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Erfolgreiches Community Management – Die wichtigsten Grundlagen und Links

Um sich mit einem erfolgreichen Community Management im Newsfeed zu behaupten, sollte vorher sinnvoll geplant werden. Die Definition für „erfolgreich“ kann dabei direkt aus Unternehmenszielen abgeleitet werden und lässt sich so gut überprüfen. Gleichzeitig erhält man eine erste Richtung für die eigene strategische und inhaltliche Positionierung im Social Web.

Diese Linksammlung gibt Hilfestellung und Inspiration zu inhaltlichen Fragen wie „Was soll ich posten?“ oder „Wie spreche ich meine Fans an?“

Zuerst sollte sich jeder Community Manager die Frage stellen: An wen richten sich meine Posts? In erster Linie immer an (überwiegend) „normale Menschen“ – nicht an Marketing-Experten, Mitarbeiter oder gar SEO-Maschinen. Dies ist das oberste Gebot und der Schlüssel für ein erfolgreiches Community Management. Um diesen Schlüssel auch textlich geschickt zu verpacken, ist es nötig, einige Grundsätze zu beachten:

– Zielgruppe zu kennen und deren Wünsche/Bedürfnisse
– Mehrwerte zu bieten, die auch für Freunde der Fans interessant sein können
– Offen zu sein für Wünsche, Anregungen und Kritik
– Echtes Interesse an der Community/den Fans zu zeigen und transparent zu sein
– Ansprache: Sie oder Du?

Content – der Inhalt ist König

Mit interessanten Texten und kreativen Bildern, die frei von offensiver Werbung sind und den Fans einen Mehrwert bieten, kann man richtig punkten. Merke: Postings sollten nicht nur ansprechend auf einem großen Bildschirm sein, sondern auch auf Smartphones. Mehr als 2/3 der User benutzen z.B. Facebook mobil über Smartphones und Tablets.


Quelle: entrepreneur.com / allfacebook.com

Auch wenn die Displays der Smartphones immer größer werden, ist es für das menschliche Auge anstrengend längere Texte darauf zu lesen. Durch die starke Überfüllung der Newsfeeds läuft man schnell Gefahr, dass der Leser das Interesse verliert und einfach weiter scrollt. Lassen sich die Informationen nicht kürzen, stellt man den Usern am besten einen Link zur Verfügung. Wer seine Facebookseite mit dem Twitterprofil verknüpft hat, kann zu lange Links ganz einfach über URL-Shortener wie bitly.com kürzen.

Hoch im Kurs sind Beiträge, die zum Schmunzeln anregen, Spaß machen, einen Expertentipp vermitteln oder Aktuelles thematisieren. Die Art der Posts sollte abwechslungsreich sein, die Leser aber nicht überfluten. Hier gilt ebenfalls das Motto: Weniger, ist mehr. Kurze knackige Sätze und ein klarer Call-to-Action. Ein paar gute Beispiele für ansprechende Bilder und Posts findet man bei Futurebiz.

Eine Studie der FH Johanneum und der Agentur vi Knallgrau zeigt, welche Inhalte auf Facebook wann und wie funktionieren. Die dazugehörige Infografik lässt dich gut als Reminder an die Wand heften.

Individuelle Posting und auch Antworten auf Beiträgen von Usern sind enorm wichtig. Damit hebt man sich von der großen Masse ab. An diesen Antworten rund um die Bahn sollte man sich ein Beispiel nehmen, denn sie zeigen, dass man auch einmal tagesaktuell vom Redaktionsplan abweichen darf.

Die Postingzeit ist ein weiterer wichtiger Punkt. Ein Einzelhändler macht sich keine Freude, wenn er Samstagabend um 20 Uhr für sein neues Produkt wirbt. Die optimalen Postingzeiten sind von Branche zu Branche verschieden. Durch die Verwendung von Reportingtools wie socialbakers oder fanpage karma kann man dies leicht herausfinden.

Eine Option ist die Posts zu bewerben bzw. hervorzuheben. Es ist möglich Posts direkt auf der Pinnwand hervorzuheben oder Ads im Facebook Ad-Manager einzustellen. Bereits einige gezielte Bewerbungen von guten Inhalten können sich nachhaltig auf den Newsfeed-Algorithms auswirken!

Veranstaltungen sind letztlich auch ein beliebtes Tool, um mehr Reichweite für sein Unternehmen zu erzielen. Ob Neueröffnung, Jubiläum, Werksführung oder die neueste Produkteinführung. Bei Autohäusern sind Events auf Facebook besonders beliebt. So lädt man seine Fans und Facebook-Freunde dazu ein, das Unternehmen näher kennenzulernen. Wichtig: Auf einer Fanpage sind alle Events öffentlich! Möchte man nur eine begrenzte Anzahl von Teilnehmern zulassen, sollte dies deutlich kenntlich gemacht werden. Ab sofort kann man zusätzlich ein eigenes Cover/Titelbild passend für das Event hochladen und sogar die Wettervorhersage wird angezeigt. Aber auch bei Veranstaltungen gilt wie beim Redaktionsplan: Es muss ein Nutzen/Mehrwert für den Nutzer erkennbar sein! Die Eröffnung z.B. einer neuen Filiale ist sicher gut für das Unternehmen und Nutzern aus der Gegend, ohne ein Special o.ä. wird sich diese Veranstaltung jedoch nicht weit verbreiten.

Erstellen Sie eine Checkliste, mit der jeder Post nach den genannten Kriterien geprüft wird. So lässt einfach feststellen, wenn ein Post zwar Marketing-Aspekten gerecht wird, aber nicht einem Anspruch auf Unterhaltung, Aufmerksamkeit und Mehrwert.

Fazit

Das Community Management, ob auf Facebook oder in anderen Social Media Kanälen, sollte gut geplant und an konkreten Unternehmenszielen ausgerichtet sein. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten Fans zu gewinnen und Reichweite für seine Page aufzubauen. Sie können ganz einfach sein, solange sie kreativ und/oder für den Nutzer lohnenswert sind. Wichtig ist jedoch, dass stets strategische Ziele übergeordnet werden und eine echte Beziehung zu den Konsumenten im Vordergrund steht.

Dies ist ein Gastbeitrag von Elisa Becker

Zurzeit studiert Elisa parallel zum Job International Business an der accadis Hochschule Bad Homburg. Bereits in 2011 absolvierte sie ein Studium an der Akademie für Kommunikation Kassel und arbeitet seither im Bereich Social Media mit dem Schwerpunkt Community Management.



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4 Gedanken zu „Erfolgreiches Community Management – Die wichtigsten Grundlagen und Links

  1. Saskia

    Also ich verbinde mit „Community Management“ eher die Betreuung von Kundenforen und anderer online.Communities als das Vertreten von Unternehmen in sozialen Medien. Trotzdem ein hilfreicher und interessanter Artikel.

  2. Olga

    Ein sehr informativer Artikel! Die neue Trends wie „socialbacker“ oder „fanpage karma“ waren mir noch nicht bekannt :) Ich habe aber den Eindruck, das Unternehmen die Social Media noch nicht richtig wahrnehmen, einigen denken sogar, dass die unproduktiv und ablenkend sind. Die aktuelle Statistik sagt: „65 % der Unternehmer setzen Social Tools daher nicht auf ihre Unternehmens-Agenda. 58 % fürchten außerdem, dass die Produktivität ihrer Mitarbeiter abnehmen könnte.“ Quelle: http://www.marktundmittelstand.de/nachrichten/produktion-technologie/unternehmens-it-mitarbeiter-fordern-staerkeren-einsatz-von-social-tools/

  3. MW

    Ein paar Hinweise auf die rechtlichen Kenntnisse, die man beim „facebooking“ mitbringen sollte, wäre vielleicht nicht verkehrt: http://www.recht-freundlich.de/abmahnung-ueber-facebook-wie-gefaehrlich-ist-die-pinnwand

    Es ist nämlich peinlich, wenn man als social media-Berater direkt mal eine Abmahnung für den eigenen Kunden generiert – passiert tagtäglich, und die Abmahnungen landen dann bei uns. Dabei ist es ziemlich einfach, das zu verhindern – ein paar Rechtskenntnisse, zumindest die Grundlagen sollten bekannt sein (Urheberrecht, Markenrecht, Wettbewerbsrecht).

    Macht auch einen guten Eindruck auf den Kunden, wenn der Community Manager auch ein wenig Fachwissen in rechtlicher Hinsicht präsentiert.

  4. Pingback: Leseempfehlungen Social Media | Marketing in Communitys und Social Networks

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