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Social meets Visual Web: Wie Brands auf Facebook visueller werden

Soziale Netzwerke werden visueller. Coca-Cola, Starbucks & Co. zeigen auf ihren Facebook-Seiten bereits, wie man die Vorteile von Fotos & Videos optimal im Social Media Marketing nutzen kann. Wir schauen uns Beispiele an.

“Image is everything”?

Neuere Dienste wie Instagram, Tumblr, Pinterest oder Socialcam (diese Woche für 60 Millionen Dollar aufgekauft) fokussieren sich auf das Bild, bzw. Bewegtbild. Der Flickr Summer 12 Trend Report beziffert die Zahl der auf der Plattform hochgeladenen Fotos auf 7.2 Milliarden, 2.500 Fotos folgen minütlich. Dabei steigt der Druck auf Flickr durch Dienste wie 500px, wo Fotos/Design noch mehr Raum gegeben wird. Twitter wirkt gegen solche Plattformen zwar optisch antiquirt, auch hier hat sich die Zahl der geteilten Fotos 2011 allerdings vervierfacht. Dass Facebook in der Chronik Fotos jetzt prominent platzieren lässt und sowohl Face.com als auch Instagram (Schnäppchen!!) aufgekauft hat, rundet das Gesamtbild ab.

Wieso ist das so?

Es gibt einige technische Gründe, wieso Fotos im Netz an Wichtigkeit gewinnen. Entscheidend ist aber die Entwicklung der Smartphone-Absätze. Ein paar Statistiken zu dieser Entwicklung:

  • 2011 wurden weltweit mehr als 491 Millionen Smartphones verkauft, das sind mehr als 30% aller Mobiltelefone.
  • In Deutschland wurden davon 11,8 Millionen Einheiten verkauft, das sind 43% aller Mobiltelefone.
  • Inzwischen haben mehr als 50% der Mobilfunknutzer in USA/Kanada ein Smartphone.
  • Analysten vermuten 2012 einen weltweiten Absatz von 686 Millionen, spätestens 2016 soll die Grenze von einer Milliarde verkaufter Einheiten durchbrochen werden.

User können leichter Fotos machen, sie leichter hochladen, austauschen und unterwegs betrachten. Dazu passt eine andere Zahl aus dem Flickr Trend Report: Auf der Plattform war das iPhone 4 lange Zeit die meistbenutzte Kamera! Bis es kürzlich abgelöst wurde … vom iPhone 4S. Die Entwicklung des Mobile Web wird den Aufstieg fotolastiger Websites weiter befeuern.

Wie Unternehmen reagieren

Viele Marken haben den Trend längst erkannt und binden auf ihren Social Media-Präsenzen verstärkt eigene und Nutzer-Fotos ein. Folgend zehn Facebook-Beispiele:

1. Coca-Cola animiert Nutzer dazu Bilder von persönlichen Coca-Cola-Momenten hochzuladen. Das Cover-Foto ist eine wechselnde Collage solcher Fotos.

2. Dunkin’ Donuts kürt sogar den “Facebook Fan of the Week” – dessen Foto wird in das Cover-Foto eingebunden und auf einer Werbetafel am Times Square präsentiert.

3. Ben & Jerry’s kürt das “This week’s Fan Foto“. 6 der letzten 7 Postings des Unternehmens waren solche Fan-Fotos.

4. Starbucks präsentiert die eigenen Pinterest-Foto-Boards als App. Smirnoff US erwähnt den eigenen Pinterest-Auftritt in der Chronik an.

5. Pedigree spendete bei der Aktion “Dog Show” für das Hochladen von Fotos Futterdosen an Tierheime.

6. Nike Football bietet die Barbershop-App. Nutzer laden eigene Fotos hoch und können sich den Style eines Fußballstars verpassen. (Ja, Mario Balotelli ist mit von der Partie.)

7. Jägermeister Deutschland bietet Fans Vorlagen für deren eigene Cover-Fotos. Außerdem besucht die Jägermeister Fotobox Clubs im ganzen Land. Die Ergebnisse lassen sich per Code in einer Facebook-App betrachten.

8. London 2012. Die offizielle Facebook-Seite der Olympischen Spiele in London animiert User Videos von eigenen sportlichen Höchstleistungen hochzuladen (“Show your Best to the World“). Dazu gibt es in der Chronik Fotos aus dem Olympischen Dorf und einen Foto-Contest.

9. Instagram bindet jede Woche ein Nutzer-Foto zu einem Thema ein, das im Company Blog behandelt wird. Diese Woche ist es der 57te Geburtstag von Disneyland. Außerdem wird in Videos gezeigt, wie Nutzer mit ihren Kameras bessere Fotos schießen können.

10. Fanta nutzt klassiche Motive um die Unternehmenshistorie visuell aufzubereiten. Das machen auch Ben & Jerry’s, Coca-Cola und viele weitere Unternehmen.

Abschließend noch ein Bild, das zeigt: Trotz aller Apps & Aktionen können Unternehmen manchmal gerade mit einfachen Fotos die Fans begeistern und dabei auch Sprachbarrieren umschiffen.

Egal welche Ideen man jetzt für gelungen oder weniger gelungen hält, der Erfolg dieser Beispiele zeigt: Für Unternehmen ist es an der Zeit in Social Media noch stärker visuelle Kommunikation einzusetzen – sich eine Art “Visual Social Media” Strategie zurechtzulegen.

6 Gedanken zu „Social meets Visual Web: Wie Brands auf Facebook visueller werden

  1. Pingback: Social meets Visual Web: Wie Brands auf Facebook visueller werden | Social Media NL | Scoop.it

  2. Pingback: Top 10 Reading List – Juli 03 | Social Media Marketing Agentur: Blog für Online-Marketing

  3. Dominik

    Nicht nur die technischen Aspekte begünstigen die enorme Bereitschaft der User, Bilder auf Fanpages hochzuladen. Man darf das “Ego” nicht unterschätzen –> “Leute, schaut mal, be XYZ ist mein Foto zu sehen”.

    Guter Artikel!

  4. Benjamin Michels

    Sehr schöner Beitrag zu einem sehr interessanten Thema. Ich verfolge schon seit längerem diese Thematik und ich denke, das in Zukunft noch einiges mehr in diesem Bereich auf uns zu kommt.

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