Archive - Februar, 2010

Wie erreichen Sie mit Social Media Journalisten, Blogger, Meinungsführer?


Social Media Einsatz in der Öffentlichkeitsarbeit. Vom Kontakt zum erfolgreichen Pitch.

Kommunikation im Web wird mit Social Media leichter. Die einfachste Form mit Journalisten, Bloggern und Meinungsführern in Kontakt zu kommen, besteht über das, was diese schreiben. PR-Manager sollten ihren Einstieg in die „Community“ finden und ein Teil davon werden…

Finden Sie die Community

Beginnen Sie möglichst frühzeitig mit einer aktiven Suche nach relevanten Artikeln aus Ihrem Bereich. Dafür lassen sich Google Alerts, Google Blog Search und der Google Reader  nutzen. (Das ist keine Werbung für Google, sondern lediglich eine Liste der Tools, die mir am Besten für ein schnelles und effizientes Arbeiten helfen.) (Lesen Sie hierzu Social Public Relations )
Schalten Sie sich die wichtigsten Keywords zu Ihrem Unternehmen, Ihren Produkten und den Schlüsselfiguren Ihres Unternehmens.
Ein wesentlicher Teil der PR-Arbeit ist das Lesen, aber auch das Verfolgen von Links und das Treibenlassen helfen Ihnen dabei, sich ein Bild von den „Verstrickungen“ innerhalb einer Community zu machen. In jeder Branche gibt es eine informelle Community, die vom aktiven Austausch ihrer Mitglieder lebt. Finden Sie die Linien zwischen den Meinungsführern und werden Sie ein Teil dieser Community.

Vom Zuhören zum Mitmachen

Wenn Sie bei Ihrer Recherche auf Journalisten und Blogger aufmerksam werden, dann verfolgen Sie deren Spuren, kommentieren Sie ihre Beiträge und twittern Sie relevante Artikel. Bekommen Sie ein Gespür für die Interessen Ihres Gegenübers – hören Sie zu!
Die Profile in den verschiedenen Netzwerken geben zudem wichtige Informationen zu den Interessensfeldern der Kontaktperson.Während dieser Phase sollte Ihr Augenmerk darauf liegen, einen Dialog anzustoßen. Versuchen Sie nicht schon an dieser Stelle etwas zu „verkaufen“. Wenn Sie im direkten Austausch mit einem Journalisten/ Blogger stehen, dann fragen Sie nach Themen die Ihn interessieren oder erfragen Sie, ob es Überschneidungspunkte zwischen ihren Interessen gibt. Wenn Ihre Verbindungen dann bestehen, können Sie die Kontakte einfach ansprechen und Ihre Inhalte anbringen.

Bei Bloggern sollten Sie auf eine Pressemitteilung verzichten. Besser ist es, ein kurzes persönliches Anschreiben zu formulieren, das die „groben“ Infos enthält. Stellen Sie für weitere Informationen einen Link zur Verfügung und/ oder bitten Sie den Blogger darum, sich bei Fragen, an Sie zu wenden. Auch wenn Sie keine Pressemitteilung verwenden, senden Sie Bilder mit. Diese werden meist angesehen und für Beiträge verwendet.

Das Nachbarschafts-Blog-Phänomen

Meine Erfahrung ist es, dass es sich bei Bloggern lohnt, zuerst die Kontakte anzusprechen, die Sie für am Aussichtsreichsten halten (meist eben diejenigen, zu denen die Beziehungen am besten sind.). Mit steigender Anzahl Ihrer Beiträge in unterschiedlichen Blogs ihres Themenbereichs (ihrer Community), steigen Ihre Glaubwürdigkeit und die Berichterstattung über Ihre Inhalte. Durch die Beziehungen der Blogger untereinander, gewinnen Ihre Inhalte mit jedem neuen Beitrag in einem benachbarten Blog an Relevanz und Bedeutung innerhalb dieser Community.

Als Quelle fungieren

Journalisten suchen ständig nach relevanten Quellen und deshalb ist es wichtig, dass Sie als PR-Verantwortlicher auffindbar sind. Sei es, dass Sie aktiv in Gruppen auf Xing vertreten sind, oder relevante Beiträge auf Kongressen, Barcamps oder anderen Veranstaltungen einbringen. Kommunizieren Sie Ihre Bereitschaft als Quelle zur Verfügung zu stehen, indem Sie das beispielsweise ausdrücklich in Ihrer E-Mail-Korrespondenz ansprechen. Bleiben Sie auch nach dem Pitchen ein Teil der Community und im Dialog – Sie werden die Community wieder brauchen.

Quellen: Zwei spannende Artikel zu dem Thema finden Sie auf Mashable unter:
http://mashable.com/2008/08/12/role-of-public-relations/
http://mashable.com/2009/10/12/social-media-pr-pitch/



Bildquelle: Aussiegall


How-To: Social Media ROI ermitteln



Social Media Aktivitäten verursachen Kosten. Auch wenn Facebook, Twitter & Co. vermeintlich kostenlos zur Verfügung stehen, braucht es Zeit, Mitarbeiter und Hilfsmittel um ernsthafte Social Web Aktionen durchzuführen. Dabei müssen Entwicklung und Umsetzung sowie Tracking und Erfolgsmessung berücksichtigt werden. Steht dieser Investition langfristig kein klar erkennbarer Gewinn gegenüber, ist es schwierig diese Maßnahmen zu begründen oder gar strategisch zu implementieren. Auch eine Optimierung des Social Media Mix oder Vergleich einzelner Maßnahmen mit verschiedenen Kommunikations- oder Marketing-Maßnahmen ist ohne “harte” Zahlen schwer umsetzbar.
Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass Social Media Kennzahlen wie die Anzahl der Twitter-Follower, Facebook-Freunde oder Blog-Kommentare keinen Budget-Verwalter vom Stuhl fallen lassen. Dass viele weitere wichtige Ergebnisse wie Aufmerksamkeit, Bekanntheit oder Reichweite meist leider ebenfalls wenig überzeugen, sei hier nur am Rande erwähnt.

Doch die Social Media Erfolgsmessung kann mehr! Neben Consumer-Insights und anderen qualitativen Daten ist auch die Erfassung monetärer Erfolge keine Unmöglichkeit. Allerdings reicht es dazu nicht aus, lediglich die “klassischen” meist kommunikativen Social Web Tracking Kennzahlen isoliert zu betrachten. Eine strategische Kombination qualitativer Social Web Daten und quantitativer Umsatzzahlen ist nötig um eine nähere Aussage über die Rentabilität von Social Media Maßnahmen machen zu können. Noch weiter geht seit einiger Zeit der Bereich Social Commerce bei diesem Thema und versucht E-Commerce und Social Media direkt rentabel aufeinander abzustimmen. Zum Thema ROI und Social Media ist dieses neue Feld eine klare Recherche-Empfehlung.

Die folgenden Schritte sollen einige Ideen zur Ermittlung der Rentabilität von Social Media geben und einen Ansatz für eigene Messgrößen liefern:

Ziele bestimmen

Zunächst müssen die Ziele der Social Media Aktivitäten festgehalten werden. Bleiben Sie dabei möglichst konkret und verbinden Sie Online- und Unternehmenskennzahlen. “Eine beliebte Facebookseite” oder “Viele Kunden-Kommentare” beleuchten nur eine Seite und sind wenig Erfolg versprechend. Besser sind spezifische Verknüpfungen wie “Mehr Online-Shop-Umsatz durch Facebookseiten-Besucher” oder “Gewinnung von Neukunden durch gezielte Twitter-Aktionen”.

Basiswerte festhalten

Um Veränderungen durch die Investition später feststellen und zuordnen zu können, ist es zwingend notwendig, einen Ist-Zustand zu ermitteln und fest zu halten. Auch hier werden die Daten beider Seiten benötigt – Social Media Tracking Daten UND Unternehmenskennzahlen.

Passende Tools finden

Auch die besten Vorüberlegungen führen nicht zum Erfolg, wenn keine geeigneten Tracking-Tools zur Verfügung stehen. Analysieren Sie vor dem Hintergrund der ersten beiden Punkte Ihre Tracking-Instrumente. Liefern sie die benötigten Daten und sind diese ausreichend differenziert? Achten Sie auf eine gute Mischung weitreichender Server-Log-Analysen, Google Analytics und Social Web Monitoring-Tools. Sie sollten später Aussagen zu verweisenden Seiten, Click-Streams und Ausstiegsseiten treffen können. Auch Couponing-Codes oder Microsites helfen dabei spezifische Daten zu erhalten.

Social Media Manager

Das Maß an Professionalität und Effektivität der eigenen Aktivitäten hängt maßgeblich vom Know-How der Verantwortlichen ab. Dies gilt selbstverständlich auch für Social Media Aktivitäten. So ist es nicht verwunderlich, dass in den USA bereits die Wichtigkeit der Position des Social Media Managers erkannt wurde und diese Stelle in immer mehr Unternehmen besetzt wird. Dieser vereint im besten Falle ein persönliches Interesse an Social Media, Fachwissen im Bereich Online-Kommunikation und -Tracking sowie den Blick über den eigenen Fachbereich hinaus. Überspitzt gesagt: Sie lassen sich Ihren Marketing-Mix auch nicht von einem Praktikanten zusammenstellen!

Daten verknüpfen und auswerten

Spätestens an dieser Stelle wird sich der Social Media Manger bezahlt machen, denn hier ist Überblick gefragt. Es gilt Korrelationen unter den Daten zu finden und den Zielvorstellungen entsprechend zu verknüpfen. Außerdem muss beachtet werden, dass sich einige Auswirkungen erst nach einiger Zeit vollständig erfassen lassen. Zu allem Überfluss gibt es letztlich kein Patentrezept. Jedes Unternehmen muss eigene, für sich relevante Fragen entwickeln und Ergebnisse entsprechend verknüpfen.

  • Wurde der Web-Shop Umsatz seit dem Social Web Engagement gesteigert?
  • Wurde die Unternehmenswebseite oder der Online-Shop häufiger über Social Communities besucht?
  • Konnten die Help-Center Kosten nach Einführung eines Twitter-Supports reduziert werden?
  • Wie hoch ist der Online-Umsatz der über Facebook-Fanpage-Besucher generiert wurde?
  • Wie hoch war der Umsatz eines Twitter-Special-Offer?

Vergleichen

Nach dem Erfassen dieser Basisdaten lassen sich nun Vergleiche mit anderen Maßnahmen ziehen. Zum Beispiel:

  • Umsatz über Facebook-Special-Offer zu Umsatz über Print-Special-Offer (z.B. per Landing-Page oder Web-Codes)
  • Websitebesucher über Social Communities zu Besuchern über AdClicks (z.B. Referrer- und AdWords-Analyse
  • Neukunden über Social Web Empfehlungen zu Neukunden über klassische Werbung (z.B. über Social Commerce Tools)

Darüberhinaus können ebenfalls einzelne Maßnahmen im Social Media Mix verglichen werden.

  • Führte die Aktivität in Netzwerk A zu mehr Unternehmenswebsite-Besuchern als in Netzwerk B? (z.B. Referrer)
  • Erreichen spezielle Angebote die Zielgruppe effektiver über Twitter oder YouTube? (z.B. Special-Offer und Landing-Pages oder Couponing)
  • Generieren Besucher über Preisvergleichs-Portale mehr Umsatz als Besucher über die Facebook-Fanpage? (z.B. Referrer- und Klick-Pfad-Analyse)

Optimieren

Am Ende der Betrachtung steht auch hier die Optimierung des Maßnahmen-Kataloges. Die gewonnen Zahlen ermöglichen es, bessere Aussagen zur Effektivität der einzelnen Social Web Aktionen zu treffen. Durch die monetären Daten lassen sich im besten Fall z.B. herkömmliche Cost-per-Action oder Cost-per-Order Berechnungen anstellen, um verschiedene Maßnahmen zu gewichten. Je mehr Daten vorliegen, desto effektiver lässt sich der Social Media Mix analysieren und optimieren. Daher lautet letztlich die Empfehlung: testen, testen, testen! Nutzen Sie verschiedene Kanäle, entwickeln Sie unterschiedliche Aktionen und flankieren Sie verschiedene Bereiche, wie Produktsupport oder -entwicklung, Marketing oder Public Relation mit Social Media Aktionen. Ermitteln Sie anschließend wieder die Auswirkungen und Performance um heraus zu finden welche speziellen Tools und Kombinationen zu Ihrem Unternehmen passen.

[Viele weitere Informationen zu diesem Thema finden sich in englischer Sprache z.B. bei SlideShare, Mashable oder SocialCommerceToday ]

Bildquelle: Penn Olson


LovelyBooks Social Web Event – live

Auch über Socialmedia-Blog.de – der Livestream vom Social Web Event der Buch-Community LovelyBooks aus dem Literaturhaus in München:

Watch live video from lovelybooks on Justin.tv






Mit Social Networks auf Seite 1 bei Google

Jeder Suchmaschinenoptimierer beschäftigt sich regelmäßig mit dem Suchmaschinenalgorithmus von Google, der nicht immer ganz einfach zu durchschauen ist. Viel einfacher dagegen ist es mithilfe von Social Networks wie Xing oder Twitter im Google Ranking auf der ersten Seite platziert zu sein. Das Business -Netzwerk Xing, dass im August 2009 über 8 Millionen Nutzer verzeichnete (Tendenz steigend), bietet seinen Nutzern sehr gute Möglichkeiten sich selbst zu präsentieren und Geschäftskontakte zu pflegen und auszubauen. Pflegt man sein Profil ordentlich oder nimmt an Gruppendiskussionen teil besteht eine gute Möglichkeit im Google Ranking auf der ersten Seite gelistet zu werden. Christian Pfeifer von der Paseo Marketing GmbH beispielsweise war bisher nie in Google vorne mit dabei, da es bekannte Personen mit diesem Namen gibt. Das hat sich mittlerweile durch sein gut strukturiertes Xing Profil geändert. Derzeit steht er auf Rang 6 bei der Google-Suche nach seinem Namen. Folgendermaßen beschreibt er sein „Rezept“ auf dem Blog von Paseo Marketing: „Ein wenig das Profil optimiert, ein bisschen aktiv sein in Gruppen, ab und an mal eine Statusmeldung schreiben und schwuppdiwupp ist das Profil plötzlich richtig interessant für Google.“

Wer das nicht möchte, das sei an dieser Stelle noch erwähnt, kann dies jederzeit in seinen Einstellungen unterbinden.

Ebenso leicht funktioniert das mit Twitter. Kurznachrichten, sogenannte „Tweets“ an andere Nutzer werden vom Google Robot gefunden und hoch bewertet. Einfach ausprobieren und nach einiger Zeit eine Google-Suche starten.

Die Liste der sozialen Netzwerke ist lang, jedoch werden sie von Google in ihrer Relevanz hoch eingestuft, sodass jeder die Möglichkeit nutzen kann sich auch in der Suchmaschine vorne zu präsentieren. Dadurch erhöht sich die Chance von anderen gefunden zu werden und sich damit noch besser in der Business-Welt zu vernetzen.

Neue Social Community Besucherzahlen


“Facebook, YouTube und Wikipedia sind die beliebtesten Social Media Seiten in Europa und in den USA”

Mit diesen Worten eröffnete die Nielsen Media Research Online Division ihre neuste Pressemitteilung zu den jüngsten Social Community Untersuchungen. Hier das interessante Ergebnis in einer kurzen Übersicht:


Facebook ist in den USA, UK und Italien die meistbesuchteste Social Media Seite. In Deutschland belegen Wikipedia und YouTube mit je über 13 Mio. Besuchern die vorderen Plätze. Gefolgt von Facebook auf Platz 3 mit knapp 7 Mio. Besuchern. Dies entspricht einem Zuwachs von knapp 200 Prozent seit Ende 2008. Auf internationaler Ebene verzeichnet Facebook den größten Zuwachs an Unique Audience im Vergleich der Netzwerke.


StudiVZ verzeichnet seit Ende 2008 einen Rückgang um 14 Prozent auf jetzt gut 3,5 Mio. Besucher. Im Verbund der VZ-Netzwerke erreicht das Trio allerdings noch knapp 8 Mio. Besucher. Zusammen mit Facebook erreichen die beiden Netzwerke knapp 12 Mio. Besucher, die von zu Hause aus mindestens einmal auf mindestens einer dieser Seiten surften. Dies ist gut ein Drittel der aktiven Internetnutzer in Deutschland.


Twitter schafft es nur in den USA und UK in die Top 10 der Social Media Seiten. Doch es besteht noch Hoffnung, denn Twitter verzeichnet international ein Wachstum von mehreren 100 Prozent. In UK und Deutschland sind es über 1.000 Prozent im Vergleich zu Ende 2008. Damit erreicht Twitter in Deutschland 1,5 Mio. Unique User. Allerdings muss gerade bei Twitter beachtet werden, dass immer mehr User Twitter-Clients für Smart Phones und Desktop-Rechner verwenden. Inwieweit diese Zugriffe in der Untersuchung erfasst wurden ist unbekannt.



Das Schlusslicht bildet MySpace. Es geht in allen untersuchten Ländern abwärts. In den USA, Spanien, Schweiz und UK gelingt noch eine Platzierung in den Top 10. In Deutschland reicht es mit 3 Mio. Besuchern jedoch nicht mehr.



Zum Abschluss überraschte auf der deutschen Bestenliste das Koch-Forum Chefkoch. Die Austauschplattform für Rezepte und Küchen-Tipps erreichte im Dezember letzten Jahres knapp 5 Mio. Besucher. “Damit ist Deutschland das einzige Land im weltweiten Vergleich mit einem Web 2.0 Angebot aus der Kategorie Essen&Kochen in der Top-10 Social Media Liste.”



Die Pressemitteilung steht auf der Webseite der Nielsen Media Research GmbH zum Download bereit.


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