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Personalmarketing mit Social Media in 5 Schritten – die junge Generation im Social Web richtig ansprechen

Aufgrund der demographischen Entwicklung und des damit verbundenen “War for Talents” gewinnt das Personalmarketing auch im Social Web immer mehr an Bedeutung. Da sich gerade junge Erwachsene intensiv mit Social Media-Anwendungen auseinandersetzen, rücken die einschlägigen Plattformen und Netzwerke im Internet immer mehr in den Fokus des Personalmarketings.

Schlagworte wie “Generation Y” und die “Digital Natives” hört und liest man immer wieder. Daher werden die sozialen Medien immer mehr zu DEM Abholpunkt für die junge Generation. Die jungen Leute stehen früher oder später vor der sehr wichtigen Entscheidung, welche berufliche bzw. akademische Richtung sie einschlagen sollen. Diese Richtungsentscheidung wird durch zahlreiche Faktoren beeinflusst. Dem dadurch entstehenden Informationsdefizit der jungen Erwachsenen und dem damit verbundenen Bedarf an Entscheidungshilfen müssen Personalmarketingmaßnahmen Rechnung tragen.

In diesem Gastbeitrag haben die Master-Absolventen Philipp Fröhling und Toni Krämervon der FOM Köln (Fachrichtung Human Resources) die wichtigsten Aspekte in einem kurzen How-to für Personalmarketing in Social Media mit interessanten Buchempfehlungen zusammengestellt:

1. Auf den richtigen Plattformen präsent sein!

Aktuell ist Facebook natürlich das Non-plus-Ultra bei der Verbreitung und Nutzung, dicht gefolgt von YouTube. Trotzdem sind Ergänzungen sinnvoll. Young Professionals erreicht man sehr gut mit Xing. Eine hohe Relevanz hat vor allem Wikipedia. Die Angaben dort müssen in jedem Fall richtig und aktuell gehalten werden. Doch Vorsicht: Hier geht es um Information – Werbung wird hier nicht gern gesehen!
Weiterhin wächst die Bedeutung von Frage-Antwort-Seiten à la gutefrage.net. Hier ist Monitoring gefragt: Wenn jemand eine Frage zu meinem Unternehmen oder relevanten Berufen hat, muss eine kompetente Antwort her – egal auf welcher Plattform!

social media monitoring
Lesen Sie dazu: 5 kostenlose Social Media Monitoring Tools (Quelle: kenburbary.com)

2. Die Karrierehomepage unterstützen!

Trotz allem Social Media Hype muss man sich bewusst machen, dass die entsprechenden Plattformen nur in den seltensten Fällen konkrete Bewerbungen generieren. Eine der wichtigsten Funktionen von Personalmarketingmaßnahmen in Social Media ist daher, die Lust auf “mehr” zu wecken (das AIDA-Modell lässt grüßen). Dieses “Mehr” findet sich dann idealerweise auf der eigenen Karriere-Webseite. Bieten Sie hier echte Informationen und hilfreiche Mehrwerte durch gute Inhalte. Sharing-Funktionalitäten und direkte Verweise zu Verantwortlichen des Unternehmens bei Xing und/oder Linkedin fördern die Kontaktaufnahme und die Reichweite der Inhalte.
Buchtipp: Social Media Studie 2011 – Eine empirische Untersuchung: Die DAX-, MDAX-,TecDAX-, sowie 120 mittelständische Unternehmen (FH Koblenz / embrace)

3. Die richtigen Inhalte kommunizieren!

In erster Linie sind die richtigen Inhalte natürlich diejenigen nach denen die Zielgruppe direkt fragt. Daher müssen Fragen in Social Media immer umfassend und vor allem zeitnah beantwortet werden (auch wenn sie unangenehm sind). Sonst fühlt sich die Zielgruppe nicht ernst genommen und verliert das Interesse.
Leider ist jedoch der Großteil der Social Media Nutzer eher passiv, d.h. sie Lesen oft nur ohne selbst für user generated content zu sorgen. Diesen muss dann eigeninitiativ Information mit echtem Mehrwert geboten werden: Was bietet mein Unternehmen? Wie sind die Rahmenbedingungen? Sehr wichtige Aspekte für junge Menschen sind nach wie vor: Arbeitsplatzsicherheit und konkrete Entwicklungsmöglichkeiten. Aber auch Themen wie Work-Life-Balance und Nachhaltigkeit werden wichtiger.
Hier gilt jedoch nicht, alle Themen abzudecken, sondern auch bewusste Akzente zu setzen, die zum eigenen Unternehmen passen.

Karriere Werte
(Quelle: visionintoaction.de)

4. Am Ball bleiben: Kontinuität führt zum Ziel!

Man muss sich bewusst machen, dass berufliche Orientierung ein Prozess mit verschiedenen Phasen ist, bei der sich die Berufswahlentscheidung nach und nach konkretisiert. Um dem zu entsprechen, sollten auch die Personalmarketingmaßnahmen langfristig ausgerichtet sein, d.h. in eine Social Media Strategie eingebettet sein. Als Best-Practice-Beispiel kann die Bundeswehr genannt werden (Kapitel „Einsatz von Social Media für das Personalmarketing der Bundeswehr“ im Buchtipp unten).

Bundeswehr Karriere

5. Auch Peers und Familie mit ansprechen!

Wie auch im realen Leben ist es für junge Erwachsene auch im Internet sehr wichtig, von wem eine Information kommt. Am meisten Einfluss haben sicherlich die eigene Familie und das weitere soziale Umfeld, sprich die Peer Groups. Eine solche Relevanz kann ein Posting auf der Facebookfanseite bei der Berufswahlentscheidung nie erreichen. Daher sollte man bemüht sein, auch das soziale Umfeld bei Personalmarketingmaßnahmen einzubinden, d.h. anzusprechen. Das beginnt mit kleinen Umfragen wie: “Was denken deine Freunde/Eltern über folgendes Thema….” und geht weiter bei Messeauftritten und
Tagen der offenen Tür, wo das Umfeld explizit mit eingeladen wird.
Buchtipp: Abitur und was dann?: Berufsorientierung und Lebensplanung junger Frauen und Männer und der Einfluss von Schule und Eltern

Wer mehr zu dem Thema erfahren möchte, dem sei das Buch “Social Media im Personalmarketing – eine Untersuchung im Rahmen der Berufsorientierung junger Erwachsener” von Philipp und Toni empfohlen. Die beiden haben sich dem Thema mit aktueller Literatur, entsprechenden Studien und einer eigenen empirischen Untersuchung auf Grundlage eines Fragebogens genähert. Als Fallbeispiel dient die Bundeswehr, die im Bereich Personalmarketing in Social Media bereits sehr aktiv ist.
Ebook: www.grin.com/de/e-book/194597/social-media-im-personalmarketing

Oder lesen Sie auch: Social Media im Personalmarketing – (K)eine Frage des Alters? von Albert Pusch

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6 Antworten to "Personalmarketing mit Social Media in 5 Schritten – die junge Generation im Social Web richtig ansprechen"

  1. Toller Artikel! Übrigens ändert sich das mit “Facebook als Nonplusultra” gerade etwas. Zumindest viele große Unternehmen haben erkannt, dass sich die offenen Social Media-Kanäle zwar zur Ansprache eignen, aber dann doch der Kontakt wieder verloren geht. BMW zum Beispiel hat eine geschlossene, eigene Social Community namens CUBE aufgebaut, um dort die über das Personalmarketing gewonnenen Talente zu halten und in dauerhaftem Kontakt zu ihnen zu bleiben. Accenture macht das auch sehr intensiv, und auch Adidas und ein paar andere, große Wirtschaftsprüfungen (KPMG, PwC…).

  2. Alex sagt:

    Zuerst sollte man jedoch nicht vergessen, die Plattformen zu identifizieren, in welchen bereits über das Unternehmen gesprochen wird.

  3. Christian sagt:

    Interessanter Artikel der wohl die Kernpunkte ganz gut darstellt!

    Gerade KMU’s wird es aufgrund relativ niedriger Budgets und Markenstärke immer schwieriger neue Mitarbeiter für sich zu begeistern und schlussendlich zu gewinnen.

    Würde an dieser Stelle gerne auf meinen Blog Spätzlemitsoß.de hinweisen, auf dem ich aktuell eine 4-teilige Serie zum Thema “Recruiting im Social Web” abgeschlossen habe. Freue mich auf eure Meinung.

    Viele Grüße,
    Christian

  4. Hallo,

    Ich würde den Artikel noch mindestens um drei Punkte ergänzen:

    1) Zielgruppengerechte Ansprache (und nicht nur Inhalte)

    2) Walk the Talk : nur authentische Inhalte kommunizieren. Alles andere fällt irgendwann auf und fliegt einem Unternehmen im schlimmsten Fall als Shitstorm um die Ohren.

    3) Klare Reaktionsregeln: wie schnell reagiert wer wie auf was

    Gruß

    Tim

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