TweetKommentare sind eine wichtig Funktion im Social Web. Ein guter Artikel sollte kommentiert werden und auch bei streitbaren Inhalten ist die Diskussion wichtig. Kommentare sind für jeden Blogger auch ein Gradmesser und Belohnung der eigenen Arbeit.
Meist ist die Kommentar-Funktion gleich aufgebaut und nach dem Namen, der E-Mail-Adresse und der URL gibt der Leser seine Meinung ab. Vergessen sollte man nicht, dass Kommentare, die einmal abgegeben wurden, für „immer“ im Web stehen. Eine gewisse Wahrung der Form ist sicherlich sinnvoll.
Meist wird auch ein Bild desjenigen angezeigt, der kommentiert. Dieses Bild wird Avatar genannt. Voraussetzung dafür ist es, dass man auf der Seite mit einem Avatar angemeldet ist – z.B. bei der Nutzung der gleichen Blog-Anbieter (Blogger, Posterous). Um aber auch in andern Newssites und Blogs ein Gesicht zu bekommen, bietet sich der kostenlose Service von Gravatar – Globally recognized Avatars an. Sie können dort angeben, welche E-Mail Adresse automatisch mit einem Bild ausgestattet sein soll, wenn sie beim Kommentieren verwendet wird. Der Service ist praktisch und die Bilder leicht austauschbar.
Der Nutzer sollte darauf achten, dass das Bild zu den Inhalten passt, also nicht zu leger daherkommt und auch nicht zu förmlich, wenn auch privat Kommentare vergeben werden. Von der Abbildung des bloßen Markenzeichens sollten Marketing-Mitarbeiter absehen, weil es im Social Web um persönliche Beziehungen geht. Eine Einbindung des Logogs, wie wir sie vom Socialmedia-Blog nutzen ist aber möglich. Dadurch entsteht auch ein Wiedererkennungseffekt. Verwenden Sie nicht zu viele untereschiedliche Avatar für Ihre Social Media Plattformen, dadurch erkennen Besucher Sie schneller. Die Form des Bildes sollte quadratisch sein, 200x200px hat sich bewährt.
Ob Suchmaschinenoptimierung, Komfort oder das Finden von Menschen mit Interessen zu einem bestimmten Thema – Social Bookmarking hilft beim Social Media Marketing.
Etliche Milliarden Websites machen das Web zu -der- Informationsquelle schlechthin, gleichzeitig sorgt das Labyrinth an Seiten aber auch dafür, dass wir einmal gefundene Seiten oft nicht wieder finden. Wer eine interessante Seite im Web findet, der speichert sie deshalb für gewöhnlich unter seinen Lesezeichen ab. Wer besonders organisiert ist, der speichert sie in unterschiedlichen Ordnern.
Doch es gibt nur einige wenige Seiten auf die wir ständig zugreifen, diese sind bei mir ohnehin in der Toolbar mit einem Favicon gespeichert. Für alle anderen Lesezeichen benutze ich Delicious eine Social Bookmarking Site, die meine Bookmarks in einer Timeline speichert und logisch organisiert. Die URL versehe ich beim Speichern mit einer kurzen Notiz(1)*, um mich später leichter an die Seite zu erinnern, anschließend vergebe ich Tags (2 Schlagworte), die zu der Seite passen. Daraus ergeben sich Vorteile für Unternehmen und Websitebetreiber…
(*Die Zahlen zeigen den Bereich, wo die Darstellung in der Infografik weiter unten zu sehen ist.)
Welche Vorteile bringen Social Bookmarks?
Benutzerfreundlichkeit: Für den Anwender bedeuten die Bookmarks, dass er nicht mehr auf seinem Rechner angewiesen ist, um eine einmal abgelegte Website erneut aufzurufen.
Kompatibilität: Delicious lässt sich in die Browser-Toolbar integrieren und beim Finden einer Seite, kann man diese schnell und bequem speicher. Die bestehenden Lesezeichen aus dem Browser lassen sich auf Delicious hochladen.
Auffindbarkeit: Der Nutzer kann abgelegte Bookmarks über die Tags(2) finden und auch bei anderen Usern schauen, was sie zu dem Schlagwort gespeichert haben.
News: Auf der ersten Seite von Delicious finden sich bedeutende, besonders häufig abgelegte Bookmarks. So lassen sich Informationen zu aktuellen Themen finden, die besonders interessant sind (Schwarmintelligenz).
Kontakte: Zudem lassen sich Leute finden, die die Seite ebenso abgelegt haben. Dadurch kann ich jemandem mit ähnlich Interessen folgen und mit demjenigen in Kontakt treten. Natürlich können Sie Bookmarks auch als privat markieren, so dass nur Sie sie sehen können.
Suchmaschinenoptimierung (SEO): Bookmarks haben Einfluss auf Suchmaschinenrankings. Werden Webseiten besonders häufig in Delicious abgelegt, dann verbessert sich damit die Auffindbarkeit der Seite in den Suchmaschinen und sie wirkt so aufs SEO. (Wie oft eine Seite von unterschiedlichen Usern gespeichert wurde sieht man unter Punkt 3 im Schaubild, dies ist auch für die eigene Website interessant zu wissen.)
Vergrößern Sie das Bild durch klicken.
Teamwork: Ein gemeinsamer Account oder mehrere verbundene Accounts helfen dabei, relevante Seiten unter den Mitarbeitern einer Abteilung oder eines Unternehmens zu teilen.
Sichtbarkeit: Neue Kunden und Interessierte können über die Bookmarks auf sie aufmerksam werden.
Themenwahl: Wer einen Redakteur finden möchte, um ihm eine bestimmte Pressemitteilung zukommen zu lassen, kann bei Delicious vorab klären, wo ähnliche Artikel erschienen sind, diese lassen sich schnell über die Tags finden. Auch eine Bewertung liegt durch die Häufigkeit der gespeicherten Bookmarks vor, so dass sich auch Prio-Listen erstellen lassen.
Social Bookmarks helfen dabei, sich im Web zurecht zu finden und sind eine Unterstützung für Marketing und PR. Durch Plugins lassen sich Artikel und Seiten für Delicious-Nutzer schnell speichern. Eine Integration in die eigene Website ist also sinnvoll.
Unter “Diesen Beitrag empfehlen” hier unten links können Sie den Artikel mit anderen Teilen oder bei Delicious ablegen.
Thomas Ellerbeck, Mitglied der Geschäftsleitung von Vodafone Deutschland, sprach an der Hochschule Pforzheim über die Vodafone Kampagne „Es ist deine Zeit“.
Die Kampagne „Es ist deine Zeit“ bewegte die Gemüter im Netz, einige begrüßten die Kampagne als Revolution ins neue Social Media Zeitalter, andere schlug auf die Kampagne ein. Mit Thomas Ellerbeck gelang es, einen hochkarätigen Kommunikationsexperten an die Hochschule Pforzheim zu holen, der mit den Jung-Werbern über die neuen Möglichkeiten des Social Webs sprach.
Nachdem Professorin Elke Theobald die imposante Vita des 42 jährigen Ellerbeck vorgestellt hatte, begann er mit einer Einführung über den noch sehr jungen Mobilfunkmarkt, über die ersten Lizenzkäufe 1989 und was sich seitdem getan hat. Anschließend zeigte er den bekannten Spot der Kampagne „Helden für einen Tag“. Was wir an diesem Spot kritisieren, ist vor allem die Darstellung des Community-Mitglieds, das zum Selbstdarsteller „degradiert“ wird. Der Songtext „Ich bin der König!“ unterstützt dieses Bild, mit dem sich kaum einer der Webnutzer gerne identifiziert.
Nach dem Spot befragte er das Publikum, wem die Kampagne gefallen hätte und wem nicht, beide Lager fanden sich unter den Gästen. Er beschrieb anschließend die Vorbereitungen Vodafones auf die Kampagne. So wurden vorab Umfragen zum Thema Social Media von TNS-Emnit durchgeführt, die aber vor allem darauf abzielten Nutzerzahlen und Nutzungsart zu erheben.
Mitarbeiter fit machen für Social Media Marketing
Ellerbeck betonte, dass es für den Einstieg von Unternehmen in Social Media nicht sinnvoll sei, den Mitarbeitern aus der bestehenden Kommunikationsbesetzung Social Media Marketing aufzuzwingen. Deshalb entschied sich das Unternehmen eine neue Stelle zu schaffen. Seit Frühjahr 2009 wurde hierfür eine Community-Managerin eingestellt, die von zwei weiteren Mitarbeitern unterstützt wird. Durch diese Einbindung in die Unternehmenskommunikation konnte auch das restliche Team den Einstieg in die neuen Kanäle und Instrumente erfahren und mitlernen. Denn Lernen sei in diesem noch jungen Feld der Kommunikation ein wesentlicher und dauerhafter Prozess.
Das Unternehmen legte bereits vorher fest, dass die Social Media Aktivitäten langfristig ausgerichtet sein würden und so begann das Unternehmen die Einrichtung der Accounts bei Twitter, Facebook und Youtube. Auch ein Corporate-Blog ging online. Für die anschließend anlaufende Werbekampagne holte man diverse Web-Größen ins Boot, darunter die Blogger Sascha Lobo und Ute Hammelmann.
Als dann im Sommer die Social Media Kampagne begann, also das Unternehmen anfing, die neuen Instrumente zu bespielen, sahen sich auch Vodafone, aber auch Lobo und Hammelmann wachsender Kritik durch die Community ausgesetzt. Ellerbeck beschrieb, wie undifferenziert und feindlich die Äußerung einzelner Webnutzer waren, die schließlich auch zum Ausstieg Ute Hammelmanns führten. Hammelmann beendete in dieser Zeit ihre gesamten Tätigkeiten als Bloggerin, stand laut Ellerbeck aber nach wie vor zu der Kampagne.
Zuhören als wesentliche Aufgabe in Social Media
Zu den Vorwürfen aus der Bloggosphäre meinte Ellerbeck, dass das Unternehmen gerne bereit sei, sich mit den sachlichen Kritiken auseinander zu setzen und dies auch getan hätte. Allerdings würde es wenig Sinn machen mit Leuten zu diskutieren, die unter dem Deckmantel der Anonymität beleidigende Kommentare abgäben. Damit gestand Ellerbeck ein, dass es Probleme in der Kommunikation mit der Community gab, die nur schwer zu beheben waren.
Auf die Frage, ob man zuvor in die Web-Community hinein gehört hätte, also im Vorfeld abgeklärt hätte, wer, wo, was über das Unternehmen in Foren und Blogs gesagt hätte, gab Ellerbeck zu, dass man dies wohl hätte tun sollen.
Spannend ist auch die strategische Ausrichtung Vodafones, die da heißt: „Wir machen Kunden zu Fans!“. Die Vernetzung der Kunden spielt dabei eine wesentliche Rolle. Kunden die Fans werden tragen die Markenbotschaft weiter und gewinnen neue Kunden für das Unternehmen. Und so beurteilt das Vodafone nicht mehr nur die Zufriedenheit der Kunden, sondern deren Weiterempfehlungsbereitschaft.
Fazit
Die Kritiken aus dem Web sind verständlich, wenn die Angebote und Werbebotschaften nicht übereinstimmen. Auf der anderen Seite muss man sagen, das Social Media zwar der Aufhänger der Vodafone Kampagne war, jedoch bei der Wahl der Kanäle ein starker Fokus auf die klassische Werbung gesetzt wurde. Aber kritisieren ist ohnehin leichter, als selbst etwas zu bewegen.
TweetSocial Media Enthusiasten in Deutschland hatten es in der Vergangenheit oft schwer hierzulande zu überzeugen. Da die USA die großen Vorreiter im Social Web sind, basieren die meisten Studien und Analysen, zur Nutzung von Social Media bei Konsumenten und Unternehmen, auf Daten des US-Marktes. Die Aktivitäten von Marken werden analysiert, die beliebtesten Social Communities gekürt und das User-Verhalten im Social Web unter die Lupe genommen – in der USA versteht sich.
Doch wie sieht es in Deutschland aus? Nutzen deutsche Unternehmen Social Media? Haben auch hier die Social Communities Millionen von User? Wir haben Zahlen und Fakten gesammelt, die jeden überzeugen sollten, dass auch in Deutschland der Einstieg ins Social Web eine große Chance darstellt.
Eine erst kürzlich erschienene Studie der Universität Oldenburg und der Agentur construktiv analysierte die 100 größten deutschen Marken auf ihre Social Media Aktivitäten. Dieser erste Blick auf das neu betretene Feld “Social Web” lässt einige Trends und viel freies Potential erkennen. Rund 60% der analysierten Unternehmen sind Social Media Aktiv. Dabei stellt der noch recht junge Dienst Twitter das meist genutzte Tool da.
Außerdem ist zu erkennen, dass eine umfassende Social Media Strategie nur von sehr wenigen Unternehmen verfolgt wird. Lediglich 5% der Marken verwenden die ganze Breite der Tools und Communities um Synergieeffekte zu nutzen und Verbindungen zu knüpfen. Dabei zeigt die Studie ebenfalls, dass die erzeugte Resonanz im Verhältnis zur eigenen Aktivität verläuft. Ein aktives und weitreichende Engagement wird also von der Community “belohnt”.
Diese Tatsache machen sich letztlich nur wenige zu Nutze. So werden laut Studie ganze 54% der marken-gesteuerten Inhalte von lediglich 5% der untersuchten Unternehmen generiert. Diese Vorreiter, zu denen u.a. Hornbach und Vodafone zählen, haben begonnen ihre Hausaufgaben im Social Web zu machen. Dadurch profitieren sie nun von mehr Reaktionen der User, einer weiten Vernetzung und am Ende von vielen überzeugten Fans und Followern.
Die gesamte Studie gibt es auf der Homepage der construktiv GmbH.
Tweet(Update 18.04.2011) Coca-Cola und Starbucks nutzen Facebook-Fanpages mit über 20 Millionen Migliedern; die Marken stehen im Mittelpunkt der Kommunikation und die Fanpage unterstützt die anderen Maßnahmen der Unternehmen. Auch für kleine und mittelständische Unternehmen bieten Fanpages Vorteil, wir haben einige davon hier beschrieben.
Es gibt nur geringe Einstiegsbarrieren. Die Basisanwendung erfordert nur die Eingabe der Profildaten und das Hochladen eines Profilbilds.
Geringe Anfangsinvestitionen (vor allem Arbeitszeit) durch das Einrichten eines kostenlosen Account. Auf Facebook lässt sich die Fanpage schnell und kostenlos einrichten.
Die Zwecke der Fanpage lassen sich vorher definieren.
Fans werden freiwillig Fans – dadurch erreicht man ziemlich genau seine Zielgruppen und bestehende Kunden. Über die Netzwerke der Facebooknutzer untereinander sehen andere Mitglieder, wer sich einer Fanpage anschließt und haben damit selbst die Möglichkeit Fan zu werden.
Botschaft und Marke lassen sich viral verbreiten. Im News-Feed werden Updates auf der Fanpage der Fans sichtbar, von dort aus können sie von den Fans weitergetragen werden.
Im direkten Dialog mit den Zielgruppen lässt sich Vertrauen aufbauen. Die Kommunikation im Social Web gibt dem Unternehmen ein Gesicht und Fans identifizieren sich mit der Marke des Unternehmens.
Die Reichweite von Facebook ist mit 350 Millionen Nutzern weltweit und 20 Millionen Nutzern in Deutschland sehr groß.
Produkte lassen sich mit der Community gestalten und Serviceangebote durch Crowdsourcing optimieren. Mitgliederbefragungen geben detailierte Einblicke in die Wünsche der Konsumenten.
Facebook erlaubt das Einbinden von multimedialen Inhalten (Bilder, Texte, Links, Präsentationen, Videos) und sorgt damit für ein dreidimensionales Markenerlebnis.
Facebook erhöht den Traffic auf die Unternehmenswebsite, Microsites und andere Webinhalte außerhalb von Facebook.
Aus hoch involvierten Fans werden Marken-Botschafter, die die eigenen Inhalte weiterverbreiten.
Facebook bietet reichhaltige Tracking und Analyse-Tools, so dass sich Erfolge messen lassen.
Unterschiedliche Situationen im Unternehmen, Aktionen und auch Krisen lassen sich in Echtzeit bearbeiten und Botschaften schnell verbreiten. Dadurch wird die Reaktionszeit verkürzt.
Eine einzelne Idee kann die eigene Bekanntheit von 0 auf 100 bringen.
Durch spezielle Anwendungen können Markenerlebnisse geschaffen werden, die mit einigem Programmieraufwand den Kunden spannende Erfahrungen mit der Marke erleben lassen.
Facebook-Fanpages lassen sich individualisieren und mit Entwicklertools und HTML-Zusätze erweitern.
Der Markenauftritt der Samsung Kampagne Nonja auf Facebook.
Online und Offline-Maßnahmen lassen sich auf Facebook schnell und einfach verknüpfen.
Durch bestehende Kommunikationsinstrumente kann die Fanpage einfach bekannt gemacht werden.