Social Commerce in der Praxis Teil 6: Social Shopping Portale

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Durch den Siegeszug der Social Media finden immer mehr Social Commerce-taugliche Funktionen ihren Weg in Online-Shopping-Portale. Sie ermöglichen die Weiterentwicklung der herkömmlichen Portale zu Social Shopping-Portalen. Dabei stellen Preisvergleiche, Bewertungen, Social Bookmarking und Kommunikationsmöglichkeiten mit dem Social Graph die Basisfunktionen dar. In der Praxis finden sich zusätzlich viele weitere, portalspezifische Dienste und Funktionen aus dem Social Commerce Toolset wie:

Erstellen eigener Mode-Outfits (z.B. polyvore.com)
Style- und Shopping-Berater (z.B. thisnext.com)
Trend- und Themen-Blogs (z.B. stylr.de)
Wunsch- und Pick-Listen (z.B. amazon.de)
Communities und Foren (z.B. pikaba.com)

Social Shopping-Portale setzten sich also durch verschiedene Einzelkomponenten aus dem Social Commerce-Repertoire zusammen und erzeugen dadurch Mehrwerte und Zusatznutzen, die eine höhere Bindung an das Portal erzeugen als herkömmliche, meist leicht austauschbare Shopping Portale der ersten Generation. Außerdem rückt durch die Verwendung der genannten Funktionen vor allem das Entdecken neuer Produkte und die Erleichterung der Kaufentscheidung durch die Hilfe der Community in den Vordergrund.

Best Practice

Das im Jahre 2006 gegründete Stuttgarter Unternehmen edelight ist ein Paradebeispiel für die neue Generation der Shopping-Portale und vereint nahezu alle zuvor genannten Tools und Eigenschaften. Basierend auf persönlichen Produktempfehlungen der Nutzer hat edelight im Laufe der Jahre das Portal immer weiter ausgebaut und mit Social Media-Elementen wie Themen-Blogs, Bewertungen, benutzergenerierten Kollektionen, Wunschlisten und professionellen Geschenk- und Produkt-Beratern aufgewertet. Damit wurde das eigene Motto „zu 100% von Menschen für Menschen“ konsequent verfolgt und weiterentwickelt. So bietet das Portal heute über 650.000 Userempfehlungen aus mehr als 8.400 internationalen Quellen und bindet eine große Nutzergemeinschaft, die über die Vielzahl an Funktionen und Diensten bei ihren Kaufentscheidungen unterstützt und beraten wird. Dabei wird eine Produkt- und Interessenvielfalt abgedeckt, die zur Zeit nur von wenigen vergleichbaren Diensten im deutschsprachigen Raum erreicht wird.

Von Menschen für Menschen

Das Potential der neuen Social Shopping Portale ist groß. Liegt der Fokus heute noch tendenziell im Mode-, Lifestyle- und Beautybereich, so ist leicht erkennbar, dass in Zukunft viele weitere Produktbereiche ihren Weg in Social Shopping- Portale finden werden. Nahezu alle Produktgruppen mit einer gemeinschaftsfähigen Relevanz lassen sich mit den neuen Portalen verbinden. Ob Heimwerker, Autoliebhaber, passionierte Sportler oder sonstige aktive Interessengruppen – sie alle verbindet eine Leidenschaft oder zumindest ein gemeinsames Interesse an Produkten und Erfahrungen, das in Social Shopping- Portalen aufgegriffen und monetarisiert werden kann.

Dabei entstehen neben den klaren Mehrwerten für die Nutzer wiederum nennenswerte Vorteile für Shopbetreiber und Hersteller. So werden zum einen die eingebundenen Produkte und Dienstleistungen „erlebbarer“, und zum anderen werden, ähnlich der zuvor genannten Shopping-Formen, neue und weitreichende Kunden- und Nutzergruppen erschlossen. Gleichzeitig sorgt diese Masse an aktiven Benutzern für einen stetig wachsenden Informationsfluss an Verbraucher-Insights, Produktfeedbacks, Trends und Meinungen, die Unternehmen dabei helfen, ihre Produkte weiter zu verbessern und in ihrer Bekanntheit zu steigern. Dabei liegt der überwiegende Aufwand zur Ausschöpfung dieser Potentiale wiederum bei den Nutzern und Portalbetreibern, die stetig darum bemüht sind, den Besuchern die bestmöglichen Produkte mit der bestmöglichen Beratung und Unterstützung zu offerieren.

Somit bestätigt sich auch in diesem Fall das von Eric Qualman gezogene Fazit aus der „Social Revolution“:

Die heutigen Gewinner sind großartige Produkte und Dienste – was letztlich bedeutet, dass die Menschen gewinnen“.

Dies war der letzte Teil der Reihe. Hier geht’s zu den vergangenen Beiträgen:

Social Commerce in der Praxis Teil 1: Portable Social Graph
Social Commerce in der Praxis Teil 2: Social Media Stores
Social Commerce in der Praxis Teil 3: Co-Shopping
Social Commerce in der Praxis Teil 4: Groupbuying
Social Commerce in der Praxis Teil 5: Shopping Clubs


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