Amazon und Facebook bauen ihren Social Commerce Vorsprung weiter aus

Amazon und Facebook haben in den vergangenen Tagen gleich mehrmals die Diskussion um Social Commerce beflügelt. Amazons “Facebook Page” und der Amazon powered Facebook Store für die P&G Make-Up Marke MaxFactor verknüpfen die beiden Internet-Größen sehr eng miteinander. Dies stellt nicht nur einen großen Schritt für beide Unternehmen und deren Nutzer dar, sondern zeigt in Anbetracht der hohen Kunden- bzw. Mitgliederzahlen beider Plattformen, dass Social Commerce (und in diesem Fall ebenso der sog. F-Commerce) eine ernst zu nehmende Entwicklungsstufe erreicht hat.

Amazon verwendet bereits seit Jahren eigene Social Commerce Funktionen, um den Kunden bei seinen Kaufentscheidungen zu Unterstützen und Customer Insights zur Angebotsoptimierung zu gewinnen. Doch die jüngsten Entwicklung zeigen, dass man sich bei Amazon nicht auf Erfolgen ausruht. Das Thema Social Commerce wird kontinuierlich vorangetrieben und erreicht mit der Verknüpfung mit Facebook einen weiteren Meilenstein. Dies gilt ebenso für Facebook, denn auch im kalifornischen Palo Alto arbeitet man mit Hochdruck an Commerce-Funktionen und -Schnittstellen, die das Netzwerk weiter in Richtung Social Commerce öffnen sollen.

Aber was haben die beiden Online-Riesen da genau umgesetzt?

Amazon USA bietet Kunden, die ihr Amazon- und Facebook-Konto verknüpfen, die Möglichkeit Geschenktipps aus den Wunschlisten ihrer Freunde und Social Recommendations, anhand der in Facebook hinterlegten Interessen zu Filmen, Musik und Büchern, zu erhalten. Gleichzeitig erfassen beide Dienste weitere, wertvolle Informationen über das Kaufverhalten und die Einflüsse ihrer Nutzer.

Doch Amazon U.K. geht noch einen Schritt weiter, und implementiert zusammen mit Facebook für Procter & Gamble einen Facebook-Store für die Marke Makeup Max Factor. Dem User wird so ermöglicht über das Shopping- und Payment-System von Amazon innerhalb von Facebook einzukaufen. Lagerung, Bezahlung und Lieferung werden dabei von Amazon übernommen, wodurch diese Kombination sehr interessant für weiter (Marken-) Hersteller werden wird, denn im Gegensatz zu bisherigen Facebook-Shop-Lösungen ist es nun nicht mehr notwendig ein eigenes Shop- und Logistik-System zu unterhalten. So lassen sich Commerce-Funktionen ohne erhöhten Aufwand in bestehende Marken- und Unternehmens-Facebookseiten integrieren.


Auch Facebook wird durch die Verbindung mit diesem prominenten E-Commerce-Pionier gestärkt da, ohne längere Etablierungsphase eines eigenen Paymentsystems (über den Spiele- und Geschenkbereich hinaus), eine seriöse und unkomplizierte Social Commerce Ebene im Facebook-System entsteht. Letztlich unterstreichen beide Plattformen damit ihren Führungsanspruch im Social Commerce. Auf der einen Seite stellt Amazon seinen Privat- und Geschäftskunden nun eines der umfassendsten Social Commerce Toolkits bereit und auf der anderen Seite zeigt Facebook, dass die Plattform nun endgültig bereit ist, eine zuverlässige Basis für ernst zu nehmenden E-Commerce (im Fall Facebook auch oft als F-Commerce bezeichnet) zu liefern.

(Quelle der Grafik oben links und weiter Neuigkeiten zum Thema: socialcommercetoday.com )

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