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Suchmaschinenoptimierung dank Facebook

Die Relevanz von Facebook steigt. Zumindest wenn einem das Google-Ranking der eigenen Webseite wichtig ist. Schon lange reicht es nicht mehr nur Links zur eigenen Seite zu erzeugen, es gilt Soziale Netzwerke in die eigene SEO-Strategie einzubinden.


Zu entsprechenden Ergebnissen kam dieses Jahr auch die Studie von Searchmetrics. Hier wurde untersucht, was bei Google gut positionierte Seiten gemeinsam haben und was sie von schlechter positionierten Seiten unterscheidet.

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Mit Blick auf die Ergebnisse in Deutschland fällt auf: Sowohl Facebook Likes, Shares als auch Kommentare gehören in Bezug auf das Google-Ranking zu den Top-Faktoren.

In die gleiche Richtung lassen sich die Ergebnisse einer Ascend2-Studie deuten. Hier wurden 600 Marketing-Profis zu den Themen SEO und Social Media befragt. Das Ergebnis: 15% der Befragten gab an mit dem eigenen Suchmaschinen-Ranking zufrieden zu sein, 18% äußerten sich unzufrieden. Auffällig: Die Unzufriedenen gaben wesentlich häufiger an, Social Media auf der eigenen Präsenz nicht integriert zu haben (50% vs. 5%).

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Kurz und knapp hebt auch Google selbst die Relevanz von Sozialen Netzwerken hervor: „In general, webmasters can improve the rank of their sites by creating high-quality sites that users will want to use and share.“

Wie also Facebook nutzen?

Immer wieder hört man die gleichen Ratschläge, einfach auch weil sie richtig sind. Umso überraschender, dass so viele Unternehmen sie noch nicht beherzigen.

1. Facebook integrieren

Jeder der Vertrauen in seine Inhalte hat, sollte den Nutzern auch die Möglichkeit geben sie direkt auf der Webseite zu teilen – falls möglich über und unter dem Text, da viele Leser nur die Überschrift überfliegen und den Artikel verbreiten wollen ohne nach unten zu scrollen. Beim Einbinden entsprechender Share/Like-Buttons gilt es das Thema Datenschutz nicht unbeachtet zu lassen. Rechtsanwalt Sören Siebert klärt auf der Seite eRecht24.de umfassend dazu auf.

2. Inhalte zu schaffen, die Emotionen hervorrufen.

Buttons integrieren ist das eine, die Besucher dazu zu bringen sie zu betätigen das andere. Man braucht Inhalte, die bei der Zielgruppe ankommen und es deshalb verdient haben geteilt zu werden. Das ist leichter gesagt als getan. Gut, ehrlich gesagt ist es sogar viel leichter gesagt als getan. Und man kann es ja ehrlich gesagt auch nicht mehr hören. ABER: Qualitativ hochwertige Inhalte, die es schaffen beim Leser Emotionen zu wecken, sind der kürzeste Weg zu einem Gefällt mir, Share oder Kommentar. Schauen Sie sich über Monitoring-Tools wie socialbakers & fanpagekarma mal Facebook Postings von Unternehmen an, die sie mögen, und fragen Sie sich: Was erzeugen erfolgreiche Postings bei ihnen für Gefühle (Freude? Überraschung? Lust?) und wieso fallen andere Postings dagegen ab?

3. Detailarbeit nicht vergessen

SEO erfordert immer ein Blick für die Details. In manchen Website-Relaunch wurde viel Mühe gesteckt und am Ende fehlten die Kräfte für Kleinigkeiten: Neben den Klassikern wie die Meta Description, XML Sitemap und dem Verzicht auf Duplicated Content, zählen dazu auch optimierte Texte fürs Teilen auf Facebook und Twitter.

4. Die Facebook-Präsenz

Nicht vergessen darf man die SEO-Optimierung des FB-Profils. Auch das sollen möglichst viele Nutzer über die Google-Suche erreichen. Die Infotexte werden von Google stark ausgelesen, die Seite sollte einer passenden Kategorie zugeteilt sein, Bildmaterial gilt es nach Möglichkeit mit optimierten Texten hochzuladen und die Seite sollte natürlich eine zum Unternehmen passende URL haben. Im Hinterkopf behalten: Wer über die Google die Facebook-Präsenz erreicht, sollte dort nach Möglichkeit immer Kanäle vorfinden, die wiederum zur eigenen Webseite führen. So bietet man auf der Webseite bspw. weiterführende Informationen zu einem Posting, weitere Bilder, etc. und macht dem Nutzer so einen Besuch schmackhaft.

5. Verschiedene Netzwerke ernst nehmen

Mit Blick auf SEO hat Facebook die höchste Relevanz, aber auch Google+, Twitter & Co. haben gewichtige Argumente auf ihrer Seite. So verzeichnet Google+ stark steigende Mitgliederzahlen (zugegeben teilweise Maßnahmen wie der Google+/YouTube-Profilvernüpfung geschuldet) und erfreut sich einer speziellen Bevorzugung in den Suchergebnissen des Mutterkonzerns. Wie bei allen Investitionen in Social Media gilt aber zu beachten, dass man seine Energie lieber auf die Felder konzentriert, für die man geeignete Inhalte und Ressourcen hat. Einfach nur ein Netzwerk in das eigene digitale Ökosystem einzubeziehen, nur weil man sich SEO-Vorteile verspricht, ist nicht vielversprechend. Die Seite muss nicht ab und an mit netten Inhalten gefüllt werden, sondern regelmäßig.

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Über Andreas Cirikovic

Andreas ist für verschiedene Social Media-Aktivitäten der SYZYGY Deutschland GmbH verantwortlich und beschäftigte sich während des Studiums intensiv mit dem Einfluss sozialer Netzwerke auf die amerikanische Gesellschaft. Inzwischen widmet er sich verstärkt der ökonomischen Perspektive des Social Web und untersucht welche kommerziellen Nutzungsmöglichkeiten es Unternehmen bietet. Er schreibt an seiner Doktorarbeit zum Thema Konsum & Medien und gibt Social Media-Kurse an Schulen. Sie können Andreas gerne über Facebook, Xing oder Google+ kontaktieren.

15 Gedanken zu „Suchmaschinenoptimierung dank Facebook

  1. Niko

    Sehr interessanter Ansatz Andreas! Darüber habe ich mir bisher nicht allzu viele Gedanken gemacht und bin dankbar, dass mir jemand die Augen öffnet :) Ich bin jedoch der Meinung, dass in Zukunft Youtube, G+ und andere Google Dienste weitaus größeren Einfluss auf das Ranking haben werden. Was ich damit sagen möchte, ist das nicht unbedingt eine Facebookpräsenz notwendig ist um ausgezeichnete SEO Resultate zu erzielen. Aber nach deinem Artikel werde ich nichtsdestotrotz mal Facebook stärker in Angriff nehmen ;D

  2. Stefan Wienströer

    Soweit ich weiß ist die Aktivität auf Facebook kein Rankingfaktor, zumindest nicht bei Google. Es ist nur so, dass Google gute Inhalte erkennt und User gute Inhalte gerne teilen. Der Zusammenhang kann eher in die andere Richtung gehen. Durch mehr Traffic von Google gibt es auch mehr Likes.

  3. Andreas Cirikovic Artikelautor

    Danke für Dein Feedback, Niko. Ich bin sehr gespannt was die nächsten 1-2 Jahre bei YouTube, G+ & Co. mit Blick auf die Suchergebnisse noch passiert. Die Bevorzugung durch Google wird sicher gegeben sein, genaueres lässt sich meine ich schwer sagen. Falls Du selbst mal Neuigkeiten & eigene Learnings zum Thema Google Dienste & SEO hast, freue ich mich über Infos!

    Danke auch Dir, Stefan. Du hast Recht. Bei den Erhebungen wird gerne ein Umstand ausgeklammert: Artikel, die aktivieren, werden von Google besser gelistet – und weil sie dann besser gerankt werden, aktivieren sie dann auch wieder häufiger. Ich meine, diese Wechselwirkung beflügelt die Ergebnisse Sozialer Netzwerke in der Searchmetrics-Studie.

  4. Bitskin

    Nicht die Relevanz von Facebook steigt, sondern die von Sozialen Netzen allgemein.
    Sie sind immer noch ein Verhältnismäßig kleiner Hut – aber es geht aufwärts.
    In Sachen Suchmaschine ist Google Plus Facebook um einiges voraus, wenn man es richtig angeht. Schon allein weil dort Follow Links platzierbar sind, und jeder geteilte Link eine eigene Seite ist – mit einem Follow Link.
    Dazu die Tatsache das Google Follower deine Seiten ganz schnell in den Suchergebnissen sehen können, weit vor allen andern.
    Facebook kann aber auch ohne die große SEO Relevanz deutlich mehr Traffic bringen.
    Aus SEO Sicht sind Facebook und Twitter im Vergleich zu Google Plus kleine Lichter, aus Sicht eines Menschen der im Online Marketing zu Hause ist, da ist es andersrum.
    Spannend wird es jetzt, wo jeder Youtuber ein Google Plus Profile hat und dieses früher oder später auch nutzt…

  5. Marko

    Es wäre mir neu, dass Google explizit Facebook als Ranking-Faktor miteinbezieht. Kann es nicht sein, dass einfach gute Inhalte für Nutzer auf der Seite sorgen und Google das berücksichtigt? Auch würde es für Google doch Sinn machen, das eigene Netzwerk zu „boosten“. Ich denke eher, dass die Googledienste (Youtube, google+, …) enger miteinander verschmelzen und das irgendwann in einer großen gigantischen Suche endet… Realistisch?

  6. Predrag Gasic

    Hallo Andreas,

    ein sehr guter Bericht, der die Umsetzung und das Ziel „Social Combination“ voll in’s Schwarze trifft.

    Die Erfahrungen mit unseren Projekten / Webseiten zeigen, wie auch hier von Dir beschrieben, die Kombination Onsite SEO + Offsite SEO + Social Syndication hält die Webseite auf Traffic – Kurs, nachhaltig.

  7. EAZEE Designstudio

    Ich Stimme Marco zu, meiner Meinung nach hat Google+ und Youtube mehr Auswirkung auf das Ranking der Seite wie Facebook. Natürlich sollte Facebook nicht vergessen werden, da Traffic erzeugt wird und man immernoch mehr Leute erreichen kann wie in anderen Sozialen Netzwerken, die aber selbstverständlich auch in der SEO nicht vernachlässigt werden dürfen!

  8. Nirina

    Mir es ist wichtig um Freundenliste zu sortieren. Zum Beispiel, man soll nicht etwas Persöhnliches als Status Update schreiben, wo er Kunden als Freunde hat. Die Kunden brauchen sowas nicht zu lesen. Deswegen soll man ein FB-Konto nur für Kunden haben, wo er nur etwas über Business schreiben kann.

  9. Mel

    Matt Cutts hat sich letzten noch zu diesem Thema geäußert und dementiert, dass Facebook Likes Einfluss auf das google Ranking einer Seite haben. Offenbar ist google derzeit gar nicht in der Lage, alle Inhalte und jeder Facebookseite regelmäßig zu crawlen. Durch die Masse der Daten ist es unmöglich, das Ranking aktuell zu halten. Mir stellt sich jedoch die Frage, ob ein Like Button auf der eigenen Webseite vielleicht einen Einfluss aufs Ranking hat.

  10. Lukas Neuerbach

    Da ich mich momentan wegen einer Hausarbeit sehr mit diesem Thema auseinander setze, finde ich diesen Artikel äußerst interessant. Vielen Dank für die vielen nützlichen Informationen!

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