6

Social Commerce in der Praxis Teil 3:
Co-Shopping

Endlich auch online gemeinsam mit Freunde shoppen gehen! Co-Shopping überträgt die Erfahrung des gemeinsamen Einkaufens im realen Leben auf den E-Commerce. Dabei wird im Gegensatz zu Social Media Stores von einem bestehenden Onlineshop als Basisplattform ausgegangen. Der Shop wird dann um Social Media Technologien wie Chatfenster, Empfehlungen oder Co-Browsing (das Freigeben des eigenen Bildschirminhaltes) ergänzt, um neue Kooperations- und Kommunikationselemente bereit zu stellen. Über bekannte Social Web Dienste wie Facebook, Twitter oder Instant-Messaging kann der Shopbesucher nun Freunde und Bekannte einladen, mit ihm gemeinsam das Angebot zu erkunden. Das ermöglicht den Usern, sich live während des Online-Einkaufes über Produkte auszutauschen und Empfehlungen abzugeben oder zu erhalten. Ob auf der Suche nach einem gemeinsamen Geschenk oder zur Erleichterung der persönlichen Kaufentscheidung – Co-Shopping Elemente ermöglichen es, das Einkaufserlebnis (wie im klassischen Ladengeschäft) mit Freunden zu gestalten und aufzuwerten.

Best Practice

hautbalace co-shopping

Der deutsche Naturkosmetik-Shop Hautbalance erweiterte bereits vor Monaten als einer der ersten deutschen Shopbetreiber sein Online-Angebot um Co-Shopping Elemente. Dazu wurde die durch Mattel und DecisionStep bekannt gewordene ShopTogether Toolbar um weitere Elemente ergänzt und dem Corporate Design des Online-Shops angepasst. Neben der Möglichkeit, Freunde und Bekannte zum gemeinsamen Einkaufen einzuladen, können Besucher Produkte an ihren Social Graph empfehlen und Kosmetik-Tipps aus den Social Web-Präsenzen von Hautbalance abrufen. Zusätzlich kann der Interessent sich die fünf beliebtesten Produkte der aktuellen Einkäufe anzeigen, und sich so zusätzliche Anregungen und Empfehlungen geben lassen.

Schluss mit der Einsamkeit beim Online-Shopping

Co-Shoppingelemente bieten unabhängig von der Art der Produkte die Möglichkeit, die gewohnte und geschätzte Erfahrung des gemeinsamen Einkaufs auf Onlineshops zu übertragen. Darüber hinaus zeigt sich gerade bei Produkten, die Frauen fokussieren, dass das gemeinsame Einkaufen eher einem „Happening“ gleichkommt und die Dauer des Einkaufes sowie die Intensität des Erlebnisses um ein Vielfaches erhöht. Auch Onlineshops mit Produkten, die ein höheres Maß an Beratung und Information fordern, können von den Möglichkeiten des Co-Shoppings besonders profitieren. Zum einen kann diese Beratungsleistung von Freunden übernommen werden, und zum anderen können Servicemitarbeiter ebenfalls zielgerichtet und in Echtzeit zusätzliche Informationen liefern, ohne zunächst über eine Kundenhotline kontaktiert werden zu müssen.

Diesen Vorteil sieht auch die Inhaberin und Geschäftsführerin Elke Hockauf von Hautbalance als zentrales Argument für die Nutzung von Co-Shoppingelementen und erklärt in einem Pressebericht: „Für Kosmetikkunden ist es sehr wichtig, sich ausführlich mit Freunden, Verwandten und Fachkräften zu beraten. ShopTogether Friends ist dafür perfekt geeignet.“ Schließlich ist laut Pressebericht auch ein klarer Return on Investment in diesem Social Commerce Model zu erkennen, denn seit dem Zeitpunkt der Implementierung verzeichnet der Onlineshop einen Zuwachs an Bestellungen von 15% und eine Erhöhung des durchschnittlichen Bestellwerts um 50%. So zeigt auch dieses Social Commerce Instrument, dass durch die Schaffung neuer Kooperations- und Kommunikationselemente in bestehenden Onlineshops ein klarer, Mehrwert auf Konsumenten- und Unternehmensseite geschaffen werden kann.


Hier geht’s zu den weiteren Teilen der Reihe:
Social Commerce in der Praxis Teil 1: Portable Social Graph
Social Commerce in der Praxis Teil 2: Social Media Stores

Kategorien:Marketing, Social Commerce Tags: , , , ,

Related Posts

6 Antworten to "Social Commerce in der Praxis Teil 3:
Co-Shopping"

    Kommentieren

    Submit Comment

    © 2014 socialmedia-blog.de. Alle Rechte vorbehalten.
    WordPress theme designed by ..