv mit dem Einfluss sozialer Netzwerke auf die amerikanische Gesellschaft. Inzwischen widmet er sich verstärkt der ökonomischen Perspektive des Social Web und untersucht welche kommerziellen Nutzungsmöglichkeiten es Unternehmen bietet. Er schreibt an seiner Doktorarbeit zum Thema Konsum & Medien und gibt Social Media-Kurse an Schulen. Sie können Andreas gerne über Facebook, Xing oder Google+ kontaktieren.

seo-social

Suchmaschinenoptimierung dank Facebook

Die Relevanz von Facebook steigt. Zumindest wenn einem das Google-Ranking der eigenen Webseite wichtig ist. Schon lange reicht es nicht mehr nur Links zur eigenen Seite zu erzeugen, es gilt Soziale Netzwerke in die eigene SEO-Strategie einzubinden.

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Facebook Promotions

Gewinnspielen auf der Facebook-Chronik haben nicht nur Vorteile

Vor drei Jahren schrieben wir hier im Blog: Gründe Fan einer Facebook Page eines Unternehmens zu werden gibt es viele, Grund Nummer 1 sind aber Gewinnspiel-Aktionen, Coupons & Co. – Und daran hat sich bis heute nichts geändert.

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Die beiden Teams im Vergleich

BVB vs. FCB – Der Facebook-Vergleich


Der FC Bayern und Borussia Dortmund sind nicht nur in der Champions League aktiv und erfolgreich, sondern auch auf Facebook. Wir schauen uns die Profile der beiden Teams an und prüfen, ob hier einer mit seinen Aktivitäten eindeutig die Nase vorne hat.

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CA

Facebook am Point-of-Sale?

Immer mehr Menschen tätigen ihre Käufe im Internet. Einzelhändler entwickeln dagegen unterschiedliche Strategien – mitunter setzen sie an ihren Verkaufsstätten auf digitale Technologien und dabei auch auf Facebook. Wir geben Beispiele.
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Quadratische Version

Facebook bietet Namensänderung von Unternehmensseiten wieder an

Wer den Namen einer Facebook-Page anpassen möchte, macht schlechte Erfahrungen. Facebook erklärt im Help Center noch heute „Du kannst momentan nicht den Namen von einer Seiten (sic!) mit mehr als 200 „Gefällt mir“-Markierungen ändern.“ Diese Regel führt dazu, dass Seiten mit etwas mehr als 200 Fans sogar zum gemeinsamen „Dislike“ aufrufen, um sich damit die Option temporär wieder zu verschaffen. Für Seiten mit 300 Fans ist das natürlich nicht praktikabel, für Seiten mit 300.000 Fans… na ja, vergessen wir das.

Doch Facebook scheint sich das „momentan“ in der Formulierung zu Herzen genommen zu haben. Man kann im Administrationsbereich einer Facebook-Seite jetzt wieder eine Änderung beantragen. Dazu klickt man einfach auf „Seite bearbeiten“ und dann auf „Informationen bearbeiten“.

Allerdings scheint die Option schrittweise eingeführt zu werden. Es gibt Seiten, die der gleichen Kategorie zugeordnet sind („Marken & Produkte“) oder auch anderen Kategorien, deren Name sich noch nicht ändern lässt.


Um den Prozess zu beschleunigen, braucht man Unterlagen, die den Namen und die Adresse des Unternehmens deutlich benennen. Zulässig wäre bspw. eine Gas-, Wasser- oder Telefonrechnung als JPG-, PDF- oder DOC-Datei.

Unzulässig sind u.a. Logos, Webseiten oder Visitenkarten. Nun, damit ist die Hürde für viele Unternehmen niedriger als vor einigen Monaten als Facebook für das Ändern einer Seite drei Links zu externen Quellen abfragte, die den Namen korrekt nannten. Damals wurden außerdem zahlreiche Änderungsaufträge trotz Erfüllung aller Vorgaben einfach nicht bearbeitet – bis die Option wieder von der Seite verschwand.

Unsere Empfehlung: Wenn Ihr den Namen einer Unternehmensseite ändern möchtet, versucht es jetzt. Wer sich unwohl dabei fühlt Beträge auf einer Rechnung zu versenden, sollte diese mit einem schwarzen Balken verdecken. Mal schauen, wie Facebook sich diesmal bei der Bearbeitung anstellt und ob es diesmal wirklich Erfolge zu verzeichnen gibt. Wenn Ihr selbst Erfahrungen sammelt, lasst es uns gerne wissen.

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Social meets Visual Web: Wie Brands auf Facebook visueller werden

Soziale Netzwerke werden visueller. Coca-Cola, Starbucks & Co. zeigen auf ihren Facebook-Seiten bereits, wie man die Vorteile von Fotos & Videos optimal im Social Media Marketing nutzen kann. Wir schauen uns Beispiele an.

„Image is everything“?

Neuere Dienste wie Instagram, Tumblr, Pinterest oder Socialcam (diese Woche für 60 Millionen Dollar aufgekauft) fokussieren sich auf das Bild, bzw. Bewegtbild. Der Flickr Summer 12 Trend Report beziffert die Zahl der auf der Plattform hochgeladenen Fotos auf 7.2 Milliarden, 2.500 Fotos folgen minütlich. Dabei steigt der Druck auf Flickr durch Dienste wie 500px, wo Fotos/Design noch mehr Raum gegeben wird. Twitter wirkt gegen solche Plattformen zwar optisch antiquirt, auch hier hat sich die Zahl der geteilten Fotos 2011 allerdings vervierfacht. Dass Facebook in der Chronik Fotos jetzt prominent platzieren lässt und sowohl Face.com als auch Instagram (Schnäppchen!!) aufgekauft hat, rundet das Gesamtbild ab.

Wieso ist das so?

Es gibt einige technische Gründe, wieso Fotos im Netz an Wichtigkeit gewinnen. Entscheidend ist aber die Entwicklung der Smartphone-Absätze. Ein paar Statistiken zu dieser Entwicklung:

  • 2011 wurden weltweit mehr als 491 Millionen Smartphones verkauft, das sind mehr als 30% aller Mobiltelefone.
  • In Deutschland wurden davon 11,8 Millionen Einheiten verkauft, das sind 43% aller Mobiltelefone.
  • Inzwischen haben mehr als 50% der Mobilfunknutzer in USA/Kanada ein Smartphone.
  • Analysten vermuten 2012 einen weltweiten Absatz von 686 Millionen, spätestens 2016 soll die Grenze von einer Milliarde verkaufter Einheiten durchbrochen werden.

User können leichter Fotos machen, sie leichter hochladen, austauschen und unterwegs betrachten. Dazu passt eine andere Zahl aus dem Flickr Trend Report: Auf der Plattform war das iPhone 4 lange Zeit die meistbenutzte Kamera! Bis es kürzlich abgelöst wurde … vom iPhone 4S. Die Entwicklung des Mobile Web wird den Aufstieg fotolastiger Websites weiter befeuern.

Wie Unternehmen reagieren

Viele Marken haben den Trend längst erkannt und binden auf ihren Social Media-Präsenzen verstärkt eigene und Nutzer-Fotos ein. Folgend zehn Facebook-Beispiele:

1. Coca-Cola animiert Nutzer dazu Bilder von persönlichen Coca-Cola-Momenten hochzuladen. Das Cover-Foto ist eine wechselnde Collage solcher Fotos.

2. Dunkin‘ Donuts kürt sogar den „Facebook Fan of the Week“ – dessen Foto wird in das Cover-Foto eingebunden und auf einer Werbetafel am Times Square präsentiert.

3. Ben & Jerry’s kürt das „This week’s Fan Foto„. 6 der letzten 7 Postings des Unternehmens waren solche Fan-Fotos.

4. Starbucks präsentiert die eigenen Pinterest-Foto-Boards als App. Smirnoff US erwähnt den eigenen Pinterest-Auftritt in der Chronik an.

5. Pedigree spendete bei der Aktion „Dog Show“ für das Hochladen von Fotos Futterdosen an Tierheime.

6. Nike Football bietet die Barbershop-App. Nutzer laden eigene Fotos hoch und können sich den Style eines Fußballstars verpassen. (Ja, Mario Balotelli ist mit von der Partie.)

7. Jägermeister Deutschland bietet Fans Vorlagen für deren eigene Cover-Fotos. Außerdem besucht die Jägermeister Fotobox Clubs im ganzen Land. Die Ergebnisse lassen sich per Code in einer Facebook-App betrachten.

8. London 2012. Die offizielle Facebook-Seite der Olympischen Spiele in London animiert User Videos von eigenen sportlichen Höchstleistungen hochzuladen („Show your Best to the World„). Dazu gibt es in der Chronik Fotos aus dem Olympischen Dorf und einen Foto-Contest.

9. Instagram bindet jede Woche ein Nutzer-Foto zu einem Thema ein, das im Company Blog behandelt wird. Diese Woche ist es der 57te Geburtstag von Disneyland. Außerdem wird in Videos gezeigt, wie Nutzer mit ihren Kameras bessere Fotos schießen können.

10. Fanta nutzt klassiche Motive um die Unternehmenshistorie visuell aufzubereiten. Das machen auch Ben & Jerry’s, Coca-Cola und viele weitere Unternehmen.

Abschließend noch ein Bild, das zeigt: Trotz aller Apps & Aktionen können Unternehmen manchmal gerade mit einfachen Fotos die Fans begeistern und dabei auch Sprachbarrieren umschiffen.

Egal welche Ideen man jetzt für gelungen oder weniger gelungen hält, der Erfolg dieser Beispiele zeigt: Für Unternehmen ist es an der Zeit in Social Media noch stärker visuelle Kommunikation einzusetzen – sich eine Art „Visual Social Media“ Strategie zurechtzulegen.

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Eignet sich Pinterest als Social Commerce-Plattform?


F-Commerce sollte die Zukunft sein und ist für viele schon Vergangenheit. Für viele Brands lohnt sich jetzt ein Blick auf die Social Commerce-Möglichkeiten des Newcomers Pinterest.

Aufsteigender Stern
Noch hat Pinterest in Deutschland eine verglichen geringe Reichweite. Die Page liegt im Ranking der meistbesuchten Webseiten des Landes auf Platz 64. Der Abstand zu anderen Sharing Sites wie Facebook (Platz 2), YouTube (Platz 4) und Twitter (Platz 17)  ist also beachtlich.
Trotzdem: Pinterest ist seit Monaten der aufsteigende Stern am Social Media-Himmel. In den USA liegt die Site auf Platz 16 im Alexa-Ranking und ist damit die drittbeliebteste Social Website – vor Google+ oder LinkedIn. Gegründet wurde Pinterest 2010, nach so kurzer Zeit hatten Twitter & Facebook weniger Nutzer. Bezogen auf die Commerce-Möglichkeiten des Netzwerks schreibt AllThingsD diese Woche „No one knows for sure what Social Commerce will be in the future, but it’s starting to look a lot like Pinterest.“
Ein wenig Skepsis ist da natürlich angebracht. Auch andere Sites wurden angepriesen und sind tief gefallen. Wir können uns dazu ja mal in Google+ austauschen. Sobald ich mich einlogge. Irgendwann. Vielleicht.

Was ist an Pinterest also anders und wieso ist die Plattform für bestimmte Brands wirklich interessant?

Pictures of you, Pictures of me
Bei Pinterest dreht sich alles um Fotos. User sammeln sie an ihrer Pinnwand, legen Boards zu Themen an, liken, kommentieren, teilen. Und genau das machen auch Brands. Und einige tun das bereits sehr geschickt, teilweise um Affinität zur Marke herzustellen, teilweise um direkt den Absatz zu steigern.
In Facebook haben viele Brands versucht ihre E-Commerce Stores 1:1 abzubilden und sind damit gescheitert. Zu Recht. Sie bieten keinen Mehrwert und die Usability ist schlecht. Sucharita Mulpuru (Foster Research) beschrieb im Februar ein weiteres Problem des F-Commerce: „There was a lot of anticipation that Facebook would turn into (…) a place where people would shop. But it was like trying to sell stuff to people while they’re hanging out with friends at the bar.”
Ich bin weniger pessimistisch was F-Commerce betrifft und Menschen konsumieren auch in einer Bar. Pinterest bietet aber wirklich ein besseres Umfeld für Commerce – gerade für Brands, die visuelle Anreize bieten.

Virtueller Schaufensterbummel
Norstrom schloss vor einigen Monaten den eigenen Facebook-Store (u.a. taten das auch Gamestop und Gap) und entdeckte Pinterest als Plattform. Das Modelabel bietet Boards mit Fotos aus dem aktuellen Katalog und zu Themen wie „French Charm“ oder „Nordstrom Wedding Suites“. Die Benutzeroberfläche von Pinterest eignet sich für solche Fotosammlungen, alles funktioniert intuitiv. User beschäftigen sich mit dem, was ihnen ins Auge fällt. Sie schlendern an Schaufenstern entlang und betreten (per Klick) interessante Geschäfte.
Sony verfolgt eine ähnliche Strategie auf Pinterest. Boards mit Titeln wie „Brand New Sony Products“ oder “Stuff You Say You Want” laden zum schnell Blick/Klick ein. Ästhetische Produktfotos werden gerne geteilt – weniger als in Facebook wird das als Social Spam wahrgenommen.
Große, einladende Schaufenster bringen Traffic – das ist im Netz nicht anders als im klassichen Einzelhandel. Pinterest hat bereits höherer Traffic-Raten als Twitter, die Bereitschaft der User Links anzuklicken ist in Pinterest überdurchschnittlich hoch. Und im Gegensatz zu Facebook Postings und Tweets generieren Pins über eine längere Zeit Traffic.

Zielgruppe
Wenn man über Schaufenstertouren spricht, lohnt sich ein Blick auf die Pinterest Demographie. 4 von 5 Nutzern sind weiblich, Sony bietet entsprechend ein Board mit dem Titel „For the moms“. Andere Brands fokussieren sich noch stärker auf die weibliche Kundschaft: Nordstrom widmet sich in jedem vierten Board dem Thema Hochzeitsdress, WholeFoods bietet „How Does Your Garden Grow“ und „Super HOT Kitchens“ Boards – na gut, ich gebe auch als Mann zu, dass einige der Küchen verdammt stark aussehen.

Mix der Boards
Die Beispiele zeigen: Brands sollten einen gesunden Mix an Boards bieten. Das gelingt Sony etwas besser als Nordstrom, wo es sich wirklich nur um einen netten Modekatalog handelt. Der Elektronikgigant zeigt aufregende Bilder, die mit ihren Kameras geschossen wurden, oder Sony Art. Natürlich dreht es sich auch hierbei um die Produkte, auch hier findet man immer wieder Links zu E-Commerce-Präsenzen.
Als Beispiel für einen Brand mit einem bunten Mix aus Boards kann wieder WholeFoods nennen. Die Boards unterstreichen die Firmenkultur, das Fabel für gesundes, qualitativ hochwertiges Essen und das soziale Engagement. Das schafft Affinität zur Marke. Darauf beschränkt sich WholeFoods aber auch, E-Commerce ist nicht das Ziel

Emotionen & Affinität
Auch Sony spielt mit Emotionen und schafft Affinität. „Places we would like to live“ zeigte Wohnräume, die Sony Produkte gerne ihre Heimat nennen würden. In Boards wie „Sony Retro“ oder „Classic Ads“ werden alte Produkte und Anzeigen des Unternehmens präsentiert, einige Unternehmen tun das inzwischen ja auch in ihrer Facebook Chronik. Sprechen User über solche Produkte, drücken sie ihre Liebe zu einer Marke stärker als mit einem einfachen Like aus und verraten dabei etwas über sich. User sprechen in sozialen Netzwerken gerne über sich. SocialCommerceToday schreibt dazu richtigerweise: „80% of your social media output will be vanity posts about you. Talking about yourself is verbal masturbation and you’re addicted.“ Und ein Retro-Board bspw. bietet dem Nutzer dafür einen für Brands angemessenen Raum.

Deals
Deals und Vergünstigungen sind das was User sich von Unternehmen im Social Web wünschen, diese bietet auch Sony.
„We’ll offer an exclusive Deal on Pinterest to reward our pin-friends for their dedicated pinning.“
Erreicht das gepinnte Produkt innerhalb von 48 Stunden soundso viele Repins, dann wird der Deal freigeschaltet und alle Teilnehmer erhalten einen Discount-Code, eine Art GroupBuy also.

Ausblick
Es deutet einiges darauf hin, dass Pinterest sich für Commerce-Aktivitäten eignet. Dazu passen die ersten Erfolgsmeldungen von Sony: Seit man dort selbst aktiv ist, hat sich der Traffic verachtfacht und liegt 2 ½ mal höher als Visits von Twitter-Usern. Und da hat Sony nicht 3.000 Follower sondern über 80.000. Pinterest ist laut einer Studie von Shop.org bereits das Netzwerk, in dem User durchschnittlich den meisten Brands folgen, und ich wage eine Prognose: Über Pinterest wird Nordstrom länger, erfolgreicher und kostengünstiger Kleidung an die Zielgruppe bringen.

Wie Brands Google+ nutzen & auf was Unternehmen dabei achten sollten


Seit dem 07.11. gibt es Seiten für Unternehmen auf Google+. Natürlich gab es Kritik an den zum Start zur Verfügung stehenden Optionen: Keine Werbung, keine Möglichkeiten der Erweiterung (Apps) & Gewinnspiele sind auch nicht erlaubt. Die Unternehmensseiten in Google+ erinnern in der jetzigen Form stark an Facebook – zumindest wenn man ein gutes Gedächtnis hat und sich erinnert wie Facebook vor einer gefühlten Ewigkeit war.

Andererseits wird auch viel über die SEO-Vorteile von Google+ berichtet. Wie können Unternehmen die Plattform und die knappen Möglichkeiten also nutzen? Rückschlüsse darauf liefern die Bemühungen oder Nicht-Bemühungen der Brands, die in den letzten Jahren (gemessen an den Fan-Zahlen) am erfolgreichsten auf Facebook agierten: Cocal-Cola, Disney, MTV, Starbucks, Playstation, Oreo, RedBull, Converse, Pringles & YouTube.

1. Das Anlegen der Seite

Von den zehn Brands sind bereits jetzt alle in Google+ vertreten, nur für MTV findet sich noch kein Äquivalent zur englischsprachigen Facebook Page. Wer des Spanischen mächtig ist, wird aber bestens über die lateinamerikanische Poplandschaft informiert. Drei der Brands (Pringles, Oreo & Converse) haben sich auf das Anlegen der Site beschränkt, Beiträge sucht man (bisher) vergebens.

In Google+ lassen sich mehrere Seiten mit dem gleichen Namen anlegen, d.h. dass es (a) keinen stressigen Run auf die besten Namen gibt und es (b) manchmal reichlich unübersichtlich wird. Google verifiziert Seiten nach einer gewissen Zeit, auf Platz eins der Suchergebnisse gelangt man damit aber nicht automatisch. Unter Coca-Cola findet man bspw. sortiert nach der Zahl der Follower gleich mehrere Pages, die offizielle Variante lag hier auf Platz 4 – seit der Verifizierung durch Google am Mittwoch wird die Page trotz weniger Follower an Position 2 gelistet. Wie genau sich die Verifizierung auf das Ranking auswirkt, muss in den nächsten Wochen beobachtet werden.

2. Inhalte

Von den sechs Brands, die bereits Beiträge auf Google+ veröffentlichen, übernimmt nur einer seine Facebook-Beiträge 1:1, nämlich Starbucks. Disney, RedBull, Coca-Cola & Playstation präsentieren ähnliche Inhalte in beiden Netzwerken, YouTube veröffentlicht auf Google+ andere und wesentlich mehr Beiträge. Als Teil der Google-Familie, überrascht diese Strategie von YouTube aber nicht wirklich.

In Kommentaren zu ihren eigenen Postings werden die Brands nicht wirklich aktiv. Wenn sie es tun, dann zumeist mit den Worten, mit denen man im Social Media-Bereich auf scheinbar alles antworten kann: „THANK YOU!!“

3. Seitenbeschreibung

Google+ bietet Unternehmen unter dem Seitennamen Platz für „10 Wörter, die Ihre Seite am besten beschreiben“ – und wenn Google an prominenter Stelle Platz für Keyword-lastige Texte lässt, sind alle SEO Freunde natürlich begeistert. Dieser Raum wird entsprechend von allen 10 Brands genutzt – niemand platziert hier allerdings einfach eine Keyword-Auflistung, ein stimmiger Text sollte es schon sein. Starbucks, Oreo & Converse beschränken sich dabei allerdings nicht auf das genannte Worte-Limit. Converse hat ja bereits im Film I Robot bewiesen, dass man jeden zur Verfügung stehenden Platz gnadenlos nutzt, entsprechend umfasst deren Seitenbeschreibung gewaltige 43 Worte. Kurz & schön hält es dagegen Coca-Cola: „Open Happiness. The official Coca-Cola page on Google+.”

4. Fotowand

Google+ bietet auf der sogenannten Fotowand (so wird der Platz zwischen Seitenname & Pinnwand genannt) Platz für fünf ausgewählte Fotos. Hier hat man sich natürlich stark von Facebook bedient inspirieren lassen, wobei das System etwas durchdachter ist. Die fünf Abbildungen sind nicht einfach die fünf neuesten hochgeladenen Bilder, sondern werden separat dort platziert. Außerdem verzichtet Google darauf die fünf Fotos immer wieder zu rotieren. Dass Unternehmen gerne mit den sich daraus ergebenen Möglichkeiten spielen, beweisen Coca-Cola, Red Bull & YouTube – im Falle von Coca-Cola sind die fünf Fotos sogar mit dem Logo grafisch verbunden. Die einzigen Brands, welche die Fotowand noch nicht nutzen, sind Oreo, Pringles & Converse.

5. Über mich

Hier handhaben es alle 10 Unternehmen gleich: Ein kurzer Infotext zum Unternehmen und dazu ein Link zur Webseite. Die Infotexte wurden teilweise 1:1 aus Facebook übernommen – dagegen spricht auch nicht wirklich etwas. Neben dem Link zur Webseite verlinken bspw. Playstation & RedBull zu weiteren Social Media-Präsenzen, YouTube verzichtet darauf natürlich und linkt direkt zu verschiedenen Video-Kanälen.

Wie deutsche Unternehmen der Impressumspflicht in Google+ nachkommen können, erschließt sich mir nicht wirklich. Vorerst muss man dazu wohl den Über mich-Bereich nutzen.

6. Link auf eigener Website?

7. Kreise

Unternehmen haben die Möglichkeit Personen oder andere Seiten in ihre Kreise aufzunehmen. Eine Möglichkeit, die bisher nur von Starbucks & Playstation genutzt wird.

Der berühmteste Kaffeebrauer der Welt hat 60 Personen/Pages in seinen Kreisen. Wer Menschen wie Kelley Myers oder Stephen Dolenski sind? Keine Ahnung. Anders nutzt Playstation den Bereich: Verlinkt sind die Seite von IGN und verschiedenen Spiele-Herstellern. Der Bereich übernimmt damit die Funktion der „Sites I Like“ in Facebook und bietet einen gewissen Mehrwert.

Learnings für Unternehmen

Bevor lange über die Strategie beraten wird, sollten Unternehmen einfach eine Google+ Seite anmelden (für alle, die ihn noch nicht haben, hier der Link). Ein paar Dinge gilt es zu beachten:

  • Das Anlegen der Seite sollte jemand übernehmen, der nicht in den nächsten Wochen das Unternehmen wechselt, da die Admin-Rechte automatisch beim Seitenersteller liegen und dieser die Rechte auch nicht übertragen kann. Die Multi-Admin-Verwaltung ist erst für das erste Quartal 2012 angekündigt – und wir haben bei den Unternehmensseiten ja gesehen, dass solche Termine auch gerne verschoben werden. Falls mehrere Personen Admin-Rechte für die Seite haben sollen, eignet sich dafür momentan nur ein gemeinsamer Fake-Account, über den die Seite angelegt wird. Um Problemen vorzubeugen sollte dieser nicht als Fake-Account erkennbar sein.
  • Die Fotowand sollte gleich mit fünf Fotos bestückt werden, dadurch bekommt die Seite einen offizielleren Charakter. Die Fotos sollten sich nicht so stark voneinander unterscheiden, einfach um einen harmonischeren Gesamteindruck zu erzeugen. Wer eine Idee hat wie er die Fotowand mit einem durchgängigen Motiv und/oder CI konform ausstatten kann, sollte das auf jeden Fall machen.
  • Zehn Worte, die die Seite beschreiben, sollten auch wirklich nur zehn Worte sein. Das sieht (a) schöner aus und (b) hat eh keiner Lust mehr zu lesen. Ein kurzer prägnanter Text oder einfach nur der Firmenslogan. Vielleicht anfänglich sogar die Info, dass es sich um den offiziellen Google+ Auftritt des Unternehmens handelt, insofern es viele inoffizielle Fan-Pages gibt.
  • Zu den eigentlichen Beiträgen: Da kann man sich ruhig zurückhalten, gerade wenn man schon kaum genug Input für Facebook generiert. Ein kurzes Begrüßungsposting (Starbucks schreibt bspw. „Hello! Welcome to the Starbucks page on Google+ … We’re excited to start talking about coffee+ other things with you here!”), dann Inhalte aus Facebook verwerten. Bei allen Copy-Paste-Aktionen aber gesunden Menschenverstand walten lassen: Ein Unternehmen verwies in einem Google+ Beitrag auf eine App, die es hier natürlich nicht gab – in Facebook hatte das Posting mehr Sinn ergeben. Zum Glück lassen sich in Google+ Beiträge auch nachträglich noch bearbeiten…..
  • Gerade wenn man einen starken Facebook-Auftritt hat, muss man den Google+ Auftritt anfänglich nicht groß kommunizieren. Momentan bieten sich Unternehmen im Vergleich zu Facebook zu wenige Möglichkeiten. Hauptsache man ist dort vertreten, wird gefunden und profitiert von den SEO-Vorteilen.